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Florian-Johano Michnacs

TRIPTYCHON

Brief (*)
Ich muss noch immer über die drei
schwarzen Stellen in Deinem alten
Brief lachen und ich erinnere mich
auch an die abgefuckten grauen
Schweiger mit den kargen Bartstop
peln in den Discotheken / in jedem
Fall wie selbstverständlich erklang
barbarisches Gelächter über uns und
DER HIMMEL IST AM ABEND SO
STRAHLEND BLAU / eine wahnsin
nig Verrückte hat mich ergriffen und
gewürgt und etwas von Freundschaft
gestammelt so dass Du wieder wie ei
ne Großmutter geduftet hast die sich
noch jeden Tag wäscht / meine Frage
HOW TO LIVE EXTRAORDINARY
wurde nie beantwortet und Deine Blu
se erinnerte mich an ein Segelschiff
der Bundesmarine am Tag der offenen
Tür / es tut mir leid / Du warst immer
so auf den Kopf gestellt / meine Au
gen sind immer gierig und erinnerst
Du Dich an uns beide im Keller / das
macht nichts / als Ersatz hast Du mir
eine kleine Topfpflanze mitgebracht /
sie lebt immer noch / die meisten Blät
ter sind vertrocknet in der Nacht auf
dem Rücksitz des Autos war es zwi
schen uns am schönsten aber warum
hast Du mich in Deinem Bett zweimal
alleine schlafen lassen / Du hattest die
se joghurtfarbenen Benetton Kleider
an und hast Dich immer von mir ab
gewandt wenn ich etwas sagte.

Heilserwartung auf der Spätsommerwiese (*)
Zirpen,
Twit wit wit wit wit!
Der Blick auf den fernen Ort Erinnerung.
Quetschebaum am gekreuzten Pfad und ein Hahnenschrei –
Wo seid Ihr alle, die ich gestern traf?
Über der Biene auf dem Ackersenf
Der Duft von faulem Obst.
Als Hunde kläffend über Ziegelsteine fliegen
Denke ich,
Habt nicht Ihr den Stechapfel dort gepflanzt?

Jetzt sind wir schön (*)
Eine Kartoffel zu reiben und sich gierig die Oberlippe mit der Zunge befeuchten –
Den Bauchnabel betastet zu kriegen ohne Widerstand zu leisten –
Freunde!
Auf der Blumenwiese eine Ernste
Und Gesten nur.
Auch die Fühlung aufeinander.
Der Weltbeste kommt die Wege –
Mehr nicht! Und ihre Elternsamkeit
Ist auf dem Bürgersteig.
Wenn Eltern zu ängstlich sind
Ist das Horchen der Herztöne vom Vorschulkind
Nicht anders als einem kranken Fisch ins Maul zu schauen.
Wenn ein Mädchen sich das Knie angeschlagen hat
Hebt ein Junge es auf –
O! Sind wir schön!

Kontakt: flo-jomi@web.de

Facebook: Florian Michnacs


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