Die Angst vor den eigenen Lippen.pdf

Original file name: Die Angst vor den eigenen Lippen.pdf
This document has been shared on pdf-archive.com on 11/24/2015 at 00:21, from IP 93.209.***.***. This document download page have been viewed 285 times.
File size: 80 KB (13 pages).

Share this document:


           


Document preview

Die Angst vor den eigenen Lippen Die „Angst vor den eigenen Lippen“ beschreibt ein Phänomen, welches weiten Teilen der Gesellschaft nur allzu gut bekannt ist und die Bevölkerung meist proportional dazu selbst betrifft. Ein Thema, das vor Aktualität schreit, erhebt es sich doch wie ein Schleier über die Gemüter der Menschen und stellt mit der Verlässlichkeit eines römischen Wachpostens sicher, dass nicht der leiseste unbequeme Ton aus ihren Mündern tritt und herrschende Dogmen nicht mehr infrage gestellt werden. Und wer nun etwa an die staatliche Zensur der Meinungs- und Redefreiheit denkt, könnte falscher damit nicht liegen, womit wir uns vorliegend auseinandersetzen möchten. Denn die „Angst vor den eigenen Lippen“ beschränkt sich weder auf die Angst vor staatlichen, noch vor gesellschaftlichen Sanktionen physischer Zwangsgewalt, sondern umfasst eine moderne Form von individuellen sowie kollektiven Selbstzensierungsprozessen, die dem Individuum zum Schutze vor gesellschaftlicher Diffamierung und Isolation dienen. Das „Argument gegen den Menschen“ als Ahndung eines Verstoßes gegen die Regeln des politischen Mainstream: Dogmen, die das gesellschaftliche Meinungsbild zu beherrschen vorgeben und mit kompromissloser Radikalität und Härte von einem meist kleinen, aber einflussreichen Kreis verteidigt werden. Jene Positionen erfahren ihre Überlegenheit dabei schlichtweg dadurch, dass sie nicht mehr angegriffen werden sollen – zumindest nicht, ohne dabei den Mut aufbringen zu müssen mit seiner eigenen gesellschaftlichen Existenz zu spielen. 1. Das „argumentum ad hominem“ Aus dem Lateinischen wird die Argumentationsform des „argumentum ad hominem“ (a.a.h.) als „Argument zum Menschen“ übersetzt. Besser verständlich wird es jedoch, wenn man es als „Argument gegen den Menschen“ versteht, also eine Argumentationsstrategie, welche eben gerade nicht auf die Positionen seines Gegenspielers abzielt, sondern dessen Zielrichtung die andere Person selbst ist. Aktuelle Beispiele hierfür sind augenscheinlich und finden sich zahlreich. So werden Menschen, die sich gegen eine bestimmte Politik der Europäischen Union stellen und berechtigte Kritik äußern,1 zusammenhangslos in einen Kontext mit Nationalisten, Europafeinden, Ewiggestrigen und sogar Kriegstreibern gestellt. In vielen Nationen 1 Wann erfährt Kritik in einer Demokratie eigentlich keine Existenzberechtigung? 1 brandmarkt man Menschen, die gegen ihren Staat aufbegehren als unpatriotisch, undankbar bis hin als Volksverräter. Gegner der „ökologischen Energiewende“ sind standardmäßig Vertreter der Interessen von Großkonzernen aus Atom- und Kohlekraft und Zerstörer von


         





Download Die Angst vor den eigenen Lippen.pdf




PDF - Download document

Download original PDF file
(PDF1.4, 80 KB)




Similar documents







Make a link to this document


  Link to document download page (short link)


  HTML code - Use this code to share your document on a Website, a Weblog or your Myspace profile


  BB-Code - Use this code to share your document on a Forum community


  Permalink - Permanent link to this document download page

QR-Code link to this page


Comments


comments powered by Disqus