Platon Gorgias Dialog Auszug .pdf

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Title: Der Sophist Kallikles über ...
Author: MainUser

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R e c h t

u n d

G e re c h t ig k e it

n a c h

K a llik le s

Platon, Gor gias 482c - 492c

4 8 2 c 4 8 3 d 4 8 4 c 4 8 5 e 4 9 1 b

Natur- und Tugendbegriff des Kallikles
(491b) Σωκράτης· ὁρᾷς, ὦ βέλτιστε Καλλίκλεις, ὡς οὐ
ταὐτὰ σύ τ' ἐµοῦ κατηγορεῖς καὶ ἐγὼ σοῦ; σὺ µὲν γὰρ ἐµὲ
φῂς ἀεὶ ταὐτὰ λέγειν, καὶ µέµφῃ µοι· ἐγὼ δὲ σοῦ τοὐναντίον,
ὅτι οὐδέποτε ταὐτὰ λέγεις περὶ τῶν αὐτῶν, ἀλλὰ τοτὲ µὲν
τοὺς (c) βελτίους τε καὶ κρείττους τοὺς ἰσχυροτέρους ὡρίζου,
αὖθις δὲ τοὺς φρονιµωτέρους, νῦν δ' αὖ ἕτερόν τι ἥκεις ἔχων·
ἀνδρειότεροί τινες ὑπὸ σοῦ λέγονται οἱ κρείττους καὶ οἱ
βελτίους. ἀλλ', ὠγαθέ, εἰπὼν ἀπαλλάγηθι τίνας ποτὲ λέγεις
τοὺς βελτίους τε καὶ κρείττους καὶ εἰς ὅτι.
Καλλίκλης· ἀλλ' εἴρηκά γε ἔγωγε τοὺς φρονίµους εἰς τὰ
τῆς πόλεως πράγµατα καὶ ἀνδρείους. τούτους γὰρ (d)
προσήκει τῶν πόλεων ἄρχειν, καὶ τὸ δίκαιον τοῦτ' ἐστίν,
πλέον ἔχειν τούτους τῶν ἄλλων, τοὺς ἄρχοντας τῶν
ἀρχοµένων.
τί δέ; αὑτῶν, ὦ ἑταῖρε, τί; ἦ τι ἄρχοντας ἢ ἀρχοµένους;
πῶς λέγεις;
ἕνα ἕκαστον λέγω αὐτὸν ἑαυτοῦ ἄρχοντα· ἢ τοῦτο µὲν
οὐδὲν δεῖ, αὐτὸν ἑαυτοῦ ἄρχειν, τῶν δὲ ἄλλων;
πῶς ἑαυτοῦ ἄρχοντα λέγεις;
οὐδὲν ποικίλον ἀλλ' ὥσπερ οἱ πολλοί, σώφρονα ὄντα καὶ
ἐγκρατῆ αὐτὸν ἑαυτοῦ, τῶν ἡδονῶν καὶ ἐπιθυµιῶν (e)
ἄρχοντα τῶν ἐν ἑαυτῷ.
ὡς ἡδὺς εἶ· τοὺς ἠλιθίους λέγεις τοὺς σώφρονας.
πῶς γὰρ (οὔ); οὐδεὶς ὅστις οὐκ ἂν γνοίη, ὅτι οὐ τοῦτο
λέγω.
πάνυ γε σφόδρα, ὦ Σώκρατες. ἐπεὶ πῶς ἂν εὐδαίµων
γένοιτο ἄνθρωπος δουλεύων ὁτῳοῦν; ἀλλὰ τοῦτ' ἐστὶν τὸ
κατὰ φύσιν καλὸν καὶ δίκαιον, ὃ ἐγώ σοι νῦν
παρρησιαζόµενος λέγω, ὅτι δεῖ τὸν ὀρθῶς βιωσόµενον τὰς
µὲν ἐπιθυµίας τὰς ἑαυτοῦ ἐᾶν ὡς µεγίστας εἶναι καὶ µὴ
κολάζειν, (492a) ταύταις δὲ ὡς µεγίσταις οὔσαις ἱκανὸν εἶναι
ὑπηρετεῖν δι' ἀνδρείαν καὶ φρόνησιν, καὶ ἀποπιµπλάναι ὧν
ἂν ἀεὶ ἡ ἐπιθυµία γίγνηται. ἀλλὰ τοῦτ' οἶµαι τοῖς πολλοῖς οὐ
δυνατόν· ὅθεν ψέγουσιν τοὺς τοιούτους δι' αἰσχύνην,
ἀποκρυπτόµενοι τὴν αὑτῶν ἀδυναµίαν, καὶ αἰσχρὸν δή
φασιν εἶναι τὴν ἀκολασίαν, ὅπερ ἐν τοῖς πρόσθεν ἐγὼ
ἔλεγον, δουλούµενοι τοὺς βελτίους τὴν φύσιν ἀνθρώπους,
καὶ αὐτοὶ οὐ δυνάµενοι ἐκπορίζεσθαι ταῖς ἡδοναῖς πλήρωσιν
ἐπαινοῦσιν τὴν σωφροσύνην (b) καὶ τὴν δικαιοσύνην διὰ τὴν
αὑτῶν ἀνανδρίαν. ἐπεὶ ὅσοις ἐξ ἀρχῆς ὑπῆρξεν ἢ βασιλέων
ὑέσιν εἶναι ἢ αὐτοὺς τῇ φύσει ἱκανοὺς ἐκπορίσασθαι ἀρχήν
τινα ἢ τυραννίδα ἢ δυναστείαν, <τί ἂν> τῇ ἀληθείᾳ αἴσχιον
καὶ κάκιον εἴη σωφροσύνης καὶ δικαιοσύνης τούτοις τοῖς
ἀνθρώποις, οἷς ἐξὸν ἀπολαύειν τῶν ἀγαθῶν καὶ µηδενὸς
ἐµποδὼν ὄντος, αὐτοὶ ἑαυτοῖς δεσπότην ἐπαγάγοιντο τὸν
τῶν πολλῶν ἀνθρώπων νόµον τε καὶ λόγον καὶ ψόγον; ἢ
πῶς οὐκ ἂν ἄθλιοι γεγονότες (c) εἶεν ὑπὸ τοῦ καλοῦ τοῦ τῆς
δικαιοσύνης καὶ τῆς σωφροσύνης, µηδὲν πλέον νέµοντες
τοῖς φίλοις τοῖς αὑτῶν ἢ τοῖς ἐχθροῖς, καὶ ταῦτα ἄρχοντες ἐν
τῇ ἑαυτῶν πόλει; ἀλλὰ τῇ ἀληθείᾳ, ὦ Σώκρατες, ἣν φῂς σὺ
διώκειν, ὧδ' ἔχει· τρυφὴ καὶ ἀκολασία καὶ ἐλευθερία, ἐὰν
ἐπικουρίαν ἔχῃ, τοῦτ' ἐστὶν ἀρετή τε καὶ εὐδαιµονία, τὰ δὲ
ἄλλα ταῦτ' ἐστὶν τὰ καλλωπίσµατα, τὰ παρὰ φύσιν
συνθήµατα ἀνθρώπων, φλυαρία καὶ οὐδενὸς ἄξια.

Sokrates: Siehst du, mein bester Kallikles, dass du mir nicht die selben
Vorwürfe machst, die ich dir zu machen habe. Denn du behauptest, ich
wiederhole immer ein und das selbe und machst mir das zum Vorwurf; ich
aber dir gerade umgekehrt, dass du nie das selbe über die selben Dinge
vorbringst, sondern die Besten und Stärksten zuerst als die körperlich
Krä igen bestimmtest, ein anderes Mal aber die Verständigsten, jetzt aber
wieder mit einer anderen Meinung kommst. Tapferer sollen nach dir die
Stärkeren und Besseren sein. Aber, mein Guter, mache, dass du es
endgültig sagst, wen du eigentlich unter den Besseren und Stärkeren
verstehst und in welcher Hinsicht!
Kallikles: Nun, ich habe es ja gesagt, diejenigen, die sich auf die Leitung
des Staates verstehen und tapfer sind. Denn diesen kommt es zu, über den
Staat zu herrschen, und das heißt Recht, dass sie mehr haben als die
anderen, nämlich die Herrschenden mehr als die Beherrschten.
Wie aber ist's mit ihnen selbst, mein Freund: herrschen sie oder werden
sie beherrscht?
Wie meinst du?
Ich meine, jeder einzelne herrsche über sich selbst. Oder ist das nicht
nötig, Herrscha über sich selbst, sondern nur über andere?
Wie meinst du Herrscha über sich selbst?
Nichts Merkwürdiges, sondern wie man es gewöhnlich nimmt, einen,
der besonnen ist und sich selbst im Zaum hält und die Lüste und Begierden
in sich beherrscht.
Wie lieb du bist! Die Einfältigen nennst du die Besonnenen"!
Wieso? Das kann jeder einsehen, dass ich das nicht meine.
O gewiss, mein Sokrates. Wie könnte denn ein Mensch glücklich werden,
wenn er irgend jemandes Sklave ist? Nein, das ist das Schöne und Rechte
von Natur, was ich dir jetzt frei und offen bekenne, dass derjenige, der
richtig leben will, seine eigenen Begierden so groß wie möglich werden
lassen muss, ohne sie im Zaum zu halten; wenn sie aber recht groß sind,
muss er im Stande sein, ihnen durch Tapferkeit und Einsicht zu frönen und
die Begierde zu befriedigen, worauf sie sich auch jedesmal richten mag.
Aber das können, denke ich, die meisten nicht. Daher tadeln sie Männer
dieser Art aus Ärger, um ihre eigene Ohnmacht zu verbergen, und
bezeichnen die Zügellosigkeit als hässlich. Was ich in meiner früheren
Auseinandersetzung sagte, sie knechten die von Natur besseren
Menschen, und weil sie ihren Lüsten keine Befriedigung schaffen können,
loben sie die Besonnenheit und Gerechtigkeit um ihrer eigenen Freiheit
willen. Denn eas wäre für diejenigen, die etwa von vornherein so glücklich
sind, Königssöhne zu sein, oder die im Stande sund, sich eine Herrscha ,
Tyrannis oder einen Königsthron zu verschaffen, in Wahrheit hässlicher
und schlimmer als deine Besonnenheit? Während sie ja alles Gute genießen
könnten, ohne dass ihnen jemand in den Weg träte, würden sie sich selbst
das Gesetz, Gerede und Geschimpfe der Masse zum Herrn erküren? Oder
wären sie nicht elend geworden, von der Ehre der Gerechtigkeit und
Besonnenheit, wenn sie ihren eigenen Freunden nicht mehr zuteilen
könnten als ihren Feinden, und zwar als Herrscher im eigenen Staat? Nun,
Sokrates, so stet's in Wahrheit, der du ja nachzutrachten behauptest.
Wolleben, Zügellosigkeit, Frieheit, wenn sie festen Rückhalt hat, das ist
Tugend und Glückseligkeit. Das andere ist alles Fli erstaat, widernatürliche
Satzungen, menschlicher Aberwitz und taugt nichts.

Übersetzung bearbeitet nach der Vorlage von J.Deuschle.

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