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KULTIMATIV!

47

SAMSTAG, 12. JULI 2014 – REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER

INTERVIEW

Musicalstar Jan Ammann hat für seine Rolle als Gorillachef Kerchak das Fliegen gelernt

»Happy mit dieser Rolle«
Bê Ignacio ist Halbbrasilianerin. FOTO. DPA

Pop – Der Hit-Tipp des
Monats Juli: Bê Ignacio

Gegensätze
bereichern!
»Die beiden Kulturen, in denen ich aufwuchs und lebe, machen einen großen
Teil meines Lebens aus. Das war und ist
nicht immer leicht, aber Gegensätze bereichern mein Leben«, sagt die hübsche
Sängerin einer deutschen Mutter und eines brasilianischen Vaters. In São Paulo
in Brasilien geboren, kommt Bê Ignacio
mit 19 Jahren Deutschland, um hier zu
studieren. Noch heute pendelt sie zwischen beiden Ländern hin und her. Ein
halbes Jahr verbringt sie in Brasilien und
die restliche Zeit hier in Deutschland am
Bodensee.
Besonders ihr brandneues und viertes
Album »India Urbana« lebt von all diesen
Gegensätzen. Die Lieder dafür sind unter
anderem in den USA, Deutschland und
Brasilien aufgenommen. Mit einer Mischung aus Bossa Nova, lockeren
Lounge-/Café-Tunes, Pop und Jazz, wird
sie mit ihren selbst geschriebenen Stücken für ihr neuestes Album so heimatkundlich und persönlich wie nie zuvor.

Soziale Themen
Der Sängerin gelingt so der schwierige Spagat zwischen tanzbaren Partystücken und durchaus auch sozialkritischen
Texten. Darin spiegelt sich auch die
Stimmung der Brasilianer. Soziale
Schieflagen sind nicht nur Thema für betroffene Slumbewohner, sondern werden
längst schon in der Breite der Gesellschaft diskutiert.
Zum Song und Albumtitel »India Urbana« sagt Bê, die mit eigentlichem Namen Betina heißt »Manchmal fühle ich
mich wie eine Indianerin, die in der

Radio Antenne 1
und Reutlinger
General-Anzeiger präsentieren
den Hit-Tipp
des Monats.
größten Stadt der Südhalbkugel lebt.«
Denn die Indianer sind die Ureinwohner
Brasiliens und sie selbst hat auch indianisches Blut. Da ist die Idee naheliegend,
den Stadt-Dschungel musikalisch zu
zeichnen und auch das Bewusstsein für
diesen zu schärfen.
Die Inspiration für ihre Lieder holt
sich Bê aus ganz alltäglichen Dingen. So
handelt eines ihrer Lieder von einem für
sie wichtigen Ort in ihrer Heimat in Brasilien. Ein weiteres entsteht durch einen
Slogan einer internationalen Organisation die sich gegen Unterdrückung, Ungleichbehandlung und Gewalt gegen
Frauen einsetzt, den sie in einer Zeitung
entdeckt.
In ihrer Single »Ayo Aye« zeigt sich
ihr Feingefühl für das, was um sie herum
geschieht. Denn passend zur WM in Brasilien wurde dieser Song veröffentlicht.
Als großer Fußballfan schafft sie es, die
Atmosphäre des Spieles auf den Rhythmus und die Melodie des Liedes zu übertragen. Beim Schreiben des Songs stellte
sie sich gefüllte Stadien vor, in denen begeisterte Fußballfans feiern. Und für uns
hier im fernen Europa wird das Ganze
noch durch die Kleinigkeit getoppt, dass
das Video zu dem Song direkt im Quartier der deutschen Fußballnationalmannschaft gedreht worden ist. (GEA)

KULTIMATIV-SERVICE

Termine: www.gea.de
Kontakt: kulti@gea.de
Kartenvorverkauf: für die meisten
Veranstaltungen beim Konzertbüro am
Markt (0 71 21/34 69 03)

DAS GESPRÄCH FÜHRTE durch meine Eltern, liegen
MONIQUE CANTRÉ mir die aristokratischen Rollen eigentlich gut. Im tiefsten
Jan Ammann spielte 2005 die Inneren bin ich allerdings ein
Titelrolle in der Welturauf- Sportler, und wenn der Reiz
führung von »Ludwig2«. der sportlichen HerausfordeWeitere Stationen seiner Kar- rung erst einmal geweckt ist,
riere waren Hauptrollen in bin ich wie ein Pitbull, der
»Die Schöne und das Biest«, den Knochen nicht loslassen
»Mar I Cel«, »West Side Sto- kann. Ich habe mein Leben
ry«, »Jekyll & Hyde« und lang viel Sport getrieben, um
»Show Boat«. In Oberhausen Willensstärke und Kraft zu
und Stuttgart war er als Graf fördern.
von Krolock in Polanskis
»Tanz der Vampire« zu sehen
Wie haben Sie sich sportund spielte im Anschluss dalich auf die Rolle des
ran – erneut in Stuttgart –
Kerchak vorbereitet?
den Maxim de Winter im Mu- Ammann: Das hab ich mir
sical »Rebecca«. Zudem ist er leicht vorgestellt. Vorgestellt!
ein gefragter Solist bei Kon- Ich habe mich Monate vorher
zerten und tritt nächsten mit Personal Training und
Samstag beim 14. Reutlinger striktem
Ernährungsplan
Open Air auf. Im Interview plus gezieltem Krafttraining
spricht er über seine aktuelle auf die Rolle des Kerchak
Rolle als Gorilla-Chef Ker- vorbereitet. Das Resultat:
chak im Disney-Musical Zehn Kilo mehr und dicke
»Tarzan« in Stuttgart.
Oberarme, die ich dann
prompt in den ersten drei
GEA: Herr Ammann, als
Wochen wieder verloren hab,
smarter Maxim de Winweil das Fliegen und die
ter in »Rebecca« in Stutt- Boot-Camp-Woche für Targart wurden Sie von den
zan mich konditionell das
Lesern der Zeitschrift »Mu- Fürchten gelehrt haben. Was
sicals« zum Musicalstar
bringen mir 110 Kilo, wenn
des Jahres 2012 gewählt. mich ein 42-minütiger TrepSeit Anfang Juli schwinpensprint im VFB-Stadion
gen Sie als kraftstrotzen- (vorwärts, rückwärts und
der Gorilla an Lianen
seitwärts) dank meiner Masüber den Köpfen durch den se so dermaßen ans Limit
Saal. Mal Eleganz, mal
bringt, dass ich diesen ZuAthletik – was gefällt
stand der Übersäuerung so
Ihnen besser?
nie wieder erleben möchte.
Jan Ammann: Das ist eine Klar, ich hab Football gesehr interessante
spielt. Da hab ich
Frage: Gut,
Schnellkraft, Maslaut meinem
se
und
GeschwindigNaturell
keit. Aber Deund der
zimalrechguten Ernen auf eizienem Bein
hung
hab
ich
noch nie
gemacht.
Oder beim
Ausdauertraining
Nummern
auswendig lernen
und sofort aufsagen. Es ist
ein
Fußball-Jahr!
Und
ich
kann nur bestätigen: Das
Training ist
sehr besonders, dank
des unfassbaren Trai-

ners und des Reha-Teams
vom VFB Stuttgart. Ich habe
es selbst durchgemacht und
bin stolz, dass ich dabei war.
Diese Kerchak-Figur hat ja
eine ganz eigene Tiefe.
Der mächtige Silberrücken
hasst die Menschen und
muss erleben, dass seine
Frau nach dem tragischen Tod ihres gemeinsamen Babys ein Menschenjunges an Kindesstatt annimmt. Kerchak
sieht Tarzan wachsen und
gescheit werden und
würde ihn letztendlich als
Berggorilla-Mitglied akzeptieren. Wie vermitteln
Sie die seelische Verfassung Kerchaks in der
Ganzkörpermaske und
im Bewegungsmuster eines
Affen?
Ammann: Ein Silberrücken
wird erst zu einem Silberrücken, wenn er von der Sippe
akzeptiert wird. Erst dann
wird er Grau. Der Verlust
und all die Ängste der Anderen spüre ich genau und fühle bisweilen genauso. Es ist
aber meine Aufgabe, für die
Sippe zu sorgen und gegebenenfalls für sie zu sterben.
Das ist der Lauf des Lebens.
Es ist die Natur: Sie ist nicht
menschlich, sie ist »natürlich« grausam. Ich vermittle,
indem ich schweige aber
trotzdem sichtbar bleibe,
dass ich auch Trauer verspüre. Ich muss aber immer die
Sippe im Griff haben. Die Bewegungsmuster sind in der
Tat schwierig zu erlernen
und man braucht seine Zeit,
um sich vom menschlichen
Bewegungsablauf zu entfernen.
Welche Rolle davor haben
Sie am liebsten gespielt?
Ammann: Alle! Jede Rolle
hat ihren Reiz. Ich bin derzeit
unfassbar happy mit dieser
Rolle. Es ist einfach genial.
Vor allem, weil eine so tolle
Atmosphäre und Kollegialität
herrscht. Das sind alles Akrobaten, Sänger und Schauspieler. Manchmal komme ich
mir vor wie im Zirkus. Toll!
Musicaldarsteller, zumal
wenn sie umfangreiche
Hauptrollen wie Sie bekleiden, sind ziemlich eingespannt in den En-suite-Betrieb der Musicalhäuser.
Wie erholen Sie sich?
Ammann: Das ist schwer.

Montags hat man frei, und da
heißt es entspannen, neue
Kräfte sammeln, den Körper
schonen. Ich spreche da auch
für all für meine Kollegen,
die unfassbare Leistungen
vollbringen. Gut, bei mir
braucht mein Körper auch
Ruhe, vor allem meine Stimme, da ich Sänger bin. Und
ich »brülle« auf der Bühne
sehr viel. Es ist wie Champions League und Bundesliga
zusammen. Daher nutzt man
montags jede Sekunde, die
man verschnaufen kann. Ich
nehme dann gerne mal ein
Bad, spiele ausgelassen mit
meinem Kind oder koche etwas. »Feiern« geht nicht.
Haben Sie Zeit für Hobbys?
Ammann: Fotografie – ich
kann nicht ohne.
Welche Musik hören Sie
privat?
Ammann: Ich höre fast alles.
Gerne auch etwas härter, besonders gerne Bands wie
»Audioslave« und »Muse«.
Sie haben eine gründliche
Ausbildung in klassischem Gesang: Studium in
den USA, Meisterklassen
in New York, Leipzig und
am Salzburger Mozarteum. Was hat Sie von der
Klassik vertrieben?
Ammann: Die Ausbildung!
Haben Sie auch Schauspiel
gelernt?
Ammann: In Amerika, ja! Ich
hatte eine sehr intensive Zeit
in Los Angeles.

Sie haben Komponisten
und Texter, die Ihnen offensichtlich die Songs perfekt auf den Leib schreiben. Haben Sie sich selbst
auch schon als Songwriter versucht?
Ammann: Ich übe ... Ich
habe viele Ideen, es braucht
aber immer seine Zeit, um etwas aufzuschreiben in perfekter Form.
Nächsten Samstag werden
Sie in Reutlingen singen.
Sind Sie davor schon einmal in einem Fußballstadion aufgetreten?
Ammann: Noch nicht!! Ich
freu mich aber, wenn ich mal
darf.
Teilweise gemeinsam mit
Michaela Schober werden Sie in der Classic Night
in Reutlingen auch Stücke aus »Tanz der Vampire« darbieten. Der Graf
von Krolock ist ja auch
keine einfache Persönlichkeit. Kann es sein, dass
das Ihnen am meisten
liegt?
Ammann: Krolock und ich ...
Ja wir sind Verbündete. Wir
teilen, und haben viel miteinander geteilt. Ein perfektes
Ventil gegen alle Unperfektion. Die »unstillbare Gier« ist
allgegenwärtig. Sei es in der
Politik, in der Religion oder
im
»Menschlichen«.
Ich
klammere da die Politik aus,
denn sie hat bis dato nichts
mit Menschlichkeit zu tun.
Generell geht es einfach darum, dass wir von allem nie
genug bekommen, keine Demut mehr haben und das,
was uns doch so menschlich
macht, vergessen: Die Liebe.
(GEA)

Wie kam es zu Ihrem
Soloprogramm »Farbenblind«, mit dem Sie – samt
CD – in diesem Jahr unterwegs sind?
Ammann: Das ist ein Baby
von meinem Manager Andre- Disney-Musical »Tarzan« im
Stage Apollo Theater
as Luketa und mir. Wir haStuttgart. Täglich außer
ben immer davon gesprochen
montags.
und sinniert einmal etwas Eigenes zu machen. Texte, Mu14. Reutlinger Open Air:
sik und Geschichten zu erzählen. Andreas und ich sind Classic Night im Kreuzeichesehr glücklich über den Ver- Stadion, 19. Juli, 19.30 Uhr.
lauf unseres Projektes, und
wir haben zusammen viel
vor. Wir beide sind unglaublich dankbar, dass wir so eine
starke und nette Community
haben, die uns in all unseren
Taten unterstützt und unsere
Konzerte besucht. Am 25. Januar nächsten Jahres sind
wir mit dem Programm auch
in Filderstadt zu sehen.

ZUR PERSON

FOTOS: KHAWATMI/STAGE
ENTERTAINMENT

Jan Ammann (38) wurde in Billerbeck,
Westfalen, geboren. Er gilt als MusicalGentleman, verfügt über eine warme
Baritonstimme und feiert seit Jahren
große Erfolge auf den Musical-Bühnen
der Republik. (GEA)

NEU IN DEN KINOS: BUNDESSTARTS AM 17. JULI
Hugo Koblet – Pédaleur de
charme: Der Schweizer Radrennfahrer Hugo Koblet gewinnt in den 1950ern erst den
Giro d’Italia und dann die Tour
de France. Bei Konkurrenten ist
er geachtet, in der Damenwelt
beliebt. Doch eine Doping-Affäre beendet fast seine Karriere.
Als er das Model Sonja heiratet,
steigt er in die High Society auf.
Nach seinem Bankrott verlässt
ihn seine Frau und er rast mit
dem Auto in einen Baum.
War es Unfall oder Selbstmord?
Bio-Pic über Hugo Koblet von
Daniel Aarburg mit Manuel
Löwensberg.

Transformers 4: Ära des
Untergangs: Nach der großen Schlacht von Chicago erhält die geheime Einheit von
Attinger den Auftrag die restlichen Deceptions zu zerstören.

Nacht zum Tag. Doch der Studenten-WG im gleichen Haus
geht das Treiben auf den Keks.
Die jungen Leute müssen sich
auf ihre Prüfungen vorbereiten.
Der Generationenkonflikt ist
vorprogrammiert. Komödie von
Ralf Westhoff mit Heiner Lauterbach.
Szene aus dem Animationsfilm »Wie der Wind sich hebt«.
Jack Reynor in »Transformers 4«.

Doch Attinger zerstört auch die
friedlichen Transformers. Der
Erfinder Cade findet zufällig Optimus Prime und gerät dadurch
in den Fokus von Attinger. Er
muss sich und seine Familie retten. Sci-Fi von Michael Bay mit
Mark Wahlberg.

Wie der Wind sich hebt: Seit

seiner Kindheit träumt Jiro davon, Flugzeuge zu bauen. Als
Student begegnet er seiner großen Liebe Naoko, mit der er sich
jedoch erst Jahre später verlobt.
Doch ihre gemeinsame Zeit ist
nicht einfach: Während Jiko
über die Jahre als Chefentwickler für mehrere Unternehmen
Kriegsflugzeuge baut, hat Nao-

ko mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Animation
von Hayao Miyazaki.

Wir sind die Neuen: Wegen
Geldmangels gründen die früheren Studenten und heutigen
Senioren Anne, Eddie und Johannes wieder eine WG. Wie
damals machen sie wieder die

Der große Kanton: Steuerflucht, Fluglärm und Immigranten: Seit Jahren liegen die
Schweiz und Deutschland im
Streit. Der Doku-Film präsentiert eine einfache Lösung:
Deutschland soll der Schweiz als
neuer Kanton beitreten. Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler und Künstler setzen
sich humorvoll und ernsthaft
mit dieser These auseinander.
Dokumentation von Viktor
Giacobbo.
(ms/Fotos; Verleih)


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