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Teilseite 35aw07 .pdf


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Title: Teilseite_35aw07_
Author: klep01

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Ärzte Woche

07

Nr. 35, Donnerstag, 31. August 2017

Medizin.Schultaschen

„Fehlhaltungen wachsen sich im
Schulkindalter nicht mehr aus“
Schulkinder. Die Wiener
Ergotherapeutin Sandra
Mocker kritisiert den Bewegungsmangel der Kinder, zu
schwere Schultaschen und
die daraus resultierenden
Fehlhaltungen. Sie empfiehlt Spiraldynamik® – für
mehr Körperbewusstsein
und eine gesunde Haltung.
Sandra Mocker im Gespräch mit
Philip Klepeisz
Ärzte Woche: Welche Erfahrungen
haben Sie mit Schulkindern im Zuge
Ihrer beruflichen Tätigkeit gemacht?
Gab es Probleme mit Wirbelsäule,
Körperstellung und Füßen, die auf
ein unsachgemäßes Tragen einer
Schultasche zurückzuführen sind?
Mocker: Haltungsschwächen wie etwa Hohlkreuz-Haltung, Rundrücken,
X-Bein-Stellung oder Knickfüße lassen sich bei Schulkindern auffallend
oft beobachten. Allerdings ist es zu
kurz gegriffen, die Ursache dafür allein bei den Schultaschen zu suchen.
Vielmehr stehen wir vor der Herausforderung, dass die motorische
Leistungsfähigkeit von Kindern und
Jugendlichen in den vergangenen
25 Jahren um durchschnittlich zehn
Prozent gesunken ist. Diese Leistungsverschlechterung zeigt sich
nicht nur im Bereich der Muskelkraft, sondern vor allem hinsichtlich
der koordinativen Fähigkeiten und
des Gleichgewichts, und lässt sich
mit dem zunehmenden Bewegungsmangel von Kindern – v. a. im Sinne
einer fehlenden Alltagsmotorik – in
Zusammenhang bringen.
Das Problem der schlecht sitzenden, schwer bepackten Schultaschen
ist somit, dass diese schon vorhandene Haltungsfehler verstärken. Kinder
mit Hohlkreuz beispielsweise kippen
ihr Becken unter der Belastung häufig
noch ein wenig mehr nach vorne und
stellen ihre Schultasche mitunter regelrecht in der Lendenlordose ab.

© Imgorthand / Getty Images / iStock



























































































































































































































































































































































































































































































Sandra Mocker
Ergotherapeutin und Dozentin
der Spiraldynamik® mit Spezialisierung im Bereich der KinderOrthopädie, ist in der Praxisgemeinschaft „Orthopädie
Mariahilf“ sowie im Therapiezentrum Ober St. Veit tätig.
www.ergotherapeutin.eu
© privat

Ärzte Woche: Wirkt sich zu viel
Schonung der Kinder nachteilig auf
ihre Entwicklung aus?
Mocker: Auf jeden Fall! Bewegung ist
der Motor für die motorische, aber
auch kognitive und emotionale Entwicklung von Kindern. Inaktivität
hingegen führt bei Kindern nicht nur
zu den schon erwähnten Haltungsschwächen, sondern häufig auch zu
Übergewicht, bis hin zu Adipositas.
Fehlende Bewegungserfahrungen haben außerdem eine schlechtere Eigenwahrnehmung und ein vermindertes Körperbewusstsein zur Folge.

Was blüht uns in der kommenden Woche?































































































































































































































































































































































































Ärzte Woche: Manchmal sieht
man Kinder mit SchultaschenTrollies – sind die besser?
Mocker: Die Idee des Trollies
klingt zunächst verlockend – die
Schulbücher einfach zu rollen, anstatt sie mühsam zu tragen. Allerdings wird dabei außer acht ge-

Mocker: Es gilt aktiv zu werden, da
sich diese im Schulkindalter kaum
mehr von selbst „auswachsen“. Die
Spiraldynamik® bietet hier eine effektive Möglichkeit, um den betroffenen Kindern eine physiologische
Haltung zu vermitteln. Dabei handelt es sich um ein anatomischfunktionelles Bewegungs- und Therapiekonzept, das auf sehr verständliche Art und Weise einen Weg für
gesunde Bewegung im Alltag auf-


































lassen, dass der Schulweg selten
ganz eben verläuft und somit auch
Trollies gehoben werden müssen –
sei es über Randsteine auf der Straße
oder Stufen im Schulgebäude. Dieses einseitige „Hochzerren“ belastet
unterm Strich mehr, als wenn das
Gewicht mit einer gut sitzenden
Schultasche am Rücken getragen
wird, da Kinder noch nicht über die
erforderliche Armkraft dafür verfügen!
Weiters führt das einseitige
Ziehen zu einer asymmetrischen
Rumpf- und Schulterbelastung und
wirkt sich so negativ auf das gesamte
Gangmuster aus.

Ärzte Woche: Ist die Schultaschenthematik auf das Volksschulalter
beschränkt, oder sollte auch später
noch darauf geachtet werden?
Mocker: Unser Bewegungsapparat
passt sich ein Leben lang an die an
ihn gestellten Anforderungen an –
im positiven, wie auch im negativen Sinn. Folglich ist das Thema
„Schultasche“ auch eines, dass
die gesamte Schulzeit hindurch
von Bedeutung ist.
Ärzte Woche: Was sollte man bei
Fehlhaltungen machen?

Höhenverstellung ist sinnvoll:
Eltern sollten regelmäßig den Sitz
der Tasche am Rücken des Kindes
kontrollieren. Dieser sollte möglichst
nahe am Rücken anliegen, und die
Unterkante der Tasche soll sich in der
Höhe der Hüfte befinden.

Quergurte und breite Schulterriemen:
Die Schulterriemen (etwa 4 cm breit)
sollten durch einen Brustgurt und einen
Hüftgurt miteinander verbindbar sein.
Beim Tragen der Ranzen sind diese Gurte immer zu schließen; so verteilt sich
die Gewichtslast optimal. Der Hüftgurt
sollte dabei auf dem Becken aufliegen.

Leicht und beidschultrig:
Zum richtigen Tragen zählt das
beidseitige Schultern. Das Eigengewicht der Tasche plus Schulsachen von rund einem Fünftel des
Körpergewichts wird empfohlen.

„Schaukelt“ die Schultasche mit?
Idealerweise passt sich die Tasche an
die Gehbewegungen an, ohne die Beweglichkeit einzuschränken.
Tipp: Schwere Lasten immer möglichst
rückennah einordnen.

Quelle: Presseaussendung des Orthopädischen Spitals Speising, August 2017

© david franklin / Getty Images / iStock

zeigt. Mithilfe von Knochenmodellen und Wahrnehmungsübungen
wird die Anatomie auch für Kleine
begreifbar gemacht. Sie begeben
sich in der Therapie gewissermaßen
auf eine Forschungsreise durch den
eigenen Körper - und erarbeiten sich
so Schritt für Schritt ein Verständnis
für eine aufgerichtete Wirbelsäule,
stabile Fußgewölbe, oder eben die
Frage, wie eine schwere Schultasche
am besten zu schultern ist.

28.August – 3. September 2017 / KW 35

Pollenbelastung in Österreich
Hasel

= keine Belastung

Erle

= niedrige Belastung

Zypressengewächse

= mittlere Belastung

Esche

= hohe Belastung

Birke

= sehr hohe Belastung

Platane

= zugenommen

Ölbaum

= keine Veränderung

Gräser

= abgenommen

Roggen
Pilzsporen
Beifuß
Ragweed
Rückschau und derzeitige Situation: Die Hauptblüte des Beifußes ist letzte Woche abgeklungen, wenngleich vereinzelt noch mäßige Werte erreicht wurden. Ragweed (Ambrosia) hat gering bis mäßig (vereinzelt schon stark) Regionen im Osten und Süden Österreichs belastet.
Pilzsporen befanden sich in den Tieflagen in hohen Konzentrationen in der Luft.
Voraussichtliche Pollenbelastung: .Die Vollblüte des Ragweeds kündigt sich an und bringt hohe
bis sehr hohe Belastungen mit sich. Je nach Wind können sich die Werte durch Ferntransport von zusätzlichen Ragweedpollen aus dem Osten und Süden Europas( weitaus stärker betroffenen) noch erhöhen. Die aktuelle Polleninformation sollte daher im Auge behalten werden, da die Belastung durch
Ragweedpollen sprunghaft ansteigen kann. Die Belastungen durch Beifußpollen sind rückläufig. Beifußpollenallergiker können auf höhere Lagen ab etwa 1.200 Meter Seehöhe ausweichen.
Aktive Aeroallergene: Pollen von Beifuß, Ragweed, Hopfen, Ampfer, Wegerich, der Brennnesselgewächse und der Gänsefußgewächse sind in der Luft. Pilzsporen treten in den Tieflagen bei günstigen
Bedingungen weiterhin in hohen Konzentrationen auf.
Die voraussichtliche Pollenbelastung fasst die Allergiesymptome zusammen und wird direkt sowie
anonym von Pollenallergikern, die das Pollentagebuch nutzen (www.pollentagebuch.at) ermittelt.
Weitere Infos finden Sie unter www.pollenwarndienst.at
Eine Kooperation mit der MedUni Wien und
Uwe Berger, MBA, Leiter der Forschungsgruppe
Aerobiologie und Polleninformation, HNO Klinik
der Medizinischen Universität Wien

1. MCT ® *-Milben-Allergoid **
INNOVATIVE Therapieoption für Hausstaubmilbenallergiker
Perenniale Therapie mit wenigen Injektionen
Rasche Aufdosierung
Alle Injektionen aus 1 Flasche
In der grünen Box (Vermerk „DS“)
ALUMINIUM FREE COMPANY

*Mikrokristallines L-Tyrosin als Depotträger **am österreichischen SCIT Markt
Fachinformation Acarovac, Stand: Februar 2016

Fachkurzinformation siehe Seite 24

31. Jahrgang


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