Publikationen der AfD Paderborn sorgen für Empörung.pdf


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verwandt. Eine vollständige Auflistung dieser Meldungen finden Sie mit
Internetverlinkung im Anhang.
Nach Auswertung aller Fallmeldungen innerhalb dieses Zeitraumes konnte eine
Gesamtopferzahl ermittelt werden. Jedes einzelne Opfer wurde daraufhin als rote
Ortsmarkierung auf der Stadtkarte gewissenhaft eingetragen. Natürlich sind die, auf
der Karte verzeichneten Fälle nicht alle im ganzen Kreisgebiet. Für die Erstellung der
Karte standen sog. Hotspots im Interesse, wobei sich eine lokale Anhäufung in Innenund Südstadt herausstellte. Gerade diese beiden Zonen sind ihrerseits für das hiesige
Nachtleben von Bedeutung, da sich viele Vorfälle in dieser Zeit dort ereigneten. Unter
diesen Gesichtspunkten kann und will die Gefahrenkarte keinen Anspruch auf
Vollständigkeit für den Gesamtkreis Paderborn erheben. Zweck dieser Darstellung ist
ausschließlich präventiver und informeller Natur.

1



Herr Biermann stellt außerdem fest, dass es in den letzten beiden Jahren tatsächlich
häufiger Fälle von Exhibitionismus gegeben habe. Zu der Feststellung ist der
Regionalausschuss II bei seinen Auswertungen auch gekommen, was ebenfalls unter
der Kategorie "sexuelle Gewalt" Einzug in die Karte und Auswertungen gehalten hat.
Da sich aber erst am 2. November in Sande ein weiterer Fall von Exhibitionismus
ereignete, sind auch diese Vorkommnisse für den Ausschuss nach wie vor von
Bedeutung und haben nichts an ihrer Aktualität verloren.1 Ob es sich dabei um
Serientaten handelt, konnte die Arbeitsgruppe aufgrund fehlender Fall- und
Akteneinsicht nicht feststellen.



Schließlich kommt Herr Biermann zu der Feststellung, dass sich eine Häufung
sexueller Delikte, wie sie auf der Karte dargestellt würden, aufgrund von
Polizeimeldungen aus diesem Jahr nicht nachvollziehen ließen. Wie bereits erläutert,
liegt der Erhebungszeitraum zwischen 1. Januar 2015 und 20. September 2016, wobei
jeder einzelne Fall auf Mitteilungen der Paderborner Polizeibehörde fußt. Auffallend
im Vergleich beider Zeiträume ist, dass bis zum 4. September (zeitliche Grenze beider
Erhebungszeiträume) nur vier Pressemitteilungen mit insgesamt 5 Opfern von Seiten
der Polizei erfolgten, während im Folgezeitraum 37 Fallmeldungen erfolgten. Allein
die Anzahl von 41 Ereignissen im Gesamtzeitraum macht deutlich, dass sexuelle
Gewalt in der Paderborner Öffentlichkeit ein reales Phänomen darstellt.



Weiter heißt es, dass Polizeiberichte nicht dazu geeignet seien, Kriminalitätsdaten zu
erheben oder Rückschlüsse auf Schwerpunkte aktueller Fälle zu ziehen. Da viele Fälle
nicht öffentlich gemacht werden, was dem Regionalausschuss durchaus bewusst ist,
können sie auch keine offiziellen Polizeistatistiken ersetzen. Dieser Punkt wird in der
polizeilichen Stellungnahme ebenfalls deutlich.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/55625/3478692