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ambientalen Veränderungen, ihrer Geschichte und den Prinzipien des Lebens zeigen, dann sind sie
geistig bereits so abgestumpft, dass sich ihnen die Tragweite nicht mehr zu Bewusstsein bringen
lässt, was es heißt, den Verlust wahrer Prinzipien erlitten zu haben - aufgrund dessen sie überhaupt
erst dieser abnormalen geistigen Entwicklung zu unterliegen.
Die Menschen reagieren darauf einfach nicht mehr, weil eben dieses 'bewusste Sein' einem Wandel
erlag oder auf andere Weise Schaden erlitt. Das aber versteht auch der Psychologe nicht so recht,
weil die Ursache des Bewusstseins und die seiner Veränderungen, trotz aller Forschung, noch immer
ein Rätsel sind.
Es soll nicht unser Anliegen werden, uns mit der Psyche wirrer Gemüter und Ignoranten,
unverbesserlicher Narren, selbstüberheblicher Typen und von Neid oder falschem Stolz und dem
leidenschaftlichen Verlangen nach Ehre, Ansehen, Macht und Reichtum Geplagten auseinander zu
setzen. Wir wollen auch nicht die 'Endphase der Menschheit' ausmalen, sondern uns mit dem
befassen, was dieser Menschheit dienlich sein könnte, sie vor einem derartigen Schicksal zu
bewahren.
Damit sieht es allerdings nicht rosig aus, ja, eigentlich gibt es gegen einen Zustand dieser Art auch nur
ein einziges Mittel. Die 'Medizin' besteht darin, durch die Rückerlangung verloren gegangenen
Wissens das ursprüngliche Basisverständnis wiederherzustellen und auf diese Weise den Geist von
Grund auf zu gesunden - aber das macht die Lösung der Rätsel in der Geschichte zur
Vorraussetzung.
Die Rätsel der Menschheitsgeschichte lösen zu wollen ist ein Vorhaben, an dem sich die großen
Denker schon seit Jahrhunderten vergebens versuchten. Wir brauchen uns da keinerlei Illusionen
hinzugeben und gar nicht erst den Versuch unternehmen, es den Millionen Denkern nach zu tun, von
denen viele weitaus besser als wir für diese Aufgabe präpariert waren, denn mit den üblichen
Methoden lässt sich offensichtlich kein besseres Ergebnis erreichen.
Wir können auch auf keine Hilfe hoffen, schon gar nicht von den vielen Religionen in der Welt,
gleichwohl jede von sich behauptet im Besitz 'ursprünglicher Wahrheiten' zu sein.
Keine der Religionen gibt Widerspruchsfreie Antworten auf die großen Fragen, die mit der
Frühgeschichte der Menschheit und den Prinzipien des Lebens einhergehen. Im Gegenteil, was
immer auch die Religionen zu 'glauben' lehren, schafft nur neue Widersprüche. Und wenn es nach der
Kirche gegangen wäre, müssten wir heute noch lernen, dass die Erde das Zentrum des Universums
sei, um das sich angeblich die Sonne drehe, wie sie es der Gesellschaft über einen Zeitraum von fast
1'500 zu glauben aufgezwungen hat.
Oder ein Beispiel aus der Gegenwart, wie die Religionen seit über hundert Jahren erbittert den
Darwinismus bekämpften, bis vor einigen Jahren der Pontifex die Welt mit dem offiziellen Statement
überraschte, dass der Mensch vom Affen abstamme! Dass er die Gläubigen damit vom Regen in die
Traufe stellte, konnte der 'in religiösen Angelegenheiten Unfehlbare' so wenig ahnen, wie seine
Anhänger sich hätten träumen lassen, dass die Geschichte von der Erschaffung Adams und Evas
einmal von der eigenen Kirche zur Irr-Lehre erklärt werden würde.
Eine Irr-Lehre nur von vielen, muss dazu gesagt werden, deren gewaltsame Aufrechterhaltung von
alters her mit dem Blutvergießen Unschuldiger verknüpft war, deren einziges 'Verbrechen' es war, die
'religiösen Wahrheiten' als Falschheiten erkannt zu haben und aus dem Grund auf Geheiß der
'Obrigkeit' umgebracht wurden.
Es bleibt eine Frage, ob die Kirchgänger den prinzipiellen Wandel, von der 'Krone der Schöpfung' zum
Affenabkömmling, überhaupt mitbekommen haben. Entweder sie werden sich dessen nicht bewusst
oder es ist ihnen egal und 'alles recht', was die Kirche sagt – auf jeden Fall scheint ihr 'bewusstes
Sein' stark geschädigt zu sein, denn anders ist ein solches Verhalten nicht erklärlich.
Aber wie auch immer, wie es sich an diesen Beispielen zeigt, entsprechen die religiösen Lehren nicht
der Wahrheit und andererseits, wie könnte die Wahrheit sich selbst widersprechen und hundert
verschiedene Gesichter tragen?
Allein schon die Existenz hunderter Religionen verschiedenster Überzeugungen in ein und derselben
Angelegenheit, ist ein Ausdruck von totaler Geistesverwirrung!
Natürlich wollen die Verwirrten das 'nicht wahr haben' und ordnen die Tausendfältigkeit unter dem
Begriff Glaubens- und Meinungsfreiheit ein. Das muss dann wohl eine missbräuchliche
Anwendungsform von Freiheit und Geist sein - von wahren Erkenntnissen kann da jedenfalls keine
Rede mehr sein!
Ja, nur einsichtige und von Grund auf aufrichtige Charaktere sind heute noch in der Lage zu
erkennen, dass sich jedermann, ganz gleich welche Anschauung er bisher vertrat, in ähnlicher