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rigasche stadtblatter 1819 ocr ta pe .pdf


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Nigaische

Stadt-Blätter
für

d a s

J a h r

1 6 1 9 .

Herausgegeben
von

Einem Mitglieds der literäris^ -praktischen
Bürget-Verbindung^ ^

R i g a ,
gedruckt bei Wilhelm Ferdinand Hücker.

Ig20.

I

«

h

^lmts^Feier, S, 129.
— Veränderung, 221.
Armen-Versorgung, 198.
Aufforderung, 45.
Bader in Schwefeldämpfen,.

23g.
Begrabene, am Ende jeder
NumerBeleuchtung der Stadt, 46,

6g.

a

l

t.

Getränk für Hospitaler und
Armen - Anstalten, S. SZ.
Gnaden' Bezeugungen, Al­
lerhöchste,

1. 149? 2^7-

3-3.
Kalender, 28?.
Kartoffeln, wie sie zu erhal­
ten, 222.
Kirchen, Geräusch während
des Gottesdienstes, 90.

Beschäftigungen auf dem
Lande, 10g. 117. 125!

Kirchen-Listen, 22.

Bibel-Gesellschaft, 4». 66.
Biß, tollerHunde, 225.278.
Brand-Assecuration, 5. 33.
Brod, wohlfeiles, 142.
Butter, 162..

Kredit-Verein, 61. 76. 85.

Concert, 230.

178. 207. 217. 255. 269.
277. 281. 285. 3»,. 3,7.
Löschmittel, 257. 27Z.
Luftbad, 29.

Eisgang, 82.
Familien-Legat, 281.
Fieber, sonderbare Heilung,

Z14.
Frauen-Verein, ,3.
Garten-Schierling, 20,.
Geschichte, ältere der Stadt,

67. 81.
Gesundheits-Psiege, 169.
Getaufte, am Ende jeder
Numer.

Komet, ^77.
9Z. 10!.
Kunst-Sammlung, 1Z9.
Licht durch Electricität, 235.
Literatur, 3. 99. ,25. 137.

Luftpresse, 145.
Meteor-Masse, 2,4.
Münzen-Abdrücke, 55.
Musikalien, 175. 202. so?.
si5. 299.
Nachtlampe, 4s. -5o,
Naturalien, 127. 3io.
Neben-Sonnen, 98.

IV
Nekrolog/ S. i53. 181. i85.
2g3. 3c>i.
Proklamirte, am Ende je­
der Numer.
Schule/ 261.
Schüler/ Unterstützung ar­
mer/ iz3. Sil. 238. 275»
Schutzpocken/ 214.
Schwämme, 218.
Sicherheits-Apparat/ 229.
Sonderbarkeit, 166.
Spilwe/ 245.

Tagesbegebenheiten/ S.sr.
101. 145. s33. ^65Theater/ am Ende jeder Nu- mer.
Urkunde/ 119.
Verloosung, 29. 43. 127.

179.
Verwachsen der Kinder/ 41.
Vorlesungen,
ästhetische/
S. 277.
astronomische/ 287.
Vorstadt--Anlagen, 209.

Stiftungstag der Concordia-Stiftung/ 45.

Waisenhaus, 289. 297.
Wasser, »46.

Stiftungstag der Euphonie,
so5.

Presse, ,57. 167.
WeiN/ künstl, Färbung/ 309.
Witterung,
Beobachtung
derselben, 1.82.242.253.



des Hülfs-Vertrags,



der Müsse, ,z.



der Ressource, 29Z.

23.

Zeug, feuerfestes, 249.
Zwergin, 6S.

Ist zu drucken erlaubt worden.
Riga, den 24. Januar 1820.
Oberlehrer K e u ß l e r ,

stellvertr. Livl. Gouv.-Schul-Director.

I

Uro. i»

^

Nigaische Stadt - Blatter.
Den 7. Januar 1819»

1.
Allerhöchste Gnaden-Bezeugungen.
Ihre Majestät die Kaiserin Maria Feo-d 0 r 0 wna, geruheten bei Ihrer Durchreise, zum
Besten der hiesigen ArMen-Anstalten, iooc>Ru^bel B. A. allergnädiqst zu verleihen; außerdem
aber auch noch folgende Geschenke huldreichst zu
ertheilen.
Der Prediger an der Schloß-Kirche, Herr
Wassiley Iwanow, erhielt eine goldene Dose.
Mit Bemerkung des besondern Beifalls,
für die gute Vorsorge bei der Uebersahrt über die
Düna, erhielt der Herr Polizei-Meister ObristLieutenant und Ritter v. Jgnatjew einen brillant«
nen Ring, und der Polizeimeister-Gehülfe, Herr
Kapitain v. Radecky, eine goldene Dose.
Dem Aeltermann der Uebersetzer, Sehl, wie
auch dessen Leuten, geruheten Ihre Kaiserl. Ma­
jestät auch Geschenke ertheilen zu lassen; Ersterem
eine goldene Dose, Letzteren 500 Rubel B. A.
2.

Frühzeitige Vegetation und das
Barometer.
Ohngeachtet die noch fortdaurende Warme der
Luft, der mit Schnee selten abwechselnde Regen,

und die bloß leichten Nachtfröste, diesem Winter
den Charakter des Herbstes geben, so sollte man
doch nicht glauben, daß die Fortschritte des
Wachsthums der Pflanzen vielmehr den Anschein
eines Frühlings Hervorbrachren.
Aber so ist es
wirklich. Die Felder und Hügel sind grün, das
Vieh wird hin und wieder noch ausgetrieben;
viel. Pflanzen schießen stark hervor; Blumen zei­
gen sich schon im Freien.
Die Schafgarbe ist
schon über einen Zoll lang, der Löwenzahn treibt
sogar Blumenstengel mit Knospen. Am auffal­
lendsten ist der weiße Huflattig, der zu den ersten
Frühlingspflanzen gehört. Er hat schon die schön^
sten Blumenbüschel, wie im Frühlmge, entwickelt.
Ein Exemplar davon, welches mir ein junger
Freund der Botanik brachte, laßt a.i'dem voll­
kommen ausgebildeten Blumenbüschel nicht nur
deutlich die Blumentheile erkennen, sondern die
Färbung derselben ist schon wie im Frühlinge. —
Das Barometer ließ uns schon oftmals heiteres
Wetter erwarten, und ohne den niedrigsten Stand
zu behaupten, ist der Himmel fast immer trübe.
Dieß ist uns wieder ein Beispiel, wie das Baro­
meter kein bloßer Wetter-Anzeiger ist, auch darf
es uns keineswegs regellos scheinen, da jetzt, wie
immer, das O.uecksilber im Barometer nur den
verschiedenen Druck der Luft durch sein Steigen
und Fallen anzeigt, was aber nicht immer mit
einer bestimmten Witterung zusammenhängt.
Neuere Beobachtungen über das Barometer, be­
sonders in, dem Aequator genäherten, Landern
ziehen bei dieser Gelegenheit unsere Aufmerksam­
keit auf sich. In Brasilien bemerkte man jeder­
zeit ein beständiges Fallen und Steigen des Queck-

z
silbers im Barometer, gleichsam Ebbe und Fluth
der Atmosphäre, doch gering abweichend.
Des Morgens um 9 Uhr war die höchste Fluth,
Nachmittags um z Uhr die niedrigste Ebbe,
Abends um 9 Uhr wieder abwechselnd Fluth. Doch war immer viel Regen und keine Genauig­
keit in der Voranzeige. Zu Cumana, in SüdAmerika, bemerkte der bekannte Humboldt, daß
das Quecksilber im Barometer täglich vier regel­
mäßige Stande annehme, ohne deswegen vier be­
stimmte Veränderungen der Witterung nachzuzie­
hen, und daß es in de^Zwischenzeit sich unaufhör­
lich auf und ab bewege. Letzteres scheint mit der stär­
kern Bewegung (und Zersetzung) der Luft in diesen.
Gegenden wohl im Zusammenhange zu stehen; denn
durch die Umdrehung der Erdkugel um ihre Achse
muß die Luft dort mehr in Bewegung seyn, wo
sie hinströmt, also bei dem Aequator, aber in ge­
ringerer Bewegung, dort, von wo sie herströmt,
also bei den Polen. Darum bewegt sich bei uns
das Quecksilber imBarometer sehr langsam, es ist
schon auffallend, wenn es in einem Tage 5 bis 6
Linien fiel oder stieg.
Wir bewundern die ge­
naue Correspondenz des Barometers mit dem
großen Lufträume, dessen Zustande es genau an.
zeigt, und vergessen darüber die Wetter-Beobachtung, als Nebensache.
Den 4.Jan.,8,g.
Anzeige.
So eben hat die Presse verlassen, das erste Heft der:
Medicinisch - pharmaceutischen Blätter, von
vr. D. H. Grindel :c. Riga, gedruckt bei W. F. Häcker.
Im Verlage des Verfassers.

^

Vom 29«Decbr. bis 6. Januar.
Getaufte. Jesus-Kirche: Johanna Do­
rothea Lapping — Friedrich S c h w a r z . J o h a n ­
nis-Kirche: Charlotte Eva Elisabeth Dubbult.
Kron-Kirche: Alex. Hans Otto Baron Bluhm.
(Esthn. G e m . ) J u l i a n « R e n a t a Kokadon. P e t r i und Dom-Kirche: Daniel Nikolaus Neese —
Hedwig Aurora Cölestina v. Gwiadzdowsky — JuUana Adelheid Schweighoffer — Johanna Doro­
thea Rosalia Schwendowsky — Anna Katharina
Pochwalla — Anna Dorothea Louise Koborowsky.
Reformirte Kirche: Julian» Charlotta Elisa­
beth Kundert.
. Begrabene. Jesus-Kirche: Maria Ka­
tharina, verw. Psasen, geb. Uhlenhaut, 60 Jahr —
Karolina Elisabeth Nindel, 15 I. — Ioh. Gottsr.
Weiß, 48 I. Johannis-Kirche: AufHagensberg: Anna Maria Kwetkowsky, geb. Purring, 57
Jahr— Maria Elisabeth Kalning/ 89I.— Louise
Ohsoling, 24 I. Auf Tohrnsberg: Der Ligger Ja­
kob L i h b e r t , 4 2 I . — K a t h a r i n a K a s a k , 5 0 I . —
Elisabeth, verw. Birkhahn, 48 Jahr. Petri- und
Dom-Kirche: Joachim Heinrich Gamelien, 48
— Ioh. Alexander Wilhelm Michelsohn, 5 Tage —
Anna Barbara Dorndorff, geb. Ackert, 75 I. g M»
— Louise Weltzien, 9I.— Anna Katharina Poch«
walla, 6 Tage.
Proclamirte. Kron-Kirche: DerSchuhmachermeister Ioh. David Schulz mit Marianna He­
lena Hoppe (auch Petri u. Dom) — der Salz- und
Korn-Messer Nikolaus Petersohn mit Wilhelmine
Korn. Petri-und Dom-Kirche: DerPrivatLehrer Alexander v. Seidlitz mit Henriette Besses

Ist zu drucken erlaubt worden.

Riga, den 7. Januar 1819.

i)r. A. Alban« S,

Livl. Gvuv.-Schulen-Dir. u. Ritter.

5

.

Mo. 2.

Nigaische Stadt-Blätter.
Den 14. Januar 1819.

Erklärung zu dem Aufs«ße über die
Brand-Affecuratiom
Im September 1812 erhielt ich, als derzeiti­
ger Director der literarisch-praktischen BürgerVerbindung und Redakteur der von dieser Gesell­
schaft herausgegebenen Stadtblatter, zum Einrükken in dieselben vom Hrn. Rath Brotze einen Auf­
satz, enthaltend: Nachrichten über Stiftung und
Einrichtung d ^ r B r a n d - A sseeurationö-Anstalt der Stadt Riga. Acht Tage darauf
sandte m i r Herr R a t h Lado B e m e r k u n g e n
über die Einrichtung der hiesigen Brqnd-Ajsecurations^Anstalt. Ich hielt es der Dankbarkeit
gegen verdienstvolle Vorfahren geziemend, die er­
wähnten Bemerkungen mit A n m e r k u n g e n
zu begleiten, i n welchen ich die B e w e g g r ü n d e
der Stist er der Anstalt aufzufinden suchte, oh.
ne dadurch eigentlich über die Richtigkeit der von
einem andern Gesichtspunkt aus gemachten Be­
merkungen mich erklären zu wollen. Jetzt hat in
Nr. 5 z. der Stadtblatter von 1818, Herr Rath
Lado geklagt: „Der Aufsaß (jene Bemerkungen)
„fand derzeit vielen Widerspruch ;c. >— ja Je„mand wollte sogar in dem Verlangen des vollen„Schaden-Ersatzes eine gewisse J m m o r a l i -

6

„tat (?), in dem partiellen Ersätze hingegen ei„nen be sondern Verstand unserer Vorfah­
ren finden." Ich glaube, daß diese Klage mei­
nes vieljahrigen und seines so reinen, wie warmen
Gemeinsinneö wegen von mir aufrichtig verehrten
Freundes, besonders die über angeschuldigte
Jmmoralitat sich nicht auf meine Anmerkungen
bezieht; indem ich ihn einer so irrigen Interpre­
tation nicht für. fähig halte. Dennoch, um ja
Jedermann von einer solchen Beziehung abzuhal­
ten, weil meine Anmerkungen damals die einzige
öffentliche Aeußerung über gedachte Bemer­
kungen waren, und weil das vor 6 Jahren Gele­
sene leicht jetzt aus dem Gedächtnisse geschwunden
seyn mag; mögen die mehrjährigen Leser der
Stadtblätter es mir verzeihen, daß ich das da­
mals schon Gesagte ihnen hier noch einmal vorlege.
i) Zur Einleitung meiner Anmerkungen, um
ja den Gesichtspunkt, aus welchem man sie anzu­
sehen habe, festzustellen, und so zu verhindern,
daß man Dabeisagen und Widersprechen
für ganz einerlei halte, — hatte ich zuvor ange­
merkt :
Da die Wahrheit der Ansicht jedes Dinges gewinnt/
wenn man dasselbe von mehrern Seiten ansteht; so sei
«6 der Redaktion dieser Blätter erlaubt, sich bei der
vorliegenden DiScussioN/ in unmaaßgeblichen Anmerkun­
gen zu obigen Bemerkungen/ einen andern Standpunkt,
als' dett von dem geehrten Einsender gewählten/ zu neh­
men. Dieser dackte sich wohl nur in die Stelle des
einzelnen Hausbesitzers/ der Brandschaden leidet oder
fürchtet/ und in dessen Wunsch nach voller Sicherheit
und vollem Ersatz. Aber mußten nicht die Errichter
einer öffentlichen Anstalt/ als solche/ auch noch in an­
dern Gesichtspunkten/ z. B. denen der Gesammtheit al­
ler Interessenten/ der künftigen Administratoren/ der
Obrigkeit, ja überhaupt des Patrioten und Menschen,
die Sache erwägen?

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