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1401 wobla aquatollt .pdf


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SCHORTENS

SEITE 4 - NR. 9

SONNABEND, 11. JANUAR 2014

c

FRAGEN AN DIE FRAKTIONS- UND GRUPPENSPRECHER IM SCHORTENSER STADTRAT ZUR ZUKUNFT DES FREIZEITBADES „ AQUA TOLL“
BILDER: MICHAEL MEHRTENS, PRIVAT

Udo Borkenstein,
SPD

Axel Homfeldt,
CDU

Mar tin von
Heynitz, Grüne

Janto Just,
BfB

1. Wo soll der
Schwerpunkt
des
Freizeitbades „Aqua
Toll“ künftig liegen?
Als reines Sport- und
Familienbad oder als
Gesundheitsterme
mit Saunalandschaft
oder als Bad mit der
Ausrichtung für Familien mit Kindern?

Alle bisherigen Variantenuntersuchungen und die anschließenden Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit des Bades
lassen bei Aufrechterhaltung der Beschlusslage, dass die Investitionskosten
maximal 6 Millionen Euro betragen dürfen und der bisherige durchschnittliche
Zuschuss der Stadt 600 000 Euro nicht
überschreiten darf, nur noch ein Sportbad zu.

Die genaue Ausrichtung ist zurzeit für
mich nicht das entscheidende Thema.
Wir kämpfen zunächst einmal dafür, das
Bad überhaupt zu erhalten. Grundsätzlich macht es keinen Sinn, ein Bad mit
einem Angebot zu schaffen, das von anderen in Wilhelmshaven und Aurich sowie an der Küste bereits erfolgreich abgedeckt wird. Ich persönlich bin immer
noch der Meinung der Sachverständigen, die uns eine klare Nische im Bereich
Gesundheit und Sport aufgezeigt haben.
Dort ist auch am ehesten eine Verbesserung der Ertragslage zu erwarten.

In unserer Gruppe ist eine große Mehrheit der Meinung, dass wir uns ein großes
Freizeitbad in der aktuellen Form nicht
mehr leisten können. Es ist uns aber
wichtig, weiterhin Familien, Schulen und
Vereinen ein Bad zur Verfügung stellen zu
können. Ein kleines neues Sportbad mit
sozial verträglichen Eintrittsgeldern erzeugt deutlich weniger Kosten als das aktuelle Bad und alle bisher vorgestellten
Varianten.

Der Schwerpunkt sollte wie bisher auf
„Erlebnisbad für alle“ liegen. Mit
Dampfsauna und Whirlpool für die Älteren, Kinderrutsche und Planschbecken für die Kleinen und Riesenrutsche
für die Jugend. Mit Sanierung des Erlebnisbereichs holen wir die meisten
der durch Teilschließung verlorenen
90 000 Gäste zurück. Für ein saniertes
Erlebnisbad kann auch mehr Eintritt
genommen werden als für ein Sportbad. Ein Erlebnisbad zieht die meisten
Gäste, erzielt den höchsten Eintritt und
ist deshalb am wirtschaftlichsten.

2. Können Sie sich die
Stadt Schortens ohne
ein Freizeitbad vorstellen?

Ja, das kann ich durchaus. Seit über
einem Jahr ist der Spaßbadteil schon geschlossen und die Welt ist davon nicht
unter gegangen. Nicht vorstellen kann
ich mir allerdings, dass wir bei Überschreitung der Investitionssumme über
viele Jahre keinen Handlungsspielraum
mehr hätten für andere freiwillige Leistungen, wie Bürgerhaus, Jugend- und
Familienzentrum, Drittkräfte in den
Krippen, Vereinsförderung und leider
noch vieles mehr.

Vorstellen kann ich mir alles. Ich will es
aber nicht. Auf der anderen Seite können
wir die Augen vor der finanziellen Realität nicht verschließen. Es kann nicht
sein, dass alles andere in der Stadt leidet,
weil wir das Bad über Wasser halten wollen.

Nein, das können und möchten wir nicht,
aus diesem Grunde haben wir uns auch
intensiv über eine günstigere Alternative
Gedanken gemacht. Das Jeversche Wochenblatt hat ja bereits ausführlich über
unseren Neubauvorschlag berichtet. Wir
werden die aktuellen Varianten mit 6 und
mehr Millionen Euro auf keine Fall unterstützen. Unser Wahlprogramm zur Kommunalwahl hat eine klare Aussage, wir
wollen die Schulden der Stadt senken.
Auch unser Neubau kostet noch viel Geld,
welches wir nicht haben.

Das Freizeitbad ist die mit Abstand
beliebteste und wichtigste Einrichtung der Stadt. Das haben die 200 000
jährlichen Besuche bis zur Teilschließung gezeigt. Ohne Freizeitbad würde
vielen tausend Menschen ein großes
Stück Lebensqualität fehlen.

3. Die jährlichen Betriebskosten in Höhe
von 600 000 bis
700 000 Euro für das
Bad scheinen der
Stadt
jeglichen
Handlungsspielraum
zu nehmen. Warum
sollen die Nachbarkommunen und der
Landkreis eigentlich
unterstützend
eingreifen?

Das Aqua Toll ist keine Pflichtaufgabe
für ein Grundzentrum, allerdings sehr
wichtig für die Daseinsvorsorge. Dort
findet Schulschwimmen nicht nur für
Schortenser Grundschulkinder statt,
sondern auch für Schülerinnen und
Schüler aus den Nachbarkommunen.
Die DLRG benötigt das Bad, um lebensrettende Maßnahmen zu trainieren, und
auch der Schwimmsport wird nicht nur
für Schortenser Sportlerinnen und
Sportler angeboten. Also ist die Finanzierung des Bades auch eine interkommunale Aufgabe.

Weil es sich beim Aqua Toll nicht nur um
ein Angebot für die Schortenser handelt,
sondern Nutzer aus allen Teilen des
Landkreises hier sind. Insbesondere Vereine und natürlich das Schulschwimmen. Grundsätzlich gibt es in Friesland
mehrere Einrichtungen in den Kommunen, die für den ganzen Landkreis wirken. Auch dort muss geschaut werden,
ob diese Kommunen in Zukunft mit den
Kosten allein gelassen werden dürfen.

Wenn wir ein neues Bad bauen, dann
nützt dieses Bad auch den Nachbarkommunen, aus diesem Grund wäre eine
Unterstützung
wünschenswert.
Der
Landkreis profitiert direkt durch das
Schulschwimmen. Falls wir keine tragbare Lösung finden und das Bad geschlossen werden muss, entstehen dem Landkreis höhere Kosten durch den Schülertransport. Wir sehen hier einen guten Ansatz der Stadt Schortens, diese Mehrkosten als Unterstützung zu gewähren! Unser
Hauptaugenmerk liegt darauf, die Betriebskosten zu senken, genau das kann
nur mit einem kleinen Neubau gelingen.

Der Bedeutung des Schulschwimmens entsprechend sollte sich der
Kreis an den Betriebskosten und auch
an den Investitionen beteiligen.

4. Warum ist der
Ratsbeschluss,
das
Bad höchstens für
sechs Millionen Euro
umzubauen, richtig?

Falsch oder richtig ist hier nicht die Frage. Der Landkreis Friesland hat der Stadt
Schortens als Kommunalaufsicht ganz
klar mitgeteilt, dass die für eine Instandsetzung oder einen Neubau des Bades
maximal 6 Millionen Euro und kein einziger Euro mehr ausgegeben werden
dürfen. Ansonsten wird der Haushalt
der Stadt nicht genehmigt.

Weil wir eine Richtschnur für die Wirtschaftlichkeitsberechnungen brauchten,
um die Folgekosten zu ermitteln. Zudem
hat der Landkreis in der Haushaltsgenehmigung ganz klar gestellt, dass er keinen
Cent mehr genehmigen würde. Allerdings wird mir diese Summe viel zu hoch
gehängt. Für die CDU ist entscheidend,
was das Bad jährlich für einen Zuschussbedarf hat. Denn das ist die Summe, die
wir die kommenden 20 Jahre werden aufbringen müssen. Und zwar jährlich. Deshalb geht es uns um eine Senkung des
Zuschusses. Leider zeigt keine der vorgelegten Varianten diese Möglichkeit auf.
Deshalb bitten wir ja um Hilfe.

Der Beschluss war absolut falsch! Die Berechnungen waren aus unserer Sicht
nicht richtig, die Besucherzahlen waren
viel zu positiv gerechnet, der Zuschussbedarf wird so nicht weniger sondern größer. Der Ratsbeschluss hat zur Folge, dass
alle Beteiligten sich an der 6 Millionengrenze und dem jährlichen Zuschussbedarf von 700 000 Euro festbeißen( inklusive der Fremdfirmen). Ich habe das Gefühl, dass wir die einzigen sind, die sich
ernsthaft Gedanken darüber machen, die
6 Millionen nicht auszugeben. Wir haben
von keiner Partei einen Alternativvorschlag mit weniger als 6 Millionen gehört.

Schortens kann nicht mehr als 6 Millionen aufbringen, aber wenn der
Kreis 1,5 oder 2 Millionen für die
Sportbad-Sanierung übernimmt, können wir mit unserem Geld den Erlebnisbereich sanieren und vielleicht
noch eine Saunalandschaft anbauen.

5. Warum wird nicht
ein neues Freizeitbad
auf der grünen Wiese
hinter dem Aqua Toll
gebaut?

Diese Variante würde den Kostenrahmen total sprengen. Die Entsorgung der
dann vorhandenen Bauruine wäre sehr
kostspielig und für den Betreiber des Fitness-Studios müsste die Stadt auch
noch ein neues Studio bauen, um Regressansprüche im hohen sechsstelligen
Bereich zu vermeiden.

Weil es rund um uns herum jede Menge relativ neuer Freizeitbäder gibt. Es wäre
doch töricht, ein weiteres hinzuzubauen.
Woher sollen denn die Menschen alle
kommen, die dieses Angebot nutzen? Würde also heißen, dass der Zuschussbedarf
weiter steigt und auch die Eintrittsentgelte
so sehr angehoben werden müssten, dass
dieses Angebot unattraktiv würde.

Der Standort für unseren Vorschlag eines
Neubaus ist noch kein Thema. Wir können uns durchaus vorstellen, ein neues
Bad auf der grünen Wiese zu bauen. Es ist
zuerst wichtig, eine Einigung über einen
Neubau zu finden. Es gibt sicherlich in
der Stadt mehrere mögliche Standorte,
diese sollten offen diskutiert werden.

Der Neubau eines Freizeitbades würde wohl eher 12 bis 15 Millionen kosten.

6. Würde die Stadt
Schortens im Lotto 15
Millionen Euro gewinnen. Wo würden
Sie dieses Geld am
liebsten investieren?

Die Wunschliste ist sehr lang. Den Sportvereinen würde ich neue Kunstrasenplätze bauen, die Turn- und Sporthallen
würde ich sofort sanieren und auch die
Gemeindestraßen instand setzen. Der
Jahrzehnte alte Sanierungsstau aller gemeindeeigenen Gebäude könnte schnell
behoben werden und auch das Bürgerhaus ist in die Jahre gekommen und wartet auf eine Grundsanierung. Anschließend könnte man darüber nachdenken,
attraktivitätssteigernde Maßnahmen für
das Aqua Toll zu beschließen.

Da bin ich ziemlich unromantisch: In die
Tilgung unserer Schulden. Und das verbunden mit einem Grundsatzbeschluss,
dass keine neuen Schulden mehr gemacht werden dürfen. Denn Zins und
Tilgung drücken uns spätestens die Luft
ab, wenn die Zinsen wieder steigen. Und
das werden sie tun. Ohne diese Altlasten
könnten wir wieder unsere Stadt in Ordnung bringen und gestalten.

Träumen ist schön und erlaubt. Für die
nachfolgenden Generationen sorgen wir
am besten, wenn wir die Schulden abbauen und in die energetische Sanierung
der maroden städtischen Gebäude und
Sporthallen sowie -plätze investieren
würden. Auch soziale Projekte wären bei
uns auf jeden Fall auf der Liste, wie die
Arbeitsloseninitiative, ein Frauenschutzhaus etc., außerdem würde ein guter Teil
dem Jugendzentrum, den Schulen und
Vereinen der Stadt zugute kommen zusätzlich zu den Gebäudesanierungen.

In das Freizeitbad mit zusätzlicher
Saunalandschaft und in einen Kunstrasenplatz und ein neues Funktionsgebäude am Klosterpark.

7. Was gefällt Ihnen
persönlich am besten
am
Freizeitbad
„Aqua Toll“?

Dass neben vielen Touristen in den
Sommermonaten und den Schortenser
Bürgerinnen und Bürgern, die das Bad
nutzen, die Akzeptanz bei den Nutzern
aus dem Landkreis Friesland nach wie
vor sehr groß ist. Die gute Erreichbarkeit
des Bades für Schülerinnen und Schüler
am Standort Beethovenstraße, also die
zentrale Lage im Landkreis Friesland,
auch das gefällt mir am Aqua Toll.

Die Möglichkeit, dass Kinder das
Schwimmen erlernen und die Vereine
dort ein umfangreiches Angebot machen
können. Das sind Aspekte, die positiv zur
Lebensqualität beitragen. Die Zusammenarbeit mit Actic Fitness ist ein Musterbeispiel, wie öffentliche Hand und
Privatwirtschaft sinnvoll zusammenarbeiten können.

Am Aqua Toll gefällt uns am besten, dass
es für Familien mit Kindern immer eine
finanzierbare Möglichkeit bietet, gemeinsame Freizeit zu verbringen. Es bietet
Kindern und Jugendlichen eine gute Alternative zu Facebook, Twitter und Co.
Unser Vorschlag erhält auch das bisherige
Schortenser Vereinsleben. Unsere Neubauvariante soll genau dies, auf Dauer,
mit niedrigen Zuschüssen, sicherstellen!

Das Freizeitbad bietet viel zu einem
guten Preis-Leistungsverhältnis und
das für alle Bevölkerungsgruppen


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