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Schiri Lehre001 .pdf


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Sehr geehrter Sportfreund, oder sehr geehrte Sportfreundin. Ich denke, jeder sollte wissen, zu was
man sich in der Anrede berufen fühlt.
Gerade eben bei einem Schluck Wasser kamen alte Gedanken zu einem ehemaligen Spiel hoch, als
ich daran denken musste, wie zur Halbzeit einmal ein Trainer seine Mannschaft zurecht geschimpft
hat. Genauere Details kann ich nicht mehr sagen. Die Schiedsrichterkabine war nicht hermetisch
abgeschlossen, sondern oben war noch gut ein großer Spalt, so dass man noch in die anderen
Kabinen rein hören konnte. Daher fiel unsere Auswertung zur Halbzeit nicht großartig aus- man
will ja nicht die Fehler seiner Assistenten (was ich nun einmal im Spiel war) vor den Ohren der
Mannschaften erläutern. Der Schiedsrichter gab sofort von Anfang an ein „Tschh“-Laut von sich,
als wolle er sagen: REDEVERBOT. Sogleich kam die Heimmannschaft neben uns in die Kabine
hinein. Ich, der gerade von der A-Jugend in die Männer gewechselt war, konnte nachvollziehen, wie
sich der Druck der Mannschaften anfühlt. Es war ein A-Jugend Spiel auf Landesebene. Da möchte
natürlich jedes Team gewinnen; ebenso wie der Trainer. Rums hat es gemacht, da ist die Tür
zugefallen. Sofort schrie der Trainer los. Da wurden Sachen angesprochen, wie Taktik,
Schussverhalten, das Egoist Sein auf dem Feld und ganz am Ende wollte sich der betreffende
Spieler dazu äußern: „Aber...“, sofort der Trainer: „Wenn ich rede, dann hast du die Klappe zu
halten!“. Und ja: so ging es die ganze Halbzeitpause lang. Man hatte schon Mitleid mit dem Team.
Aber was soll man da machen? Wir können ja kein Trainer zum Beispiel von der Bank verweisen,
nur weil er zur Halbzeit seine Mannschaft angeschrien hat. Und ich hatte, obwohl eine bestimmt 3m
hohe Wand mit einem 50cm großen Schlitz die Kabinen trennte, gar eine Gänsehaut. Zur zweiten
Halbzeit konnte man auch spüren, unter was für einen enormen Druck sie standen. Das Heimteam
lag wahrscheinlich mit 0:1 zurück. Ich hab gerade flüchtig im DFBnet nur das Endergebnis
gesehen: 1:3. Ein beunruhigendes Ergebnis. Das kuriose, aus der regeltechnischen Sicht: es gab
keine Verwarnung aufgrund eines Foulspieles. Nur wegen Unsportlichkeiten. Etwas, was ich dort
zuerst gesehen hatte: Gelb wegen vortäuschen einer Verletzung. Man mag vielleicht sagen, dass so
etwas schwer zu beweisen ist. Schließlich ist das ähnlich wie mit der Hand: nur wenn man es
wirklich gesehen hat und weiß, was passiert ist, kann man das Vergehen ahnden. Vor meinen Augen,
etwa 1m links neben mir an der Seitenlinie wird ein Spieler durch eine Grätsche der Ball
weggenommen. Er bleibt regungslos am Boden liegen. Als der Ball nun zurück erobert wird, springt
er auf und sprintet in Richtung Strafraum. Dort gibt er ein Torschuss ab. So habe ich es in
Erinnerung. Nun. Zum Abschluss, damit ich wenigstens in diesem Text noch einen Lehrzweck
beschrieben habe: wenn ihr Assistenten seid, dann gebt acht auf alles, was um euch passiert. Habt
ein Auge auf den vorletzten Verteidiger, habt ein Auge aufs Ballgeschehen und habt ein Auge auf
Spieler, die sich spieluntypisch benehmen. Liegt einer verletzt am Boden, und es läuft der Spieler
vorbei, der ihn gefoult hat? Guckt genau hin! Vielleicht begeht er ein Racheakt. Wenn der Schiri auf
Vorteil entschieden hat, ist es gar nicht so unüblich, da genauer hinzuschauen. Die Assistenten sind
die rechte Hand für den Mann mit der Pfeife. Ohne uns würde das Spiel gewaltig schwerer werden
zu pfeifen. Woher wüsste man, ob's Abseits ist? Wer genau Einwurf hat? Ob der Ball die Seitenlinie
bzw. Torlinie überschritten hat? Wie auch immer: viel Spaß und guten Pfiff für eure nächste Partie.


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