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I... wie Ikarus .pdf


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(Tyler Durden: "A nice, big cock.", "Fight Club", 1999)

"I... wie Ikarus"

Was würdest du machen, wenn die Erde wächst?
Ja, ich meine diese Erde - nicht den Penis!! – sondern Deinen Planeten, jene gigantische Kugel, auf
der du Dein ganzes Leben lang umher gewandert bist – auf der du Nachts einschläfst, und am
Morgen immer wieder aufwachst (also mit ein ganz klein wenig Glück). Was würdest du machen,
wenn die Erde - wirklich – wachsen würde? Würde sich Dein Leben dadurch ändern?
Was, wenn ich Dir sagen würde - ja, das würde es. Und zwar nicht nur Dein Leben, sondern auch
das Deiner Kinder und deren Kinder! Ich denke, du wirst staunen!
Allerdings geht es hier nicht - nur - um das Wachstum Erde;
aber mit irgendwas muss man doch beginnen, oder!?
Die Erde wächst!
(...und nicht nur der da oben!)
Hey, der ist doch schon so groß!
(Ja, eben!)
Ein kleines Tutorial:
Obwohl man in der Regel eher das Gegenteil annimmt, so geht Zensur - in Wirklichkeit – sehr
selten vom Staat aus (offiziell natürlich nie), sondern meistens von uns selbst: Jeder hat sicher
schon mal von der sprichwörtlichen "Schere im Kopf" gehört - die meisten benutzen sie sicher auch
ab und an. "Es (sind) die Liberalen, die die Liberalität fürchten, und die Intellektuellen, die den
Intellekt beschmutzen wollen." (George Orwell)
Was veranlasste Orwell zu so einer, auf den ersten Blick doch recht seltsam anmutenden Aussage?
Nun lieber Leser - wir werden sehen!

1. Level – "Booby Trap!"

("Five. The warmth is spreading to the whole of your body.", "Europa", 1991)
1.
Das die Erde wachsen könnte, nehmen Laien und Kinder schnell mal als gegebene Tatsache hin. Sie
sagen z. B.: "Klar! Es wächst doch auch alles auf der Erde, warum also sollte die Erde dann nicht
auch selbst wachsen!?"
Was im ersten Moment für Kinder und Laien völlig plausibel klingt, stößt bei vielen Intellektuellen
und Studierten – also jenen die es eigentlich wissen sollten - auf Skepsis und Unglauben. Bevor wir
näher auf diese Frage eingehen, warum das so sein könnte (und ob die "Gebildeten" wirklich immer
mehr wissen), lassen wir doch Erich Maria Remarque ("Im Westen nichts Neues") mal ganz frech
darauf antworten - er schreibt,"das käme von der Bildung, sie mache dämlich!"
Puh!
Das erinnert irgendwie an das erste Zitat von Orwell, nicht wahr!? Waren diese beiden Menschen
komplett irre, wenn sie das Gegenteil von dem behaupten, was man gemeinhin als gegeben
annimmt!? Bildung sollte uns doch eigentlich klüger machen - oder etwa nicht!?
2.
Beginnen wir doch einfach mit einer ganz besonders schweren Frage; wie viel ist 2 + 3?
Ich wette, du hattest gerade die Zahl > 5 < vor Deinem geistigen Auge. Das haben wir ja alle als
Kinder gelernt - weiß also jeder - aber ... aber!
Hast du das gerade wirklich ausgerechnet, oder wusstest du das auswendig?
Auswendig, stimmt's!?
Was wir nun einmal (sicher) wissen, hinterfragen wir später meist nicht mehr –
ja, wozu denn auch!?
Das Problem daran ist, dass unser Gehirn keinen Unterschied macht, zwischen dem, was wir
wirklich wissen und dem, was wir glauben zu wissen.

Beispiel?
Kleine Kostprobe: "Wir alle w i s s e n ", früher gab es mal diesen gefürchteten "Säbelzahntiger",
der dann irgendwann während der Eiszeit ausgestorben sein soll. Das haben wir in der Schule
gelernt, und auch in hunderten Büchern und Dokumentationen gesehen. Die Eltern haben es uns
erzählt, vermutlich auch die Lehrer – und Google quellt sowieso über vor Einträgen. Das Skelett
steht in einem Museum - das alles muss man also ganz sicher nicht mehr hinterfragen!
Sicher?
Bist du Dir wirklich absolut - zu 100 % sicher, dass dieses Tier wirklich existiert hat!?
Da unten steht er: Der Säbelzahntiger –
schau ihn Dir jetzt noch ein allerletztes mal mit den Augen eines Kindes an.

Falls du weiterhin an den Säbelzahntiger g l a u b e n willst, musst du jetzt aufhören zu lesen.
Fertig!?
3, 2, 1, los geht's:
Stell Dir das einfach mal kurz bildlich vor: Der Säbelzahntiger sitzt vor seinem erlegten Tier, und
will gerade in diesem Moment damit beginnen, das Fleisch heraus zu reißen. Du hast das sicher
schon mal in einer Doku über Löwen oder anderen Großkatzen gesehen, also kannst du Dir das
bestimmt gut vorstellen; der Säbelzahntiger hat jetzt nämlich so richtig Hunger von der wilden
Jagd, und will jetzt endlich mit seinem "Festschmaus" beginnen.
Aber – verdammt! - irgendwie sind diese verfluchten Zähne ständig im Weg: Er probiert es seitlich,
er probiert es von vorne, er säbelt sogar wie wild am erlegten Tier, bekommt aber nicht einzigen
anständigen Happen heraus ... g e r i s s e n ...! ...?

R e i ß -Zähne haben grundsätzlich drei Funktionen:
1) Raubtiere "packen" und "halten" damit das erlegte Tier – das kann man sich beim
Säbelzahntiger natürlich noch recht gut vorstellen.
2) Löwen, Tiger und andere Großkatzen werden bei größere Beute so schnell wie nur irgend
möglich versuchen, dieses Tier zu ersticken. Dazu beißen sie der Beute in den Hals.
Kleinere Tiere werden mit dem "Nackenbiss" getötet. Das mag alles grausam klingen, aber
bedenke dies: Solange das "Beutetier" noch lebt, wird es sich mit aller ihm zur Verfügung
stehenden Kraft wehren. Bei größerer Beute – mit spitzen Hörnern, und um sich tretenden
Hufen! etc. - ist das Raubtier daher gezwungen, seine Beute so schnell wie möglich zu töten!
Sich so eine "Technik", wie den Nacken- oder den Halsbiss bei einem Säbelzahntiger
vorzustellen, wird schon schwerer, aber lassen wir das doch einfach mal durchgehen –
vielleicht hat der Säbelzahntiger seine Beute ja erdolcht!
3) Im Gegensatz zum Fleisch aus dem Supermarkt, liegt bei einem frisch erlegten Tier immer
entweder eine dicke und zähe Hautschicht, oder ein dichtes Fell über dem (Muskel-)
Fleisch. Um da überhaupt erstmal ran zu kommen – um also das Fleisch heraus zu reißen –
haben Raubtiere ihre Reiß-Zähne entwickelt.
Der Säbelzahntiger hat leider nur ... "Säbelzähne".
Alle drei "Funktionen" sind aber überlebenswichtig für Raubtiere!
Möglicherweise hat dem Säbelzahntiger aber ja jemand das Fleisch vorgekocht, und in Mundgroßen Häppchen serviert? Vielleicht ein ganz besonders liebes Mammut? Theoretisch natürlich
möglich. Wahrscheinlicher ist aber Folgendes: Ein Tier, wie der Säbelzahntiger hat niemals gelebt –
oder besser gesagt hätte niemals überlebt, denn er wäre verhungert! Und zwar elendig!
Nicht gerade wenige Biologen gehen deshalb davon aus, hier handle es sich um einen sogenannten
"Wolpertinger", also um ein präpariertes Skelett. Mit anderen Worten um einen (raffinierten)
Schwindel - einen Hoax!
So etwas gab (und gibt) es immer wieder: Eine "neue" Tierart aus Knochen zusammen zu setzen, ist
leider wesentlich "günstiger", und auch deutlich lukrativer, als wirklich neu zu entdecken.
Also selbst wenn heute einer, oder sogar mehrere Säbelzahntiger in Museen stehen, so heißt das nur,
das es sich hierbei um Fälschungen handelt (es wären nicht die ersten Fälschungen, und werden
auch nicht die letzten sein).
Aber wir lieben den Säbelzahntiger, oder!?
Eiszeit! Mammuts! S ä b e l z a h n t i g e r !
Männer nur mit Fell bekleidet! Dichte, wallende Bärte und lange Speere!
Das war noch ein Leben!
Alle lieben den coolen Säbelzahntiger. Alle!
Allen voran natürlich Kinder. Also halten wir auch alle ganz fest an diesem "Bild" fest, und pfeifen
auf sämtliche Logik! Wir wollen unbedingt an dieses "putzige Tierchen" glauben!
"Goldene Kindheitserinnerung!"
Das der aber praktisch – also in der wilden Natur, wo das nächste Raubtier nur darauf wartet, einem
die erlegte Beute, sofort wieder weg zu nehmen – niemals hätte überleben können, übersehen wir
dabei doch schon ziemlich gekonnt!

Obwohl wir hier also eigentlich unmöglich von W i s s e n sprechen können, denn niemand von
uns hat so ein Tier jemals in der freien Natur gesehen, tun wir es aber doch die ganze Zeit. Das der
Säbelzahntiger zudem auch noch "omnipräsent" in (Schul-) Büchern, Filmen, Comics,
Zeitungsartikel, Zeitschriften, Dokumentationen und Videospielen etc. auftaucht, tut dann noch sein
übriges: Fix und fertig ist der moderne Mythos, von dem wir alle - restlos - überzeugt sind.
Der Säbelzahntiger ist aber leider nichts anderes als ein ("ultra-") modernes Fabeltier.
So wie die Kinder früher ihre Elfen, Feen und Einhörner hatten, so haben sie heute ihren
Säbelzahntiger. Werden aus Kindern später Erwachsene, haben sie dieses ""Wissen"" längst als
"gesichert" abgespeichert, und werden es (in der Regel) dann auch nie mehr hinterfragen. Sobald
diese Erwachsenen dann selbst Kinder bekommen, werden sie ihnen mit Begeisterung – und voller
Überzeugung! – vom coolen Säbelzahntiger "berichten". So, und nicht anders entstehen Mythen!!
Dass was man glaubt zu wissen, ist – zumindest schon mal in diesem einen Fall – kein Wissen,
sondern reiner Glaube. Nichts anders, als ein ("super-") moderner Mythos: Ein Mythos unserer Zeit
– ein Mythos unser ganz eigener Epoche!
Schock!
Tut mir leid lieber Leser, das war nur das erste von ... reichlich Beispielen.
Kleiner Spoiler: Wir sind kollektiv der festen Überzeugung die besten, die klügsten und die edelsten
Geschöpfe aller Zeiten zu sein. "Fehler!? Pff! Das waren die da vor uns! Nicht diese Generation,
Baby! Wir sind klüger! Wir sind schneller! Wir sind schlicht die Besten der Besten!"
Aber - wir sind trotzdem Menschen - und Menschen machen Fehler.
Alle Menschen – leider auch die, dieser Generation.
3.
Da wir das wissen, stellt sich die Frage, welches "Wissen", sich bei näherer Betrachtung ebenso als
"blinder Glaube" heraus stellt.
Gibt es da echt noch mehr?
Jede Menge, lieber Leser!
Jede Menge - und viel krasser als der Säbelzahntiger.
Sofern du also noch mehr Deiner Illusionen behalten willst, musst du jetzt aufhören zu lesen. Sofern
du erfahren willst, weshalb die Erde wachsen muss, (obwohl "wir alle wissen", sie tue es nicht),
solltest du natürlich weiter lesen.
"The Choice is yours!"
(Dr. King Schultz)
4.
Bevor wir zum B e w e i s für eine zwingend wachsende Erde kommen, drängt sich bereits hier die
Frage auf, wie so etwas (noch immer) passieren kann: Wir sind doch eigentlich alle "aufgeklärte
Menschen", da dürfte uns so ein "Glaubenssatz" wie der Säbelzahntiger doch an sich gar nicht mehr
unterkommen. Warum gibt es dann aber doch noch immer (moderne) Mythen und Dogmen, bei
denen wir aber nicht von Glaube sprechen, sondern konsequent und kollektiv von "Wissen"!?
Francis Bacon sagte einst: "Wissen ist Macht".

Mal unter uns; wie m ä c h t i g hast du Dich eigentlich gefühlt, als du die Schule endlich –
"endlich!" - hinter Dir gelassen hast!? Nicht all zu sehr, hab ich Recht!? Ist das wirklich Zufall, oder
war das möglicherweise sogar gewollt und beabsichtigt? Wollte man uns das Lernen beibringen oder vielleicht doch eher abgewöhnen?
Wusstest du, dass Selbstmord, die Haupttodesursache bei Schülern ist?
Das wundert Dich nicht!? Nein, mich auch nicht!
Grundsätzlich können wir schon jetzt folgendes anmerken:
Wir werden von Klein auf fast permanent mit In-formationen "zuge-müllt": Mit Halb-Wahrheiten,
mit sich widersprechenden Dogmen, grauer, weisser und (pech-) schwarzer Propaganda, "leerem"
Wissen, Falschinformationen, unnützem "Wissen", "Werbe-Blabla" und sogar mit richtig
"faustdicken Lügen" etc.
Dass wir da alle erstmal komplett den Überblick verlieren, und über die simplen – aber großen Wahrheiten dann später oft gar nicht mehr nachdenken – hey, wen wundert's?
"Der Mensch dürstet nach Wissen, aber man ertränkt ihn mit Informationen!"
Könnte an diesem Zitat etwas dran sein?
Oder umformuliert: Wenn echtes Wissen Macht bedeutet, könnte dann "In–Formation" Ohnmacht
sein?
Lieber Leser - wir werden sehen!
5.
Bevor es gleich wirklich los geht, noch etwas zum grundsätzlichen Aufbau.
Genau wie bei einem Puzzle werden die einzelnen Teile vielleicht noch keinen Sinn ergeben, und
vermutlich wirst du vieles von dem, was du da gleich lesen wirst, auch längst wissen:
1+1=2
Genau: Weiß doch jedes Kind! Wie bei einem Puzzle wird das vollständige "Bild" aber auch erst
dann "sichtbar", sobald die einzelnen Puzzle-Teile (geistig) zusammen gesetzt vor Dir liegen.
Das folgende ist auch k e i n e "In - Formation", sondern überprüfbares Wissen.
Lies es Dir bitte in Ruhe und konzentriert durch, es ist nicht nur generell nützlich für Dich, sondern
auch zentral, um alles Weitere zu verstehen:

Level up!
You get + 500 EXP!

2. Level – "A piece of cake!"

("Hier kommt Alex", "Clockwork Orange", 1971)
1.
"Gehirnwäsche" – das klingt ziemlich kompliziert, oder!? Man denkt an Hypnose bzw.
Suggestion, viel Technik, Geheimdienste, "MK-Ultra", Science-Fiction und an Ähnliches –
stimmt's!?
Nun, in Wahrheit, ist es aber ein extrem simpler Vorgang, und basiert vor allem auf einem Prinzip:
Wiederholung. Wiederholung. Wiederholung. Wiederholung. Wiederholung. Wiederholung.
Wiederholung. Wiederholung. Wiederholung. Wiederholung. Wiederholung. Wiederholung.
Wiederholung. Wiederholung. Wiederholung. Wiederholung. Wiederholung. Wiederholung...
So simpel!?
So simpel, lieber Leser.
Um das zu verdeutlichen – sozusagen zum "Aufwärmen" - ein paar allseits bekannte Beispiele:
"Eine Königin unter den Bieren" ...?
"Wohnst Du noch oder lebst du schon" ...?
"Gesunde Vitamine naschen" ...?
" (...) macht Kinder froh, und Erwachsene ebenso" ...?
" (...) putzt so sauber, das man sich drin spiegeln kann" ...?

Ich möchte fast wetten, du hast mehrere davon ""erraten"", und wenn es so ist, dann siehst du, wie
einfach das in Wirklichkeit funktioniert. (Es waren: Warsteiner, Ikea, Nimm 2, Haribo und Meister
Propper.)
Falls du jetzt einwenden solltest: "Halt, mein Freund – so funktioniert WERBUNG!"
Dann muss ich Dir leider sagen: Stimmt, so funktioniert Werbung u n d so funktioniert
"Gehirnwäsche". Beides basiert auf ein und demselben Prinzip – dem, der permanenten, ständigen
und "gebetsmühlen-artigen" Wiederholungen.
(Es gibt eine kleine – aber sehr feine – Ergänzung, bzw. Unterscheidung, aber zu der kommen wir
noch.)
Die so ungemein kompliziert klingende "Gehirnwäsche", ist in Wirklichkeit eine so alltägliche
Praxis, dass wir darüber in der Regel gar nicht mehr nachdenken. Unser Gehirn lernt (u. a.) durch
Wiederholungen: Nützliches - aber eben auch unnützes! Und wie du gerade auf Grund der wenigen
Beispiele bemerkt hast, ist daran überhaupt nichts "magisches", oder etwas supermega "hoch
technisches", sondern einfach nur eine alte Technik in einem ganz und gar "modernen Kleid"; eine
"Technik" die unser Gehirn "austrickst". Nicht mehr. Nicht weniger.
Wissen ist Macht – und sobald jemand mehr weiß als du, kann er Dich manipulieren – und sobald
jemand weiß, dass er Dich ganz einfach manipulieren kann, indem er Dir nur oft genug ein und
dasselbe immer und immer wieder erzählt, dann wird man es vermutlich auch dann und wann
versuchen.
Falls du dich also schon öfters darüber gewundert haben solltest, warum Werbung so oft auf Masse,
anstatt auf Klasse setzt (wobei es da natürlich Ausnahmen gibt), warum die nervigste Werbung
vielfach so penetrant, und so oft wiederholt wird, so weißt du nun weshalb man das so macht. In
Wirklichkeit geht es nämlich vor allem um eines: Um W i e d e r h o l u n g .
Um Wiederholungen von Informationen. Eine Information ist in erster Linie nur eine Information.
Es kann sich hierbei um "echtes Wissen" handeln, muss es aber eben nicht!!
Wenn unser Gehirn nur oft genug etwas hört, wird es diese (Achtung) Information automatisch
(also unterbewusst) abspeichern - und das wird eben (leider) vielfach passieren, ohne das uns das
überhaupt (voll) bewusst wird: Wenn wir dann z. B. vor dem Einkaufsregal stehen, werden wir
tendenziell viel eher zum teureren Markenprodukt greifen, als zur nicht (oder weniger) beworbenen
(meist günstigeren) Konkurrenz.
Deshalb – und nur deshalb - gibt die Industrie heute Milliarden aus, um Dich zur besten Sendezeit
mit Informationen zu penetrieren. Sie tun das, weil Werbung/Wiederholung so unglaublich gut
funktioniert. Und sie funktioniert vor allem deshalb so gut, weil sich unser Gehirn mit
Wiederholungen eben so wunderbar, und so leicht "austricksen" lässt!
Ups! Hab ich mich da gerade wiederholt!?
2.
Wie unfassbar wirkungsvoll Werbekampagnen sein können, zeigt der allseits beliebte
"Weihnachtsmann". Zwar liegt der Ursprung dieses "halb-mythischen Wesens" bekanntlich bei
"Nikolaus von Myra"; dessen Gedenktag war allerdings immer der 6. Dezember!
Den Weihnachtsmann, so wie wir ihn heute kennen (verteilt Geschenke am 24./25. Dezember, trägt
einen rot-weißen Pelz und hat einen weißen Rauschebart), verdanken wir einzig und allein einer
Werbekampagne von "Coca-Cola"!

Nur deshalb trägt "Santa-Claus" heute Rot und Weiß –
Rot und Weiß, das sind eben die Farben von Coca-Cola!

Nikolaus von Myra neben dem "Coca-Cola Weihnachtsmann" von 1931 (gezeichnet von Haddon
Sundblom). Jene Darstellung ist es, die sich auf Grund tausendfacher Wiederholung tief in unser
"kollektives Gedächtnis" eingeprägt hat.
Bevor sich all die Zweifler da draußen noch "wund-googeln", sei der Vollständigkeit halber noch
Folgendes angemerkt: "Gehirnwäsche" wird heute eher als Sammelbegriff für die verschiedensten
(zum Teil wirklich sehr futuristisch) anmutenden Techniken verwendet, und dient auch als
Sammelbegriff für hypnotische Einflüsse. Ebenfalls "NLP" bzw. "Neuro-Linguistisches
Programmieren" hört man immer wieder in diesem Zusammenhang (sehr interessant, sprengt hier
aber den Rahmen). Das man bei "Gehirnwäsche" am ehesten aber an dystopische Foltermethoden
denkt, dürfte vermutlich an den Sci-Fi Klassikern "1984" von George Orwell und "Clockwork
Orange" von Anthony Burgess liegen (bzw. an deren kaum weniger berühmten Verfilmungen).
Selbst in diesen Kunst-Werken wird die gewünschte Gehirnwäsche aber (vor allem!) mit
Wiederholung erzielt.
3.
Der Ausdruck "Gehirnwäsche" suggeriert also etwas geradezu melodramatisch technisches, kommt
aber vielfach auf so "leisen Sohlen" daher, das wir das in den seltensten Fällen wirklich bewusst
bemerken. Ein berühmtes - und sehr plastisches - Fallbeispiel, welches bei
Raucherentwöhnungsseminaren gerne angeführt wird, sei hier ganz kurz zitiert:
Ein Vater mehrerer Kinder ist starker Raucher, möchte aber nicht, dass seine Kinder später ebenfalls
damit anfangen, also hält er seinen Kinder einmal die Woche eine strenge Standpauke, bei der er
ihnen mit allen nur erdenklichen Mitteln versucht zu erklären, weshalb sie niemals – "Wirklich
niemals, Kinder!" mit dem Rauchen anfangen sollten!
Viele Raucher (und Exraucher) lachen an dieser Stelle, weil sie aus eigener Erfahrung wissen, dass


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