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BLUE CHAMPS

len oft besonders lautstark (und nicht nur im Stadion) diejenigen, die
sich ansonsten eher als Loser fühlen oder dazu gemacht werden. Die
sich als Sieger feiern gemeinsam mit den Champions, die auf dem Platz
stellvertretend für sie gekämpft und gewonnen haben. „Wir“ sind Weltmeister!, empfindet die Volksseele. „No time for losers ‘cause we are
the champions of the world!“, hymnisieren Freddie Mercury und Queen
den Sachverhalt. “Tell us like it is!”, ruft das afroamerikanische BluesPublikum längst vergangener Jahrzehnte dem Sänger auf der Bühne
zu, der stellvertretend die Erfahrungen, Empfindungen und Sehnsüchte
seiner Zuhörerschaft in Worte und Töne packt. Dieses Publikum käme
allerdings kaum auf die Idee, den Mann mit der Gitarre dort oben als
Champ zu titulieren – es sei denn, er wäre in seinem Zivilberuf Boxer.
Unsere Vorstellung von BLUE CHAMPS ist eine andere: einen Champ
kennzeichnen weder selbstverliebte Virtuosität noch anmaßende Besserwisserei, sondern die Fähigkeit, künstlerische Potenz und innere Haltung
in Einklang zu bringen, Grenzen zu überschreiten und Herzen zu erreichen, zu erwärmen und zu erheitern.
„Elysion“ heißt in der griechischen Mythologie die „Insel der Seligen“,
wo nach dem Willen der Götter bewährte Kämpfer, Helden und Legenden im Zustand der Unsterblichkeit versammelt werden. Hätten nach
unserer Definition die BLUE CHAMPS ein Wohnrecht auf den ChampsÉlysées?
Mehr als sehr frei nach Fontane: Das ist ein blaues Feld, (B)Luise…

Das Fest in Funk und Fernsehen 2015
SWR-Fernsehen
Sonntag, 18. Oktober 2015, 9:00-10:30 Uhr
BLUE CHAMPS – Das Beste vom 35. Lahnsteiner Bluesfestival
Moderation Rolf Hüffer
SWR1 – Szene:
Sonntag, 1. November (Allerheiligen), 20:05-24:00 Uhr

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