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Lookbook V33 S2010 .pdf



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8.00 €

FashIon

Lo o k b o o k
S OMMER 2010

anaJÓIa • anneTTe ruFeGer • beLÉn recIo • bInGeL & ahL
Fkk • GInGercoLLaGe • heLLo • hannes roeTher • Ina GraF
InDochIne mermaIDe • kaY muTo • kenneL & schmenGer • menue=
roswITha JusTavITz • sILvIa bunDschuh • vanITas • voLker LanG

Issue #2

Als Arbeitsraum erwarten Sie von Ihrer Küche ergonomische Raumaufteilung, grundsolide Materialien und ein funktionales Handling
bis ins Detail. Als Erlebnisraum soll Ihre Küche das Kochen zum Vergnügen machen.
Als Genussraum schafft Ihre Küche mit innovativem Design den Rahmen für die exquisite Bewirtung lieber Gäste.

Design ART PICCO Filigrano Hochglanz Lack poliert weiß

Für uns ist Ihre Küche und die Gestaltung dieses Raumes sehr wichtig.
Deshalb nehmen wir uns viel Zeit für Sie. Wir beginnen mit einer persönlichen Beratung und
erstellen mit Ihnen gemeinsam eine Bedarfsanalyse. Daraus ergibt sich Ihre Wunschküche,
die von unserem Fachpersonal eingebaut und funktionsgerecht übergeben wird.
Das ist unser Beitrag vom allmilmö designwerk Hamburg, Ihre Lebensqualität zu steigern.
Im allmilmö designwerk Hamburg zeigen wir Küchenszenarien in den Stilrichtungen
Modern ART – grifflos puristisch, Design ART – modern und zeitlos, Classic ART – klassisch traditionell.

w w w. v o l k e r l a n g . c o m

allmilmö designwerk im stilwerk Hamburg
Große Elbstraße 68, 22767 Hamburg, Telefon 040 38086520, hamburg@allmilmoe-designwerk.de
www.hamburg.allmilmoe-designwerk.de

Hut - Silvia Bundschuh 165 €

|

Kleid - anajóia 279 €

|

Seidenschal - Menu= 95 €

|

BMW - X1 sDrive18i ab 27.200 €

Willkommen
Benvenuto

Welcome
Bienvenue
Recepción
Liebe Leserin, lieber Leser,

„Bleibt mir bloß mit der Mode vom Leib!“, ruft Wim Wenders und sucht nach Identität in diesen
Zeiten: Identität sei out, Mode in – ein Gegensatzpaar?
Mode. Das neue etage eins LookBook zeigt unsere Idee von Mode. Wir möchten Sie anstiften
sich inspirieren zu lassen - von der Mode. Von Stoffen und Schnitten, Farben und Formen, die der
Mode - und Ihnen? - Identität verleihen.
Deswegen präsentieren Ihnen hier ausgewählte Designer ihre aktuelle Kollektion. Komplett,
übersichtlich, und so zusammengestellt, dass Sie sich ein Bild machen können von der präsentierten
Mode. Und ob sie zu Ihnen passt.
Wie im Laden, so wollen wir Sie auch im ETAGE EINS LookBook einladen sich ganz in Ruhe
umzusehen, Neues zu entdecken, auszuprobieren, oder anders zu kombinieren. Kleider, Accessoires,
Schuhe, nicht zuletzt für Ihre Rollen zwischen Businessmeeting und Samstags-morgendlichem
Brötchen holen.
Schließlich runden wir mit dem LookBook das Konzept der ETAGE EINS ab:
2006 als Concept Store gegründet, bündelt die ETAGE EINS seitdem die innovativen Modelabels aus
Hamburg und ganz Deutschland. Das ETAGE EINS LookBook ist das Sprachrohr der ETAGE EINS –
und weiterer Labels aus Hamburg und Deutschland. All diese sehr unterschiedlichen, aber einzigartigen
Labels haben nämlich etwas Entscheidendes gemeinsam: Sie entwerfen hochwertige, zeitlose, individuelle
Mode, nachhaltig und regional produziert; darüber hinaus sind sie echte Trendsetter.
Unsere Premieren-Ausgabe widmen wir natürlich der Mode in unserer Stadt: Hamburg. An Altonas
Hafenrand, an der Großen Elbstraße im stilwerk ist die ETAGE EINS beheimatet. Viele Partner
und Förderer dieses LookBooks haben ihren Sitz ebenfalls in der Großen Elbstraße. Wir stellen
Ihnen die „Meile“ bei einem gemeinsamen Spaziergang mit unserm bezaubernden Model Isabelle
Sauer vor und kommen später drauf zurück. Auch die Lieblingsstücke stammen dieses Mal komplett
aus Hamburg, die New Comerin Ana Joia ebenfalls und natürlich viele der vorgestellten Designer.
Wir lassen noch einmal Wim Wenders sprechen, diesmal über seine Identitätserfahrung mit der
Mode eines berühmten Designers: „Sie kennen ja sicher das Gefühl, wenn man sich neu einkleidet.
Man sieht sich im Spiegel an, zufrieden, ein wenig aufgeregt über die neue Haut. Aber mit dieser
Jacke und diesem Hemd war das anders. Sie waren von Anfang an neu und alt zugleich. Im Spiegel,
das war ich, zweifellos, nur noch mehr ich als vorher. Ich trug, ja, ich habe gar keine anderen Worte,
ich trug das Hemd selbst und die Jacke selbst. Und ich darin, ich war ich selbst.“
Mehr Mode wollen wir nicht.
Herzlich willkommen, viel Spaß beim Blättern und Probieren wünscht Ihnen
Freddy Mouchawrab

Inhalt
Elbliebe


seite

2

10

Zwischen Fischköppen & Modeschöpfern



seite

Lookbook´s
seite 13




Kultwerk west zu Gast



seite

25
10
Fragen an...

seite 40
Couture talk

seite 54

LieblingSstücke


22

seite

Die neuen Accessoires


seite

59

Hamburger-Atelierboutiquen

66

Ginger & Fred


seite

SIUM


seite

68

Inga Thomas


seite

70

newcomer
anajóia



seite

Impressum

56

ETAGE EINS LookBook

Herausgeber:
V. i. S. d. P.: Freddy Mouchawrab
Planum Modemanagment
22089 Hamburg
+49 40 3250 6461
fm@planum-mode.de

Realisation:
Issue One Production
Pilatuspool 9
20355 Hamburg
+49 40 7038 7144
post@issueone.eu

Moderedaktion:
Odessa Legemah
ol@planum-mode.de

Artdirector:
Roberto Hegeler

Anzeigen & Vertrieb:
Marc Sternberg
ms@planum-mode.de
Leserservice & Abonnement:
+49 40 3003 5863
abo@etage-eins.com

Cover: Photographer: Roberto Hegeler

Model: Carolin Hoppe über Modelwerk | Styling: Odessa Legemah | Hair & MakeUp: Gregor Makris - von Bigoudi | Jacke: Belén Recio

http://www.etage-eins.com/lookbook

Autoren:
Ralph Von Gemert
Julia Hauck
Odessa Legemah
Tina Schraml
Text:
Julia Hauck
Models by Modelwerk | www.modelwerk.de

Web-Development:
amimoto Webtec www.amimoto.de
Photographen: Roberto Hegeler

Melanie Dreysse (Inga Thomas)
Maik Floeder (Ginger Collage)
Kai Krellenberg (Hello)
Michela Morosini (Hannes Roether)
Marc Rehbeck (Belén Recio)
Peter Rüssmann (Vanitas)
Regine Steenbock (Sium)

Haar & Make up:
S. 70
S. 66
S. 36-37
S. 48-51

S. 44-45
S. 46-47
S. 68

Bigoudi | Gregor Makris, Vanja Latinovic | www.bigoudi.de
Firt floor | Nele Reitenbach | www.firstfloor-hamburg.de

Druck:

gutenberg beuys feindruckererei
Große Düwelstraße 20
30171 Hannover
www.feindruckerei.de

Sommer 2010 | etage eins Lookbook | 1

Hut | Silvia Bundschuh
Kleid | anajóia
Seidenschal | Menue=
Schuhe | Kennel & Schmenger

165 €
279 €
95 €
220 €

Photographer: Roberto Hegeler / Model: Isabelle Sauer über Modelwerk / Styling: Odessa Legemah / Hair & MakeUp: Nele Reitenbach von first floor Hair Company /
Jacke: Belén Recio / Location: Elbmeile Hamburg, Große Elbstrasse

2 | etage eins Lookbook | Sommer 2010

Sommer 2010 | etage eins Lookbook | 3

Hose | Annette Rufeger
Shirt | Annette Rufeger
Tasche | Volker Lang
Schuhe | Kennel & Schmenger
4 | etage eins Lookbook | Sommer 2010

145 €
95 €
109 €
150 €
Sommer 2010 | etage eins Lookbook | 5

Blazer | Hello
Kleid | Hello
Schuhe | Kennel & Schmenger
BMW | 318i Cabrio
6 | etage eins Lookbook | Sommer 2010

259 €
229 €
150 €
ab 38.700 €
Sommer 2010 | etage eins Lookbook | 7

Kleid | FKK
Schuhe | Kennel & Schmenger
8 | etage eins Lookbook | Sommer 2010

279 €
160 €
Sommer 2010 | etage eins Lookbook | 9

Dort, wo die Schiffe in den Hafen einfahren, hat sich eine lange vernachlässigte Straße
zur Meile gemausert: die Große Elbstraße zwischen Neumühlen und Fischmarkt.

Von Julia Hauck

Kultur im Niemandsland
Lange Zeit hatte Altona seine Elbmeile vernachlässigt. Das beschauliche Övelgönne am Elbstrand in Richtung Hamburg hinter sich
lassend, spürte der auswärtige Besucher Ende der Neunziger den
morbiden Charme alter Industriegebäude und halb aufgegebener
Lagerhallen. Irgendwie passte es da, dass Hamburg seine Asylbewerber auf Wohnschiffe wie die „Bibby Endeavour“ im Fischereihafen
abschob – mit Blick auf den Hafen, jedoch weit weg von allem gesellschaftlichen Leben jenseits des Elbhangs.
Kulturelle Nischen hatte es aber schon damals gegeben. Vor allem
der „Speicher am Fischmarkt“ mit seinen „Einrichtungen für
Individualisten“ hatte Kultstatus erreicht. Und das Hafenklang am
Holzhafen mit seinem Hafenklang-Tonstudio war schon damals
legendär. (Und bleibt nach erfolgreichem Kampf gegen Neubaupläne
und Umsiedlung laut eigener Homepage wichtiger „Bestandteil einer
lebendigen Stadtkultur“.)

Die Perlenkette ist für Hamburg
mehr als nur ein Accessoire

© Altonaer Stadtarchiv e.V.

Die Elbe glitzert in der Sonne. Der Designer
Christoph Engel steht auf seinem Balkon am
Fischmarkt und genießt die erste Frühjahrsbrise. Im Dock gegenüber werkeln die Werftarbeiter an der M/S Athena. „Wir leben
am Puls der Zeit“ findet er. Und wohnt in der
ersten Reihe. Von dort beobachtet er heute
eines der zahlreichen Modeshootings, die die
Szenerie für sich nutzen. Die Nachbarschaft
trifft sich immer gerne auf seinem Balkon
zum gemeinschaftlichen Schiffstaufekucken
oder auch beim Frischfischkauf die Große
Elbstraße runter.

die Unternehmer Bernard Garbe und Wolfgang Schenk das Industriedenkmal von 1907
gesichert. Inspiriert von der einmaligen Lage
an der Elbe verwirklichten Raab und Garbe
die Idee des stilwerks – eines großen Handels-,
Kommunikations- und Kulturzentrums. Als
„Institut für guten Geschmack“ bietet das stilwerk seit 1997 Produkte an, die das tägliche
Leben leichter und schöner machen: modernes
Interior Design, Accessoires, Modedesign und
Kindersachen.
Inzwischen hat sich die gesamte Große Elbstraße zum perfekten Designstandort entwickelt. Neben zeitlosem bis angesagtem Interior
Der Hamburger Hafenrand hat sich in den
Design findet sich hier auch eine exklusive
letzten Jahren sehr verändert. Die Lage am
Auswahl an Modedesign. Angefangen bei den
Fluss sorgt für Bewegung. Vor allem die Große Kreationen von Hanz Schaaf bis hin zu den
Elbstraße zeugt davon: Hier ragt die HafenTrendlabels im Werkhaus und, natürlich, den
vergangenheit ins Morgen, hier ist Hamburg.
Hamburger und deutschen Modedesignern in
der ETAGE EINS im stilwerk.
Das Gesicht der großen Elbstraße heute ist das
Die Große Elbstraße spiegelt damit einen Hamauch Gesicht der modernen Großstadt: eine
burg weiten Trend wieder. Mit mehr als 2200
Synthese von Alt und Neu, Kunst und Kommerz, ortsansässigen Designern und Designbüros etaGewerbe und Wohnen, Party- und Familienleben blierte sich Hamburg in den letzten Jahrzehnten
– und dies alles einmalig an der Elbe gelegen, an als Designmetropole. Die städtische Initiative
der Einfahrt zum Hamburger Hafen, oder wie
hamburgunddesign° befördert dies seit 1995 und
Alexander Raab von CLIC nüchtern bestätigt:
hat ihr Büro im stilwerk. Klar, begründet doch
„Am Tor zur Welt“.
deren Leiterin Dr. Babette Peters die Standortwahl so: „In den sieben Etagen des stilwerks
befindet sich eine hohe Dichte an ausgewählten,
Designpioniere
Der Inneneinrichter Raab gehört zu den Pio- exklusiven, aber auch jungen und mutigen Desinieren an der großen Elbstraße: Nach Schlie- gnern, und es gibt wenig Arbeitsplätze, die besser
mit dem Schiff zu erreichen sind.“
ßung der Malzfabrik von Naefeke hatten

10 | etage eins Lookbook | Sommer 2010

„…wo am Hafen die
Schiffe und die Fische
schlafen“

Der Austausch mit der Welt, der Handel zieht
sich als roter Faden durch die Geschichte
dieser Straße: Warenumschlag und Fischauktion prägen die Straße entland der Elbe seit
dem 18. Jahrhundert. Im Zuge der Industrialisierung siedelten sich dort neben Fischhandel und -verarbeitung weitere verarbeitende
Betriebe an. Hundert Jahre und zwei neue
Gesellschaftsordnungen später erkennt man
den Charme dieser inzwischen stillgelegten
Industriegebäude: Sie werden saniert und ihr
Nutzen der modernen Gesellschaft zugeführt.
Der Fisch jedoch bleibt der Straße treu:
36.000 Tonnen Frischfisch und Meeresfrüchte
werden jährlich in den Gebäuden der Fischmarkt Hamburg Altona GmbH umgeschlagen.
Auch wenn sich inzwischen Reedereien, Verlage,
Werbeagenturen und eine vielfältige Gastronomie in den Immobilien der FMH eingemietet haben, soll die Fischverarbeitung und der
Fischgroßhandel unbedingt an diesem Standort
erhalten bleiben. Es gibt immerhin einen Senatsbeschluss, der einen Erhalt der traditionellen Fischwirtschaft dort vorsieht. Nicht zuletzt
plädiert der Verein elbmeile Hamburg e.V., der
die Interessen von 87 Geschäften und Gewerbetreibenden auf der Großen Elbstraße vertritt,
vehement für den Erhalt der Fischwirtschaft an
diesem traditionellen Standort.

Bereits in den achtziger Jahren hatte Oberbaudirektor Kossak
die Vision von der „Perlenkette“ geprägt, die den Uferstreifen
von Neumühlen bis zur Speicherstadt städtebaulich verbinden soll und deren Realisierung 1987 mit den „Leitlinien zur
Entwicklung des nördlichen Elbufers“ eingeleitet wurde. Die
Rückkehr der Stadt an die Elbe gelang. Einen markanten Startpunkt setzten die gmp Architekten am Museumshafen mit der
Umwandlung des alten Union-Kühlhauses in ein Seniorenwohnheim. Fast einzigartig ist der Ausblick im Café unter der Kuppel
des Augustinums. (Am Wochenende von 15 bis 18 Uhr für auswärtige Besucher geöffnet.)
Der Blick schweift heute Richtung Elbphilharmonie über viele
neue Büro- und Wohngebäude, denn die Perlenkette steht nun
nahezu lückenlos am Elbufer. Während sich der Hafen auf der
anderen Seite der Elbe nur langsam von der Weltwirtschaftkrise
erholt, brummt die Große Elbstraße.

Bunte Mischung I:
Gourmands
und zeitgenössische
Architektur
„Unsere Mitglieder wollen den Mix aus
Alt und Neu“, bestätigt Götz Weisener,
der Quartiersmanager des Vereins elbmeile Hamburg. Diese Mischung kommt
auf jeden Fall an: Vor allem die gastronomischen Betriebe, wie das alte Fischereihafen Restaurant Hamburg, Henßler
& Henßler, das idyllisch anmutende
Marseille oder das Lobsterhouse ziehen
die Genießer aus Hamburg und von auswärts an. Und auch für Architekturinteressierte lohnt sich der Bummel über die
Große Elbstraße: Angefangen bei den
Docklands, dessen grandiose Aussichtplattform über eine Freitreppe für jedermann zugänglich ist. Die BRT Architekten haben dieses Bürohaus entworfen,
das wie der Bug eines Schiffes weit nach
Westen übers Wasser ragt. Gegenüber
steht das Elbkaihaus mit seiner gläsernen Fischmanufaktur am einen
und der Elbkaigalerie mit zeitgenössischer Fotografie am anderen
Ende. Büro und Wohnen birgt auch der Elbbergcampus, der auf dem
ehemaligen Schellfischtunnel thront und in dessen Bauch habitat seine
zweite Hamburger Dependance betreibt.

Zwei besondere Relikte

Der Schellfischtunnel wurde 1876 für den Güterverkehr zwischen
Elbufer und Altonaer Bahnhof gebaut und diente dem Umschlag von
Waren zwischen Wasser und Schiene. Unterhalb des Tunnels verband
die sogenannte Altonaer Hafenbahn das Union-Kühlhaus (heute: Augustinum) im Westen mit dem Elbspeicher im Osten. Ein letzter Zeuge
ist der Hafenbahnhof, heute Anlaufstelle für (Sub-)Kultur mit Kaffee,
Bar und Rockprogramm.
Ein anderes Denkmal ist inzwischen weltberühmt: der Fischmarkt mit
seiner Fischauktionshalle. Ende der Siebziger dank bürgerschaftlichen
Engagements der öffentlichen Abrissbirne entkommen, ist die dreischiffige Fischauktionshalle heute der Anziehungsmagnet für u.a. sonntagmorgendliche Partylaunige und Fischmarktbesucher.

Bunte Mischung II: Seebären, Kreuzfahrttouristen und Zugezogene
Erst kürzlich erfolgte der erste Spatenstich für den neuen Cruise Terminal II der Hamburger Architekten Renner Hainke Wirth. Die Fans
der Elbmeile freuen sich schon auf die 35 Kreuzfahrtschiffe, die bald
am Elbufer Halt machen und deren Passagiere sich durch die Große
Elbstraße in die City bewegen. Dann kommen die Touristen auch an
der Seemannsmission Altona vorbei. Deren graue Hochwasserschutzklappen waren früher mit den bunten Logos der Reedereien bemalt.
Heute kann man an der Hausecke ablesen, wie hoch das Wasser 1962
und 1976 gestiegen ist. Wenn auch die Marke von 1976 bisher nicht
überschritten wurde, ist die Große Elbstraße regelmäßig im Winter
überflutet. Dann heißt es: Schotten dicht. Auch für die alt eingesessene
Haifischbar neben der Seemannsmission. Die sieht das Hochwasser allerdings gelassener als die sommerlichen Touristenströme. Im
Schaufensteraushang werden die Touristen gebeten, von einem Besuch
ohne Verzehr Abstand zu nehmen - auf Rücksicht auf jene Stammgäste, die sich auf die Mischung von Alt und Neu erst noch einstellen
müssen. Das werden sie bald tun müssen, denn direkt vor der Nase des
Haifisches auf dem Barschild entsteht ein hoher Turm, das „Kristall“
von Kees Christiaanse. Hier werden bald viele Neue wohnen, den Elbblick und den Charme „ihrer“ Meile genießend. Derweil die Touristen
weiter ziehen.

© Altonaer Stadtarchiv e.V.

Zwischen Fischköppen und Modeschöpfern

„Die Stadt lebt vom Strom“ sagt Christoph Engel noch, bevor
er die Balkontür schließt. Austausch und Wandel bestimmen das
Leben am Hafen. Davon profitiert auch - das zu erwähnen sei in
diesem Modemagazin erlaubt - die Hamburger Mode. Schlichtheit,
Eleganz und Qualität verbinden sich mit neuen Einflüssen und
feinen Details zum typischen HamburgStyle.
Ganz wie die Große Elbstraße.

Sommer 2010 | etage eins Lookbook | 11


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