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den Worten heftiger Applaus zuteilwird, erlebt man auch nicht alle Tage.“)
Das erwähnte Buch von Thomas C. Breuer, es dürfte sein 31. sein, heißt Jack Kerouac
konnte nicht Auto fahren. Reisen in der guten, alten Neuen Welt (Verlag Lindemanns
Bibliothek). Arnim Töpel nennt seinen neuen Krimi Die Luddarisch Brick (Eigenverlag).
Michael Seiz arbeitet zurzeit nicht an einem Buch, schreibt aber regelmäßig für die
Fachzeitschriften GoodTimes und bluesnews (wo er kürzlich mit einem feinen Artikel
dem Bluesik-Redakteur Leo Gehl den Übergang vom DLF in den Ruhestand ein wenig
erleichtert hat).
Diese beiden Musikmagazine
könnten vielleicht für unsere
Besucher ebenso interessant
Als im Jahr 1980 Ben Schmidt und Rolf Zeitler
sein wie auch die folgenden:
die Musikerinitiative Weinheim gründeten,
Folker, Melodie & Rhythmus,
konnte niemand ahnen, dass 35 Jahre später
Visions, Eclipsed, Jazzpodium,
daraus einer der wichtigsten und weit über die
Jazzthetik und Jazz thing.
Rhein-Neckar-Region hinaus bekannter BluesWer sucht, findet hier das, was
treff werden würde: MUDDY’S CLUB.
die anderen gern weglassen.

Glückwunsch

Für Jazz thing (Nummer 105)
hat Christian Broecking im vergangen Jahr acht Jazzmusiker nach ihrem Verhältnis zum Blues gefragt, mit aufschlussreichen Ergebnissen. Gregory Porter etwa, der auch hierzulande nicht ganz unbekannte
Sänger, versteht Blues als „den ultimativen Protestsong.“ Bei der Soul-Legende Marvin
Gaye entdeckt Porter eine „Trotzhaltung gegen das ganze Übel, die Hoffnung auf Liebe,
Familie und Zukunft. So habe ich die Botschaft verstanden, die ich früher im Radio gehört habe. Wenn es diese Botschaft, diesen Funken nicht mehr gibt, sind die Menschen
und ihre Kultur am Ende.“ Broecking zitiert auch den Saxofonisten Archie Shepp, Blues
sei Stoff zum Leben, „von der Art wie deine Mutter
kocht“. Schließlich der Jazzkritiker Albert Murray:
„Der Blues ist die Heldensaga Amerikas.“ Ein gutes
Stichwort – Heldensaga.
Das Thema des diesjährigen rheinland-pfälzischen
Kultursommers lautet: Helden und Legenden. In
Anlehnung daran heißt unser Festival-Motto BLUE
CHAMPS. Übrigens ein echter Vorteil beim Blues: man
kann schon mit 20 Champion werden und braucht
diesen Titel auch jenseits der 80 nicht abzugeben.
Wobei BLUE CHAMPS für uns gerade nicht die Abgehobenheit des „höher – schneller – weiter – lauter“
bedeutet.
Im Programmheft des Kultursommers findet man ein
paar bedenkenswerte Zitate, z. B. über das Recht auf
Feigheit oder die Helden des Alltags. So meinte Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821 - 1881): „Held

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