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Author: Stefan Schiller

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Pressemitteilung zu den Verfahrensprozessen der Stadt Dresden am
Beispiel des Eckgebäudes Galeriestraße/Rosmaringasse – Aufruf für
eine zeitgemäße Bürgerbeteiligung

Bereits bei der Auslobung des Entwurfs war zu befürchten, was sich nun für alle sichtbar
offenbart: Das Eckgebäude Galeriestraße/Rosmaringasse, entworfen von Stellwerk
Architekten, im Quartier VII/2, verstößt massiv gegen das städtebaulich gestalterische
Konzept am Neumarkt.
Trotz seiner schmalen Fassade, wirkt es gegen das benachbarte, barocke Beutlersche
Haus plump, mit seiner übergroßen Dachgaube grobschlächtig, mit den springenden
Fenstern unruhig und in seiner grauen Farbgebung äußert trist. Bemerkenswert ist, dass
sich eben jene springenden Fenster und die übergroßen Gauben in der Rosmaringasse
nicht fortsetzen, sondern einer regelmäßigen Lochfassade folgen. Hier wird klar, dass ein
selbstbewusstes Einfügen(!) und ein respektvolles Miteinander, zu den hochwertigen
Rekonstruktionen, von den Verantwortlichen nicht erwünscht ist.
Wir sind daher der Meinung: hier soll ganz bewusst und deutlich das Ensemble gestört,
wenn nicht gar zerstört werden. Und das gegen den ausdrücklichen Willen des Investors!
Durchaus passendere Alternativen hätte es wohl gegeben, doch wurde deren Realisierung
weder von der Gestaltungskommission, noch vom Stadtplanungsamt in Erwägung
gezogen. Und so ist das, zum ungezählt wiederholten Male, Entsetzen und der Protest in
der Bürgerschaft groß. Und das zu Recht!

Mancher Dresdner hat den letzten Aufschrei (Anlass war die Empfehlung der
Gestaltungskommission eines Rasterfassadenentwurfes von Dähne/Pfau, anstelle des
Palais Riesch im Quartier III/2 der CG-Gruppe) noch im Hinterkopf, so drohen nun bereits
weitere Verstöße gegen das, vom Stadtrat beschlossene, städtebaulich gestalterische
Konzept: So ist mit dem visualisierten und geplanten Staffeldach zum benachbarten
Köhlerschen Hauses im Quartier V/1 bereits erneut Verärgerung aufgeflammt.
Angesichts dieser Ereignisse stellt man sich zu Recht die Frage: Wie kann es sein, dass
eine Gestaltungskommission unter Obhut und Zusammenarbeit mit dem
Stadtplanungsamt - die ja eigentlich für die hohe Qualität der Bauten und das Einhalten
des städtebaulich gestalterischen Konzeptes sorgen müsste - immer wieder solche
„Empfehlungen“ - viel treffender aber eher: „Entwurfsbeschlüsse“ - den Investoren an die
Hand gibt, und - bei Weigerung - diese sogar zwingend vorschreibt?
Auffallend ist bei den Planverfahren, dass die meisten der Gewinner in den
Ausschreibungen sich wiederholen, dabei merkwürdigerweise auch meist Mitglied einer
Gemeinschaft von Architekten, den sogenannten „Zeitgenossen“ sind. Und in dieser
Verbindung offenkundig beste Vernetzungen mittels dortiger Vorsitzenden, ins
Stadtplanungsamt besitzen.
Nun gilt es zu fragen, ob hier bei Politik und Bürgerschaft nicht ein Bewusstsein vorhanden
ist, dass es sich hierbei um einen Interessenkonflikt handeln könnte? Ein Interessennetz,
welches dazu führt, dass nicht die, auf Mehrheiten basierenden, besten Entwürfe für den
Neumarkt und das Stadtbild Dresdens ausgewählt werden, sondern eher nach den
Privatinteressen Einzelner?
Herrscht im Bezug auf das Stadtplanungsamt, der Verdacht der Vorteilsnahme Dritter
durch eine Beamtin des öffentlichen Dienstes, so tritt die Gestaltungskommission vor
allem durch intransparentes Handeln in Erscheinung: Dies gilt vor allem für die
Entscheidungsprozesse und den damit zugrundeliegenden Kriterien. Bisher fanden
sämtliche Sitzungen der Gestaltungskommission unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt,
so daß Bauherren wie auch Bürger bis heute vor vollendete Tatsachen gestellt werden.
Hier fordern wir - im Sinne demokratischer Bürgerbeteiligung - mehr Transparenz mit dem
Aufruf, dass sich die Verantwortlichen des Stadtplanungsamtes endlich der kritischen
Öffentlichkeit stellen!
Der Stadtraum ist Gemeingut und gehört - auch und vor allem - in erster Linie den Bürgern
und Besuchern dieser Stadt. Er gehört nicht rein renditeorientierten Investoren, und am
wenigsten institutionalisierten Ideologen, die meinen, sich hier nach ihren jeweiligen
Bedürfnissen zu Lasten der Allgemeinheit austoben zu dürfen. Aus den genannten
Aspekten leitet sich für uns ein direktes Recht des Bürgers auf Teilhabe ab, dem wir hier in
aller Deutlichkeit Nachdruck verleihen möchten!
Wir halten es bei zukünftigen Planungsverfahren herausragender, öffentlich präsenter
Projekte für geboten, dass neben der Expertenmeinung städtischer Gremien, auch der
Öffentlichkeit die Entwürfe, nicht nur zur Kenntnisnahme, sondern auch zur Abstimmung
vorgelegt werden; dem Souverän gebührt hier das sprichwörtlich letzte Wort! Diese

Verfahren mögen auf den ersten Blick Bedenken im Bezug auf die Umsetzung
aufkommen lassen; die Bereitschaft dazu - neue Wege zu beschreiten - ist aber das
einzige Mittel, um einer Vergiftung des öffentlichen Klimas durch Amtsmissbrauch in
unserer Stadt nachhaltig entgegen zu wirken. Zur Umsetzung der genannten Kriterien –
insbesondere bei der Findung von Verfahren und deren Umsetzung - stehen wir als
Bürgerinitiative begleitend gern zur Verfügung.
das StadtbilDD-Team


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