PDF Archive

Easily share your PDF documents with your contacts, on the Web and Social Networks.

Share a file Manage my documents Convert Recover PDF Search Help Contact



Kilian Leseprobe .pdf


Original filename: Kilian Leseprobe.pdf

This PDF 1.3 document has been generated by easyPDF SDK 6.0 / BCL easyPDF 6.02 (0342), and has been sent on pdf-archive.com on 18/06/2012 at 12:59, from IP address 91.2.x.x. The current document download page has been viewed 961 times.
File size: 502 KB (7 pages).
Privacy: public file




Download original PDF file









Document preview


Gräfin Nadine von Wittgensteyn

Kostenlose Leseprobe

Das Tor zum Frieden
- Kilian Fantas
yRoma
n

1.Auflage 2011
Copyright 2011 by
Gräfin Nadine von Wittgensteyn
Siegen, Germany

ISBN-Nr.: 978-1-4717-0121-4

Alle Rechte an Illustration und Text liegen bei der Autorin.
Vervielfältigung oder auszugsweise Veröffentlichungen nur mit Erlaubnis der
Autorin.

Eventuelle Ähnlichkeiten mit Personen, Organisationen und Örtlichkeiten
entstammen der Fantasie der Autorin!

1. Der Himmel war klar ...

Der Himmel war klar, die Sterne und der volle Mond schimmerten über
dem verlassenen Anwesen etwa fünfzig Autominuten von Cork entfernt.
Moos bedeckte das einst geschieferte Dach, welches an machen Stellen
bereits eingestürzt war. Flechten und Efeuranken suchten sich ihren Weg
an

den

Backsteinwänden

hinauf,

kletterten

durch

zerbrochene

Fensterscheiben. Im Großen und Ganzen wirkte das einst prachtvolle
Herrenhaus wie ein Andenken an längst vergessene Zeiten, einsam, kalt
und trostlos. Waren wirklich erst dreißig Jahre vergangen, seit sein
Besitzer, ein irischer Lord, das Anwesen verlassen hatte? Dem Betrachter
schien es anders, als seien nicht dreißig sonder hundert Jahre vergangen.
Doch es waren wirklich nur drei Jahrzehnte. Über Jahrhunderte war das
Anwesen in Familienbesitz gewesen, doch nun überließ man es der Natur.
In der Gegend erzählte man sich, dass es in den altehrwürdigen Mauern
spuken würde, keiner betrat mehr das Grundstück.
Langsam schritt der Mann die Freitreppe hinauf, den Kragen der
Lederjacke hochgeschlagen, in Gedanken vertieft. Er kannte die wahre
Geschichte dieses Anwesens, war nicht zum Ersten mal dort. Viel hatte
sich seit seinem letzten Besuch geändert, zu viel! Er dachte an seine
Freunde, die darauf warteten, dass er anrief. Am Ende der Treppe blieb er
stehen, blickte hinunter auf die Einfahrt und den Vorplatz, wo unter einem
Baum seinMotorrad stand. Wie lange war es her, dass Ballgäste in edlen
Roben diese Stufen hinauf geschritten waren, dem Mann schien es eine
halbe Ewigkeit zu sein. Trotzdem spürte er noch den Prunk längst
vergangener Tage. Entschlossen wand er sich ab, stieß die Eingangstüre

auf, die etwas schief in den Angeln hing, und betrat das verlassene
Herrenhaus. Die große Eingangshalle war leergeräumt, so wie alle anderen
Räume in dem zweigeschossigen Haus. Nur in der Küche zeugte ein alter
Herd davon, dass hier einmal Leben herrschte. Langsam ging der Mann
durch die Zimmer, zog die abgestandene Luft ein, strich hier und dort über
einen Kaminsims. Er würde dafür sorgen, dass das Anwesen wieder in
neuem Glanz erstrahlte. Zwei Wochen blieben ihm, bis seine Freunde
kommen würden. Die Handwerker waren bestellt. Keine Männer aus den
umliegenden Orten, denn diese waren zu abergläubig, um das Anwesen zu
betreten. Alle kamen sie aus der Stadt. Vor dem großen Kamin im
Wohnzimmer blieb der Fremde stehen, strich vorsichtig über die
Verzierungen des Sims, als könnten sie zerbröckeln, bevor er sein Handy
aus der Tasche nahm. Er öffnete die Terrassentür und betrachtete den
Garten, während er darauf wartete, dass am anderen Ende jemand den
Anruf entgegen nahm. Einen Gärtner würden sie auch noch brauchen,
wichtiger war nun jedoch erst einmal das Haus an sich. Endlich hörte er
das Klicken in der Leitung und eine raue Männerstimme meldete sich.
„Hey ich bin´s. Schau mir gerade das Anwesen an, ziemlich heruntergekommen.“ Er ging die Stufen zum Garten hinunter, während der andere
sprach.
„Sicher, ich werde mein Bestes geben, du kennst mich doch! Hoffe die
Möbel kommen vor euch an, wäre zu schade, wenn wir auf dem Boden
schlafen müssten!“ Er verzog das Gesicht zu einem Lächeln, wieder
sprach sein Gesprächspartner.
„Natürlich, also mach es gut und pass auf unseren Neuen auf! Wir sehen
uns dann in zwei Wochen, slán!“ Damit beendete er das Gespräch und

schlenderte um das Haus herum zu den ehemaligen Stallungen. Sie waren
mittlerweile zu Garagen umgebaut worden, boten nun Platz genug für
mehrere Motorräder und Autos. Der Wald, welcher das Anwesen vor
Blicken verbarg, zog einen Teil des Mannes mächtig an, doch er drehte
sich um und ging zurück zu seinem Motorrad. Bald würde ein neuer Tag
anbrechen und er wollte sich noch etwas im Hotel ausruhen, bevor er
damit begann, dass Anwesen wieder bewohnbar zu machen. Der neue
Hausbesitzer setzte seinen Motorradhelm auf und fuhr im Mondschein
davon, die Stille der Nacht hüllte das Anwesen ein.
Ein anderer Mann stand in Deutschland ebenfalls in der kühlen Nacht,
blickte auf sein altes Heim und dachte darüber nach, wie schnell sich die
Zeiten

änderten.

Sein

Leben

war

einmal

das

eines

normalen

Kriminalkommissars, gut er war beim SEK gewesen und besaß eine
Ausbildung zum Scharfschütze. Trotzdem hatte er seine Arbeit gemacht,
wie jeder andere auch. Bis zu dem Moment, als man ihn im Einsatz
anschoss. Manchmal wünschte er sich noch heute, zwei Jahre später, dass
er nicht diesen Weg gegangen wären, denn er hatte alles hinter sich lassen
müssen. Seine Brüder, seine Freunde und in vierzehn Tagen auch die Stadt,
die er so sehr liebte. Der Schmerz über all diese Verluste schnürte ihm die
Kehle zu. Traurig senkte der Mann den Kopf, so dass die langen
pechschwarzen Haare sein Gesicht verbargen. Eine Hand legte sich auf
seine Schulter schob ihn mit sanfter Gewalt fort. Er brauchte sich nicht
umzudrehen, denn er wusste, dass es sein Retter war. Seit zwei Jahren
schon, waren sie nun Freunde und doch empfand er oft nur Hass für ihn.
„Kilian, es bring nichts, wenn du mich für all deinen Kummer hassest.
Es wird nicht der letzte Abschied sein, den du nehmen musst!“ Meinte eine

raue und doch sanft klingende Stimme, hinter ihm. Kilian drehte sich um,
funkelte seinen Retter mit kalten nachtblauen Augen an. Bevor er sich
endgültig umdrehte und mit schweren Schritten davon ging, er spürte, dass
der andere ihm folgte. Vor einer schweren Kawasaki blieb Kilian stehen.
„Warum lassen du und Dean mich nicht einfach in Ruhe, ich brauch eure
Hilfe

nicht

Brendan!“

Fauchte

er

wütend,

streifte

seine

Motorradhandschuhe über, bevor er seinen Helm aufsetzte. Wie gerne
würde er Brendan einfach stehen lassen, doch er wusste, dass es
unmöglich war.
„Das letzte Mal als du alleine unterwegs warst…“ Setzte dieser an.
„Halt den Mund, verdammt!“ Nun knurrte Kilian mehr, als dass er
sprach. Brendan führte den Satz nicht mehr zu Ende, sondern stieg
seinerseits auf eine ebenso schwere Suzuki. Was würde sein Schützling
wohl heute Nacht anstellen, sein Motorrad zu Schrott fahren? Wann begriff
dieser endlich, dass es nichts nützte, seinem Schicksal davon zu laufen. Es
war wohl besser, wenn Brendan ihm folgte. In diesem Zustand war Kilian
unberechenbar, fuhr mal wieder viel zu schnell. Er verließ die Stadt, schlug
einen weniger befahrene dafür aber Kurven reichere Straße ein und
verlangte seinem Motorrad alles ab, was die PS-starke Maschine hergab.
Bei über 200 Stundenkilometer hörte Brendan auf Gas zu geben, ließ ihn
fahren und hoffte, dass keiner auf der Gegenfahrbahn unterwegs war. Das
es Kilian vollkommen egal war, ob sich Brendan um ihn sorgte, wusste
dieser. Bei knapp 250 Kilometer pro Stunde hörte auch dieser auf Gas zu
geben, mehr brachte sein Motorrad nicht mehr, die Tachonadel kratzte
schon am roten Bereich, dass ihm zusätzlich Tränen die Sicht versperrten,
ließ ihn kalt. er liebte Extremsituationen, früher war er in seiner knappen

Freizeit Motorradrennen gefahren. Bis in die Bundesliga hätte er es
schaffen können, wenn ihm nicht sein Beruf mehr am Herzen gelegen
hätte. Auch als Scharfschütze gehörten Extreme zum Alltag. Die nächste
Kurve sah Kilian zu spät, beim Versuch zu bremsen verlor er die Kontrolle
über das schwere Gefährt, schlitterte über den Asphalt. Während seine
Maschine funkensprühend gegen einen Baum am Straßenrand krachte,
landete er einige Meter weiter im Gebüsch. Ihm wurde schwarz vor
Augen, dann versank die Welt in Dunkelheit. Hatte er es nun endlich
geschafft und sein Dasein beendet? Minuten vergingen bis er in leuchtend
smaragdgrüne Augen blickte. Nein, ihm war es wieder nicht gelungen! …

Das komplette Buch im Taschenformat könnt ihr unter Amazon.de oder in
jeder Buchhandlung bestellen. Einfach die ISBN-Nummer angeben!


Related documents


kilian leseprobe
linas leben
neverland history
stimmen in der dunkelheit
hotel hughes steffen lenk 2009
die antwort auf die tr ume die wahre geschichte


Related keywords