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Angelschein Fischereischein .pdf


Original filename: Angelschein_Fischereischein.pdf
Author: Christian Baldhoff

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Angelschein – Fischereischein Überlick
In den letzten Jahren entschieden sich immer mehr Menschen für einen Fischereischein. Die
Statistiken zeigen, das Interesse am Angeln steigt von Jahr zu Jahr. Über eine Million
Menschen aller Altersgruppen angeln häufiger im Jahr. Mehr als 3,98 Millionen Personen
fischen jährlich gelegentlich.
Erschreckend sind aber
Gelegenheitsanglern

andere Zahlen. Fast 24 Prozent, vorwiegend bei den

haben

keinen

Fischereischein.

Häufig

geschieht

dieses

aus

Unwissenheit. Andere halten es für eine Bagatelle. Doch Angeln ohne Fischereischein gilt
längst nicht mehr vor den Gerichten als ein einfacher Verstoß. Sogar im Strafrecht lassen sich
dazu Paragraphen unter dem Stichwort „Fischwilderei“ vorfinden. Wer ohne Genehmigung,
also ohne einen staatlichen Fischereischein angelt, muss mitunter mit empfindlichen Strafen
rechnen. Dazu muss die „Tat“ nicht einmal vollendet werden. Es reicht vollkommen aus, wenn
Sie an einem Gewässer mit einer Angel ohne Fischereischein erwischt werden. Längst gilt
dieser Verstoß keinesfalls mehr nur als eine Bagatelle.
Wer dem Hobby gelegentlich oder regelmäßig nachgehen möchte, sollte grundsätzlich alle
Auflagen und Bedingungen erfüllen. Zu beachten ist hierbei insbesondere, das jedes
Bundesland über ein eigenes Gesetz zum Fischereischein verfügt. Die dort aufgeführten
Regelungen können also erheblich abweichen. Fragen dazu beantworten grundsätzlich gerne
die Angelvereine und die unteren Fischereibehörden, die zugleich für die Ausgabe zuständig
sind. In aller Regel kann der Fischereischein aber in jedem Bundesland verwendet werden.
Einige Punkte gleichen sich aber in allen Bundesländern. Aus diesem Grunde haben wir
pauschal einen groben Überblick für den Ablauf zum Fischereischein zusammengestellt.
Umgangssprachlich wird dieses Dokument häufig als Angelschein oder Angelausweis
bezeichnet.
Überall in Deutschland gilt eine feste Regel. Wer angeln möchte, muss einen gültigen
Fischereischein besitzen. Dieser ist ständig dabei zutragen. Wer ihn beim Angeln nicht
vorzeigen kann, verstößt gegen die bestehenden Regelungen und muss unter Umständen
auch mit Bußgeldern rechnen.
Ausnahmen bestehen dennoch, lassen sich aber ebenfalls in den unterschiedlichsten Formen
vorfinden. So offeriert das Bundesland Brandenburg das Angeln von Friedfischen seit
Neustem auch ohne Fischereischein. Gültig ist diese Regelung für das gesamte Seenland. Ein
Ausweisdokument muss aber dabei geführt werden. Gesonderte Prüfungen oder
Sachkundenachweise sind in Brandenburg dafür nicht vorzulegen. So offenherzige
Einladungen lassen sich aber sonst kaum wo finden. Eine Ausnahme stellen private KleinstGewässer da, an denen ebenfalls häufig ohne Fischereischein geangelt werden darf. Aber
auch hier bestehen von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedliche Bedingungen.

Unabhängig davon, ob Sie im konkreten Einzelfall einen Fischereischein benötigen, ist
grundsätzlich in fast allen Fällen eine Fischereiabgabe zu leisten. Auch hier unterscheiden
sich die Bundesländer in Höhe und Ablauf. Einige verlangen die Abgabe jährlich, andere
berechnen diese mit der Ausgabe des Fischereischeins gleich lebenslang. B
itte angeln Sie nie, ohne zuvor die Fischereiabgabe geleistet zu haben. Hierfür können Sie
direkt bei den Fischereibehörden aber auch im Angelshop oder den Tourist-Informationen
entsprechende Marken erwerben. Einige Behörden ermöglichen sogar den Versand. Sinnvoll
kann das sein, wenn Sie in einem anderen Bundesland angeln möchten.
Doch auch die Erlaubniskarte sollte nebst dem Fischereischein vorhanden sein. Diese ist
direkt auf ein festes Gewässer bezogen und erlaubt Ihnen dort zeitlich befristet nach Lust und
Laune Angeln zu dürfen. Erwerben können Sie die Erlaubniskarte, die häufig auch als
Angelkarte oder Erlaubnisschein bezeichnet wird, direkt beim Pächter des Gewässers. Alle
Dokumente sollten also neben dem Fischereischein immer dabei getragen werden. Wer die
Erlaubniskarte vergisst, kann ebenfalls strafrechtlich belangt werden. An öffentlichen
Gewässern kann dann schnell der Verdacht der Fischwilderei entstehen. Bei privaten
beziehungsweise gewerblichen Seen und Teichen würde es sich um Diebstahl handeln.
Wenn Sie alle Bedingungen vom Fischereischein bis hin zur Anglerkarte erfüllt haben, sollten
Sie einzelne Zusatzbedingungen für das jeweilige Gewässer immer erfragen. Denn auch hier
kann es zu sehr unterschiedlichen Regelungen kommen.


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