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Heinz Harre Meine Kriegserlebnisse 1939 1947 .pdf



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HEINZHARRE
MEINE KRIEGS ERLEBNISSE
1939 - 1947
Mit der Pioniertruppe
in POLEN ( 1939), FRA KREICH (1940) und RUSSLAND (194 1/42)
An der Heimatfront
(1942/44)
(1944/45)
Zusammenbruch an der Ostfront
Kriegsgefangenschaft in RUSSLAND (1945/47)

Anschrift des Bearbeiters: Dr. med. vet. Norbert Harre
An der Pforte 39
64521 Groß-Gerau
in 2009

2

HEINZHARRE
MEINE KRIEGSERLEBNISSE
1939 - 1947
M it der Pioniertruppe
in POLEN (1939), FRA KREICH (1940) und RUSSLA D ( 1941/42)
An der Heimatfront
(1942/44)
Zusammenbruch an der Ostfront
( 1944/45)
Kriegsgefangenschaft in RUSSLAND (1945/47)

Inhal tsverzeichnis
Hinweise und Vorwort von Norbert Harre

- 4

Polen-Feldzug

- 7

Vor dem Frankreich-Feldzug

- 20

Frankreich-Feldzug

- 25

Vor dem Russland-Feldzug

- 64

Krieg gegen die Sowjetunion

- 69

Im Ersatzheer

- 142

Zusammenbruch an der Ostfront

- 150

Kriegsgefangenschaft

- 158

Anhang sowie

- 166

achwort von Norbert Harre

Abkürzungen

- 167

Einsatz der Einheiten

- 168

3

Hinweise und Vorwort vom Bearbeiter - dem Sohn des Verfassers: Norbert Harre
Die Anmerkungen im Text wurden von mü eingefügt. Ebenso sind die Zwischenüberschriften
zur besseren Gliederung des Geschehensablaufs ergänzt.
Auf Auszüge aus dem Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht (KTB-OKW) ist
gesondert hingewiesen, wie auch auf Briefzitate.
Den Ortsbezeichnungen, die ermittelt werden konnten und deren Schreibweisen sich geändert
haben, sind in eckigen Klammern [ ... ] hintangesetzt.
Das Kartenmaterial ist ebenfall s von mir zusammengestellt worden. Die Fotografien stammen
aus einem gesonderten Album meines Vaters.
Vorwort
Der Verfasser, mein Vater, wurde zwei Monate bevor dessen Vater, Wilhelm HatTe, im
I. Weltkrieg in Litauen fiel , am 6. März 1915 in PlauelHavel geboren. Wilhelm Haue hatte
den Beruf eines Ziegelmeisters ausgeübt. Die Mutter, Emma Haue, die später eine zweite Ehe
mit Hermann Griese einging, betrieb eine kleine Gaststätte und konnte bis zur mittleren Reife
das Schulgeld für ihren Sohn aufbringen. Danach erlernte dieser das Fleischerhandwerk in
Ketzin. Daran schlossen sich Reichsarbeitsdienst (1936) und Wehrdienstzeit (1937 - 1939)
beim Pionierbataillon 23 in Berlin-Spandau an.
Norbert Haue

Pt', t. 2 ~
BIt-: -~",q't9U

t/J~!

..
Pionier-Bataillon
Berlin - Spandau

4

Sport

Manöver an der Oder

5



Westwall-Bunker

.
unser Stab
6

I

~

rr

Polenfeldzug 1939
Die Einheit
4 . Armee:
23 . Inf.-Div.
Pionier-Bataillon 23,
Berlin-Spandau:
3. Kompanie (motorisiert):
3. Zug: Zugfhr.:
3. GlUppe:
\. MG-Schütze:
2. MG-Schütze:
3. MG-Schütze:
4 . MG-Schütze:
Schützen :
Fahrer:
Beifahrer:

Kluge

Btl.-Kdr. : Oberstlt. Oben aus
Komp.-Chef: Oberlt. Scheibe
Spieß: Hauptfeldw. Hohme
Lt. Page
Grpfhr.: Uffz . Hohme
stv. Gruppenthr.: Gefr. Harre
Pion. Sabrowski
Pion. Krohn
Pion. Lukasch
OPion. Sauer
Pion. Rosada, Pion. Heimchen, Pion. Schumacher,
Pion. Pusch, Pion. Skreozek
Pion. Gotthold
Pion. Dühring

7

Spannungsgeladenes Warten
27. 08.1939
Schon seit einem Monat zählen wir die Tage bis zur Entlassung. Noch vier Wochen , und wir
haben unserer Militärpflicht genügt. Dann geht es zurück ins Zivilleben. So denken wir! Aber
es sollte anders kommen .
Die Unterdrückung des Deutschtums in Polen und die Grausamkeiten, die an den Deutschen
verübt werden, nehmen überhand. Wir liegen daher seit Tagen in ständiger Alarmbereitschaft
und warten mit Ungeduld auf den Marschbefehl. Es ist für uns klar, daß etwas passieren muß.
Niemals darf Deutschland diesen Schimpf auf sich sitzen lassen. Warum wartet man so lange?
Da endlich am Sonntag heißt es: Wir marschieren! Der Bann ist gebrochen. Doch für mich,
der ich auf die Bekleidungskammer kommandiert bin, gibt es jetzt viel Arbeit: Sachen abgeben, umtauschen und einkleiden. Nachmittags packe ich dann meine Klamotten . Es gibt
noch eine Stunde Stadturlaub, den ich dazu benutze, meine eigenen Sachen bei Bekannten
abzugeben. Auf dem Kasernenhof henscht ein reger Betrieb, ein Hasten und Eilen. Wagen
werden hervorgeholt, Kisten und Kästen verladen , Munitionskisten verstaut usw. Am Kasernentor stauen sich die Menschen, auch die Zäune sind eng von Neugierigen und den Anverwandten besetzt. Ab und zu mal ein Soldat, der den Eltern oder der Braut ein ermunterndes
Wort zuruft. Aber auch manche Träne fließt. Mir bleibt dieser Abschiedsschmerz Gott sei
Dank erspaJt.
Dann heißt es: Munition , Gasmaske und eiserne Ration empfangen. Um 19 Uhr treten wir an .
Die Fahrt geht nach POTSDAM. Unterwegs bleiben die Leute stehen, winken, frage n nach
dem Wohin , und manches Scherzwort fliegt hin und herüber. Von POTSDAM benutzen wir
die Reichsautobahn bis STETTIN [SZCZECIN].
Der Aufmarsch
28. 08. 1939
Wir haben hinten auf dem "Henschel"-Lkw während der Fahrt gepennt.
Morgens um 5 Uhr kommt der Befehl: Fahrerwechsel. Jetzt bin ich dran, das Steuer zu übernehmen. Und dann geht es immer geradeaus. Es ist wahnsinnig langweilig und einschläfernd,
ohne jegliche Abwechslung - .diese Autobahn. Kolonnen überholen uns, und auch wir überholen andere Truppenteile. Sollte dies alles gut gehen?
Kaum ausgedacht, ist es schon passiert. Vor uns liegt eine Zugmaschine im Graben , auf der
anderen Seite ein Pkw und dahinter ein unkenntlicher Haufen, der früher mal ein Krad war.
Wie wir später erfuhren, gab es dabei 7 Tote.
Unser Endziel ist der Truppenübungsplatz GROß·BORN [bei SULINOWO, süd l. KRA·
GEN / KRAGI] , Kreis NEUSTETTIN [SZCZECINEK]. Gelangen dort vormittags an und
beziehen in einer Kaserne QUaJtier. Das bis dahin bestehende Alkoholverbot wird aufgehoben. Die neue Gruppeneinteilung wird bekannt gegeben. Als einziger Gefreiter soll ich eine
Gruppe führen . Doch abends trifft ein Uffz. aus dem Lazarett bei der Kompanie ein und übernimmt meinen Haufen. Ich werde bei ihm stellvertretender Gruppenführer. Abends steigt
noch Gewehr- und Anzugsappell. Gehen zeitig schlafen.
29.08. 1939
Verbringen die Wartezeit mit kleineren Übungen. Abends in der Kantine treffe ich Willi Rose
aus Ketzin, der Fahrer beim Art.-Stab ist. Immer neue Truppen treffen ein, und bald wimmelt
es von Soldaten. Auch der nächste Tag bringt nichts Neues.
Vorbereitungen
31. 08. 1939
Kommen nachmittags von einer Einsatzübung zurück und erhalten Befehl, eine Brücke auszubessern und zu verstärken. Es ist äußerst wichtig, da unsere Division die Brücke beim
Vormarsch benutzen soll. Ohne zu essen geht es gleich weiter und nachts um 23 Uhr ist das
Werk getan. Wir fahren wieder zurück, der Magen hängt in den Kniekehlen . Dann sch lafen
wir wie die Murmeltiere.
8

Auf polnischem Gebiet
01. 09.1939
Wieder Alarmbereitschaft. Kaufen noch Rauchware ein und dampfen mittags ab. Mitten im
dichten Wald machen wir einen Halt, schlagen unsere Zelte auf und verbringen die Zeit mit
Kartenspiel.
Bei Eintritt der Dämmerung brechen wir die Zelte ab und fahren weiter. 19 Uhr 12 überschreiten wir bei ZISKAU [CZYZKOWO] die Grenze.

Ziskau (deutsch - poln . Grenze)

Wir kommen also zu spät; nichts ist von einer Schlacht zu hören. Hat es unsere Infanterie
kampflos geschafft? Noch viele Kilometer geht die Fahrt durch dichten Wald. Dann gelangen
wir auf freies Feld und machen Rast. Die Kompanie hat sich geteilt. Der I. und 2. Zug übernachten auf einem Gut links unserer Vormarschstraße. Der 3. Zug, dem ich angehöre, kampiert in einem großen Strohhaufen mitten auf dem Feld. Die Nacht ist kalt, alles verkriecht
sich im Stroh.
Ich stehe auf Posten und habe den Auftrag, ganz aufmerksam das Gelände südöstlich und südlich zu beobachten. Es ist Gott sei Dank sternenklar, trotzdem sind die Augen bald überanstrengt und man glaubt, dies und jenes wahrzunehmen. Doch nichts ereignet sich, und meine
3 Stunden gehen um, so daß ich die Ablösung wecken kann .
02. 09.1939
Verschlafen und zähneklappernd kommt um 5 Uhr alles hervorgekrochen. Gierig wird der
heiße Kaffee geschlürft. Das erweckt wieder die Lebensgeister. Dann werden die Henschel
angewOlfen, und weiter geht es vorwärts. Nichts deutet unterwegs darauf hin , daß Kämpfe
stattgefunden haben. Das geht so bis kurz vor den Fluß BRAHE [BRDA]. Erst dort finden
wir in einem Waldstück einzelne tote polnische Soldaten. Krad-Schützen sind noch damit beschäftigt, den Wald zu säubern. Wie uns diese Kameraden erzählen, seien in dem Wald noch
etliche Polen versteckt gewesen, die einzelne deutsche Meldefahrer erschossen hätten. Dabei
ist unsere Infanterie schon längst weit voraus. Drei Kilometer vor der BRAHE bleiben wir im
Wald liegen und bessern Straßen oder genauer gesagt die Landwege aus . Vorn tobt der
Kampf, der, je länger er dauert, immer schwächer wird. Man merkt es an den seltener werdenden Garben der MG. Geht es vorn nicht weiter, oder zieht sich der Pole zurück?
Da pfeift es über unseren Köpfen: eine Salve der polnischen Artillerie. Blitzschnell gehen wir
in Deckung. 50 m hinter uns liegen die Einschüsse und richten keinen Schaden an. Um aber

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