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DDR .pdf


Original filename: DDR.pdf
Title: DDR.rtf
Author: ich

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Vor- und Nachteile der DDR (Auszug)
(Keine Haftung für Schreibweisen, welche heutzutage einfach nur Internettauglich sein müssen.)

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Vorteile
Recht auf Arbeitsplatz, jedoch nicht auf eine permanente Beschäftigung während der Arbeitszeit, so dass in vielen
Berufen Freitags dadurch ein fast zusätzlicher freier Tag zur Verfügung stand und man dann tatsächlich schon ausgeruht
ins Wochenende gehen konnte. Denn für viele Menschen war dies auch notwendig, da man nur mit Hilfe eines Gartens
halbwegs reichlich Obst und Gemüse auf dem privaten Wohnungstisch zur Verfügung hatte. Denn fälschlicherweise
wird heutzutage behauptet, dass der Zusammenhalt unter den Menschen besser war, was so leider an der damaligen
Realität vorbei ging. DENN, Beziehungen haben nur dem genützt, der diese auch besaß. Und Beziehungen aufzubauen
bzw. am Leben zu erhalten war nur möglich, wenn man etwas zu bieten hatte. Z.B. Postangestellte im gehobenen
Dienst konnten die begehrten Zeitungs-Abos (z.B. "nl", "M & R", "Wochenpost", "FF-Dabei", "NBI", "Practic", "Sputnik"
etc.) verhökern, wenn der Abo-Inhaber verstarb und kein "Erbe" dieses Abo übernahm, so dass man in einem
Ladengeschäft dann auch die entsprechende Bückware als Gegenleistung bekam. Und da alles größtenteils
diesbezüglich auf Gegenleistungen beruhte, konnte man nicht wirklich von Freundschaften reden. Denn selbst wenn
man sein Gegenüber gehasst hatte, machte man notgedrungen doch eine "gute Miene zum bösen Spiel", eben wegen
dieser Zweckmäßigkeit. Und wer eben nichts zu bieten hatte, kam auch nicht in den Genuss dieser angeblichen
"Freundschaften". Echte Freundschaften haben selbstverständlich die Wende überlebt, denn diese waren
bekanntlicherweise nicht Zweckgebunden. Und die Personen die man hasste, konnte man nach der Wende damit
abstrafen, indem man ihnen "Sand" in die Augen streute. Z.B. auf grossen Fuß (durch Kredite) leben, um es dem
ungeliebten Menschen von früher einfach nur mal zu zeigen, dass man eben nicht mehr auf ihn angewiesen ist. Oder
eben einfach ohne SED-Schild mit entsprechenden KnowHow sich eine neue gute Existenz in einem Land seiner Wahl
aufzubauen. Dies schafft(e) selbstverständlich nicht jeder. Erstens ist nicht jeder dazu fähig und zweitens scheitert dies
auch an der anerzogenen Bequemlichkeit durch den damaligen Staat. Denn kämpfen war unerwünscht und nicht
notwendig, da man sich nur ins System einzufügen hatte. Und das ohne "Wenn und Aber" bzw. ohne "Rücksicht auf
Verluste", indem man die Andersdenkenden bzw. Konkurrenzpersonen durch anscheissen bei der Stasi aus dem Weg
räumte. Dies tat selbstverständlich nicht jeder, jedoch waren es viele die zumindestens gegen Vorteils-Erschleichung
dem Staatssicherheitsdienst irgendwelche Informationen zuspielten. Und manchen machte es scheinbar so viel Spass,
dass es sich scheinbar lohnte zum regulären Arbeitslohn im Betrieb noch ein üppiges Taschengeld "mitzunehmen". Dass
heißt, somit hatte man hinterher locker auch Geld für Delikat-Läden, Exqusit-Läden und sogar noch für geduldeten
Finanzhandel (Ostgeld in Westgeld illegal umtauschen). Dadurch hatten solche Personen natürlich auch ohne
Westverwandte ein scheinbar glückliches Leben, welches noch mindestens 100 Jahre so hätte weiter gehen können.
Fast jeder DDR-Bürger wurde irgendwie durch Beschäftigung vom vielen TV gucken abgehalten, d.h. dadurch waren
auch keine abwechslungsreicheren privaten TV-Anstalten notwendig, die nur sinnlos Geld gekostet hätten, welches der
Staat eh nicht zur Verfügung hatte und Privatpersonen fehlte es u.a. am technischen Equipment, um einen TV-Sender
betreiben zu können.

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Nachteile
Pflicht (minimum) zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben (Arbeitsplatz), dass heißt, manche Menschen haben sich
weniger gelangweilt und haben dadurch eher eine sinnvolle Beschäftigung gehabt, statt den ganzen Tag mit der
Bierbulle rumzurennen. Dadurch waren die Menschen fast permanent kontrollierbar und hatten nur ein kleines
Zeitfenster, um auf dumme Gedanken (staatsfeindliches Denken) zu kommen.
Über die ganze Lebenszeit des Staates DDR, beruhte doch der Handel nur auf eine Art Beziehungen, zumindestens bei
Mangelgütern. So etwas kennt man normalerweise nur von alten Kriegsberichten. Dass heißt, solche
"Handelsbeziehungen" sind eigentlich nur für Notsituationen bestimmt und sollten nicht zum Dauerzustand werden.
Denn dann verlieren viele Menschen die Lust am Leben bzw. werden unruhig und gehen der zufriedenen Obrigkeit auf
den Keks und wollen nur Reformen, die einerseits anstrengend sind und andererseits auch noch viel Geld kosten. Und
das nötige Geld braucht die Elite ja schließlich für sich selbst, um wie Maden im Speck leben zu können.

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