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Dr.Hettling NWArtikel .pdf


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Title: BLICK-01

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MITTWOCH
22. AUGUST 2018

Mit großem
Rätsel und
TV-Programm

Rezept der Woche: Lasagne für Tage, an denen es schnell gehen muss
Ernsthaft?!

Immer für die Tiere da
Freizeitprofis (10): Tierarzt Dr. Peter Hettling hat seine Passion zum Beruf gemacht. Für diese opfert er auch gerne viel seiner Freizeit.

Verpackung für
die Verpackung

Seit wenigen Monaten ergänzt die Zusammenarbeit mit der Bielefelder Sentana-Stiftung die eigentliche Praxisarbeit in Bielefeld
Von Julia Gesemann

P

aul fühlt sich tierisch wohl. Auf dem höhenverstellbaren Behandlungstisch räkelt er sich, fordert Streicheleinheiten
ein. Kein Wunder, dass er so ausgelassen ist:
Eine Spritze hat er heute nicht zu befürchten.
Stattdessen darf der Mischling mit Herrchen
und Tierarzt Peter Hettling fürs Foto posieren. So viel Aufmerksamkeit gefällt. „Und wenn
man dann noch gekrault wird . . .“, sagt Hettling lächelnd. Zum Rudel gehören noch Rauhaardackel Leni und der dreibeinige Boxer-Labrador-Mischling Snoopy. Auch sie wuseln im
Behandlungsraum herum.
Hettling hat seine Passion, seine liebste Freizeitbeschäftigung, zum Beruf gemacht. Angefangen hat alles mit Tierliebe und als Meerschweinchen- und Hamsterhalter in der Kindheit. Längst ist er erfahrener Fachtierarzt für
Kleintiere, Zahnheilkunde und Chirurgie.
Schon seit 1989 betreibt er eine Praxis in Bielefeld-Brackwede, seit 1995 am jetzigen Standort an der Gotenstraße. Und seit April ist ein
weiteres tierisches Herzensprojekt dazugekommen. Hettling unterstützt nun aktiv den Bielefelder Gnaden- und Begegnungshof der Sentana-Stiftung – und hat so mehr als einen Fulltime-Job.
FÜR ANDERE IN IHRER FREIZEIT DA
Verdauungsprobleme beim Meerschweinchen. Atembeschwerden bei der Katze. Und irgendetwas stimmt mit den ungeborenen Welpen der Hündin nicht. Peter Hettling ist für seine Patienten da – jederzeit. In tierischer Not
ist er der erste Ansprechpartner. Dann lässt er
sich auch nachts rausklingeln, um zu einem
Notfall zu eilen. „Es ist meine Berufung, nicht
nur mein Beruf“, sagt er. In diesen Worten
schwinge viel Pathos mit, gesteht er lachend.
„Aber ich kann sagen, dass mein Beruf auch
nach mehr als 30 Jahrenimmernoch meinePassion ist.“ Ein schöner Gedanke. „Aber die Arbeit
muss mir auch Spaß machen.“ Denn ohne seine Passion könne er die durchschnittlich 60
Stunden Arbeit pro Woche nicht meistern. Da
bleibt kaum Freizeit übrig. „Ich gehe nicht nach
Hause, solange es nicht allen Tieren gut geht
und alle versorgt sind.“

SCREENSHOT: TWITTER

Mit Spaß bei der Sache: Tierarzt Peter Hettling, die Tiermedizinische Fachangestellte Marlien Balk und Tina Pahl vom Dorf Sentana (v. l.). Der Boxer-Labrador-Mischling Snoopy und Mischling Paul (auf dem Tisch) fühlen sich im neuen Behandlungsraum sichtlich wohl.
FOTO: JULIA GESEMANN

»Mein Beruf ist für mich
auch ein Hobby,
ich mache das gerne«
Und auch nach der Arbeit in der Praxis bleibt
noch genug – Arbeit. Zuhause warten weitere
tierische Wegbegleiter auf den 57-Jährigen:
nicht nur die drei Hunde, sondern auch drei
Katzen, eine Ziege, zwei Schafe, Enten, Eichhörnchen, Papageien . . . – „eben alles, was wir
noch so nebenher aufpäppeln“, sagt der Familienvater schmunzelnd. So ist auch daheim
immer was los. „Da muss die Familie schon mitziehen, sonst geht das gar nicht.“ Und Zeit
für Hobbys? Bleibt kaum. „Aber mein Beruf
ist für mich auch ein Hobby, ich mache das gerne“, erwidert Hettling.
MEHR ALS NUR FREIZEITBEGLEITER
Ob sich die Tierhalter im Laufe der Zeit verändert haben? „Ja. Die Bereitschaft, etwas und
mehr für die Tiere zu tun, ist wesentlich größer als früher“, antwortet der Veterinär. Tiere
seien für die Menschen nicht mehr nur Freizeitbegleiter. „Ihre Bedeutung als Sozialpartner ist gestiegen“, sagt Hettling. Die Fellnasen
sind ihren Haltern zunehmend wichtig. So
wichtig, dass sie sich auch medizinisch die beste Behandlung für sie wünschen. „Dementsprechend ist aber auch das Anspruchsdenken
der Tierhalter uns gegenüber gestiegen.“ Viele
Menschen erwarteten ganz selbstverständlich,
dass der Tierarzt rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche für sie erreichbar sei. „Es
denkt niemand darüber nach, was es bedeutet,24Stundenlangverfügbarzusein.“EinDanke für seinen Einsatz zu nächtlicher Stunde hört
er manchmal gar nicht. Diese Umgangsformen vermisst der Tierarzt häufiger, gibt er zu.
Betont aber gleichzeitig, dass es nach wie vor vie-

¥ Für faule Fastfood-Fans sind Kühlregale das reinste Schlaraffenland. Wo
man hinschaut, frisch portionierte und
abgepackte Lebensmittel. Hartgekochte Eier, die für den pell-müden Kunden vorgepellt wurden, halbierte und
entkernte Avocados für den phlegmatischen Guacamole-Fan, ja selbst geschälte Bananen für den Schäl-Muffel
werden mittlerweile angeboten. In den
Kühlregalen dieser Welt gibt es derzeit nichts, was es nicht gibt. Dafür
gab es nur ein Problem zu lösen: Wenn
die natürliche Verpackung eines frischen Produkts entfernt wird, schwindet dessen Haltbarkeit. Es muss also
erst entpackt, und dann gleich wieder
verpackt werden. Eine Verpackung für
die Verpackung also. Was für eine effiziente Taktik! Und weil es ja nie falsch
sein kann, Waren ordentlich abzusichern, haben einige Supermärkte die
Verpackungs-Idee jetzt auch auf solche Produkte ausgeweitet, die von Natur aus eigentlich mit einer ziemlich robusten Verpackung ausgestattet sind.
Ganze Kokosnüsse zum Beispiel, die
auf Messen in Plastikfolie angeboten
werden. Oder Coladosen, hübsch verpackt in Plastikschalen. Da fehlen
einem die Worte. . .
hp

Unsere Lieblinge

Bildstarker
Thriller
Zwerg-Eseldame: Die 28 Jahre alte Maruschka lebt
im Dorf Sentana.
ARCHIVFOTOS (2): SARAH JONEK

Vorwitzig: Auch die Ziegen Paul (links) und Hanna zählen zu den Sentana-Bewohnern. Die beiden zogen Ende 2017 gemeinsam in das Dorf ein.

le nette und engagierte Menschen gebe.

chung sowie Ultraschallgeräten können er und
sein Team dort Hund, Katze und Maus zusätzlich mehr Termine in einer ruhigen Umgebung anbieten – und die Tiere samt Haltern müssen nicht lange auf die Behandlung
warten. Eine Win-win-Situation.

NEUE PRAXIS AM SENTANA-HOF
So wie Ralph Anstoetz und seine Frau Marita.
Sie haben vor längerer Zeit die Sentana-Stiftung gegründet, die nach der verstorbenen
Hündin Senta des Paares benannt ist. Im Dezember 2017 wurde dann der Gnaden- und Begegnungshof „Dorf Sentana“ in Bielefeld-Gadderbaum eröffnet. Bis zu 50 Tiere sollen letztendlich im Dorf ein Zuhause auf Lebenszeit finden. Und Peter Hettling sorgt mit seinem Team
dafür, dass es den Vierbeinern auch gesundheitlich gut geht. Dafür hat Hettling Ende April
dieses Jahres am Quellenhofweg, direkt neben
dem Eingang zum Dorf Sentana, einen zweiten Praxisstandort eröffnet. Ein Herzensprojekt für den 57-Jährigen.
„Als Ralph Anstoetz mit der Idee auf mich
zugekommen ist, musste ich gar nicht lange
überlegen, ob ich ihn unterstütze.“ Das HofKonzept habe ihn von Anfang an überzeugt
und begeistert: notleidenden und alten Tieren
helfen, Menschen und Tiere an einem Ort der
Begegnung zusammenbringen. Und von Anfang an war der Plan, dass ein Tierarzt ganz
in der Nähe sein soll. Zusätzlich ist die 120 Quadratmeter große Praxis aber auch für Hettlings Patientenstamm gedacht. Ausgestattet
mit einem Labor zur Blut- und Urinuntersu-

GEHT ES ALLEN GUT?
Doch vor der Terminsprechstunde dreht Hettlings Team, bestehend aus sieben Tierärzten
und 13 Helfern, täglich eine Runde über das
Hofgelände, um sich zu vergewissern, dass die
Sentana-Bewohner gesundheitlich fit sind. Bisher gab es – zum Glück – noch keinen tierischen Notfall. „Nichtsdestotrotz haben wir es
mit älteren Gnadenhoftieren zu tun. Es ist klar,
dass sie nicht kerngesund sind“, sagt der Arzt.
Viele von ihnen hätten bei der Ankunft im Dorf
aufgrund ihrer schlechten Haltung ein schlechtes Immunsystem gehabt, ergänzt Tina Pahl.
Als studierte Sozialpädagogin betreut sie die
tiergestützten Angebote im „Dorf Sentana“.
Aber es sind auch die kleinen Wehwehchen, die behandelt werden müssen. Zum Beispiel ganz normale Alterserscheinungen. So wie
bei den beiden SeniorenponysMoritz und Muffel. Shetlandpony-Wallach Moritz ist schon
stolze 35 Jahre alt, sein Freund Muffel kann
auf ein 27-jähriges Ponyleben zurückblicken.
„Wie bei älteren Menschen auch, müssen auch

ältere Tiere häufiger beim Arzt vorstellig werden“, erklärt Pahl. Oder Dogge Dallas. „Bei
ihr haben wir festgestellt, dass die Herzprobleme hat.“ Auch die Kaninchen Teddy, Flecky, Sandy und Speedy Gonzales bereiten immer mal wieder Sorgen. „Für die Tiere ist es
gut, dass die Wege zum Tierarzt nun so kurz
sind“, sagt Tina Pahl. Eine Herzensangelegenheit für Peter Hettling. „Und es ist extrem spannend. Ich habe ein ganz weites Tätigkeitsfeld,
in dem ich das machen kann, was ich machen
möchte. Ein ganz faszinierender Beruf, in dem
die Fortbildung nie abgeschlossen ist.“

Zur Serie
´ In der Serie „Freizeit-Profis“ stellen
wir Menschen aus Ostwestfalen-Lippe
vor, die hauptberuflich die Freizeit anderer gestalten. Das kann der Fitnesstrainer sein, der sich um unseren Körper sorgt, der Gastwirt abends in der
Stammkneipe oder der Musikproduzent, dessen Platten uns ein paar Minuten Glückseligkeit bescheren.
´ Viele dieser Menschen haben ihr
Hobby und ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Anderen bleibt dagegen
kaum noch Zeit für Freizeit.
hp

¥ Norah will ihr altes Leben in Berlin hinter sich lassen. Sie zieht nach
Wien. Neues Land, neue Wohnung,
neuer Job. Gerade lebt sich die taffe
Journalistin ein, da hat sie eine seltsame Begegnung. „Am 11. Februar
wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus
freien Stücken. Und mit gutem
Grund“, eine Bettlerin spuckt ihr diese Worte entgegen. Norah reagiert
verstört. Mit dem 11. Februar verbindet sie schreckliche Erinnerungen. Dann begegnet sie auch noch Arthur Grimm. Wer ist dieser mysteriöse Mann? Warum sollte sie Grund
haben, ihn zu töten?
Melanie Raabes „Der Schatten“ ist
ein raffiniert inszeniertes Versteckspiel. Ein Thriller, der ohne Gewaltexzesse auskommt. Stattdessen
überzeugt er mit packender Psychologie und geschickt gewebten Fäden, in denen sich Norah zunehmend verheddert. Auch Raabes bildstarker Stil begeistert. Als würde auch
ich beim Lesen die Kälte des österreichischen Winters in meinen Fingerspitzen spüren. Fazit: Spannende
Unterhaltung mit einem überraschenden Ende.
Der Schatten, Melanie Raabe,
btb-Verlag, 16 Euro
juge


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