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espelkampNS .pdf



Original filename: espelkampNS.pdf
Author: Roland

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Die alte Dame und ihr Bruder...

Dirk Finkemeier
Fotos , Text und Tondateien
Recherche Finkemeier/Sanders
Copyright 2012 Finkemeier

Erst kürzlich zeigte der NDR den in Espelkamp nicht so gern gesehenen Film
von Regisseur und Buchautor Tilman Jens , Bilderbuch Espelkamp, und so
mancher Espelkamper fühlte sich wieder an eine Diskussion erinnert, um die es in
den Espelkamper Medien selbst sehr still geworden ist, obwohl man doch im letzten
Jahr Besuch von einem Professor und einer Journalistin aus Italien hatte, die bei
ihren eigenen Buchrecherchen auf das Thema der Espelkamper Munitionsanlage
bzw. der Stadtgründung gestossen waren, weil Dr. Max Ilgner, ehem. IGFarbenmanager und Geheimdienstchef der IG Farben, auch mit ihrem Thema zu tun
hatte.
Auch weil mittlerweile eine internationale Aufmerksamkeit auch hinsichtlich der im
Bereich Wald Lange Horst wohl angesiedelten unterirdischen Nuklearanlage
stattgefunden hat und auch im vorliegenden Artikel teilweise recherchierte
Ausschnitte aus Dokumenten gezeigt werden, die mit bakteriologischer Forschung

im 2.Weltkrieg zu tun haben, wird der Leser um Verständnis gebeten, dass auch zum
jetzigen Zeitpunkt teilweise die Quellenangabe nicht immer mitgeliefert wird in
diesem Artikel.Insbesondere der jetzt aufgetauchte Verdacht, dass die sogen.
„Auschwitz“- Fraktion der IG -Farben aus dem Bergwerksbereich in Espelkamp
bereits im Kriege unterirdisch gebaut hat, dürfte erheblichen“ internationalen
Sprengstoff“ in sich birgen,weil damit zugleich der Verdacht aufkommen dürfte,
dass die für Espelkamp bekannten und angenommenen Zwangsarbeiterzahlen
(gemeint sind Todesfälle, die es sicher gegeben hat) möglicherweise viel grösser
sein dürften. Ich habe mich deshalb entschieden, zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht
alle Quellenangaben mitzuliefern.Auf Nachfrage wird aber gerne diese geliefert.
Es wird jedoch versichert, dass die jetzt vorgstellten Dokumente aus international
frei zugänglichen Archiven, teils aus privater Hand, entstammen und grösstenteils
im schon angesprochenen Buchprojekt verarbeitet wurden.
Nur am Rande sei also in diesem Artikel ,der einen anderen Schwerpunkt hat,
erwähnt, dass es mittlerweile deutliche durch Dokumente belegbare Hinweise gibt ,
dass die massgebenden Planungsfachleute aus der Anfangszeit in Espelkamp
(Zeitraum 1948) entscheidende Positionen auch in Auschwitz im 2. Weltkrieg
einnahmen und dass sich immer mehr der Verdacht bestätigt, dass die IG- Farben
und die aufstrebenende Bundesrepublik Deutschland nach Kriegsende allen Grund
hatte , die im Untergrund angebliche
Dinge für alle Zukunft vergessen zu machen.
Ja, es gibt sogar Hinweise, dass eine Firma, die im Bereich Auschwitz angesiedelt
war, im Espelkamper Füllanlagengebiet gebaut hat in einem Bereich
(„angebliche“ Biologische Kläranlage)für den nach wie vor strittig ist, ob dort oder
im Nahbereich Tunneleingänge zur unterirdischen Anlage sind oder nicht. Ein im
Bundesmilitärarchiv Freiburg gefundenes Dokument
würde hiermit in Einklang zu bringen sein.
Letztlich stellt sich damit wieder die Frage, welche wirkliche Funktion der eine
Tropfkörper der angeblichen Biologischen Kläranlage gehabt hat, der zweifelsohne
im 2. Weltkrieg gebaut worden ist, während nachweisslich der andere Tropfkörper
erst in den fünfziger Jahren zur Erweiterung der neu aufzubauenden Stadt
Espelkamp gebaut wurde (siehe Dokument weiter unten aus 1949, welches aus
einem kirchlichen Archiv aus Berlin stammt und welches die Interpretationen des
Prof. Dr. Johannes Preuss zu dem Bereich als wenig wahrscheinlich erscheinen
lässt).
Im vergrösserten Ausschnittsfoto vom 06.101944
(siehe Ausschnittvergrösserung nächste Seite)sind jedenfalls nicht eindeutig zwei
Tropfkörper zu erkennen, ja es ist vielmehr ein Tunneleingang zu erkennen, den der
Luftbildauswerter der FIRMITAS auch in einer in Witten stattgefundenen
Sitzung(2003) auch so erkannt hat.

Bezeichnenderweise gibt es den sogen. Sterthaus -Bericht (Quelle: NARA 226 Ent.:
17 Box 123431, National Archives Washington)eines Zeitzeugen mit gleichnamigen
Namen, der eher im Bereich des Waldes unten (heute wohl Bereich Reifen -Günter
und KADECO) einen Gaslagerbereich (siehe Ausschnittdokument auf nächster Seite
unten die beiden Kreise mit der Zahl 37) ansiedelt für ein „gas producing
plant“ (Ausschnitte nachfolgenden Seiten).

Ausschnittvergrösserung aus Luftbild vom 06.10.1944
Ausschnitt aus Erkenntnisse Sterthaus -Bericht (Zeichnung,unten )

Legende zum Sterthaus-Bericht

Vergrösserungsausschnitt des Bereiches von der
„angeblichen“ Biologischen Kläranlage und Bereich der zwei Kreise
mit den Nummern 37 aus dem Sterthaus-Bericht aus einem Luftbild
vom 25.04.1945.Es ist nur noch eine helle Fläche im Bereich der Kläranlage
zu erkennen (siehe Foto unten)

Wahrscheinlich ist,dies zeigen die weiteren nachfolgenden Dokumenten
ausschnitte unten, dass die Firma LONAL GmbH, eben nicht hinsichtlich dem FAnlagengebiet der Heeresmunitionsanstalt Lübbecke, die Bauabteilung der
ORGACID GmbH übernommen hat und die F-Anlage bzw den unterirdischen
Bereich weiter gebaut hat, sondern dass die Firma ORGACID GmbH die F-Anlage
durch die Firma DEBERAG hat bauen lassen ,wobei diese, und dies ist der jetzt erst
aufgekommene Verdacht,tatsächlich eine im Bergwerkswesen aus Auschwitz
kommende Firma, die Arbeitsgemeinschaft Falkenhahn-Volllmer, als Baufirma wohl
auch für den unterirdischen Nuklearforschungsbereich Bereich zum Wald Lange
Horst eingesetzt hat.

Dokument aus dem Bundesarchiv spricht nicht davon , dass die LONAL GmbH auch
Lübbecke übertragen bekommen hat. Deswegen auch nur der geringe Betrag unten.

Ende 1942 wird in einem Dokument aus dem Bundesmilitärarchiv Freiburg
festgehalten, dass die Biologische Kläranlage nicht ausgeführt wird….

Dass der Zeitzeuge Sterthaus zum Zeitpunkt seiner Aussage im März 1945 nicht die
beiden heute dort noch stehenden Tropfkörper der Kläranlage gemeint sein können,
sollte eigentlich klar sein, wenn man weiss, dass der zweite Tropfkörper nach dem
Kriege gebaut wurde.

Bereits im Jahre 2003 waren die Rechercheergebnisse des Gutachten aus 2001,
Preuss/Mark/Dodt, die Kläranlage sei mit 2 Tropfkörpern im Kriege bereits
vorhanden gewesen, durch eine vom Verfasser in Auftrag gegebene
Luftbildauswertung der Militärexperten der FIRMITAS in Frage gestellt worden
(siehe unten unter Punkt 3.). Noch im Jahre 2004 verteidigte Prof. Dr. Preuss
gegenüber der FIRMITAS auch seine Ansicht, der Zeitzeuge Sterthaus habe mit den
Nummern 37 die während des Krieges dort vorhandenen 2 Tropfkörper gemeint
(siehe Ausschnitt nach FIRMITAS-Dokument)und es gäbe keine unterirdischen
Anlagen im südlichen Bereich ausser kleinere Verbindungsgänge .

Noch im Jahre 2004

Bereits im Jahre 1949 wurde aber in einem Dokument aus einem kirchlichen Archiv
vom damaligen Ingenieur Diehl, der beim Steilhof damals noch angestellt war
ebenso wie der spätere grösste Baufirma-Unternehmer Willi Kucharzek,
festgehalten, dass angeblich nur 1 Tropfkörper während des Krieges der
Biologischen Kläranlage gedient hatte. Der Ingenieur Diehl arbeitet später lange
Jahre bei der Firma Drath-Bremer und baute auch in Asien Werksanlagen für die
Firma dort auf.
Das hochinteressante und wichtige ist aber, dass er offenbar wusste, dass die Firma
DEBERAG die angebliche Biologische Kläranlage entworfen hatte, diese aber von
der Arbeitsgemeinschaft Falkenhahn-Vollmer gebaut worden sein soll.Schon Prof.
Dr. H. Engelhard hatte mit dieser Firma im Arbeitsbereich Ammendorf (Lostwerk)
eine Zusammenarbeit gehabt. Diese Firma Entwarf nicht nur chemische Anlagen
sondern auch metallurgische Anlagen, wobei Insider zur damaligen Zeit diesen
Begriff mit Atomforschungsanlagen verbanden. Auch die Amerikaner hatten durch
ihre Spione mitbekommen, dass Deutschland, wenn es um „ metallurgische
Anlagen“ ging, grösste Geheimhaltung um diese Anlagen machte und so werteten
sie solche Bezeichnungen als Codewort für Nuklearforschung.

Der Beweis: Der zweite Tropfkörper ist erst nach dem Kriege gebaut worden.
die noch 2004 geäusserte Interpretation , die Nummern 37 aus dem
Sterthaus- Bericht zeigten
die beiden Tropfkörper ,ist nicht mehr haltbar.

Richtig , und dies dürfte für einen dort vorhandenen unterirdischen Bereich
sprechen, ist aber, dass Sterthaus selbst gegenüber seinen Vernehmern ausgesagt
hatte, dass „all the other buildings of the HMa were above ground, expect the oil
stores and the gas producing plant.“
Aus heutiger Sicht , in Kenntnis, dass in der Hereesmunitionsanstalt Lübbecke
durchaus auch der Kampfstoff CLARK gelagert gewesen sein könnte, aufgrund der
Zuständigkeit Prof.Dr. H. Engelhardts auch für das Espelkamper F-Anlagengebiet
(bereits ein Dokument aus 1940 , in welchem es um eine Abfüllstation in der
Heeresmunitionsanstalt Lübbecke geht, trägt seine Unterschrift) und dass er
seine in Haselhorst bei Berlin gelegene CLARK-Herstellungsanlage nach seinem
Kampfstoffwerk Leese geholt hatte Ende 1944 und Lübbecke durchaus auch als
CLARK-Lager unter der geheimen Kommandosache 1507/44 in Betracht kam, wird
man nicht umhin kommen, ein mögliches CLARK-Lager auch im Bereich der
Nummern 37 zu vermuten, zumal bei Abbrucharbeiten im Jahre 1996 in diesem
Bereich fast 1 m dicke Mauerbruchstücke entdeckt wurden im Untergrund.
Bedenkt man allerdings, dass offenbar im Bereich der angeblichen Biologischen
Kläranlage ein Eingang in einen unterirdischen Nuklearforschungsbereich zum
Wald Lange Horst vorhanden ist, der ,und dies dürfte der helle Bereich im

Luftbildvergrösserungsausschnitt oben vom April 1945 darstellen, von den Briten
aus Sicherheitsgründen zugemauert und verschlossen worden ist, und die Briten
auch nicht später mehr an diesen Bereich „X“ erinnert werden wollten (siehe sogen.
„X“ - Dokumente aus 1948, die schon an anderer Stelle (damalige Homepage)
erörtert wurden), dann kann das im Dokument unten vom IG - Farben Direktor Dr.
Ambros im GB -Bau Ausschuss angesprochene Heeresbauvorhaben X, über das
wieder Dr. Ehmann Bescheid weiss, den unterirdischen Nuklearforschungsbereich
in Espelkamp meinen. An diesem Punkt ist es wichtig, auch auf den für das BUNAund
das SYNTHESE- Werk (Methanol-Werk, Leiter Dr. Giesen) in Auschwitz bestehenden
Verdacht hinzuweisen, dass auch dort im Geheimen die Reichspost unter Prof. Dr.
Ardenne und Houtermanns Nuklearforschung betrieben haben sollen, wie es der
amerikanische Forscher Carter Hydrick annimmt (siehe hierzu etwa: Mehner in das
Geheimnis der deutschen Atombombe, Jochen Kopp Verlag, Rottenburg, 2001,
S.265,266).
Es fällt natürlich dem Insider jetzt auf, dass dann die Anwesenheit der Auschwitzer
Kohle-Bergbaufirma schon im 2.Weltkrieg im F-Anlagengebiet in einem Bereich, der
zum Wald Lange Horst führt, durchaus Sinn ergeben würde und es würde erklärbar
machen, weswegen ausgerechnet der damalige massgebliche Leiter des MethanolWerkes in Auschwitz, Dr. Giesen, derjenige ist, der , mit Hugo Stinnes, im November
1948 Herr Dr. Ilgner weitere Fachleute für die Planung von Espelkamp zur Verfügung
stellt. Man wollte dann nämlich auf jeden Fall, aufgrund seines Wissens , was sich
wirklich im Untergrund befand, die Zügel in der Hand behalten, möglicherweise weil
man auch wusste, was die Alliierten im Untergrund gefunden hatten und was nicht.

Erstmalige Erwähnung eines Heeresbauvorhabens X durch den IG-Farben
Direktor Dr. Ambros in einem Dokument aus dem Bundesarchiv aus Mai 1943.

Bezeichnenderweise gab es offenbar eben doch den Wettlauf mit den Amerikanern,
die auch ihrer Anlage für den ersten Reaktor den Namen „ X -10“ gaben (siehe
unten Auszug).

Natürlich drängt sich nunmehr hoffentlich auch dem unbefangenen Leser die Frage
auf, wenn ich in Espelkamp einen unterirdischen Laboratoriumsbereich habe mit
dem Codewort „X“ und Keith Sanders Vater, der bei den Kämpfen um Espelkamp
dabei war und auch in den Tunnel bzw der unterirdischen Anlage gewesen ist, einen
unterirdischen Reaktor und 40 Zentrifugen gesehen haben will, ob nicht dann dieser
Reaktor das ‚Heeresbauvorhaben „X“ aus dem obigen Deutschen Dokument aus
1943 ist und ob nicht gerade die spätere Anwesenheit der 10 (!)
Atomwissenschaftler in Alswede, einhergeht mit der Zahl 10 im amerikanischen
Dokument, also mit dem Namen des Reaktors der Universität Chicago?
Haben die Briten ausgerechnet 10 (!) Atomwissenschafler 1946 nach Alswede
gebracht, weil sie natürlich wussten, dass auch die Amerikaner mit “ plant X10“ erfolgreich in Bezug auf Plutonium waren ?

Jedenfalls ist aufällig, dass die schon an anderer Stelle vorgestellten „X“Dokumente (ehem. Homepage und Pressekonferenz 2006),eine Vorerwähnung von
„X“ auch im April 1945 erfahren haben, weil nämlich handschriftlich in einem
Dokument zum 28.04.1945 in einem Vermerk festgehalten ist :“ .. Red x Bombs“.
Weitere X-Dokumente aus dem Britischen National Archiv
qualifizieren Espelkamp als X
Eintrag vom 28.04.1945 der 21. Army Group spicht von „Red X bombs“

Dokument aus
1948.Es wird
gefragt, ob
X mit RDR
gesäubert
werden soll

Erzürnung, dass X überhaupt noch erwähnt wird.
Der Vorfall der „Entwaffnung“ ist abgeschlossen (unten)
Der Befehl hierzu muss beachtet werden.

Dr. Beyerle wird mit X in Kontakt gebracht
„Also possible the new Beyerle Projekt ?

Es wurde schon an anderer Stelle erörtert, dass in den oben aufgeführten Akten
keine wirklichen Hinweise gefunden werden konnten, dass X als Markierung benutzt
wurde …, obwohl es üblicherweise als Markierung auch im Deutschen benutzt wird.
Zum letztgezeigten „X“- Dokument muss man zusätzlich wissen, dass es ein
Dokument aus Februar 1946 zu dem 6 Kilometer entfernten Örtchen Alswede gibt,
wo die Atomforscher unter Werner Heisenberg und Otto Hahn hingebracht wurden,
nachdem sie 6 Monate in Farm Hall
in England interniert gewesen waren.Dr. Konrad Beyerle war
Ultrazentrifugenforscher für die Firma Anschütz aus Kiel und arbeitete im
2.Weltkrieg mit Prof. Dr. Harteck und Dr. Groth zusammen an Ultrazentrifugen der
Gruppe III b. Prof. Dr. Harteck war unter den 10 Atomwissenschaftlern, die die Briten
noch vor den Amerikanern gefangen genommen hatten und nach Farm Hall in
England gebracht hatten, bevor man sie am 3. Januar 1946 wieder über den
Flugplatz Bückeburg nach Alswede ins Manufakturwarenhaus Albersmeyer
gebracht hatte, wo sie wenige Monate verblieben . In dieser Zeit besuchte auch Dr.
Wilhelm Groth, der andere Ultrazentrifugenforscher, die Wissenschaftler in Alswede,
möglicherweise um sich die 40 Ultrazentrifugen im unterirdischen Bereich in
Espelkamp noch einmal anzuschauen. Interessant ist, dies haben die Recherchen
zum Standort Celle ergeben, dass die Britischen Einheiten aus Lübbecke (siehe
Dokument unten) kommend, noch vor den Amerikanern um Goudsmit und Major
Furman die Seidenspinnfabrik in Celle eingenommen hatten, wo man offenbar
Hinweise hatte, dass dort Prof. Dr. Harteck , Dr. Groth und ihr Team, an einer UranBombe auf Ultrazentrifugenbasis arbeiteten.

Bis heute ist offenbar streitig, wie viele Ultrazentrifugen wirklich in der
Seidenspinnfabrik gestanden haben, doch muss an dieser Stelle auf die in der Nähe
liegende unterirdische Anlage Hambühren hingewiesen werden, die durchaus sich
zur damaligen Zeit ebenso für eine Ultrazentrifugenwerkstatt anbot wie die
oberirdische Spinnhütte. Bezeichnend für die Zusammenhänge ist aber, dass
ausgerechnet der schon oben beim unter Verdacht stehenden AuschwitzAtomprojekt erwähnte und für die Reichspost unter Prof.Dr. Ardenne arbeitende
Fritz Houtermanns (ebenso wie Hans Kopfermann ) von den amerikanischen
Spezialisten Goudsmit und Furmann nach der Einahme der Universitätsinstitute in
Göttingen getroffen wurde (17.04.1945) und den Amerikanern offenbar auch
Auskunft über Celle (und Espelkamp?) gab, bevor Major Furman selbst nach Celle
fuhr, um zu sehen, was die Briten dort entdeckt hatten.

Wiederum für die Espelkamper unterirdische Nuklearforschungsanlage ist das
schon bekannte und an anderer Stelle vorgestellte Dokument vom 14.04.1945
wichtig, in welchem das „Nichtwiederfindenkönnen des unterirdischen
Laboratoriumsbereichs“ erwähnt wird, denn die Quelle dieses aus dem Imperial War
Museums Daxford stammenden Dokuments (FD 2745/ 45 (G2)) ist letztlich die CIOS
Caft Group 3.Diese Einheit ist offenbar kurz nach dem „Nichtwiederfinden“genau
nach Göttingen zur Universität gereist, wo man dann Hans Kopfermann und Fritz
Houtermans getroffen hat, während die Britischen Einheiten sich auf den Weg nach
Celle gemacht haben.

Eigentlich wird eine solche Verhaltensweise der Amerikaner (Göttingen wurde durch
die Amerikaner eingenommen) nur dann erklärbar, wenn die Briten es tatsächlich
gewagt hätten, das , was sie entdeckt hatten, nicht den Amerikanern am 14.04.1945
zu zeigen.Da die Technische Hochschule Göttingen aber nachweisslich auch in
Leese ein Laboratorium gehabt hatte , dürften die Amerikaner spätestens am

17.04.1945 von der Existenz von „X“ erfahren haben, wenn nicht von vornherein das
Dokument vom 14.04.1945 vom „Nichtwiederfindens des unterirdischen
Laboratoriumsbereichs in Espelkamp“ im Einverständnis von Amerikanern und
Briten manipuliert worden ist. In einem solchen Falle müsste aber etwas ganz
„Besonderes“ gefunden worden sein…Es spricht vieles dafür, dass die Briten den
Amerikanern die Existenz von „X“ verheimlicht haben, denn , und dieses wird man
weiter unten noch sehen, es könnte um den 20.04.1945, nach einem Geheimtreffen
von Montgomery und Eisenhower im niedersächsischen Diepholz , eine
Racheaktion von Truman und Eisenhower gegenüber gegenüber Feldmarschall
Montgomery gegeben haben, indem man seinen besten Mann, John Poston,zum
Schweigen brachte, was Feldmarschall Montgomery für den Rest seines Lebens
sehr traf.Am 09.04.1945 hatte man zwar von amerikanischer Seite unterhalb von
Lübbecke, in Stockhausen, den ehemaligen Fizekanzler Franz von Papen verhaftet,
und es ist nicht ausgeschlossen , dass dieser aufgrund seines möglichen Wissens
den Amerikanern bereits „X“ verraten hatte, doch selbst in einem CIOS -Bericht vom
19.04.1945, an dem auch Amerikaner teilnahmen, wird erwähnt, dass es ein
unterirdisches Laboratorium gegeben haben soll, dass aber keine weiteren
Informationen hierzu erhältlich waren. Offenbar verschwieg man von Britischer
Seite also zum zweiten Mal gegenüber den mitverbündeten Amerikanern, was man
gefunden hatte.In Kenntnis, dass man am 16.04.1945 aber von amerikanischer Seite
durch die Funde in Göttingen erfahren haben dürfte, was die Briten gefunden
hatten,erscheint der weiter unten zu behandelnde Tod von John W. Posten am
21.04.1945 mehr als merkwürdig…, zumal es am 20.04 .1945 ein Geheimtreffen von
Eisenhower und Feldmarschall Montgomery gegeben hatte.

Wie hoch die Briten selbst die Geheimhaltung gegenüber den anderen Verbündeten
wie Amerikanern , Franzosen einschätzten, geht aus einem im National-Archiv in
London von uns gefundenen Dokument vom 11. April 1945 hervor, welches die
Order trägt, innerhalb der nächsten 48 Stunden vernichtet zu werden…
Offenbar sollten die Zusammenhänge mit der bevorstehenden Einnahme der
Spinnhütte und der zu erwarteten Funde für alle Tage vernichtet werden. Man
rechnete offenbar, auch aufgrund der Funde im unterirdischen Bereich in
Espelkamp (Keith Sanders Vater war Zeuge von der Besetzung, wo man einen
Reaktor und 40 Ultrazentrifugen fand) damit, dass man in Celle möglicherweise
eine“ weitere“ X-Bombe fand. Bisher ist dem Verfasser jedenfalls kein weiteres
Dokument bei seinen Recherchen untergekommen, dass einen solch merkwürdigen
Vernichtungsbefehl, wie dass folgende Dokument zur Einnahme von Celle, enthält.
Auch dieses spricht dafür, dass in Celle wohl mehr entdeckt worden ist als nur eine
veraltete Ultrazentzrifuge des älteren Typs III a.

Doch zurück zu den Atomwissenschaftlern in Alswede:
Alles reiner Zufall, dass man diese ausgerechnet zu einem Ort gebracht hatte, wo
heute sich die Hinweise verdichtet haben, dass nur wenige Kilometer entfernt im
südlichen F-Anlagengebiet ein unterirdischer Nuklearforschungsbereich gewesen
ist ?

Reiner Zufall, dass ausgerechnet Dr. Giesen, der Leiter des Bereiches in Auschwitz,
für den auch ein Nuklearforschungsverdacht (nach einem amerikanischen Forscher,
der sich mit dem danebenliegenden BUNA-Bereich befasst hat), aber durch die
Reichspost, besteht, die Planung von Espelkamp steuert, indem er Dr. Ilgner die
entscheidenden Leute zur Verfügung stellt?

Man wird nach bisherigem Stand nicht so weit gehen können zu behaupten, dass
die Stadt Espelkamp von den Auschwitz -Planern geplant wurde, doch wenn der
schon an anderer Stelle vorgestellte Dr. Giesen, mit dem Industriellen Hugo Stinnes,
von den IG Farben massgebend derjenige gewesen ist, der Dr. Ilgner für den
Planungsstab im Jahre 1948 die entscheidenden Fachleute zur Verfügung gestellt
hat und Dr. Giesen und diese Fachleute auch in Auschwitz entscheidende
Positionen innehatten und sogar Dr. Max Ilgner massgebend mit die Baracken für
das Lager in Auschwitz geplant haben soll, dann taucht nunmehr nach 65 Jahren
möglicherweise die Antwort auf, weswegen auch noch nach dieser langen Zeit die
deutschen Behörden offenkundig nicht aufklärungswillig sind, ein international
zusammengesetztes Gutachterteam zu beauftragen ,zur Erforschung der wirklichen
Geschichte.Sollten sich allerdings irgendwo im Archiv , z.B.in Kattowice in Polen,
die Pläne von Falkenhahn-Vollmer befinden bzw was diese Firma gebaut hat, dann
wird irgendwann die Wahrheit wohl doch ans Licht kommen ohne dass tief in den
Boden hineingegangen werden muss am Wald Lange Horst oder im Bereich der
„angeblichen Biologischen Kläranlage“.

Aussschnittsdokument aus Archiv des Diakonischen Werkes der EKD ,Bestand
ADW ZB
815 B . Dr. Giesen erklärte sich im mit Hugo Stinnes bei einem Termin in
Espelkamp im November 1948 bereit, fachmännisches
Personal für die Planung von Espelkamp zur Verfügung zu stellen.

Besagter Dr. Giesen war im Nürnberger Nachfolgeprozess Fall 6
Entlastungszeuge für den IG Farbendirektor Dr. Dürrfeld.Er arbeitete
in Leuna im Planungsbüro unter Dr. Heinrich Bütefisch und war auch
massgeblicher Leiter des Methanol-Werkes in Auschwitz. In Leuna wurde
auch Schwerwasser hergestellt für den Reaktorweg (im Gegensatz zum
Ultrazentrifugenweg). Die Werksgebäude wurden im Mai 1944 von den
Amerikanern zerstört. Das in Auschwitz II hergestellte Reinmethanol wurde
zur Verbrennung der Leichenberge aus den Vergasungen von Auschwitz I
benutzt. Dr. Giesen gab in Nürnberg an, er habe davon nichts gewusst…
Welche Verlogenheit !
Ausschnitte (unten) aus dem Nürnberger Nachfolgeprozess Fall 6,hier
ausnahmsweise aus Quelle : Auschwitz im IG -Farben Prozess-HolokaustDokumente ?,von Dipl.Pol.Udo Walendy,Verlag für Volkstum und
Zeitgeschichtsforschnung 1981.

Dr. Giesen war auch Hauptreferent im G.B. Chemie Ausschuss.Er gehörte zur
Gruppe V im Rüstungslieferungsamt unter Staatsrat Schieber und arbeitete mit
Dr. Ehmann (dem Ehmann, der oben im deutschen X - Dokument aus 1943
gegenüber Dr. Ambros berichtet,es könnten keine weiteren Arbeitskräfte für das
Dyhernfurter Sarin- und Tabunwerk abgezogen werden, weil der Befehl zum Anlauf
von X weiterbestände.

Offenbar war dieses Werk wichtiger als selbst das Dyhernfurter Werk.)ebenso
zusammen wie mit dem Architekten Hetschold, der später Prokurist bei der
Aufbaugemeinschaft Espelkamp wurde und dem Dynamit Forschungsdirektor Dr.
Schindler, der 1948 den Antrag für Espelkamp beim Ministerpräsidenten Arnold für
Espelkamp einreicht, in dem auch der erste Bebauungsplanentwurf enthalten ist
(vgl Aufsatz „ Jules Vernes Fantasien „ oder „der lange Arm der IG -Farben „?).

Auch der spätere Drath-Bremer Mitarbeiter , Ingenieur Diehl, gehörte zu den ersten
Technikern des Planungsbüros unter Dr. Ilgner im Jahre 1948 , ebenso wie der
Dynamit Architekt Adolf Hetschold.
Warum und woher wusste er 1949, dass die „angebliche Biologische Kläranlage
„von der DEBERAG entworfen worden ist und von der Arbeitsgemeinschaft
Falkenhahn-Vollmer gebaut wurde ?

In London im Staatsarchiv sind mittlerweile Akten entdeckt worden, die den
Verdacht nahe legen, dass möglicherweise Wachmänner aus Lagern um Auschwitz
sich in Espelkamp angesiedelt haben. Diehl gehörte aber nicht dazu.Aus
Persönlichkeitsschutzgründen wird auf eine Namensnennung verzichtet, zumal die
entscheidende Person (en) schon lange Tod ist und die Angehörigen nichts für die
Vergangenheit ihres Verwandten können, ja sie möglicherweise nicht einmal
wissen.In der Boulevard-Presse wurde bisher nur ein Fall bekannt eines
Angestellten der damaligen Sparkasse aus dem Lübbecker Land, der in Auschwitz
als Wachmann gearbeitet hat.

Wer die DEBERAG in Bezug auf die Zentrifugentechnik im Dritten Reich war , wird
aus einem Dokument unten ersichtlich.

Bereits im Jahre 1930/1932 hatte diese Firma Patente für die Zentrifugentechnik,
wenn auch zur Destillation von Flüssigkeiten.Aufgrund ihres „metallurgischen
Charakters“dürfte man aber auch nicht Halt gemacht haben bei der Forschung nach
Ultrazentrifugen für die Trennung des U 235 vom U238.Nur konnten hierzu bisher
keine Dokumente gefunden werden.

Der Generaldirektor Falkenhahn, der zur Fürstlich Plessischen Bergwerks AG
gehörte, die die Kohlefelder um Auschwitz besass, spielte bei der Ansiedelung
der IG -Farben bei Dwory bei Auschwitz (Monowitz) eine entscheidende Rolle, denn
man brauchte für die Ansiedelung die Kohle als Energie für Wasser, Elektrizität, etc.
Bezeichnenderweise ist gerade der Zeitpunkt für die Auswahl des Geländes
bei Auschwitz durch den IG - Farben Direktor Dr. Ambros unter Historikern streitig
(siehe unten Auszug aus Aufsatz von Florian Schmaltz, Das Konzentrazionslager
BUNA/Monowitz), was natürlich bei Annahme eines bisher nur Verdachtes eines
Nuklearforschungswerkes im Bereich des Methanol- bzw. BUNA-Werkes, erklärbar
wird, weil dann nämlich die Kohle nicht nur als Grundstoff für die Kohlesynthese für
Treibstoff diente, sondern als Energieträger für das Nuklearwerk. C.Hydrick nimmt
einen Massenspektomographen an, an dem Houtermanns unter Ardenne gearbeitet
haben soll.Sehr wichtig wohl auch für Espelkamp ist in diesem Zusammenhang,
dass sowohl Prof. Hahn als auch Prof. Heisenberg bereits zum Zeitpunkt der
Planung und Eignung des späteren Geländes der IG-Auschwitz, Ende
1940,Prof.Ardenne in Berlin besucht haben sollen und diesem bestätigt haben
sollen, dass eine reine U-235 Bombe mit nur wenigen Kilogramm U-235 (gemeint
waren damals 50 Kilogramm) herzustellen sei. Später, nach dem Krieg, wurden
diese Besuche teilweise bestritten von Heisenberg und Hahn und wurden auf das
Jahr 1941 datiert und man habe damals 2 Tonnen gemeint an U-235, nicht 50
Kilogramm.Aus heutiger Sicht und mit dem heutigen Verdacht, dürfte erklärbar sein,
dass man (Hahn und Heisenberg) nicht in den Verdacht geraten wollte, etwas oder
sogar die Ursache dafür gesetzt zu haben, dass in Auschwitz für die Arbeiten zur „
Nuklearforschung„ unendlich viele Häftlinge ihr Leben lassen mussten.Nach dem
nachfolgenden Dokument wird dann auch erklärbar, weswegen Goudsmit am
17.04.1945 ausgerechnet Kopfermann und Houtermans zusammen in Göttingen
sprechen wollte, denn Kopfermann hatte bereits im Februar 1942 einen Vortrag

vorbereitet, der sich mit dem Massenspektomographen beschäftigte (siehe Auszug
unten aus Vortragsreihenfolge für Treffen vom 26.02.1942).

Bei einer angenommenen Nuklearforschung in Auschwitz setzt dies natürlich
voraus, dass zumindest der Bergwerksdirektor weiss, wofür seine Kohle in
Wirklichkeit benutzt werden wird.Wichtig für die Espelkamper Problematik ist aber,
dass Dr. Heinrich Bütefisch, der entscheidende Vorgesetzte Dr. Giesens zur
damaligen Zeit in Leuna, bei einer Vorstandssitzung am 14. November 1940
vorhatte, eine Mehrheitsbeteiligung an der Bergwerksgesellschaft zu erwerben,
während Günter Falkenhahn den ganzen Vorgang auf Sommer 1940 datiert (vgl.
unten Fussnote 11).Bei der unten getroffenen Annahme von Florian Schmalz, dass
Angestellte der Ammoniakwerk Merseburg GmbH bereits im Sommer den Plan
gehabt hatten, ein Synthesewerk dort zu errichten, kommt dann natürlich Dr. Max
Ilgner wieder ins Spiel, weil dieser auch Geschäftsführer dieser Gesellschaft zu
dieser Zeit war.Dies wiederum würde auch für ein aktives Wissen bzw eines Planes
Dr. Max Ilgners, als treibende Person, zur Ansiedelung von Nuklearforschung in
einem als Synthese-bzw BUNA -Werk getarnten Bereich sprechen, was der
Verfasser, nach alles was er mitterweile über Dr. Ilgner weiss, für durchaus möglich
hält.Der Britische Geheimdienst selbst hatte, dies geht aus Listen aus Herbst 1944
hervor, für das Werk in Auschwitz seit 1942 eine Gasfabrikation angenommen,
womit nicht das Zyklon-B gemeint war.

Auf der nachfolgenden Seite wird ein Dokument aus dem Bundesarchiv aus dem
sogen. PSV -Sofortprogramm aus 1942 vorgestellt, dass tatsächlich für die Ansicht
Carter Hydricks spricht, etwas könne mit dem Synthese bzw BUNA -Bereich in
Auschwitz nicht stimmen. Auffällig ist nämlich, dass das von Dr. Giesen

massgeblich mitgeleitete Methanol-Werk (Auschwitz II) unglaubliche Mengen an
Baueisen verschlungen hat, die hoch aussergewöhnlich (vgl.unten Aufstellung
6000 to) sind, vergleicht man diese
etwa mit dem Teilbereich der Hexogen Herstellung im Dynamit -Werk in
Christianstadt (vgl . zu diesem Werk den Aufsatz „Jules Vernes Fantasien“ oder
„der lange Arm der IG-Farben?).Also wahrscheinlich wohl doch ein geheimes
unterirdisches Nuklearwerk!

Fairerweise muss an diesem Punkt gesagt werden, dass der Zusammenhang der
Pralleldiskussionen Nuklearwerk Auschwitz der IG- Farben zum Nuklearwerk in
Espelkamp und weil die Arbeitsgemeinschaft Falkenhahn-Vollmer eine beim
Bergwerksdirektor von Auschwitz angesiedelte dortige Baufirma ist,hat sie auch im
2. Weltkrieg im F-Anlagegebiet gearbeitet, bisher nur ein Verdacht ist, der auf
Namensgleichheit gründet und eben auf der Ansiedelung in Espelkamp genau der
Personen, die auch im Bereich des Synthesewerkes in Auschwitz das sagen hatten.
Nicht verschwiegen werden darf aber, dass es auch einen Aufsatz aus 1949 gibt, der
schon im Aufsatz „Jules Vernes Fantasien oder der lange Arm der IG -Farben „?
vom Verfasser vorgestellt wurde, als es um unterirdische Bunker im Stadtgebiet
ging.

In dem unten abgebildeten Ausschnitt aus diesem Aufsatz wird auch Espelkamp
merkwürdig (oder eben nicht merkwürdigerweise) mit einem nahegelegenen
Kohlengebiet in Verbindung gebracht, was tatsächlich sich mit der Aussage vom
Ingenieur Diehl aus 1949 in Einklang zu bringen wäre, dass
die Auschwitzer Bergbaugesellschaft (Arbeitsgemeinschaft Falkenhahn -Vollmer)
im Gebiet im Süden bzw Westen Espelkamps (Gestringen -Fabbenstedt) tätig
geworden ist im 2. Weltkrieg.Das Ruhrgebiet dürfte jedenfalls eindeutig nicht
gemeint sein…

Auffallend ist auch, dass die amerikanische Militärgeheimdiensteinheit CAFT Group
3, von der das Dokument vom 14.04.1945 stammt, offenbar ausgerechnet in
Göttingen Prof. Dr. Hans Kopfermann und Fritz Houtermans sprechen will, bevor sie
selbst nach Celle fährt.

Sollte sich aber dieser Verdacht bestätigen,die Recherchen laufen, wird man jedoch
nicht mehr umhin kommen ,die von Herrn Roland Quarder schon seit Jahren
geforderte Geschichtswerkstatt für Espelkamp einzurichten und man wird sich
auch international mit dem damaligen Espelkamper Zwangsarbeiterlager und den

Schicksalen der damaligen Insassen zu beschäftigen haben sowie der damit
einhergehenden Frage, was der erstrangige Grund gewesen ist, warum die Stadt
gegründet wurde....
Es wird jetzt langsam auch erklärbar, weswegen man dem Regisseur Tilmann Jens
die Auskunft gegeben hat, Experten hätten sich 2007 mit den Studien Finkemeiers
befasst und könnten jetzt (2009) Entwarnung geben.Bisher sind jedenfalls dem
Verfasser keine Experten bekannt ,die sich mit ihm auseinandergesetzt hätten im
Jahre 2009.Richtig ist allerdings, dass der Verfasseri Jahre 2007 an die
Bundeskanzlerin persönlich schrieb hinsichtlich der Problematik der
unterirdischen Anlage und diese dann seine Eingabe an das
Bundesfinanzministerium weitergab,von wo er bis heute keine Antwort bekommen
hat..
Nachdem der Verfasser sich hinsichtlich der Problematik des Nachterstedt/Frose
Erdrutsches Ende 2010 mit Vertretern einer hundertprozentigen Tochter des
Bundesfinanzministerium (LMBV) getroffen hatte,ist er mittlerweile davon
überzeugt,dass sowohl in der Espelkamper Problematik ,wie auch in der
Nachterstedt/Froser Unglücksproblematik, „alte Fehler der Bundesrepublik
Deutschland“ vertuscht werden sollen und man letztlich von Behördenseite auf Zeit
spielt...,möglicherweise auch deshalb,weil bei beiden Fällen Hinweise vorliegen, die
eine zumindest politische Verwicklung der Bundeskanzlerin in beide Problematiken
nahe legen.

Doch zurück zur Espelkamper Problematik: Im nachfolgenden wird ein
Ausschnittdokument vorgestellt, welches der Verfasser als einen der wichtigen
Beweise für seine These ansieht, dass alte Nazis der IG Farben sich bewusst im
Jahre 1948 nach Espelkamp begeben haben, um dort eine Tarnungsplanung
aufzuziehen und dass eben nicht der christliche Nächstenliebegedanke derjenige
gewesen ist, der ihr Handeln bestimmt haben soll.

Es ist ein Auszug eines Briefes von Dr. Max Ilgner an das Zentralbüro der
Evangelischen Kirche in Stuttgart unter Dr. Gerstenmayer und datiert von November
1948.Dr.Ilgner tut so, als seien ihm die Personen Architekt Hetschold und
Regierungsrat a.D. Ziegenmeyer unbekannt,doch machen beide Personen auf ihn
einen „ganz vorzüglichen Eindruck“...

Doch lesen Sie selbst (Quelle: ADW ZB 817):

Bedenkt man, dass Dr.Max Ilgner als Chef der Nachrichtenabteilung NW 7
auch frühzeitig bei der Planung der Dynamit AG Anlagen beteiligt gewesen ist
(vgl. etwa den Artikel (Februar 2010)des Verfassers „Jules Vernes Fantasien oder
der lange Arm der IG Farben ?“ und die dort vorgestellten Dokumente ) und er auch
aufgrund seiner Position und der Tätigkeit der IG Farben gerade auch in Polen
sicherlich auch von der Funktion des Regierungsrat a.D.Ziegenmeyer

in Polen als Kreishauptmann Lublin-Land gehört haben muss (siehe unten Auszug
aus: Ernst Klee , Das Personenlexikon zum Dritten Reich.Wer war was vor und nach
1945 ?,Lizensausgabe 2005 Weltbildverlag,S.693)

verschlägt es einem die Sprache wenn er auch zu Regierungsrat a.D. Ziegenmeyer
gegenüber den Kirchenleuten formuliert: „Beide Herren machen einen ganz
vorzüglichen Eindruck...“.Er hatte keine Skrupel auch einen Mann wie Ziegenmeyer
einzustellen...,auch, und dies sei richtigerweise gesagt, wenn Ziegenmeyer in der
Angestelltenaufstellung von April 1949 nicht mehr auftaucht, was nicht bedeutet,
dass er im November 1948 nicht eingestellt wurde...Die Britischen Listen (M.I. 14)

der gesuchten Kriegsverbrecher aus Mai 1945 haben zahlreiche Gesuchte aus dem
Bereich von Auschwitz und auch Lublin, wo sich Konzentrationslager befanden,
zum Gegenstand.

Auszugsweise wird auf der nächsten Seite ein Teil dieser Liste aus Mai 1945
veröffentlicht.
Das Konzentrationslager in Lublin fiel in den Bereich von Kreishauptmann
Ziegenmeyer und es ist nicht vorstellbar, dass Dr. Max Ilgner nichts von der
Existenz auch dieses Konzentrationslagers gewusst hat, zumal
die Wachmannschaften ( grösstenteils SS - Totenkopf-Division) sich bei den Lagern
auswechselten.

Für den Verfasser ist der Brief Dr. Max Ilgners an das Zentralbüro in Stuttgart 1948
ein wichtiger Beleg dafür, dass Dr. Ilgner eben nicht
,wie es das Zeugnis Birger Forells und anderer“ bestellter Zeugen“ im Nürnberger
Kriegsverbrechernachfolgeprozess der IG Farben (Fall 6) beweisen sollte, eine
eigene judenfreundliche Einstellung während der NS-Zeit gehabt haben
muss,während er als „Vertreter des NS-Regimes und als Mann der IG Farben die
offizielle Linie ,entschuldigend, befolgen musste (so im Kern die
Argumentationslinie der für ihn günstigen Aussagen),sondern er will hier einem
Mann helfen,von dem er gewusst haben muss und wohl auch gewusst hat, wofür
dieser verantwortlich gewesen ist.
Letztlich stand für ihn damit die Zweckdienlichkeit im Vordergrund, was auch als
Pakt mit dem Teufel zu interpretieren wäre, um die (unterirdische )Fabrik des Todes
vergessen zu machen bzw es könnte auch sein, dass er diese Herren anstellen
musste, weil eben diese Herren ihn erpressen konnten aufgrund ihres Wissens über
ihn. Beide Alternativen passen in das Bild ,dass alte Nazi-Kreise es als höchst
dringlich erachteten, wieder die volle Handlungshoheit über das Gebiet der
damaligen MUNA zu bekommen .

Wie bekannt ist, haben die Amerikaner und Franzosen letztlich bestimmten Leuten
einen Strich durch die Rechnung gemacht
und haben die Marshall-Plan Hilfe von dem Weggang Dr. Ilgners aus Espelkamp
abhängig gemacht. Bezeichnenderweise ,auch dies belegen Dokumente, hat Dr.
Ilgner dann weiterhin im „Geheimen“ Dr. Gerstenmayer in Stuttgart in Espelkamper
Fragen beraten und noch im Jahre 1952 lässt er dem damaligen IG - Farben
Abwehrbeauftragten im Krieg, Herrn Direktor Christian Schneider aus Leuna,der
sich auch in Heidelberg niedergelassen hatte, ein Espelkamp -Memorandum vorher
zur Korrektur lesen (sieh Ausschnittdokument unten mit handschriftlicher
Ergänzung Dr. Ilgners, dass Dr. Christian Schneider, sein Kollege aus Ziegelhausen
das Manuskript im Augenblick zu lesen hat…).

Dokument oben, handschriftlicher Vermerk:
Noch 1952 wird der ehemalige Abwehrbeauftragte der IG -Farben von Dr- Ilgner
bei einem Memorandum über die Geschehnisse in den Jahren 1947-1949
hinzugezogen.
Warum dies alles, wenn die Espelkamper F-Anlage nie in Betrieb gegangen ist und
nicht fertig gebaut wurde. Warum muss ausgerechnet
Dr. Christian Schneider, dem es auch seit 1940 (man achte auf das Datum) oblag,
die geheimen Anlagen der IG -Farben auch durch Tarnung vor ausländischen
Spionen zu schützen, noch im Jahre 1952 sein „Einverständnis“ geben zu einem
von Dr. Max Ilgner verfassten Memorandum über die Anfangszeit von Espelkamp ?
Insbesondere wenn man der Auffassung ist, die kirchlichen Kreise in Stuttgart (zu
denen auch Prof.Dr.Preuss sein Vater gehörte, der noch Mitte April 1949 im
Planungsstab von Dr. Ilgner arbeitete ) hätten nichts von der Vergangenheit
eines Dr. Giesen, Dr. Schindler, Hetschold, etc.vorher gehört, dann zwingt doch der
oben veröffentlichte Ausschnitt des Briefes von Dr.Ilgner aus 1948 zu der Annahme,
dass
Dr.Ilgner dann offenbar die Kirchenleitung selbst täuschen wollte und es der
„Auschwitz IG- Farbenseite“ bzw. Leuten, die an dem Tod von tausenden von Juden
in Polen durch Befehligung von Deportationen in die Vernichtungslager schuld
waren, gelang, die entscheidenden Grundlagen für die Stadtgründung in einem
massgeblichen Sinne mit zu beeinflussen.Mit den heutigen Erkenntnissen wäre ein
Dr. Giesen sicher nicht mehr ein Zeuge in einem Prozess von 1947/1948 sondern ein
Angeklagter.


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