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Der göttliche Hirterman Adams Pymander des Hermes Trismegistos .pdf



Original filename: Der göttliche Hirterman Adams - Pymander des Hermes Trismegistos.pdf
Title: Der göttliche Hirterman Adams - Pymander des Hermes Trismegistos- Lade

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DER GÖTTLICHE HIRTERMAN

(Der PYMANDER/Hirte der Menschen)
des

Gesandten aller Gesandte
Hermes Hermarmen Adam

über Enoch/Aengh Amon
XVII Runen




Das erste Buch
DIE BOTSCHAFT/HERMETIKUM
1.
2.
3.
4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

12.

13.
14.
15.
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24.
25.
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27.
28.

O MEIN SOHN, schreibe dieses Erste Buch, sowohl um der Menschheit willen als auch für die
Frömmigkeit Gott gegenüber.
Denn es kann keine Religion geben, die wahrer oder gerechter ist, als die Dinge zu kennen, die sind; und
Danks zu zollen für all die Dinge, dem, der sie gemacht hat, was ich nicht aufhören werde, immerzu zu tun.
Was soll Mannen tun, Vater, um sein Leben gut zu führen? Sehen, dass hier nichts wahr ist?
Sei fromm und religiös, o mein Sohn; denn wer das tut, ist der beste und höchste Philosoph, und ohne
Philosophie ist es unmöglich, jemals die Höhe und Genauigkeit von Frömmigkeit und Religion zu
erreichen.
Aber der soll lernen und studieren, was ist und wie es geordnet und regiert wird und von wem und aus
welchem Grund oder zu welchem Endzweck? Ich danke dem Arbeiter als einen guten Vater, einen
ausgezeichneten Krankenpfleger und einen treuen Verwalter, und der, der dankt, soll fromm oder religiös
sein, und der, der religiös ist, soll wissen, wo die Wahrheit ist und was sie ist und zu lernen, dass er
immer mehr religiös sein wird.
Denn niemals, o mein Sohn, wird oder kann diese Seele, die, während sie im Körper ist, sich erhellen und
erheben, um zu wissen und zu begreifen, was gut und wahr ist, ins Gegenteil zurückgleiten. Denn sie ist
unendlich verliebt und vergißt all Böses; und wenn sie ihren Vater und ihren Vorfahren gelernt und erkannt
hat, kann sie nicht mehr von diesem Guten abfallen oder sich von ihm entfernen.
Und laß dies, o Sohn, das Ende von Religion und Frömmigkeit sein; wo du einmal angekommen bist, sollst
du beides, gut leben und selig sterben, während deine Seele nicht ignoriert, wohin sie zurückkehren und
wieder zurückfliegen muss.
Dahin nur, o Sohn, ist der Weg zur Wahrheit, in den unsere Vorfahren gereist sind; und indem sie ihre
Reise machten, erreichten sie endlich das Gute. Es ist ein ehrwürdiger und ebner Weg, aber hart und
schwer für die Seele, wobei sie im Körper ist.
Zum Ersten muss sie Krieg gegen ihr eigenes Selbst führen, und nach vielem Streit und
Meinungsverschiedenheit muss sie von dem Teil überwunden werden; denn der Streit ist eins gegen
zwei, während sie davonfliegt und sie sich bemühen, sie fest und zurückzuhalten.
Aber der Sieg beider ist nicht so, denn der eine eilt zu dem, was gut ist, aber der andere ist ein Nachbar
für die Dinge, die böse sind; und das, was Gutes ist, will in Freiheit gesetzt werden, aber die Dinge, die
das Böse sind, lieben Knechtschaft und Sklaverei.
Und wenn die zwei Teile überwunden werden, werden sie still, und sind zufrieden, sie als ihr Machthaber
zu akzeptieren; aber wenn der eine von den beiden überwunden wird, wird er von ihnen geführt und
getragen, um von seinem Sein und Fortdauer hier bestraft zu werden.
Dies ist, o Sohn, der Führer in der Weise, die dorthin führt; denn du mußt erst den Leib vor deinem Ende
verlassen und den Sieg in diesem Streit und streitvoll Leben erlangen, und wenn du überwunden hast,
kehre zurück.
Aber nun, mein Sohn, werde ich Hauptsachen in die Dinge schnell durchlaufen, die sind. Verstehe du, was
ich sage, und entsinne dich, was du hörst.
Alle Dinge, die, beweglich sind, nur das, was nicht, unbeweglich.
Jeder Körper ist veränderbar.
Nicht jeder Körper ist auflösbar.
Einige Körper sind lösbar.
Jedes Lebewesen ist nicht sterblich.
Nicht jedes Lebewesen ist unsterblich.
Das, was aufgelöst werden kann, ist auch verderblich.
Das, was fortbesteht, ist unveränderlich.
Das, was unveränderlich ist, ist ewig.
Das, was immer gemacht wird, ist immer verderblich.
Das, was aber einmal gemacht ist, ist niemals verderblich, und nichts anderes wird es.
Erstens, Gott; zweitens, die Welt; drittens, der Mensch.
Die Welt für den Menschen; der Mensch für Gott.
Von der Seele; der Teil, der empfindsam ist, ist sterblich, aber der Teil, der vernünftig ist, ist
unsterblich.
Jede Essenz ist unsterblich.



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Jede Essenz ist unveränderbar.
Alles was ist, ist doppelt.
Keines der Dinge, die sind, bleiben stehen.
Nicht alle Dinge werden von einer Seele bewegt, aber alles was ist, wird von einer Seele bewegt.
Alles, was leidet, ist empfindsam; alles, was empfindsam ist, leidfertig.
Alles, was traurig ist, ebenso freudig; und ist ein sterbliches Lebewesen.
Nicht alles, was beglückt ist, ebenso traurig, sondern ist ein ewiges Lebewesen.
Nicht jeder Körper ist krank; jeder Körper, der krank ist, ist lösbar.
Der Verstand/Geist in Gott.
Vernünfteln (oder Streiten oder Diskutieren) im Menschen.
Vernunft im Verstand/Genius.
Der Verstand/Geist ist frei von Leid.
Kein Ding in einem Körper wahr.
Alles, was unkörperlich ist, ist frei von Lügen.
Alles, was gemacht wird, ist verderblich.
Nichts Gutes auf Erden; nichts Böses im Himmel.
Gott ist gut; Der Mensch ist böse.
Gut ist freiwillig oder von sich aus.
Das Böse ist unfreiwillig oder gegen dess Willen.
Die Götter wählen gute Dinge als gute Dinge.
Zeit ist eine göttliche Sache.
Gesetz ist menschlich.
Böswilligkeit ist die Nahrung der Welt.
Zeit ist die Verderbtheit des Menschen.
Was auch immer im Himmel ist, ist unveränderlich.
Alles auf Erden veränderlich.
Nichts im Himmel wird geopfert; nichts auf der Erde kostenfrei.
Nichts Unbekanntes im Himmel; nichts auf der Erde bekannt.
All die Dinge auf Erden kommunizieren nicht mit denen im Himmel.
All die Dinge im Himmel sind untadelig; Alle Dinge auf der Erde Tadel unterliegen.
Das Unsterbliche ist nicht sterblich; das, was sterblich ist, ist nicht unsterblich.
Das, was gesät wird, ist nicht immer gezeugt; aber das Gezeugte ist immer gesät.
Einem auflösbaren Körper gibt es zwei Zeiten; eine für das Säen zu Generation, eine von Generation zum Tod.
Einem immerwährenden Körper ist die Zeit nur von der Generation.
Auflösbare Körper sind erhöht und vermindert.
Auflösbare Materie wird in Gegensätze umgewandelt; im Witz, Verderbtheit und Generation, aber ewige
Materie in sich selbst, und dergleichen.
Die Generation des Menschen ist Korruption; Die Verderbnis des Menschen ist der Beginn der Generation.
Das, was andere hervorbringt oder einander zeugt, ist selbst ein Nachwuchs oder von einem anderen
gezeugt.
Von Dingen, die sind, sind einige in Körpern, einige in ihren IDEEN.
Was auch immer Dinge zur Operation oder zum Arbeiten gehören, sind in einem Körper.
Was unsterblich ist, nimmt nicht an dem, was sterblich ist.
Das, was sterblich ist, kommt nicht in einen unsterblichen Körper; aber das, was unsterblich ist,
kommt in das, was sterblich ist.
Operation oder Tätigkeiten werden nicht nach oben getragen, sondern sinken abwärts.
Dinge auf Erden, tun nichts, was die im Himmel ausmacht; aber alle Dinge im Himmel profitieren und
nutzen alle Dinge auf Erden.
Der Himmel ist fähig und ein passender Behälter von immerwährenden Körpern; die Erde, korrumpierbarer
Körper.
Die Erde ist brutal; der Himmel ist vernünftig oder rational.
Die Dinge, die im Himmel sind unterworfen oder unter ihn gestellt, aber die Dinge auf Erden darauf gelegt
sind.
Der Himmel ist das erste Element.
Vorsehung/Fürsorge ist göttliche Anordnung/Ordnung.
Notwendigkeit ist der Minister oder Diener der Vorsehung.
Das Glück ist die Beförderung oder die Wirkung dessen, was ohne Anordnung/Ordnung ist; das Idol der
Operation, eine Lügenfantasie oder Meinung.



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Was ist Gott? Das unveränderliche oder unabänderliche Gute.
Was ist ein Mensch? Ein unabänderliches Übel.
Wenn du dich an diese Hauptsachen entsinnest, kannst du jene Dinge nicht vergessen, die ich
mehrheitlich dir ausführlich dargelegt habe; für diese sind die Inhalte oder das Abkoppeln von ihnen.
Vermeide jegliches Gespräch mit der Menge oder gewöhnlichen Leuten; denn ich würde dich nicht dem
Groll (Neid) unterwerfen, geschweige denn, den Vielen lächerlich zu sein.
Denn das Gleiche nimmt für sich immer das, was gleich ist, aber das Unähnliche stimmt niemals mit
dem Unähnlichen überein. Solche Diskurse wie diese haben sehr wenige Auditoren, und falls, sehr wenig
werden sie haben, aber sie haben etwas Besonderes in sich selbst.
Sie schärfen eher und wetzen Bosheit Menschen zu ihrer Böswilligkeit; darum ist es notwendig, die
Menge zu meiden und euch vor ihnen in Acht nehmt, als dass sie die Tugend und Macht der Dinge, die
gesagt werden, nicht verstehen.
Wie meinst du, o Vater?
Dieser O Sohn: die ganze Natur und Zusammensetzung jener Lebewesen, die Menschen genannt werden,
ist sehr anfällig für Böswilligkeit, und ist sehr vertraut, und sozusagen genährt, und ist deshalb erfreut
damit; Wenn nun diese Wucht kommt, um zu lernen oder zu wissen, dass die Welt einmal gemacht wurde,
und alle Dinge gemäß der Vorsehung oder Notwendigkeit, Schicksal oder Bestimmung getan werden, die
Herrschaft über alles tragen, wird er nicht viel schlimmer sein als er selbst und das ganze verachten,
weil es gemacht wurde? Und wenn er die Ursache des Bösen über die Bestimmung oder das Schicksal legt,
wird er sich niemals irgendeiner schlechten Arbeit enthalten.
Darum müssen wir solchen Leuten vorsichtig gegenüberstehen, dass sie in Ignoranz/Unwissenheit
weniger böse sind aus Angst vor dem, was verborgen und geheim gehalten wird.

Das Ende des ersten Buches von Hermes, Namens HERMETIKUM . . .




Zwiefalz des ersten Buches
DIE BOTSCHAFT HERMES HERMARMEN GESANDTE DER GESANDTEN AN TAT/TOUT DER SOHN
1.

Herm. Sowohl aus Gründen der Liebe zu den Menschen als auch zur Frömmigkeit vor GOTT nehme ich, mein
Sohn (T/Tut/Tat), zum ersten Mal Stift in die Hand. Denn es kann keine gerechtere Frömmigkeit geben, als
die Dinge zu wissen, die da sind, und dem, der sie gemacht hat, dafür zu dem Demiurg zu danken, was ich
niemals aufhören werde.

2.

Tut. Wie kann man dann, o Vater, wenn nichts wahr hier unten, weise leben? Herm. Gefromme dich, mein
Sohn! Wer gefromm ist, erreicht die Höhe aller Philosophie; Ohne Philosophie kann die Höhe der
Frömmigkeit nicht skaliert werden. Wer aber lernt, was es gibt und wie und von wem und wessen er sich
befohlen hat, dem wird er dem Demiurg danken, wie einem guten Vater, einer ausgezeichneten Amme, Gehabe,
der niemals sein Vertrauen brechen kann.

3.

Wer danket, wird fromm sein; und wer fromm ist, wird wissen, wo die Wahrheit ist und was sie ist. Und
wie er lernt, wird er immer frommer werden. Denn niemals, mein Sohn, kann eine verkörperte Seele, die
einmal in die Höhe gesprungen ist, um das wirklich Gute und Wahre zu ergreifen, wieder in das Gegenteil
geraten. Denn wenn die Seele einmal den Urheber ihres Friedens kennt, ist sie voll wundersamer Liebe und
mit Vergesslichkeit aller Krankheiten und kann sich nicht mehr vor dem Guten bewahren.

4.

Laß dies, o mein Sohn, das Ziel der Frömmigkeit sein, zu dem du, wenn du es erreichst, sowohl edel leben
sollst als auch glücklich vom Leben abgehst, denn deine Seele wird nicht mehr darüber wissen, wohin sie
nochmal fliegen solle. Dies der einzig Weg, mein Sohn, der Weg, der zur Wahrheit führt, auf den auch unsere
Generanten/Vorfahren gesetzt wurden, und das Gute gefunden haben. Feierlich und sanft diesen Pfad, aber
schwer für die Seele (Geist), während noch im Körper sei diese.

5.

Zum einen muss gegen sich selbst kämpfen und eine große Uneinigkeit machen, und ihr gelingen, dass
der Sieg bei dem einen Teil ihretselbsten liegen sollte. Dafür gibt es einen Wettstreit zwischen eins und
zweien - Eins versucht davonzukommen (fliehen/sich befreien), zweien ziehend nach unten. Und es gibt
große Streitigkeiten und Schlachten von ihnen miteinander - eines will davonkommen (fliehen/sich
befreien), zweien unten festhalten (knechten) wollend.

6.

Der Sieg des eins oder zweien ist nicht ähnlich. Dafür eilt der eine zum Guten, die anderen setzen sich
zum Bösen nieder. Eins will befreit werden; zweien ihre Sklaverei liebend. Wenn zweien besiegt werden,
bleibt ihnen Barrikade für sich selbst und ihres Herrschers; Aber wenn eins am Schwächsten ist, wird
er von zweien gehetzt und durch das Leben hier unten gefoltert. Dies ist mein Sohn, der dich auf dem
DahinPfad führt. Du musst, mein Sohn, zuerst deinen Körper salben (zurücklassen), bevor sein Ende
erreicht ist, und als Sieger im Leben des Konflikts hervorgehen, und so als Sieger den Weg nach Hause
gehen.

7.

Und jetzt, mein Sohn, will ich die Dinge angehen, die der Körperlichkeit sind; denn du wirst verstehen,
was gesagt wird, wenn du dich daran entsinnest, was deine Ohren gehört haben. Alles was ist, in Bewegung
ist; Allein das, was nicht ist, ist davon ausgenommen. Jeder Körper ist in einem Zustand des Wandels; alle
Körper sind nicht auflösbar; Einige Einrichtungen sind nur auflösbar. Nicht jedes Tier ist sterblich.
nicht jedes Tier, unsterblich. Was aufgelöst werden kann, kann auch zerstört werden; das Dauerhafte ist
das Unveränderliche; das, was sich nicht ändert, ist das Ewige. Was dauer wird, dauerhaft vergeht; Was
einmal dauerhaft wird, zunichte dauerhaft nimmer wird, noch etwas anderes wird.

8.

Erstens GOTT; zweitens der Kosmos (die Welt); Drittens der Mensch. Der Kosmos, um der Menschheit
willen; und der Mensch um GOTTes willen. Der sinnliche/irrationale Teil der Seele (Geist) ist sterblich. ihr
unsinnlicher/rationaler Teil, unsterblich. Alles Wesen unsterblich; alles Wesentliche, frei von



Veränderungen. Alles, was existiert, ist zweilich; Nichts von bestehenden Dingen bleibt. Nicht alle werden
von der Seele bewegt; Die Seele bewegt alles, was existiert.
9.

Alles was leidlich empfindsam; nicht alles, was empfindsam ist, leidlich. Alle, die Schmerz empfinden,
haben auch Lusterlebnisse - sterbliches Leben; Nicht alles, was Lust erfährt, fühlt auch Schmerz,
unsterbliches Leben. Nicht jeder Körper für Krankheiten empfindlich. alle Körper, die
krankheitsempfindlich, auch der Auflösung unterliegen.

10.

Der Genius/Geist ist in GOTT; die Verständigkeit im Menschen. Die Venrunft liegt im Genius/Geist; der
Genius/Geist ist über alles Leiden/Leidenschaft. Nichts im Körper stimmig, alles im Körperlosen frei von
dem, was unstimmig. Alles was generiert wird, der Veränderung unterliegt; Nicht alles, was wird, muss
aufgelöst werden.

11.

GOTT ist gut; [und] der Mensch schlecht. Gut ist gewollt (willensfrei); schlecht ist gegen den Willen. Die
Götter (die Äthranen) wählen, was gut und lieb ist. Das gute Gesetz des Allmächtigen Gesetz des Guten;
Gesetz des Guten ist das Gesetz. Zeit für die Götter Gesetz über die Menschen, schlecht das Zeug, das
die Welt ernährt; Zeit ist das, was dem Menschen den Garaus macht.

12.

Alles in Himmeln (im Himmel) frei von Veränderungen; Alles auf Erden (der Erde) ihm unterworfen. Nichts
in Himmeln (im Himmel) Knecht/Sklave. Nichts auf Erden frei ist. Nichts kann in Himmeln (im Himmel)
nicht erkannt werden; Nichts bekannt auf Erden (der Erde) kann werden. Nicht passend die Dinge auf Erden
(der Erde) den Dingen in Himmeln (im Himmel). Alle Dinge in Himmeln (im Himmel) schuldfrei seien;
schuldvoll alle auf Erden (der Erde). Nicht sterblich der Unsterbliche; nicht unsterblich der Sterbliche.
Was angesät wird, wird nicht immer hervorgebracht; aber das, was hervorgebracht wird, muss
ausnahmslos angesät gewesen.

13.

Nun, für einen Körper, der aufgelöst werden kann, gibt es zwei „Zeiten“: - die Periode von ihrer Aussaat bis
zu ihrer Geburt und von ihrer Geburt bis zu ihrem Tod; aber für einen ewigen Körper allein die Zeit von
Geburt an. Dinge Auflösung unterliegen wachsen und schwinden. Die Sache, die auflöslich, durchläuft zwei
gegensätzliche Transformationen: - Tod und Geburt; aber immerwährend wandelt sie sich entweder in sich
selbst oder in Dinge wie sich selbst um. Die Geburt des Menschen ist der Beginn seiner Auflösung; die
Auflösung des Menschen zu Beginn seiner Geburt. Das, was vergeht, kommt wieder; und was
wiederkommt, vergeht.

14.

Einige der existierenden Dinge befinden sich in Körpern, einige in Formen und einige in Aktivitäten/
Operationen. Körper in Formen; und Form und Energie/Erg im Körper. Die Unsterblichen teilen nichts am
Sterblichen; die Sterblichen teilen am Unsterblichen. Der sterbliche Körper steigt nicht in das
Unsterbliche auf; der Unsterbliche steigt in den sterblichen Rahmen hinab. Aktivitäten/Operationen
steigen nicht auf, aber sie steigen ab.

15.

Die Dinge auf Erden bringen den Dingen in Himmeln keinerlei Nutzen; Die Dinge in Himmeln schütten einen
jeden Dingen auf Erden. Der Ewigdingen Himmeln der Behälter von diesen Verderblichen auf Erden. Erden
irrational/unsinnig; der Himmel rational/sinnig. Die Dinge Himmeln sind dadrunter; die Dinge auf Erden über
Erden. Himmeln ist das Erstelement; das letzte Element Erden. Fatum/Vorsehung ist GOTTes Ordnung;
Notwendigkeit ein Mittel der Vorsehung. Das Fortune/Schicksal ist der Lauf der Unordnung, das Faksimile/
Abbild der Operation/Tätigkeit, die falsche Meinung. Was ist dann GOTT? Das Gute, das unveränderliche. Was
ist dann Mensch? Das Schlechte, das unveränderlich ist.

16.

Wenn du dich an diese Hauptdinge entsinnst, wirst du dich auch daran entsinnen, was ich dir schon mit
mehr Wortschatz dargelegt habe. Denn diese Zusammenfassungen sind davon. Vermeide jedoch, mit der
Menge über diese Dinge zu sprechen; nicht dass ich möchte, dass du sie selbstsüchtig für dich tust
behalten, sondern eher, dass du der Menge nicht lächerlich mögest erscheinen. Denn das Gleiche akzeptabel
ist für das Gleiche; Das Unähnliche ist niemals ein Freund des Unähnlichen. Solche Gewörter/Predigten
(Logos) haben nur sehr wenige, ihnen Gehör gebend; nein, wahrscheinlich haben sie nichtmal die wenigen.



Darüber hinaus haben sie eine seltsame Macht/Kraft. denn sie provozieren das Böse umso mehr zum
Übleren. Darum solltest du, o Sohn, die Menge schützen vor derontselbsten, denn sie ignorieren die
Macht/Kraft des Gesagten.
17.

Tut. Was meinst du, o Vater? Herm. Dies, mein Sohn! Alles, was im Menschen zoon/tierisch ist, ist
stärker als das Gute. ja, es lebt mit ihm zusammen, weil es sein Mitbestreiter ist. Wenn nun dieses
Zoon/Tier lernen sollte, dass der Kosmos der Generation/Genese unterliegt, und alle Dinge nach Vorsehung/
Fatum und Notwendigkeit kommen und gehen, das Fortune/Schicksal, das alle regiert, wird es in kürzester
Zeit schlimmer werden, als es jetzt ist, und das Denken Verachtung des Ganzen (Universum), alsdann der
Generation/Genese unterworfen, und dem Fortune/Schicksal, die alle Ursachen für das Böse zu nennen,
würde niemals von jeder bösen Tat aufhören. Deshalb auf sie Acht solltest geben, in Anbetracht sie in
Ignoranz/Unwissenheit gelassen, weniger schlecht werden, als durch Angst vor dem Unbekannten.

Das Ende des Zwiefalzes des ersten Buches von Hermes, DIE BOTSCHAFT . . .




Das zweite Buch
Die OFFENKUNDUNG HIRTERMANS/POEMANDERS
1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.
11.

12.

13.

14.

MEINE GEDANKEN, die einmal ernsthaft über Dinge beschäftigt waren, die sind, und mein Verständnis
erhöht, alle meine körperlichen Sinne sind ausserordentlich zurückgehalten, wie es mit ihnen ist, die
vom Schlafe schwer sind, entweder wegen der Fülle des Fleisches oder der körperlichen Arbeit:
Midünkte, Ich sah, wie ich einen von großer Statur und von unendlicher Größe sah, rufet mich bei
meinem Namen und zu mir spricht: Was willst du hören und sehen? Oder was würdest du verstehen zu
lernen und zu wissen?
Dann sagte ich: Wer bist du? Ich bin, sprach er, Poemander (der Hirteman/der Hirte der Menschen), der
Verstand des großen Herrn, der mächtigste und absolute Imperator: Ich weiß, was du haben würdest, und
ich bin immer bei dir anwesend.
Dann sagte ich: Ich würde die Dinge lernen, die sind, und ihre Natur verstehen und Gott kennenlernen. Wie?
sagte er. Ich antwortete, dass ich gerne hören würde. Da sprach er: Hab mich wieder in deinen Gedanken, und
was auch immer du lernen würdest, ich werde es dir beibringen.
Als er dies gesagt hatte, war er in seiner Idee oder Form verändert, und sofort, im Augenblick, wurden mir
alle Dinge geöffnet. Und ich sah einen unendlichen Anblick, alle Dinge wurden leicht, sowohl süß als auch
außerordentlich angenehm; und ich war wunderbar erfreut, es zu sehen.
Aber nach einer Weile wurde zum Teil eine Dunkelheit gemacht, die schräg herabkam, ängstlich und
abscheulich, die mir in eine gewisse feuchte Natur zu verwandeln schien, unaussprechlich beunruhigt,
die Rauch wie vom Feuer hervorbrachte; und woher eine Stimme unaussprechlich, und sehr traurig, aber
unartikuliert weiterging, insofern es schien, vom Licht zu kommen.
Dann fügte sich aus diesem Licht ein gewisses heiliges Wort der Natur hinzu und überflutete das reine
und unvermischte Feuer aus der feuchten Natur in der Höhe. es war mehr als Licht und scharf und
operativ. Und die Luft, die auch leicht war, folgte dem Geist und trauerte zum Feuer (von der Erde und vom
Wasser), so dass es zu hängen schien und davon abhing.
Und die Erde und das Wasser blieben von selbst so vermischt, dass die Erde nicht für das Wasser
gesehen werden konnte, aber sie wurden bewegt wegen des spirituellen Wortes, das über sie getragen
wurde.
Dann sprach Poemander zu mir: Verstehst du diese Vision und was sie bedeutet? Ich werde es wissen,
sagte ich. Dann sagte er: Ich bin das Licht, der Verstand/der Geist, dein Gott, der vor jener feuchten Natur
ist, die aus der Finsternis auftauchte. und dieses helle und lichtvolle Wort aus dem Verstand/Geist ist
der Sohn Gottes.
Wie ist das, sprach ich? Dies, so antwortete er, verstehe es: Was in dir sieht und hört, das Wort des
Herrn, und der Verstand/Geist des Vaters, Gott, unterscheiden sich nicht voneinander; und die
Vereinigung von diesen ist Leben. Trismeg. - - Ich danke dir. Pimand. - - Aber stell dir zuerst das Licht
in ihren Gedanken vor und erkenne es.
Als er das gesagt hatte, schauten wir lange Zeit beständig übereinander, so sehr, dass ich an seiner Idee
oder Form zitterte.
Aber als er mir zunickte, sah ich in meinem Verstand das Licht, das in Kräften, unzählig sind, und die
wahrhaft unbestimmte Ornament oder Welt; und dass das Feuer in oder durch eine große feuchte Macht
begriffen oder enthalten ist, und gezwungen ist, seine Station zu behalten.
Diese Dinge habe ich verstanden, als ich das Wort sah, oder Pimander; und als ich mächtig entrückt war,
sagte er wieder zu mir: Hast du in deinem Geist diese archetypische Form gesehen, die vor dem endlosen
und unendlichen Anfang war? Also Pimander zu mir. Woher aber, sprach ich, oder wovon sind die Elemente
der Natur gemacht? Pimander. - - Vom Willen und Ratschluß Gottes; Der das Logos/das Wort nahm und die
schöne Welt (im Archetypus davon) betrachtete, ahmte es nach und machte diese Welt durch die
Prinzipien und vitalen Samen oder seelenähnlichen Produktionen von sich selbst.
Denn der Verstand ist Gott, männlich und weiblich, Leben und Licht, durch sein Wort ein anderer Verstand
oder Arbeiter hervorgebracht; Als Gott des Feuers und des Geistes gestalteten und formten sie sieben
andere Gouverneure, die in ihren Kreisen die empfindsame Welt enthalten, deren Regierung oder Disposition
Fügung oder Schicksal genannt wird.
Geradeaus sprangen oder erhöhten sich von den abwärts gerichteten Elementen Gottes, dem Wort Gottes,
in die reine und pure Handwerkskunst der Natur, und wurde mit dem Arbeiter, Verstand/Geist, vereinigt,
weil es wesensgleich war; und so wurden die abwärts geborenen Elemente der Natur ohne Vernunft
verlassen, damit sie die einzige Angelegenheit sein könnten.



15.

16.

17.

18.
19.

20.
21.

22.

23.

24.

25.
26.

27.

28.
29.

30.
31.
32.
33.

34.
35.
36.

Aber der Arbeiter, der Verstand/Geist, zusammen mit dem Logos/Wort, der die Kreise enthielt und sie
herumwirbelte, drehte sich wie ein Rad, seine eigenen Arbeiterschaften; und zwang sie, dass sie von
einem unbestimmten Anfang zu einem unbestimmbaren Ende gemacht wurden, weil sie immer beginnen,
wo sie enden.
Und die Zirkulation oder das Umlaufen dieser, wie der Verstand es wünscht, aus den niederen oder nach
unten geborenen Elementen, brachte unvernünftige oder brutale Kreaturen hervor, denn sie hatten keine
Vernunft, die Luft liess Dinge fliegen und das Wasser welch geschwommen .
Und die Erde und das Wasser waren getrennt, einer von dem anderen, wie der Verstand es wollte; und die
Erde brachte aus sich selbst hervor, solche Lebewesen wie sie, vierfüßige und kriechende Biester, wild
und zahm.
Aber der Vater aller Dinge, der Verstand/Geist ist Leben und Licht, brachte Mensch hervor wie er selbst,
den er liebte, als seinen richtigen Geborenen; denn er war ganz schön und hatte das Bild seines Vaters.
Denn in der Tat war Gott seiner eigenen Form oder Gestalt außerordentlich verbunden und gab ihm all seine
eigenen Arbeitsgewohnheiten. Aber er, der die Kreation des Arbeiters im Ganzen sah und verstand, musste
auch selbst an die Arbeit machen und wurde so vom Vater getrennt, indem er sich in der Sphäre der
Erzeugung oder der Operation befand.
Er hatte alle Macht und betrachtete die Operationen oder Arbeiterschaften der Sieben; aber sie liebten ihn,
und jeder machte ihn zum Teilhaber seiner eigenen Ordnung.
Und er lernte fleißig und verstand ihre Essenz und nahm an ihrer Natur teil, entschlossen, den Umfang
der Kreise zu durchstechen und zu durchbrechen und die Macht dessen zu verstehen, der auf dem Feuer
sitzt.
Und da bereits alle Kraft der sterblichen Dinge, der Lebenden und der unvernünftigen Geschöpfe der Welt
hatte, bückte sich und guckte durch die Harmonie und durchbrach die Stärke der Kreise, so zeigte und
offenbarte sie die nach unten Geborenen Natur, die schöne und schöne Form oder Gestalt Gottes.
Welch, als er sah, dass er die masslose Schönheit und alle Handlungen der sieben Gouverneure/Statthalter
und die Gestalt Gottes hatte, lächelte er aus Liebe, als ob er die Gestalt oder Ähnlichkeit im Wasser gesehen
hätte. oder der Schatten auf der Erde, der schönsten menschlichen Form.
Und indem sie im Wasser eine Gestalt sah, eine Gestalt wie sie selbst, liebte sie sie und wollte mit ihr
zusammenleben, und unmittelbar nach der Auflösung folgte die Operation und brachte das unvernünftige
Bild oder Gestalt hervor.
Natur gegenwärtig das ergreift, was sie so sehr liebte, hat sich ganz davon eingeschlossen, und sie
wurden vermischt, weil sie einander liebten.
Und aus dieser Ursache ist der Mensch über alle Dinge, die auf der Erde leben, doppelt: Sterblich, wegen
seines Körpers und unsterblich, wegen des substanziellen Menschen. Weil er unsterblich ist und die
Kraft aller Dinge hat, bezwingt er jetzt sterbliche Dinge und unterliegt Fügung oder Schicksal.
Und deshalb ist er über aller Harmonie und ist ein Diener der Harmonie, er ist Hermaphrodit oder männlich
und weiblich, und wachsam wird er von einem Vater regiert und unterworfen, der beides, männlich und
weiblich, und wachsam.
Nach diesen Dingen sagte ich: Du bist mein Verstand und ich bin in die Vernunft verliebt.
Dann sprach Pimander: Dies ist das Mysterium, das bis heute verborgen und geheim ist; denn die Natur,
die sich mit dem Menschen vermischte, brachte ein wunderliches Wunder hervor; denn er hatte das
Wesen der Harmonie der Sieben, von dem ich dir sagte, das Feuer und der Geist, Natur fuhr nicht fort nur,
sondern brachte sofort sieben Menschen hervor, alle Männer und Frauen, und erhaben, oder in hohem
Niveau, nach der Natur der sieben Gouverneure/Statthalter.
Und nach diesen Dingen, o Pimander, sagte ich, bin ich jetzt in ein großes Verlangen hineingekommen und
sehne mich danach, zu hören; nicht abschweifen oder auslaufen.
Aber er sagte: Bleib still, denn ich habe die erste Rede noch nicht beendet.
Trism. Siehe, ich schweige.
Pim. Die Generation doch dieser Sieben war also auf diese Weise: - Die Luft (Erde?) war Feminin und das
Wasser begierig nach Kopulation, nahm vom Feuer ihre Reife und vom Äthergeist, und so erzeugte Natur
Körper nach der Art und Form der Menschen.
Und der Mensch wurde aus Leben und Licht, in Seele und Verstand/Geist gemacht; des Lebens die Seele,
des Lichtes der Verstand/Geist.
Und so fuhren alle Glieder der empfindungsfähigen Welt fort bis an die Periode des Ends, die Vollendung
der Entwicklung der Uranfängen und der Arten, tragen die Herrschaft und das Erzeugen.
Höre nun den Rest dieser Rede, die du so sehr Begehrens bist zu hören.



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Als diese Periode vollfüllt war, wurde das Band aller Dinge durch den Willen Gottes gelöst und vereint; weil
alle Lebewesen, hermaphroditisch oder männlich und weiblich waren, wurden zusammen mit dem
Menschen gelöst und vereint; und so waren die Männlein getrennt für sich und ebenso die Weiblein.
Und gradeweges sagte Gott zum Heiligen Wort: Steigere und vermehre alle deine Kreaturen und
Arbeiterschaften. Und laß ihn, der mit Verstand begabt, sich für unsterblich halten; und dass die Ursache
des Todes die Liebe zum Leib/Fleisch ist, und lasst ihn alles lernen, was ist.
Als er gesagt hatte dieswelch, Vorsehung durch Fügung der Harmonie, machte die Mischungen aus den
Paaren nach den notwendigen und harmonischen Gesetzen und etablierte die Generationen, und alle Dinge
wurden entsprechend ihrer Art multipliziert. Und der, der sich selbst erkannte, kam längstens zur
Überlegenheit jeder Art wesentlich zugute.
Aber wer dies durch den Irrtum der Liebe zum Leib/Fleisch liebte, der bleibt in der Finsternis
herumwandern, empfindungsfähig und leidet die Dinge des Todes.
Trism. Aber warum sind sie so ignorant, sündigen so sehr, dass sie deshalb der Unsterblichkeit beraubt
werden?
Pim. Scheint deiner, dass du nicht verstanden hast, was du gehört hast. Sagte ich dir nicht, dass du
nachdenken sollst?
Trism. Womöglich scheine ich dir nur so. aber ich verstehe und erinnere mich an sie. Danke.
Pim. freuet mich für dich, dass du sie verstanden hast.
(Trism.) Sag mir, warum sind dann des Todes würdig, welch im Tode sind?
(Pim.) Trism. Denn dort geht eine traurige und trübe Finsternis von ihrem Körper; von welcher
Finsternis die feuchte Natur ist, von welcher feuchte Natur der Leib/Fleisch in der
empfindungsfähigen Welt besteht, wovon der Tod abgeleitet ist. Pim. - - Hast doch das richtig
verstanden?
(Trism.) Dann warum aber oder wie geht es, der sich selbst versteht, in Gott schreitet oder geht?
Pim. Was Gotteswort sagt. Sage ich: Weil der Vater aller Dinge aus Leben und Licht besteht, woraus der
Mensch gemacht ist.
(Trism.) Pim. Sehr gut.
Gott und der Vater ist Licht und Leben, aus welch der Mensch gemacht ist. Wenn du also lernst und
glaubst desselbigen, des Lebens und Lichts zu sein, dann wirst du wieder ins Leben eingehn. Diese die
Worte Pimandres gewesen.
Trism. Aber sag mir noch mehr, o mein Verstand, wie ich ins Leben gehe.
(Pim.) Gott spricht: Laß den Menschen, mit Verstand/Geist begabt, einprägen, bedeuteln und sich wohl
selbst erkennen.
Trism. Haben nicht alle Menschen Verstand/Geist?
Pim. Gib wohl Acht auf was was du sagst, denn ich, der Verstand, komme zu den Menschen, die heilig und
gut sind, rein und barmherzig und fromm und religiös leben; und meine Anwesenheit ist eine Hilfe für
sie. Und sie wissen sofort alle Dinge, und liebevoll bitten und besänftigen sie den Vater; und ihn segnen,
ihm Dank geben und für ihn Hymnen singen, geordnet und geleitet von kindlicher Zuneigung und
natürlicher Liebe, und eher ihre Körper in ihren Tod hingeben, hassen sie ihre Sinne, ihre Werke und
Operationen erkennend.
Eher werdend, der Geist selbst, nicht die Operationen oder Arbeiten erleiden, die dem Körper geschehen
oder gehören, um in ihnen vollendet und zur Vollkommenheit gebracht zu werden; aber da ich der Portier
oder Türsteher bin, werde ich die Eingänge des Bösen schließen und die nachdenklichen Wünsche der
schmutzigen Werke abschneiden.
Aber den Toren und Bösen und Schlechten und Neidischen und Begierigen und Mörderischen und Profanen
bin ich weit entfernt und gebiete dem rächenden Dämon Platz, der die Schärfe des Feuers auf ihn richtet
und einen solchen Menschen peinigt empfindungsfähig, und ihn um so mehr an alle Bosheit anheftend,
daß er die größere Strafe erhalte.
Und solch einer hört nie auf, unerfüllbare Wünsche und nicht zu befriedigende Begierden zu haben und
immer in die Dunkelheit zu drängen; da bedrückt ihn und peinigt der Dämon immerfort und vermehrt das
Feuer über ihn mehr und mehr.
Trism. Du hast, o du Verstand, mich am besten alle Dinge gelehrt, wie ich es wollte; aber sag mir, nachdem
die Rückkehr gemacht ist, was dann? Wohin die Hebung?
Pim. Zu allererst ist in der Auflösung des materiellen Körpers der Körper selbst der Veränderung und der
Form, in der er unsichtbar geworden ist, unterworfen; und die untätigen Manieren sind erlaubt und dem
Dämon überlassen, und die Sinne des Körpers kehren in ihre Quellen zurück, sind Teile und werden wieder
zu Operationen gemacht, und mischt sich mit den kosmischen Ergen.



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Und Ärger und Begierde gehen in die brutale oder unvernünftige Natur; und der Rest durchstrebt die
Harmonie.
Und der ersten Zone gibt sie die Kraft, die sie hat, zu wachsen und zu schwinden.
Zur zweiten die Machationen oder Verschwörungen des Übels und eine wirksame Täuschung oder
Handwerks.
Zur dritten, der müßigen Täuschung der Konkubinerie/Schürzenjägerei dann.
Zur vierten, der Wunsch zur Regel, und erbarmungsloser Ehrgeiz.
Zur fünften, profane Kühnheit und die kopflose Unbesonnenheit des Vertrauens.
Zur sechsten, böse und unfähige Anlässe des Reichtums.
In der siebten Zone, subtile Lüge, immer lauernd.
Und dann wird er von allen Harmonienhandlungen blos gemacht, kommt zur Achten Natur, hat seine
angepasste Kraft und singt Lobpreise dem Vater mit den Dingen, welch sind, und alle, die anwesend sind,
freuen sich und gratulieren dem Kommen davon; und wie sie denen gegenübergestellt wird, mit denen sie
sich unterhielt, hört sie auch die bestimmte Stimme der Mächte, die über der Achten Natur stehen, und
singen Lobpreise zu Gott, die ihnen eigen.
Und dann geordnet kehren sie zum Vater zurück, um sich selbst den Mächten zu übergeben und zu
Mächten zu werden, sie sind in Gott.
Dies ist das Gute Letztenden und für diejenigen, die gnosen (wissen), hin Gottes sich zu wünschen.
Ferner, warum sagst du, was bleibt, aber wenn du alle Menschen verstehst, wirst du ein Führer und
Wegweiser für die, die es wert sind; das ist die Art der Humanität oder der Menschheit, vielleicht von
Gott gerettet?
Als Pimander zu mir dies gesagt hatte, mischte er sich unter die Kräfte.
Aber ich, dankend und segnend den Vater aller Dinge, erhob mich, von ihm befähigt, und lehrte die Natur der
Natur des Ganzen, und die größte Sicht - oder Spektakel -gesehen.
Und ich fing an, unter den Menschen zu predigen, die Schönheit und Fairness von Frömmigkeit und
Gnosis (Wissen).
O ihr Pfulken, ihr Menschen, geboren und aus der Erde gemacht, die euch der Trunkenheit und dem Schlaf
und der Ignoranz Gottes haben gegeben, werdet nüchtern und hört auf mit eurer Unmässigkeit, zu der ihr
verlockt und durch brutalen und unvernünftigen Schlafe besucht werdet.
Und die mich hörten, kamen freiwillig und übereinstimmend; und dann sagte ich weiter:
Warum, o Menschen der Nachkommenschaft der Erde, warum habt ihr euch dem Tode ausgeliefert, die
Macht habt, an der Unsterblichkeit teilzuhaben? Tut Büsse und ändert eure Gedanken, ihr die zusammen in
Fehler schreitend und in Ignoranz verdunkelt worden seid.
Geht weg von diesem dunklen Licht, seid Teilhaber der Unsterblichkeit und verlasset oder gebet auf die
Korruption.
Und einige von denen, die mich hörten, höhnten und verachteten, gingen weg und übergaben sich dem Weg
des Todes.
Aber andere, die sich vor meinen Füßen niederwerfen, flehten mich an, dass sie unterrichtet werden
könnten; Aber ich, ließ sie aufstehen und wurde ein Führer der Menschheit, indem ich ihnen die Gründe
darlegte, wie und auf welche Weise sie gerettet werden können. Und ich säte in ihnen die Worte der
Weisheit und ernährte sie mit ambrosischem Wasser der Unsterblichkeit.
Und als es Abend ward und der Glanz desselben ganz zu sinken begann, gebot ich ihnen, runterzugehen. Ich
gebot ihnen, Gott zu danken. und als sie ihre Danksagung beendet hatten, kehrten alle in sein eigenes
Logies zurück.
Aber ich schrieb in mir die Fülle und Wohltätigkeit von Pimander; und bin erfüllt mit dem, was ich am
meisten wünschte, außerordentlich froh ich war.
denn der Schlaf des Körpers ward die nüchterne Wachsamkeit des Verstandes/Geistes; und das
Schließen meiner Augen die wahre Sahe, und mein Ruhn groß mit Kind und voll des Guten; und das
Aussprechen meiner Worte die Blüten und Früchte der guten Dinge.
Und so begab es sich oder passierte mit mir, was ich von meinem Verstand/Geist erhielt, das ist
Pimander, der Herr des Wortes; wodurch ich von Gott mit der Wahrheit inspiriert wurde.
Aus diesem Grund, lobe und segne ich in Gott, den Vater, mit meiner Seele und ganzer Kraft.
Heilig ist Gott, der Vater aller Dinge.
Heilig ist Gott, dessen Wille von seinen eigenen Kräften ausgeführt und vollendet wird.
Heilig ist Gott, der determiniert bekannt zu werden, und bekannt ist durch seinetselbsten oder
diejenigen, die seins welch.
Heilig bist Du, der durch dein Wort all Dinge geschaffen hat.
Heilig bist Du, von dem die ganze Natur Bild.



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Heilig bist Du, von dem die Natur hat kein Bild.
Heilig bist Du, der Du bist stärker als alles Macht.
Heilig bist Du, der Du bist stärker als alles Hervorragende.
Heilig bist Du, der Du bist besser als alles Lob.
95. Akzeptiere diese angemessene Opfer von einer reinen Seele und einem Herzen, das sich zu dir
hinstreckt.
O unaussprechlich, unsagliche, gepriesen wirst Du mit Schweigen!
Ich flehe dich an, dass ich niemals von deinem Wissen irr werd. Sieh gnädig auf mich und ermächtige
mich und erleuchte mit dieser Gnade diejenigen, die in Ignoranz sind, die Brüder meiner Art, aber deine
Söhne.
Dewegen glaube ich an Dich und ich bezeuge es und gehe ein in das Leben und Licht.
Gesegnet seist du, o Vater; Dein Mann würde mit dir geheiligt werden, wie du ihm alle Macht hast gegeben.

Das Ende des zweiten Buches, Namens POEMANDER . . .




Das dritte Buch
DER HEILIGE SERMON
1.

Die Herrlichkeit aller Dinge, Gott, und das, was göttlich ist, und die göttliche Natur, das Ursein der Dinge, die
sind.
2. Gott und der Verstand/Geist, und Natur und Materie, und Operation/Arbeit, und Notwendigkeit und Belang und
die Weisheit lässt das Universum erscheinen, sein göttliches Ursein Operation oder Arbeit und
Notwendigkeit, und Zielbewandtnis und Renovation.
3. Denn im Chaos gab es eine unendliche Finsternis in Abyss oder bodenlose Tiefe und Wasser und
Feinsinniges in Intelligiblem Geist. in Kraft und aus dem Duster da ging raus das Heilige Licht, und die
Elemente wurden aus dem Sand, raus aus der feuchten Substanz verdichtet/geronnen.
4. Und alle Götter/Anherrn unterschieden die Natur voller Samen.
5. Und als alle Dinge indeterminiert und ungemacht waren, waren die leichten Dinge hochgeteilt. Und die
schweren Dinge waren auf dem feuchten Sand gegründet, alle Dinge wurden durch das Feuer determiniert
oder differenziert und abgefangen oder aufgehängt durch den Geist, sie wurden so getragen, und der Himmel
wurde in sieben Kreisen gesehen.
6. Und die Götter wurden in ihren Ideen der Sterne mit all ihren Zeichen gesehen, und die Sterne wurden mit
den Göttern in ihnen nummeriert. Und die Sphäre war ganz von Luft gesäumt, von dem Geist Gottes in einer
Kreisbewegung getragen.
7. Und jeder Gott tat durch seine interne Macht, was ihm geboten war; und es wurden vierfüßige Dinge
gemacht, und kriechende Dinge, und was für Leben im Wasser, und was fürs Fliegen, und jeder fruchtbare
Samen, und Gras, und die Blumen aller Grünen, all das, welch in sich die Samen der Regeneration gesät hat.
8. Genau so die Generationen der Menschen, zur Kenntnis der göttlichen Werke und ein lebendiges oder
arbeitendes Zeugnis der Natur und einer Vielzahl von Menschen, und die Herrschaft aller Dinge unter dem
Himmel, und die Kenntnis der guten Dinge, und in zunehmendem Maße erhöht werden und in der Menge
multipliziert werden.
9. Und jede Seele im Fleische, durch das wunderbare Wirken der Götter in den Kreisen, zum Anschauen des
Himmels, der göttlichen Werke und der Operationen der Natur; und für Zeichen von guten Dingen und die
Kenntnis der göttlichen Macht, und um jede schlaue Kunst der guten Dinge herauszufinden.
10. So fängt es an, in ihnen zu leben, und weise zu sein gemäß der Operation des Kurses der kreisförmigen
Götter; und in den großen Monumenten und Erinnerungen der listigen Werke, die auf der Erde geschehen
sind, lösen und sie in der Dunkelheit der Zeit lesen zu lassen.
11. Und jede Erzeugung von lebendigem Fleisch, von Früchten, Samen und allem Handwerk, obwohl sie verloren
sind, muß notwendigerweise erneuert werden durch die Erneuerung der Götter und der Natur eines
Kreises, der sich in der Zahl bewegt; denn es ist eine göttliche Sache, dass jede weltliche Temperatur von
der Natur erneuert werden sollte; denn in dem, welch göttlich ist, ist auch die Natur etabliert.
Das Ende der Fragmente des Dritten Buches, DER HEILIGE SERMON . . .




Das vierte Buch
DER AUFMACHER
1.
2.
3.

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10.
11.
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20.
21.
22.

Die Rede gestern, o Asklepios, habe ich dir gewidmet; An diesem Tag ist es passend, Tat zu widmen, weil es
ein Epitom jener allgemeinen Reden ist, die mit ihm gesprochen wurden.
Gott also, und der Vater, und das Gute, o Tat, haben die gleiche Natur oder vielmehr auch die gleiche Tat und
Operation.
Denn es gibt einen Namen oder eine Bezeichnung der Natur oder der Steigerung/Vermehrung, die sich auf
veränderliche Dinge beziehen, und einen anderen über Dinge, die unveränderbar sind, und über Dinge, die
unbeweglich sind, das heisst, göttliche Dinge und humane/menschliche; jeder von dem, was er selbst
sein wird; aber Aktion oder Operation ist etwas anderes oder anderswo, wie wir es in anderen Dingen,
göttlich und human/menschlich, gelehrt haben, welch hier auch verstanden werden müssen.
Für seine Operation - oder Akt - ist sein Wille und seine Essenz, alles zu Wollen zu sein.
Für was ist Gott und der Vater, und das Gute aber das Sein aller Dinge, die noch nicht sind, und die Existenz
selbst jener Dinge, die sind?
Das ist Gott, das ist der Vater, das ist das Gute, wozu nichts anderes vorhanden ist oder nahe kommt.
Für die Welt und die Sonne, die auch ein Vater durch die Partizipation/Teilnahme ist, ist nicht für alles
gleichermassen die Ursache des Guten und des Lebens der Lebewesen. Und wenn das so ist, so wird er
ganz durch den Willen des Guten eingeschränkt, ohne den es weder möglich ist, noch gezeugt oder
geschaffen zu werden.
Aber der Vater ist die Ursache seiner Kinder, die einen Willen haben, sowohl das, was durch die Sonne gut
ist, zu säen als auch zu nähren.
Für Gut ist immer aktiv oder beschäftigt im Machen; und das kann nicht anders sein als das, das nichts
nimmt und doch alle Dinge zu sein wollend. Denn ich will nicht sagen, o Tat, ihr Machen; denn der, der
machend, ist in viel Zeit defektiv/fehlerhaft, in der manchmal er nicht machet ebenso von Quantität und
Qualität; denn manchmal machet er solche Dinge, die Quantität und Qualität haben, und manchmal das
Gegenteil.
Aber Gott ist der Vater und das Gute, in Sein aller Dinge; denn er wird beides sein dies und das, und all das
nun für sich selbst (wie es wahr ist) in ihm, welch es sehen kann.
Für alles andere ist für dies, es ist die Eigenschaft des Guten, bekannt zu sein. Das ist das Gute, o Tat.
Tat. Du hast uns erfüllt, o Vater, mit einer Sicht, beides, gut und angemessen, und das Auge meines
Verstandes/Geistes ist durch die Sicht - oder das Spektakel - fast heiliger geworden.
(Trism.) Ich wundere mich nicht darüber, denn die Sicht des Guten ist nicht wie der Strahl der Sonne,
welcher von einem feurig leuchtenden Glanz das Auge durch sein übermäßiges Licht blind machet, welch
darauf erstarrt; eher das Gegenteil, weil es erleuchtet/aufklärt, und so viel das Licht des Auges vergrößert,
als jeder Mann in der Lage ist, den Einfluss dieser intelligiblen Klarheit zu erhalten von der idealen Grösse.
Denn es ist flinker und scharfer zu durchbohren, und unschuldig - oder harmlos - obendrein und voller
Unsterblichkeit; und die in der Lage sind, und können jedes Geschäft dieses Spektakels und Sicht
ziehen, viele Male vom Körper, in diese am meisten angemessene und schöne Vision, in den Schlaf falle;
Was Celius und Saturn, unsere Vorfahren, erhalten haben.
(Tat.) Vorstellig wir, würden es auch, o Vater, so tun können?
Trism. Vorstellig wir, würden es können, o Sohn; aber in der Gegenwart sind wir der Vision weniger
bewußt und können noch nicht die Augen unseres Verstandes/Geistes öffnen, um die unverfängliche
und unbegreifliche Schönheit dieses Guten zu sehen; aber dann wir werden es sehen, wenn wir überhaupt
nichts davon zu sagen haben.
Denn Gnosis (Wissen) dess ist eine göttliche Stille und der Rest aller Sinne; denn weder kann der, der es
versteht, irgendetwas anderes verstehen, noch der, der es sieht, sehen irgendetwas anderes, noch hören
etwas anderes, noch in Ganzen den Körper bewegen.
Denn beständig auf und um den ganzen Geist am Scheinen, erleuchtet es die ganze Seele; und es verliert es
aus den körperlichen Sinnen und Bewegungen, es zieht es aus dem Körper und verwandelt es ganz in die
Essenz Gottes.
Denn es ist möglich der Seele, o Sohn, göttlich zu werden, während sie nun im Körper des Menschen
noch ist, ob sie über die Schönheit des Guten nachdenkt.
Tat. Wie meinst du, vergöttern, Vater?
Trism. Es gibt Unterschiede, o Sohn, für jede Seele, kontinuierlich Veränderungen unterworfen.
Tat. Aber wie teilst du die Veränderungen wieder auf?



23.

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Trism. Hast du nicht in den allgemeinen Reden gehört, dass von einer Seele des Universums alle jene
Seelen sind, die auf der Welt sozusagen auf und nieder geworfen werden sozusagen und getrennt geteilt
werden? Von diesen Seelen gibt es viele Veränderungen, einige in einen glücklicheren Zustand, und einige
ganz im Gegenteil; denn die Dinge, die kriechend sind, werden in solche von wässerigen Dingen
verwandelt; und die der Dinge, die im Wasser leben, denen der Dinge, die im Land leben; und die der Dinge, die
am Land leben, denen der Dinge, die luftig sind; und Luftige welche werden in Menschen verwandelt, und
menschliche Seelen, die Unsterblichkeit besitzen, werden in Dämonen verwandelt.
Und so gehen sie weiter in die Sphäre oder Region der fixierten Götter; denn es gibt zwei Chöre - oder
Kompanien - von Göttern, von denen der, der wandert und ein anderer von ihnen fixiert; Und das ist der
vollkommene Ruhm der Seele.
Aber die Seele, die in den Körper eines Menschen eintritt, wird, wenn sie weiterhin böse ist, weder
Unsterblichkeit kosten noch Teilhaber des Guten sein.
Aber auf denselben Weg zurück, kehrt sie in kriechende Dinge zurück; Und das ist die Verurteilung einer
bösen Seele.
Und die Bosheit einer Seele ist Ignoranz/Unwissenheit; für die Seele, die nichts von dem weiß, was ist,
weder die Natur von ihnen noch das, was gut ist, aber geblendet ist, hastend und rasend nach den
körperlichen Leidenschaften (Leiden und Begierden); und unglücklich wie sie ist, und sich selbst nicht
erkennend, dient sie fremden Körpern und bösen welchen, trägt den Körper als eine Bürde, und regiert
nicht, sondern beherrscht. Und dies ist der Unfug der Seele.
Im Gegenteil, die Tugend der Seele ist Gnosis (Wissen); denn der, der weiß, ist beides gut und religiös
und schon göttlich.
Tat. Aber wer ist so einer, o Vater?
Trism. Er, der weder viel spricht noch viele Dinge hört; denn der, oh Sohn, der zwei Reden redet oder
Anhörungen, in den Schatten kämpfet.
Denn Gott und der Vater und das Gute weder zu sprechen noch zu hören.
Dies ist so in allen Dingen, die sind, sind die Sinne, weil sie nicht ohne sie sein können.
Aber Gnosis (Wissen) unterscheidet sich sehr vom Sinn; Denn Sinn ist von Dingen, die ihn
überwinden, aber Wissen ist das Ende von Sinn/Erkennen.
Sinn/Erkennen ist das Geschenk Gottes; denn alles Wissen ist unbeteiligt, aber benutzt den Verstand/
Geist als ein Instrument, so wie der Verstand/Geist den Körper benutzt.
Daher, beides, intelligible und materielle Dinge, gehen beide für ihn in Körper; denn, der Kontraposition, das
ist, eine setzen gegen die andere, und Gegensätzlichkeit, alle Dinge müssen bestehen. Und es ist
unmöglich, es anders sein solle.
Tat. Wer, also, ist dieser materielle Gott?
Trism. Die Welt angemessen und schön, und doch ist sie nicht gut; denn sie ist materiell und leicht
passioniert/passabel, ja sie ist das erste aller passionierten/passablen Dinge; und das zweite der Dinge, die
sind, und etwas anderes bedürftig oder wollend. Und es wurde einmal gemacht und ist immer, und ist
immer in Erzeugung, und gemacht, und macht fortwährend, oder erzeugt Dinge, die Quantität und Qualität
haben.
Denn es ist beweglich, und jede materielle Bewegung ist Erzeugung; aber die intellektuelle Stabilität
bewegt die materielle Bewegung nach dieser Weise.
Weil die Welt eine Sphäre ist, das heisst ein Kopf, und über dem Kopf da ist nichts Materielles, alsdann
nichts Geistiges ist unter den Füßen.
Das ganze Universum ist materiell: Der Verstand ist der Kopf und er wird sphärisch bewegt, das heisst
wie ein Kopf.
Was auch immer, deshalb, mit der Membrane - oder Film - des Kopfes verbunden oder vereinigt ist, worin
die Seele ist, ist unsterblich, und wie in der Seele eines gemachten Körpers hat ihre Seele voller des
Körpers; aber diejenigen, die weiter von dieser Membrane entfernt sind, haben den Körper voller der Seele,
und sterblich.
Das Ganze ist ein lebender Wicht und besteht deshalb aus Material und Intellektuellen.
Und die Welt ist der erste und der Mensch der zweite lebende Wicht nach der Welt, aber der erste von
Dingen, die sterblich sind; und deshalb hat was auch immer Nutzen der Seele, alles andere haben; Und doch
ist er nicht nur nicht gut, sondern schlicht böse, alsdann sterblich seiend.
Denn die Welt ist nicht gut, alsdann sie beweglich ist; noch böse, alsdann sie unsterblich ist.
Aber der Mensch ist böse, beides, alsdann beweglich er ist und alsdann sterblicher er ist.
Aber die Seele des Menschen wird in dieser Weise getragen, der Verstand ist in Vernunft, Vernunft im
Geist, der Geist in der Seele, die Seele im Körper.



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Die Seele, die durch die Adern und Arterien und das Blut verbreitet wird und durchgeht, bewegt beide die
lebendige Kreatur, und auf irgend Weise trägt es.
Weshalb einige auch die Seele für Blut gehalten haben, in der Natur betrogen, nicht gewußt, daß zuerst die
Seele in den Geist zurückkehren muß, und dann wird das Blut erstarren, und die Adern und Arterien
entleeren sich, und dann stirbt das Lebewesen: Und das ist der Tod des Körpers.
Alles hängt von einem Anfang ab, und der Anfang hängt von dem ab, das eins ist und allein.
Und der Anfang ist bewegt, damit es wiederum ein Anfang sei; aber was eins ist, besteht und bleibt und
ist nicht zu bewegen.
Es gibt also diese drei, Gott, der Vater, und das Gute, die Welt und der Mensch. Gott hat die Welt, und die
Welt hat den Menschen; und die Welt ist der Sohn Gottes, und der Mensch wie der Sprössling der Welt.
Denn Gott den Menschen nicht ignorierend, sondern kennt ihn vollkommen und will von ihm erkannt
werden. Das ist alleine für den Menschen heilsam, die Erkenntnis Gottes: Dies ist die Rückkehr des
Olymp; damit alleine wird die Seele gut gemacht, und nicht manchmal gut, und manchmal böse, aber gut
zwangsläufig.
Tat. Was möchtest du damit sagen, o Vater?
Trism. Bedenke, o Sohn, die Seele eines Kleinkindes, wenn es jetzt noch keine Auflösung seines Körpers
hat, der jetzt noch nicht gewachsen ist, sondern sehr klein ist: wie sieht es dann, wenn (man) auf seine
Seele anschaut, sieht sie sich als schön an, als jetzt noch nicht mit den Leidenschaften des Körpers
befleckt, aber sozusagen abhängig jetzt von der Seele der Welt.
Wenn aber der Leib gewachsen ist und die Seele lenkt, so erzeugt er Vergesslichkeit und nimmt nicht
mehr an dem Fairen und dem Guten teil, und Vergesslichkeit ist Bosheit.
Das Gleiche trifft auch auf diejenigen zu, die aus dem Körper gehen: Denn so der Geist (Seele) zu sich
selbst zurückläuft, bezieht sich die Seele zum Blut hin und die Seele zum Geist. Aber der Verstand/Geist
rein kommt und frei von diesen Kleidern; und von der Natur aus göttlich sei, einen feurigen Körper
annehmend, ragt über all Plätze hin und überläßt den Geist (Seele) zum Gericht und zur Strafe, die er
verdient hat.
Tat. Warum sagst du derlei, o Vater, dass der Verstand/Geist von der Seele und die Seele vom Geist getrennt
ist? Wenn du jetzt gesagt hast, daß der Geist (Seele) die Kleidung oder Bekleidung des Verstandes/
Geistes und der Körper der Seele ist.
Trism. o Sohn, wer hört, der muß mitdenken und mit dem, der spricht, in Gedanken verschwören; Ja, er
muss schneller und schärfer sein als die Stimme des Sprechers.
Die Disposition/Anordnung dieser Kleidungsstücke - oder Abdeckungen - erfolgt in einem irdischen
Körper; denn es ist unmöglich, dass der Verstand sich selbst, blos und von sich selbst in einem
irdischen Körper etabliert - oder einrichtet -; noch kann der irdische Körper eine solche Unsterblichkeit
ertragen, und deshalb, dass er so große Tugend leiden könnte, der Verstand/Geist sozusagen sich
verdichte, wie es so ist, und den passablen Körper der Seele als eine Hülle - oder Kleidungsstück annehmen. Und der Geist (Seele), der auch irgendwie göttlich ist, benutzt die Seele als sein Minister oder
Diener und umgibt sich damit; und die Seele regiert die Lebewesen.
Wenn da der Verstand getrennt wird und vom irdischen Körper abgeht, setzt er gegenwärtig seinen
feurigen Mantel an, was er nicht tun konnte, indem er in einem irdischen Körper wohnen musste.
Da die Erde kein Feuer erleiden kann, denn alles ist verbrennend von einem kleinen Funken; darum wird das
Wasser um die Erde gegossen, als eine Mauer - oder eine Wehr -, um der Feuerflamme zu widerstehen.
Aber der Verstand ist der schärfste oder schnellste aller göttlichen Kognitionen und schneller als alle
Elemente, hat das Feuer für seinen Körper.
So der Geist, welch der Arbeiter aller ist, benutzt das Feuer als sein Instrument in seiner
Handwerkstätigkeit; und er, der der Arbeiter aller ist, benutzt es zur Herstellung aller Dinge, so wie es vom
Menschen nur zum Erschaffen irdischer Dinge benutzt wird, denn der Geist, der auf der Erde ist, leer
oder blos vom Feuer, kann nicht betätigen Geschäftigkeit der Menschen, noch das, was sonst die
Angelegenheiten Gottes ist.
Aber die Seele des Menschen, und nicht jede jetzt, aber die, welche fromm und religiös ist, ist
engelsgleich (dämonisch) und göttlich. Und solch eine Seele, nachdem sie vom Körper verstorben ist,
nachdem sie den Streit der Frömmigkeit gestritten hat, wird Verstand/Geist - oder Gottheit -.
Und der Streit der Frömmigkeit ist Gott zu erkennen und niemanden zu verletzen; und so wird es
Verstand/Geist - oder Gottheit -.
Aber die unfromme Seele bleibt in ihrer eigenen Beleidigung, bestraft von sich selbst und sucht einen
irdischen und humanen Körper, in den sie eingehet.



67.

68.
69.
70.

71.

72.

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74.
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89.
90.

91.

Denn kein anderer Leib ist fähig zu einer menschlichen Seele, und es ist auch nicht erlaubt, dass die
Seele eines Menschen in den Leib eines unvernünftigen Lebewesens fällt. Denn es ist das Gesetz - oder
Dekret - Gottes, eine menschliche Seele vor so großem Hohn zu bewahren und Vorwurf.
Tat. Wie wird dann die Seele des Menschen bestraft, o Vater, und was ist ihre größte Qual?
Herm (Gesandte GOTTes/der Adam). Pietätlosigkeit, mein Sohn; denn was für Feuer hat eine so große
Flamme als das? Oder welches beißende Bestie zerreißt so den Körper, als das der Seele täte?
Oder siehst du nicht, wie viele böse Dinge die boshafte Seele erleidet, brüllend und rausschreiend,
verbrannt bin ich, verzehrt bin ich, ich weiß nicht, was ich sagen oder tun soll, angefressen bin ich,
unglückliches Unglücksfall von den bösen Dingen, die mich umgeben und festhalten; elend, wie ich bin,
höre und sehe ich nichts.
Dies sind die Stimmen einer bestraften und gequälten Seele, und nicht so viel; und du, o Sohn, denkst,
dass die Seele, die aus dem Körper ausgeht, bestialisch wird - oder in eine Bestie kommt -; solches ist
ein sehr großer Irrtum, denn die Seele wird nicht nach dieser Weise bestraft.
Für den Verstand/Geist, wenn es befohlen oder berufen ist, einen feurigen Leib (Dämon werde) für die
Dienste Gottes zu bekommen, in die boshafte Seele herabsteigend, quält sie mit den Peitschenhiebe der
Sünden, womit sich die boshafte Seele, gegeisselt werde, in Morde sich vertauscht und
Schamlosigkeiten, und Blasphemien, und tiefgreifende Gewalttaten, und ander Dingen, durch welcher
Menschen verletzt werden.
Aber in eine fromme Seele reingeht, führt sie der eintretende Verstand/Geist in das Licht der
Erkenntnis.
Und solch eine Seele ist niemals damit zufrieden, Gott Lobpreis zu singen und gut von allen Menschen zu
reden; und sowohl in Worten als auch Taten immer Gutes tuend, in Nachahmung ihres Vaters.
Deshalb, o Sohn, müssen wir danken und beten, dass wir einen guten Verstand/Geist bekommen mögen.
Die Seele möge deshalb verändert - oder verwandelt werden - in zum Besseren, aber zum Schlechteren ist
es unmöglich.
Aber es gibt eine Kommunion/Umrunde der Seelen, und jene von den Göttern kommunizieren mit jenen der
Menschen, und jene von den Menschen mit jenen von den Bestien.
Und das Bessere nimmt sich immer vor das Schlechtere, Götter vor den Menschen; Menschen vor den
wilden Tieren, aber Gott vor allem: Denn Er ist der Beste von allem, und alle Dinge sind weniger denn Er.
Darum ist die Welt Gott untertan, der Mensch der Welt und dem Menschen unvernünftig Dingen.
Aber Gott ist über alles und um alles; und die Strahlen Gottes sind Operationen; und die Strahlen der Welt
sind Naturen; und die Strahlen des Menschen sind Künste und Wissenschaften.
Und Operationen agieren durch die Welt und auf den Menschen durch die natürlichen Strahlen der Welt, aber
die Naturen wirken durch die Elemente und der Mensch durch die Künste und Wissenschaften.
Und dies ist die Regierung des Ganzen, abhängig von der Natur des Einen, und durchdringend oder
herabsteigend durch den einen Verstand/Geist, als welcher nichts göttlicher und effektiver oder
operativer; und nichts mehr einig, oder nichts ist mehr Eins. Die Kommunion/Umrunde der Götter zu den
Menschen und der Menschen zu den Göttern.
Dies ist der Bonas Genius, oder guter Dämon: gesegnete Seele, welche voll davon ist! Und unglückliche
Seele, die davon leer ist.
Tat. Und weshalb, Vater?
Trism. Wisse, Sohn, dass jede Seele den guten Verstand/Geist hat; Denn wir sprechen nun, und nicht von
jenem Minister, von jenem wir vorher sagten, dass er vom Urteil gesandt wurde.
Denn die Seele ohne den Verstand/Geist kann weder sagen noch tun irgendwas; Oftmals fliegt der
Verstand/Geist von der Seele weg, und in dieser Stunde weder sieht noch hört die Seele, aber ist wie ein
unvernünftiges Ding; So groß ist die Kraft des Verstandes/Geistes.
Aber weder wird ihm eine faulenze noch eine bedächtige Seele geboten, aber lässt einen solchen an den Leib
gebunden und dadurch niedergedrückt werden.
Und solch eine Seele, oh Sohn, hat kein Verstand/Gemüt; weshalb auch nicht ein solcher Mensch heißen
soll.
Denn der Mensch ist ein göttliches lebendiges Dinge und ist nicht zu vergleichen mit einer wilden
Bestie, das lebt auf Erden, sondern mit denen, die oben im Himmel sind, die Götter genannt werden.
Vielmehr, wenn wir nun mutig sind, die Wahrheit zu sprechen, Mensch ist über sie tatsächlich, oder
zumindest ihrer gleich an Macht, einer dem Andern hin. Denn keines der Dinge in Himmeln wird
herabkommen auf Erden und die Grenzen Himmeln verlassen, sondern ein Mensch steigt in Himmeln auf
und ihn tut bemessen.
Und er weiß, was für Dinge boben sind und was daunten, und lernt genau all ander Dingen.



92.
93.
94.

Und was das Größte von allen ist, er verläßt nicht die Erde und ist doch boben: So groß ist die Größe
seiner Natur (Vernunft).
Deshalb müssen wir mutig genug zu sagen, dass ein irdischer Mensch ein sterblicher Gott ist und
dass der himmlische Gott ein unsterblicher Mensch ist.
Weswegen, durch diese zwei all Dingen regiert sind, die Welt und der Mensch; aber sie und all Dingen
anders dem, welch Einseinzigen.

Das Ende des vierten Buches, Namens Ouvertüre/Der Schlüssel . . .




Das fünfte Buch
GOTT DOCH NICHT MANIFEST UND DOCH AM MANIFESTESTEN
1.
2.
3.
4.
5.
6.

7.
8.
9.

10.

11.
12.
13.
14.
15.

16.
17.
18.
19.
20.
21.

22.
23.

DIESEN Diskurs werde ich auch dir machen, o Tat, dass du den allexzellenten Namen Gottes nicht ignorieren
mögest.
Aber sinnst du in deinem Geist nach, wie das, was vielen verborgen und inmanifest erscheint, am
menifestesten für dich sein mag.
Denn es wäre nicht alles, wenn es offenbart wäre, wie auch immer generiert - oder gemacht - wäre; so
wäre es manifest, aber das, welch nicht manifest ist, ist ewig.
Denn es braucht nicht manifestiert zu sein, denn es ist immerdar.
Und Er macht alle anderen Dinge manifest, inmanifest sei, als immerdar seiend, und andere Dinge manifest
machend, Er nicht manifest gemacht.
Selbst ist nicht gemacht, doch Phantasie er phantasiert alle Dinge, oder in Offenbartheit macht er sie
offenbart; Denn die Offenbartheit ist nur von jenen Dingen, die erzeugt oder gemacht werden, denn die
Offenbartheit ist nichts ausser Erzeugung.
Aber der, der Eins ist, der weder gemacht noch erzeugt ist, ist ebenfalls unoffenbart und inmanifest.
Aber alle Dinge offenbart machte, er offenbart sich in allem und bei allem; vor allem aber manifestiert er
sich in jenen Dingen, in denen er selbst ablistet.
Du deshalb, o Tat, mein Sohn, bete zuerst zu dem Herrn und Vater und zu dem Alleinigen und zum Einen, von
wem eins ist, dir Gnade erweist, damit du einen so großen Gott mögest erkennen und verstehen; und
dass Er einen Seiner Strahlen auf dich in deinem Verständnis strahlen würde.
Denn nur der Begriffsverstand sieht das, welch nicht manifest - oder offenbart - , alsdann es selbst
nicht manifest - oder offenbart -; und wenn du es kannst, o Tat, wird es den Augen deines Geistes
offenbart werden.
Denn der Herr, frei von Groll, offenbart werde durch die ganze Welt. Du magst die Intelligenz sehen und die
mit deinen Händen greifen und über das Bild Gottes nachdenken.
Wenn aber das, was in dir ist, dir nicht bekannt oder offenbart ist, wie soll Er von dir gesehen werden
und dir durch vor die Augen offenbart werden?
Wenn du ihn aber sehen willst, betrachte und begreife die Sonne, bedenke den Kurs des Mondes und
betrachte die Ordnung der Sterne.
Wer ist der, der Ordnung haltend? Denn all Ordnung ist umschrieben oder abgestimmt in Anzahl und Ort.
Die Sonne ist der größte der Götter im Himmel, dem alle himmlischen Götter wie einem König und
Potentat Platz geben; und doch ist er solch einer, größer denn die Erde oder die See, und zufrieden mit
unendlich kleineren Sternen leid zu sein, über sich selbst zu gehen und sich zu bewegen: Wen fürchtet
er der Weil, o Sohn?
Jeder dieser Sterne, die im Himmel sind, macht nicht dasselbe oder einen gleichen Kurs; Wer ist es, der
jedem die Art und die Größe ihres Kurses vorgeschrieben hat?
Dieser Bär, der sich um sich selbst dreht und die ganze Welt mit sich trägt, wer ein solches
Instrument aufweisend und macht?
Wer hat die Beschränkungen dem Meer gesetzt? Wer hat die Erde gegründet? Denn da ist jemand, o Tat, das
ist der Macher/Schöpfer und Herr von diesen Dingen.
Denn es ist unmöglich, o Sohn, dass ob Ort, ob Zahl, ob Maß ohne einen Macher/Schöpfer beobachtet
werden sollte.
Denn keine Ordnung kann durch Unordnung oder Unverhältnis gemacht sein. Es muss dafür Meister
geben, o Sohn, da die Unordnung ihn braucht, um noch zu Ordnung zu kommen.
Vorstellig möglich wäre dir, mein Sohn, Flügel zu haben und in die Luft zu fliegen und in der Mitte
zwischen Himmel und Erde aufgenommen zu werden, um die Stabilität der Erde zu sehen, die Flüssigkeit
der See, die Strömungen der Flüsse, die Weite der Luft, die Schärfe und Schnelligkeit des Feuers, die
Bewegung der Sterne und die Schnelligkeit des Himmels, durch die es um all diese herumgeht.
was für eine glückliche Sicht, o Sohn, in einem Moment, all dies zu sehen; das, was unbeweglich bewegt
sich, und das, was verborgen ist, offenbart und manifest wird!
Und wenn du diesen Arbeiter siehst und betrachtest, selbst durch sterbliche Dinge, die auf der Erde und
in der Tiefe sind, denke nach, Sohn, wie der Mensch gemacht und in der Wampe eingerahmt wird; und
prüfe eifrig die Geschicklichkeit und Gerissenheit des Arbeiters und lerne, wer es war, der die schöne
und göttliche Form des Menschen bewirkt und geformt hat; Wer umschrieben und gemarkert seine
Augen hat? Wer gebohrt seine Nasenlöcher und Ohr hat? Wer aufgemacht seinen Mund hat? Wer hat




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49.

ausgestreckt und webte zusammen dessen Sehnen? Wer kanneliert hat die Venen? Wer hat gehärtet und
stark gemacht die Knochen? Wer das Fleisch mit Haut bekleidet hat? wer hat die Finger und Gelenke
geteilt? wer machte platt und breitete die Fußsohlen? Wer hat gegraben die Poren? Wer die Milz
ausgestreckt hat? Wer das Herz wie eine Pyramis gemacht hat? Wer hat die Leber breit gemacht? Wer die
Glühbirnen schwammig und voller Löcher gemacht hat? Wer den Bauch groß und geräumig hat gemacht? Wer
wollte die Allerwertesten zeigen und verstecken die dreckig welchen?
Sieh, wie viele Künste in einer Materie und wie viele Werke in einer Überschrift, und all außerordentlich
schön und in Maß all, und dennoch alle verschieden sind.
Wer hat all diese Dinge gemacht? Welche Mutter? Welcher Vater? Bewahre Gott nur, welch nicht manifest
ist; welch alles nach seinem eigenen Willen machte.
Und kein Mensch würde sagen, dass eine Statue oder ein Bild ohne Schnitzer oder Maler gemacht wurde,
und wurde diese Kunstfertigkeit ohne einen Arbeiter gemacht? O große Blindheit! O große Gottlosigkeit!
O große Ignoranz!
Niemals kannst du, o Sohn Tat, der Arbeit den Arbeiter berauben; vielmehr ist es der beste Name aller Namen
Gottes, um ihn den all Vater zu nennen, denn er ist alleinig; und das ist seine Arbeit, der Vater zu sein.
Und wenn du mich zwingen würdest, etwas wagemutigeres zu sagen, dann ist es seine Essenz,
schwanger zu sein - oder gross zu werden - mit allen Dingen, und sie zu machen.
Und alsdann ohne einen Schöpfer unmöglich ist es, dass etwas gemacht wird, so ist es, dass Er nicht
immer sein werde und immer alles im Himmel machend, in der Luft, auf Erden, in der Tiefe, in der ganzen
Welt und in jedem Teil des Ganzen, das ist oder nicht ist.
Denn da ist nichts in der ganzen Welt, das nicht seinetselbst ist; sowohl die Dinge, die sind, als auch
die Dinge, die nicht sind.
Denn das, welch Er ist, hat offenbart gemacht, und die Dinge, die nicht sind, hat Er verborgen in sich.
Das ist Gott, der besser ist denn irgend Namen; das ist Er, der geheim ist; das ist Er, der am
Manifestesten ist; das ist Er, der vom Verstand/Geist gesehen zu werden hat; das ist Er, der für visibel
wird fürs Aug; das ist Er, der keinen Körper hat; und das ist Er, der viele Körper hat; vielmehr da ist nichts
von irgend einem Körper, der nicht Er ist.
Denn er allein ist all Dingen.
Und aus des Wegen hat er viele Namen, deswegen weil er der Eine Vater ist; und deshalb hat er keinen Namen,
weil er der all Vater ist.
Wer deshalb kann Dich segnen oder Dir Dank geben oder für Dich?
Welchem Wegen soll ich hinschauen, wenn ich Dich bin am Loben? Nach boben? nach unten? nach außen?
Inn hinnen?
Denn über diese gibt es weder Art noch Ort oder irgendetwas anderes von all Dingen, seien.
Sind doch in Dir all Dingen; von Dir all Dingen; Du gibst all Dingen und nimmst nichts; denn Du hast all
Dingen; und es gibt doch nichts, was du habest nicht.
Wann soll ich Dich preisen, o Vater, denn es ist weder möglich, Deine Stunde zu verstehen, noch Zeit
Deins?
Für was preisen soll ich dich? Für was du gemacht hast, oder was du nicht gemacht hast? Für diese
Dinge, du manifestierend, oder was du verborgen hast?
Weswegen soll ich Dich preisen, alsdann alleine für mich oder etwas habe alleine für mich, oder eher
anderen bin?
Denn Du bist, was ich bin, Du bist, was ich tu, Du bist, was am Sagen bin.
Du bist all Dingen, und da ist nichts anderes nicht Du bist.
Du, Du bist all was gemacht, und all das, was nicht gemacht.
Der Verstand, der verstehend.
Der Vater, der machend und umrahmend.
Das Gute, das wirkend.
Das Gute, das alle Dinge tuet.
Das subtileste und schlankeste der Materie ist Luft; der Luft die Seele; der Seele der Verstand/Geist; des
Verstandes GOTT.

Das Ende des fünften Buches, Namens GOTT DOCH NICHT MANIFEST DOCH UND AM MEISTEN MANIFEST . . . 




Das sechste Buch
DAS IN GOTT GUT ALS EINZIG
1.
2.
3.
4.
5.

6.

7.
8.
9.
10.

11.
12.

13.
14.

15.
16.
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19.
20.
21.
22.
23.
24.

Das GUTE, o Asklepios, ist in nichts anderem als in Gott allein, oder vielmehr ist Gott selbst das Gute
immerdar.
Daraus ergibt sich, Er muss eine Essenz - oder Substanz - sein, bar jeglicher Abwendung/Bewegung und
Erzeugung; aber nichts ist bar - oder leer - von ihm.
Und diese Essenz hat über oder in ihm selbst eine stabile und feste Operation, will nichts (vollkommen
und ganz), am meisten voll und reichlich geben (unerschöpflich).
Einseinziges ist der Anfang aller Dinge, denn sie gibt alles; und wenn ich das Gute benenne, so meine ich
das, was gänzlich gut ist und immerdar.
Dies ist niemandem gegeben, sondern Gott einseinzig; denn er will nichts, das Er zu haben begehrt, noch
kann ihm irgendetwas von Ihm genommen werden; der Verlust wessen möge Ihn betrüben; denn Leid ist
ein Teil des Bösen.
Nichts ist stärker denn Er, durch das dass Er widersetzet werde; und nichts ist ihm gleich, in das
dass Er sich verliebe; nichts Unerhörtes, um wütend zu werden, samt dass nichts weiser, um Groll zu
hegen.
Und nichts davon ist in seiner Essenz, was bliebe, ausser das Gute?
Denn alsdann in sowas solche Essenz ist, gibt es keines vom Bösen; so in keinem ander Dingen das Gute
gefunden wird werden.
Denn in allen anderen Dingen sind alle diese anderen Dinge, sowohl im Kleinen als die Grösseren und sowohl
in den Partikularen als in dieser lebendige Kreatur; die größer und mächtigste von allen.
Denn alle Dinge, die gemacht oder erzeugt sind, sind voller Passion/Leidenschaft, die Erzeugung sich
selbst ist eine Passion/Leidenschaft; und wo Passion/Leidenschaft ist, da ist nicht das Gute; Wo das
Gute ist, da ist keine Passion/Leidenschaft; Wo es Tag ist, ist es nicht Nacht; Wo es Nacht ist, ist es
nicht Tag.
Weshalb unmöglich ist, dass in Erzeugung das Gute sein wird, sondern nur in dem, das nicht erzeugt
oder gemacht wird.
Jetzt alsdann die Partizipation/Teilnahme aller Dinge in der Materie gebunden ist, so auch des, was gut ist.
Nach dieser Weise ist die Welt gut, wie sie alle Dinge machend, und in dem Teil des Machens oder Tuns
ist sie gut, aber in allen anderen Dingen nicht gut.
Denn sie ist passabel/passioniert (leidenschaftlich) und beweglich und der Macher/Schöpfer passabler/
passionierter (leidenschaftlicher) Dinge.
Im Menschen ist auch das Gute angeordnet (oder nimmt die Bezeichnung an) im Vergleich zu dem, was
böse ist; denn das, was nicht sehr böse ist, ist hier gut; und das, was hier als Gut bezeichnet wird, ist
das kleinste Teilchen - oder Anteil - des Bösen.
Es ist unmöglich deshalb, dass das Gute hier ganz pur vom Bösen ist; denn hier bewachsend das Gute
Böses, und das Böse wachsend, es bleibt nicht auf Dauer gut. und nicht andauernd gut, es verwird böse.
Deshalb ist in Gott das Gute als einzig, oder vielmehr Gott ist das Gute.
Deshalb, o Asklepios, da ist nichts in den Menschen - oder unter den Menschen - außer dem Namen des
Guten, nicht es selbst, denn es ist unmöglich; für einen materiellen Körper empfangend - oder
verstehend -, so jenes, alsdann auf jeder Seite von Bösen und Mühen und Kummer und Begierden und
Zorns und Täuschungen und törichten Meinungen umgebend und damit handelnd.
Und in dem, was das schlimmste von allen ist, Asklepios, jedes der vornehmen/bechosten Dinge, hier als
das größte Gut betrachtet, speziell welch größtes Unheil, Freuden des Bauches und Rädelsführer aller Übel.
Irrtum hier, Abwesenheit des Guten.
Und ich danke Gott, welch bezüglich des Wissens ums Gute diese Gewissheit in meinen Verstand/Geist
gelegt wird, dass es ist unmöglich, es in der Welt sei zu finden.
Denn die Welt ist die Gänze/Fülle des Bösen; aber Gott ist die Gänze/Fülle des Guten oder das Gute Gottes.
Für die Eminenzien aller offenbarten Schönheit, sind in der Essenz reiner und aufrichtiger, und
womöglich sind sie auch die Essenzen dessen.
Denn wir sollten wagen zu sagen, Asklepios, dass die Essenz Gottes, falls Er eine Essenz hat, ist, was
angemessen oder schön ist; aber in dieser Welt kein Gut wird auffassend.
Denn alle Dinge, die dem Auge unterliegen, sind Idole und sozusagen Schemen; aber jene Dinge, die nicht
dem Auge unterworfen sind, sind immerdar, speziell die Essenz des Angemessenen und des Guten.
Und wie das Auge Gott nicht sehen könne, auch weder das angemessene noch das Gute.



25.
26.
27.
28.
29.
30.

31.

Denn diejenigen sind die Teile Gottes, welch Teilhabe hat die Natur des Ganzen, unteilig, und familiär in ihm
alleine, sehr lieblich, von denen entweder Gott geliebt wird, oder die von Gott geliebt werden.
Wenn du Gott verstehen kannst, sollst du das Angemessene/Faire (Schöne) und das Gute verstehen, das
am meisten Glanz und Erleuchtung und am meisten erleuchtet von Gott ist.
Denn Die Angemessenheit (Schönheit) steht über dem Vergleich, und Das Gute ist unimitierbar/
unnachahmlich, wie Gott selbst.
So du, deshalb, Gott verstehst, so verstehe das Angemessene/Faire (Schöne) und das Gute; denn diese
sind für irgend andere Lebewesen nicht mitteilbar, weil sie von Gott untrennbar sind.
Wenn du gen Gott suchst, so suchest du - oder frage - auch nach dem Angemessenen, denn es gibt einen
Weg, der führt zu dem selben Dingen, Das ist Frömmigkeit, mit Gnosis (Wissen/Kenntnis).
Deshalb, die, die ignorant sind, die nicht der Frömmigkeit gehen, wagen, den Menschen angemessen und
gut zu bezeichnen, niemals mehr als in einem Traum sehend, was gut ist. aber sind in alles Böse umhüllt
und eingewickelt, und am Glauben, dass das Böse das Gute ist, die, bei dieser Meinung, zweimal benutzen
es unersättlich und fürchten sich, es beraubt zu werden; und deshalb bemühen sie sich, mit allen
möglichen Mitteln, dass sie es nicht nur haben, sondern auch erhöhen können.
So, O Asklepios, sind die guten und angemessenen (schönen) Dinge der Menschen, die wir weder leiden
noch hassen können; denn das ist das Schwierigste von allem, dass wir sie brauchen und ohne sie nicht
leben können.

Das Ende des sechsten Buches, DAS IN GOTT GUT ALS EINZIG . . .




Das siebente Buch
SEIN GEHEIMER SERMON ÜBER DIE STETE

DIE REGENERATION, UND DAS AUSÜBUNG DER STILLE
1.

2.

3.

4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.

15.

16.
17.
18.
19.
20.
21.

22.
23.

24.

SEINEM SON TAT/TOTH (SOHN/ABEL/KAIN). Tat (Sohn). IN den allgemeinen Reden, o Vater, die Rede der
Göttlichkeit, du sprichst du enigmatisch und offenbarst dich nicht deutlich und sagst: Niemand kann
vor der Regeneration/Wiedergeburt gerettet werden.
Und als ich dich demütig gebeten habe, Beim Beigang über die Stete/Berg, nachdem du mir Rede gehalten
hast, habe ein großes Verlangen dieses Argument der Regeneration zu lernen; weil unter all den übrigen
weiß ich nur davon nichts, du hast mir gesagt, du würdest es mir übersetzen, wenn ich mich von der
Welt entfremden würde; worauf ich mich bereit machte und das Verständnis bestätigt habe, das in mir
ist, durch die Täuschung der Welt.
Nun, dann stopfe mir mein Fehl und weise mich über die Regeneration, wie du sagtest, durch
Mundpropaganda oder heimlich an; denn ich weiß nicht, o Trismegistos, von was für Substanz, oder was
für Samen oder was für Wampe, ein Mensch so geboren wird.
Herm (der Bote GOTTes/Der Menschensohn). O Sohn, diese Weisheit ist in der Stille zu verstehen, und
der Same ist das wahre Gute.
Tat. Wer säe ihn, o Vater? Denn völlig unwissend bin ich und in Zweifel.
Herm. Der Wille Gottes, o Sohn.
Und welche Art von Menschen ist er, der so geboren wird? Denn in diesem Punkt bin ich der Essenz leer
beraubt, die Verstand bringt in mich.
Herm. Etwas anderes wird sein (Andersartiger), (der regenerierte Gott) der Sohn Gottes (Adam). All
(Universum) in All hat Gott erschaffen, aus allen Mächten/Kräften bestehend.
Tat. Du verrätselst mich, o Vater, und sprichst nicht als Vater zu einem Sohn.
Herm. Sohn, Dinge dieser Art werden nicht gelehrt, sondern werden von Gott, wenn es ihm gefällt, zur
Erinnerung gebracht.
Tat. Du sprichst von Dingen schwerverdaulich oder weit hergeholt und unmöglich, Vater; und deshalb werde
ich ihnen direkt widersprechen.
Herm. Willst du einem Fremden beweisen, Sohn, deines Vaters Art?
Tat. Groll meiner nicht, - oder verzeihe mir, - Vater, ich bin dein natürlicher Sohn; erzähle mir die Sache
mit der Regeneration.
Herm. Was soll ich sagen, o mein Sohn? Ich habe nichts mehr zu sagen als das, Daß ich in mir ein
unbeteiligtes Gesicht - oder Spektakel - sehe, das durch die Barmherzigkeit Gottes gemacht ist; und ich
bin aus mir selbst in einen unsterblichen Körper gegangen, und ich bin nicht jetzt, was ich vorher war,
sondern wurde in den Verstand/Geist gezeugt.
Dieses Ding wird nicht gelehrt, noch ist es in diesem gebildeten Element zu sehen; für welche die erste
zusammengesetzte Form von mir vernachlässigt wurde, und dass ich jetzt davon getrennt bin; denn ich
habe sowohl die Berührung als auch das Maß dafür, doch bin ich jetzt von ihnen entfremdet.
Du siehst, o Sohn, mit deinen Augen; aber obgleich du niemals so standhaft, auf mich blickst, mit dem
Körper und dem körperlichen Anblick kannst du weder sehen noch verstehen, was ich jetzt bin.
Tat. Du machst mich, o Vater, ein bisschen wahnsinnig und lässt mich aus der Haut fahren, denn ich sehe
mich jetzt nicht mehr.
Herm. Vorstellig, o Sohn, dass du auch aus dir selbst gegangen bist, wie die, die in ihrem Schlaf am
Träumen sind.
Tat. Dann sag mir das, wer ist der Generator der Regeneration?
Herm. Das Kind Gottes, ein Mensch durch den Willen Gottes.
Tat. Nun, o Vater, du hast mich für immer zum Schweigen gebracht, und alle meine früheren Gedanken haben
mich ganz gelassen und verlassen; denn ich sehe die Größe und Form der Dinge hier unten und nichts
ansonsten Falsches an ihnen allen.
Herm. Und doch wird diese sterbliche Form verändert tagtäglich und mit der Zeit in Vermehrung oder
Verkleinerung verwandelt, alsdann Trug sei. Tat: Was wahr daher? o Trismegisto.
Trism. Das, o mein Sohn, welch weder aus der Ruhe zu bringen noch zu begrenzen; nicht gefärbt, nicht
gemustert, nicht verändert, welch blos ist, hoch. Aus sich selbst nur begreiflich, unveränderlich,
unkörperlich.
Tat. Nun, bin ich wirklich wahnsinnig, o Vater, dafür als ich mir dachte, ich würde Weiser bei dir gemacht
einen, mit diesen Gedanken, hast du gemacht all meine Sinne fertig.



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26.
27.

28.
29.
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32.
33.
34.
35.
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38.

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42.
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45.

46.

47.

48.
49.

Herm. Nun es ist so, wie ich sage, o Sohn, er nur auf das blickt, was wie Feuer nach oben getragen wird,
das, was wie Erde nach unten getragen wird, das, was wie Wasser feucht ist, und das, was geblasen wird oder in die Luft gesprengt wird - wie Luft; Wie kann er vernünftig das verstehen, was weder hart noch
feucht ist, untangierbar und undurchsichtig, Siehe, es ist nur in Macht/Kraft und Betrieb zu
verstehen? Aber ich flehe und bete für Verstand/Geist, welch alleine die Generation, die in Gott ist,
verstehen kann.
Tat. Dann bin ich, oh Vater, völlig unfähig, es zu tun.
Herm. Gott bewahre, lieber Sohn, ergiene ihn - oder ziehe ihn heran - lieber zu dir (oder studiere, um ihn zu
erkennen) und er wird kommen, sei nur willig und es wird geschehen. Die Sinnesorgane des Leibes ganz
ruhig stelle (oder untätig machen), und du wirst in GOTT generiert, wird frei von der unvernünftigen
brutalen Pein der Materie.
Tat. Habe ich irgendwelche (Rächer oder) Peiniger in mir, Vater?
Herm. Ja, und diese nicht wenig, aber viele und ängstlich welchen.
Tat. kennend sie nicht, Vater (?)
Herm. Eine der Pein, Sohn, ist Ignoranz: eine zweite, Sorge; eine dritte, Unmäßigkeit; eine vierte,
Konkubineszenz; eine fünfte, Ungerechtigkeit; eine sechste, Geiz; eine siebte, Täuschung/Falschsein;
eine achte, Groll/Neid; eine neunte, Betrug - oder Hinterlist -; eine Zehnte, Zorn; eine elfte, Voreiligkeit/
Unüberlegtheit; eine zwölfte, Böswilligkeit.
Sie sind an der Zahl zwölf und unter diesen vielen mehr; manche, welche durch das Gefängnis des Körpers
den innerlichen gesetzten Menschen zwingen, empfindsam zu leiden.
Und sie weichen nicht plötzlich oder leicht von ihm ab, der die Barmherzigkeit Gottes erlangt hat; und
hierin besteht sowohl die Art als auch der Grund der Regeneration.
Der Rest eben, o Sohn, halte deinen Frieden und preise Gott in der Stille, und dadurch wird die
Barmherzigkeit Gottes nicht aufhören oder uns fehlen.
Darum erfreue dich, mein Sohn, von nun an, geflirrt bist, in Gottesmächten/-kräften, in
Wahrheitserkennen.
Denn die Offenbarung Gottes (die Gnosis) ist in uns gekommen, und als das geschah, war alle Unkund
ausgestoßen.
Das Wissen der Freude ist in uns gekommen. Und wenn das kommt, wird Leid hin derer wegfliegen, die
fähig/leidlich seien.
Ich rufe feierlich die Macht/Kraft her, die Mäßigkeit, eine Macht/Kraft, deren Tugend am süßesten ist;
Laßt uns sie uns nehmen, o Sohn, meist Willigkeit. Denn siehe, wie sie bei ihrer Ankunft die
Unmäßigkeit beseitigt hat.
Jetzt rufe her im vierten Haus die Macht/Kraft, Kontinenz, die über steht über die Konkubineszenz. Dies,
o Sohn, ist das stabile und feste Fundament der Gerechtigkeit.
Denn siehe, wie ohne Arbeit hat sie Unrecht hat verjagt; und wir sind gerechtfertigt, o Sohn, wenn das
Unrecht weg ist.
Die sechste Macht/Kraft, (Tugend), die in uns fährt, rufe ich her, Kommunion, die gegen Begehrlichkeit/
Habsucht.
Und wenn diese (Begehrlichkeit) weg ist, rufe ich die Wahrheit her, und wenn sie kommt, Irrtum und
Täuschung verschwunden.
Siehe, o Sohn, wie das Gute durch den Zugang zur Wahrheit erfüllt wird; denn dadurch ist der Groll/Neid von
uns gegangen; Denn die Wahrheit ist vom Guten begleitet, zusammen auch mit Leben und Licht.
Und es kam keine Pein der Finsternis mehr, sondern sie überwältigten sich plötzlich und stürmisch.
Du hast verstanden, o Sohn, die Art der Regeneration; denn nach dem Kommen dieser Zehn ist die
intellektuelle Generation/Erzeugung vollkommen, und dann treibt sie die Zwölf weg; und wir haben es in der
Generation selbst eingesehen.
Wem deshalb die Barmherzigkeit hat, diese Generation zuteil zu werden, die nach Gott ist, er verläßt
jeglichen körperlichen Sinn, weiß, daß selbst aus göttlichen Dingen besteht, und er freut sich, von Gott
beständig und unveränderlich gemacht zu werden.
Tat. o Vater, ich begreife und verstehe, nicht durch den Anblick meiner Augen, sondern durch die
intellektuelle Operation, die durch die Mächte ist. Ich bin im Himmel, auf der Erde, im Wasser, in der Luft;
Ich bin in lebenden Kreaturen, in Pflanzen, vor der Wampe, in der Wampe, nach der Wampe, überall.
Nun erzähle mir, dieses eine Ding, Wie sind die Pein der Finsternis, Zwölf an der Zahl, ausgetrieben und
vertrieben von den Zehn Mächten/Kräften? Wie ist es so, Trismegistos?
Dieses Tabernakel, o Sohn, besteht aus dem Zodiakskreis; und dies besteht aus Zwölf Zahlen, die Idee von
einem; aber alle gebildeten Naturen erlauben Taucherkonjugationen zum Täuschen des Menschen.



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Und obwohl sie an sich verschieden sind, sind sie doch in der Praxis vereint, Unerschütterlichkeit zum
Beispiel untrennbar vom Zorn, und sie sind auch indeterminiert. Daher aus gutem Grund sie die Abreise
antreten, von den Zehn Mächten/Kräften ausgetrieben; das heißt von den Toten.
Also mit der Dekade/Zehnen, Denn die Zahl Zehn, o Sohn, ist der Erzeuger der Seelen. Und dort Leben und
Licht vereint sind, wo die Zahl der Einigkeit/Einheit geboren der/den Geist.
Demnach gemäß der Vernunft Einigkeit/Einheit hat die Zahl der Zehn und die Zahl der Zehn hat Einigkeit/
Einheit.
Tat. O Vater, ich sehe jetzt das Universum und meinetselbst im/mit dem Verstand.
Herm. Dies ist die Regeneration, o Sohn, dass wir unsere Einbildungskraft nicht mehr auf diesen Körper
richten sollten, der den drei Dimensionen dementsprechend unterliegt, gemäß dieser Rede, die wir jetzt
kommentiert haben, dass wir nicht Satane werden dem Universum in Kommunion/Kommuna (Umrunde),
wo GOTT es überhaupt nicht kalzifiziern lassen will.
Tat. Sage mir, o Vater, dieser Körper, der aus Mächten/Kräften besteht, soll er jemals Dissolution/
Auflösung erfahren?
Herm. Gute Worte, Sohn, sprich und keine unmöglichen Dinge; denn so würdest du sündigen, und deines
Verstandes Augs Ungutes bewachset.
Der empfindungsfähige Körper der Natur ist weit entfernt von der Essentiellen Generation, da das der
Dissolution/Auflösung unterworfen ist, da der nicht ist; und der sterblich ist, da unsterblich ist.
Weißt du nicht, dass du geboren bist Gott (Hohe Macht) und der Sohn des Einen bist, wie ich es bin?
Tat. Wie gern würde ich, o Vater, das Lob hören, das in einem Hymnus ward gegeben, den du, bei den
Mächten/Kräften, zum Hören kommest, alsdann ich bei Oktonär gewesen?
Herm. Wie Pimander durch das Orakel über Oktonär gesagt hat: Du, o Sohn, machst es gut, die Lösung des
Tabernakels zu begehren, so gereinigt/geläutert du bist.
Pimander, der Verstand/Einhauch der absoluten Macht/Kraft und Vollmacht, hat mir nicht mehr gegeben als
diese, die geschrieben sind; wissend, dass ich alles verstehe und höre und sehe in mir, was ich will.
Und er hiess mir, die Dinge zu tun, die gut sind; und deshalb alle Mächte/Kräfte, die in mir sind,
singhuldigen.
Tat. Ich möchte dich hören, o Vater, und diese Dinge verstehen.
Herm. Sei ruhig, o Sohn, und höre jetzt auf diesen harmonischen/vollendeten Segen und Danksagung. der
Hymnus der Regeneration, worüber ich nicht so deutlich gesprochen habe, doch Letztenden.
Deshalb, dies nicht gelehrt wird, so in Stille wird verborgen.
So dann, o Sohn, steh in der freien Luft und leg dich betend gen Nordwind (Süden) hin beim
Sonnenuntergang; und gen Süden (Nordwind) hin, beim Sonnenaufgang. Und nun sei still, o mein Sohn.
und lass die ganze Natur der Welt in Genuss des Hörens dieses Hymnus kommen.
DAS GEHEIMLIED (sufistische Hymne). Die heilige Rede: Öffne dich, o Erden, und lasst mir den ganzen
Schatz des Regens offen werden.
Ihr Bäume, zittert nicht, denn ich werde den Herrn der Schöpfung, den All und den Einen singen und
preisen.
Öffnet euch, ihr Himmeln; steht still, ihr Winde, und lasset den unsterblichen Kreis GOTT es diese
Worte empfangen.
Denn ich will den beloben und besingen, der alles hat erschaffen, der befestigt hat Erden und aufhängen
liess Himmeln, und dem süßen Wasser hat gehiessen, aus dem Ozean in die ganze Welt, bewohnt und
nicht bewohnt zu kommen, zum Gebrauche und Nahrung allen Dingen und Menschen.
Der dem Feuer hat gehiessen, für jede Handlung zu leuchten, sowohl für Gottheiten als auch für die
Menschen.
Lasst uns zusammen dem Segen sprechen, der auf Himmeln reitend, der Creator ganz Naturen.
Dies ist Er, der das Auge des Verstandes/Geistes ist und das Lob meiner Mächte/Kräfte annehmen wird.
O alle ihr Mächte/Kräfte, die in mir sind, den Ein und alles tut bepreisen.
Singet zusammen mit meinem Willen, alle ihr Mächte/Kräfte, die in mir seien.
O heilige Gnosis (Wissen), erleuchtet bin durch dich, huldige/gross mache das intelligible Licht und
erfreue mich die Freude des Geistes ich.
Alle meine Mächte/Kräfte mit mir Lob besingen, und jetzt, meine Kontinenz, singe, belobe mein
Ohnfälsch/Gerechtigkeit durch mich; lobe das, was ohnfälsch/gerecht ist.
O Kommunion, die in mir ist; den All Lobpreis tu besingen.
Durch mich die Wahrheit die Wahrheit bepreiset, das Gute das Gute tut bepreisen.
O Leben, o Licht, von uns, zu dir, kommt dieses Lob und Danksagen.
Ich lobdanke dir, o Vater, die Operation - oder Akt - meiner Mächte/Kräfte.
Ich danke dir, o GOTT, die Macht/Kraft meiner Operationen.



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Durch mich das Wort Lob für dich besingt; empfange dieses Vernunftopfer (oder Verbal-) in Worten.
Die Mächte/Kräfte, welch in mir sind, diese Dinge bejaueln, sie das Ganze bepreisen, deinen Willen
vollfüllen; von Dir in Dir, Dein Rat und Willen.
O All, ein angemessenes Opfer haltet von allen Dingen.
O Leben, rette all das, was in uns ist; O Licht, erleuchte, o GOTT, der Geist, denn der Verstand leitet das
Wort; o (welch) geisttragender Arbeiter.
Du bist GOTT, dein Mensch/Mannen dir diese Dinge bejauelt, durchs Feuer, durch die Luft, durch die Erde,
durchs Wasser, durch den Geist, durch Deine Kreaturen.
Ewigkeit hin habe ich Segen funden und Lob Deinen, und ich hab, was ich suche; denn in deinem Willen tu
mich beruhen.
Tat. O Vater, ich sehe, du hast dieses Lied des Lobes und des Segens mit deinem ganzen Willen gesungen;
und deshalb habe ich es platziert in meine Welt und gelegt.
Herm. Sag in deiner Intelligenzwelt, o Sohn.
Tat. Ich meine in meiner Intelligenzwelt; Denn durch deinen Hymnus und dein Lied des Lobes ist mein
Verstand/Geist erleuchtet, und ich würde gern aus meiner Verständnis ein Dankgebet an GOTT senden.
Herm. Nicht so hastig, o Sohn.
Tat. In meinem Kopf/Verstand, o Vater.
Herm. Jene Dinge, die ich sehe und betrachte, fülle ich ein und zu dir redend, du, mein Sohn, Tat, der
Anweiser (der Autor) deiner nachfolgenden Generationen, wie ich diese angemessenen Opfer zu Gott
sendend.
O Gott, Du bist der Vater, du bist der Herr, du bist der Verstand, nimm diese vernünftige Opfer an, die du
von mir verlangst.
Denn alles so sich erfüllet, wie es der Verstand wollet.
Du, o Sohn, hebe dieses annehmbare Opfer an Gott, den Vater aller Dinge; aber hebe ebenfalls, o Sohn, mit dem
Wort.
Tat. Ich danke dir, o Vater, du hast mich beraten und angewiesen, so zu danken und zu loben.
Herm. Ich bin glücklich, oh Sohn, dass die Wahrheit Früchte guter Dinge und solche unsterblichen
Zweige hervorbringt.
Und lerne dies von mir: Höher als alle anderen Tugenden die Stille zollen und übertrage keinem Menschen, o
Sohn, die Nachlehre/Tradition der Regeneration, denn wir dann Labberpötte/Schandmäuler genannt werden;
denn wir haben beide jetzt genug sinniert/meditiert, ich am Labbern, du am Zuhören nun, hast dich und
deinen Vater erkannt intellektuell.

Das Ende des Siebten Buches, SEIN PRIVATER SERMON AN DER STETE, REGENERATION, UND DAS AUSÜBEN DER STILLE . . .




Das achte Buch
DAS GRÖSSTE BÖSE IM MENSCHEN DAS NICHTKENNEN GOTTES
1.
2.
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5.

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7.

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9.

WIETWO traget ihr euch hin, o Menschen, die trunken seid vom starken Wein der Ignoranz? Welch euer
Anschein nach nichtmal ertragen vermöget, warum ihr den denn wieder erbrechet?
Steht auf und seid nüchtern und auf schauet wieder mit den Augen eures Herzens, und so wenn ihr nicht
alles machen vermöget, so tut nun so viel, wie ihr vermöget.
Denn die Bosheit der Ignoranz umgibt ganz Erden und verdirbt die Seele, im Leibe eingeschlossen, von bar
Leidenschaft dem Gelangen zu Horten der Erlösung.
Lasst euch nicht mit dem Großen Strom tragen, sondern stemme die Flut, du die anlegen kannst zur
Zuflucht der Sicherheit, und schaffe deinen vollen Kurs darauf.
Suchet danach, welche euch führen an der Hand und euch zur Tür der Wahrheit und Erkenntnis führen, wo
das klare Licht rein ist aus der Dunkelheit, wo es keinen Betrunkenen gibt, sondern alle nüchtern sind
und in ihrem Herzen zu ihm schauen auf, wer Vergnügen sei, dess Sichten.
Denn er kann weder mit Ohren gehört noch mit den Augen gesehen noch in Worten ausgedrückt werden;
aber nur in Gedanken und im Herzen.
Aber zuerst musst du zerreißen in Stücken das Gewand und durchbrechen, das du trägst, der Verzwick
der Ignoranz/Unwissenheit; die Grundlage alles Unfugs; das Band der Korruption; die dunkle Beisammnis;
der lebende Tod; der empfindungsfähige Kadaver; das Grabmal, mit uns herumgeführt; der heimliche Dieb,
der in dem, das uns lieb, Hass, Missgunst hat.
Solch ist das verleidliche Gewand, mit dem du bekleidet bist, welch nach unten dich ergient und zieht
heran, damit du nicht nach oben schaust und die Schönheit der Wahrheit und das Gute, das darin ruht,
siehst, du sollst die Bosheit dieses Kleides hassen und verstehen die Fallen und Hinterhalte, die es für
dich hat gelegt.
Darum arbeitet es, um jene Dinge gut zu machen, die Dinge, die Schein sind und mit den Sinnen gerichtet
und determiniert/bestimmt sind; und die Dinge, die wahrhaftig sind, es verbirgt und umhüllt in viel
Materie sie, voll macht, was es dir vorstellt mit verabscheuungswürdigem Vergnügen, dass dir Hören
vergeht, sollst hören und Sehen, sollst sehen.

Das Ende des achten Buches, DAS GRÖSSTE BÖSE IM MENSCH IST DAS NICHTKENNEN GOTT . . .




Das neunte Buch
EIN UNIVERSELLER SERMON ZU ASKLEPIUS
1.
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4.
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10.
11.
12.
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14.
15.

16.
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18.
19.
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31.
32.

Herm. (Der Menschensohn/Adam) Alles, bewegt, o Äskulap, ist es nicht alson, in etwas und durch etwas
wird bewegt?
Äsklp. (Kehrtsinnen/Kain) in der Tat!
Herm. Muß nicht, dass in dem ein Ding bewegt, nötigerweise größer sein als das, wird bewegt?
Nötigerweise!
Und das, was bewegt, ist es nicht stärker als das, wird bewegt?
Äsklp. Stärker!
Herm. Das, worin ein Ding bewegt wird, muss es nicht eine Natur haben, die dem des Dinges
entgegengesetzt ist, das bewegt wird?
Äsklp. Muss!
Herm. Ist diese Welt nicht ein Körper, denn welche größer nicht gibt?
Äsklp. Zugegeben!
Herm. Und ist es nicht solide, als gefüllt mit vielen großen Körpern und tatsächlich mit all den Körpern,
die sind?
Äsklp. Es ist so!
Herm. Und ist nicht die Welt ein Körper und ein Körper, bewegt?
Äsklp. Es ist, bestimmt!
Herm. Was für eine Art von Ort dann muss es sein, worin sie bewegt wird und von was für Natur? Muss
sie nicht viel größer sein, dass sie die Kontinuität der Bewegung erhalten vermochte? Und letztendlich,
was bewegt wird, durch Raummangel stehen bleiben und an der Bewegung gehindert werden?
Äsklp. Es muss eine gewaltige Sache zu sein bedürfen, Trismegistos, aber von welcher Natur?
Herm. Von einer konträren/entgegengesetzten Natur, o Äskulap. Aber ist die Natur der Dinge nicht
unkörperlich, im Gegensatz zu einem Körper?
Äsklp. Zugestanden.
Herm. Daher ist der Ort unkörperlich; aber das, was unkörperlich ist, ist entweder etwas gotthaft oder
GOTT selbst. Und mit etwas gotthaft meine ich nicht, was gezeugt - oder gezeugt - wird.
So wenn es gotthaft ist, ist es eine Essenz - oder Substanz -; aber wenn es GOTT ist, ist Er über der
Essenz; aber Er ist anderseits essenziell/intelligibel.
Erklärung: Ersteres ist GOTT nicht essenziell/intelligibel für sich selbst, sondern für uns; darum dass,
was essenziell/intelligibel ist, in Abhängigkeit ist von dem, was der Sinn essenziert/versteht.
Deshalb ist GOTT nicht essenziell/intelligibel für sich selbst; darum das Nichtvorhanden irgend anderes
Ding von dem, was essenzierend ist, kann Er nicht für sich selbst essenziert werden.
Aber Er ist eine andere Sache von uns, und deshalb wird Er von uns essenziert/verstanden.
Wenn daher Ort essenziell/intelligibel ist, wird es kein Ort, sondern GOTT; aber wenn GOTT essenziell/
intelligibel ist, ist Er nicht als Ort, sondern als fähige Operation essenziell/intelligibel.
Nun wird alles, was bewegt ist, nicht in - oder durch - das bewegt, was bewegt wird, sondern in dem,
was steht - oder rastend -, und das, was bewegt, steht - oder rastend -; weil es unmöglich ist, mit dem
bewegt werden soll.
Äsklp. Wie dann, o Trismegistos, sind diese Dinge, die hier mit den Dingen bewegt werden, die bewegen?
Denn du sagst, dass die Sphären, die wandern, von der Sphäre bewegt werden, die nicht wandert.
Herm. Das, o Äskulap, ist keine Bewegung zusammen, sondern eine Gegenbewegung; denn sie sind nicht
nach der gleichen Art bewegt, sondern einander entgegengesetzt; und Gegensätzlichkeit hat einen
degenerierenden Widerstand der Bewegung denn die Degeneration oder der Widerstand ist ein Stillstand
der Bewegung.
Deshalb werden die wandernden Sphären entgegengesetzt zu jener Sphäre bewegt, die nicht wandert, und
hätte eine von der anderen gegensätzlich für sich selbst stehend.
Diesem Bären siehst du weder Aufgehen noch Untergehen. Immer wohl ums selbige wendend, meinst du,
dass es sich beweget oder still stehet?
Äsklp. Ich meine, er beweget sich, Trismegistos.
Welche Bewegung, O Äskulap?
Äsklp. Eine Bewegung, die immer ungefähr ums selbige ist.



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57.
58.

59.
60.
61.

Aber die Zirkulation, die ums selbige, und die Bewegung ums selbige, sind beide durch Station/Halt
verborgen; denn das, was ums selbige ist, verhindert das, was am selbigen ist, dass es zudem ums
selbige ist, stehet.
Und so die Gegenbewegung bleibt immer geschwind, immer etabliert durch die Gegensätzlichkeit.
Aber ich werde dir bezüglich dieser Angelegenheit ein irdisches Exempel geben, das womöglich
augenscheinlich wird.
Guck dir irgend diese Lebewesen auf Erden mal an, wie der Mensch als Exempel, und sieh ihn am
Schwimmen; da wo das Wasser in die eine Richtung getragen wird, der Rückstoss - oder der Widerstand
- seiner Füße und Hände machen eine Station/Halt dem Menschen, dass er weder mit dem Wasser
dahingetragen wird oder runterwärts sinkt.
Äsklp. Du hast ein sehr klares Exempel gegeben, Trismegistos.
Herm. Deshalb, jede Bewegung in Station/Halt ist und wird von Station/Halt aus bewegt.
Die Bewegung daher der Welt und jedes materiellen lebendigen Etwas geschieht also nicht durch jene Dinge,
die ausser der Welt sind, sondern durch diese Dinge in ihr, eine Seele - oder Geist - oder etwas anderes
unkörperliches in jene Dingen, die ohne seien.
Denn ein unanimiertes/regungsloses Körper hat unvermögend, obendrein einen Körper, wo vollkommen
unanimiert ist.
Äsklp. Was meinst du damit, o Trismegistos, Holz und Steine und alle anderen leblosen Dinge, bewegen sie
keine Körper?
Herm. Auf keinen Fall, o Asklepios, denn das im Leib inndrinnen, das das unanimierte/regungslose
Gegenstand bewegt, der Leib ist nicht, der beides bewegt, sowohl Leib austragend, als auch Leib geboren;
denn ein unbelebter - oder regungsloser - Gegenstand kann nicht einen anderen bewegen; Das, was
bewegend, muss am Leben sein, wenn bewegt.
Du siehst also, wie die Seele überladen ist, wenn sie zwei Körper tragen würde.
Und es ist nun manifest/offensichtlich, dass die Dinge in etwas und durch etwas bewegt werden.
Äsklp. Die Dinge, die bewegt werden, o Trismegistos, müssen zwangsweise sich in dem bewegen, was
leer ist - oder leeres Vakuum Sei auf der Hut, o Asclepius, denn all die Dinge, die sind, da ist nichts leer, nur das, was nicht ist, ist leer
und fremdartig der Existenz - oder des Seins -.
Aber das, was ist, könnte nicht sein, wenn es nicht voll der Existenz wäre; Denn das, was am Sein - oder
Existenz - ist, es kann niemals leer gemacht werden.
Äsklp. Gibt es deshalb nicht einige Dinge, die leer sind, o Trismegistos, wie ein leeres Fass, ein leerer
Oxhoft, ein leerer Willi, eine leere Weinpresse und viele dergleichen?
Herm. O welch Grobheit deines Irrtums, o Äskulap; diese Dinge, die am vollsten sind und aufgefüllt,
nimmst sie in Betracht als inhaltsleer und leer?
Äsklp. Was womöglich deine Meinung, Trismegistos?
Herm. Ist die Luft/Raum (Air) kein Körper?
Äsklp. Körper!
Herm. Warum dann dieser Körper, geht nicht durch alle Dinge hindurch, die sind? Und durch sie hindurch,
sie ausfüllt? und (dieser) Körper hat nicht die Konsistenz aus der Mischung der Vieren? darum sind alle
diese Dinge, die du leer nennst, voll Luft/Raum (Air) und folglich mit den vier Elementen, Im
Umkehrschluss kann man sagen, dass was du voll siehst ist Luftleer/Raum- (Air-), weil das
Vorhandensein anderer Körper der Luft nicht erlaubt Platz zu nehmen.
Deshalb, diese Dinge, die du leer nennst, sollst du sie hohl nennen, nicht leer; denn sie existieren und
sind voll von Luft/Raum (Air) und Sprit (Strom).
Äsklp. Dieser Vernunft/Begründung ist jenseits von jeglichem Widerspruch, O Trismegistos, aber was
sollen wir den Ort nennen, an dem das ganze Universum bewegt wird?
Herm. Nenn es incorporal/immateriell, O Äskulap.
Äsklp. Was ist das, incorporal/körperlos - oder unkörperlich/formlos -?
Herm. Der Verstand und die Vernunft, das Ganze, völlig verstehend seinetselbst, frei von jeglichem
Körper, undenkbar, unsichtbar, unpassioniert/unpassierbar von Körper seinetselbst, feststehend
seinetselbst, zu allen Dingen fähig, und das allen Dingen Aroma, die sind.
Woraus das Gute, die Wahrheit, das archetypische Licht, der Archetypus der Seele, gleichsam Strahlen
sind.
Äsklp. Warum, was ist Gott dann?
Herm. Das, was keines dieser Dinge, nun ist, und ist die Ursache des Seins für alles und jedes etwas der
Dinge, die seien; denn nichts ihn gelassen hat vom Sein bar.



62.

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80.

Und all Dinge sind aus Dingen, die sind, gemacht, und nicht aus Dingen, die nicht sind; denn die Dinge, die
nicht sind, hat nicht die Natur gemacht werden zu können; und wiederum, die Dinge, die sind, haben nicht
die Natur, nie zu sein - oder gar nicht zu sein -.
Äsklp. Was sagst du dann am Ausführlichsten, dass Gott ist?
Herm. Gott ist nicht Verstand/Geist, sondern die Ursache, dass der Verstand/Geist ist; nicht ein Geist,
sondern die Ursache, dass der Geist ist; nicht Licht, sondern die Ursache, dass Licht ist.
Deshalb müssen wir Gott an diesen beiden Appellationen anbeten, die nur ihm und keinem anderen zueigen
sind.
Und das ist Er und nichts anderes
Denn irgendetwas von dem, was Gott genannt werde oder irgendetwas aus Leib (Mensch) oder Geist (Engel/
Genius) kann auf keinen Fall gut genannt werden, denn diese Bezeichnung nur auf GOTT einzig und alleine
passt, und Er ist gut und sonst nichts.
Denn alle anderen Dinge ausserhalb GOTTes Natur sind Leib (Fleisch) oder Geist (Seele/Dämon), und der Leib
und der Geist (die Seele) haben keinen Ort, der das Gute haben kann - oder vermöge -.
Denn die Größe des Guten ist so gewaltig wie die Existenz aller Dinge, die sind, sowohl körperliche als auch
unkörperliche, sowohl vernünftige als auch essenziell/intelligibel sind.
Dieses Gute GOTT eben.
Siehe daher, dass du zu keiner Zeit das Gute sonstiges benennst; denn so sollst du gottlos sein; oder
GOTT sonstiges denn das Gute, denn so sollst du wiederum gottlos sein.
Im Gewort wird oft von allen Menschen das Gute gesagt, aber alle Menschen verstehen nicht, was es ist;
aber durch Ignoranz/Unwissenheit nennen sie sowohl die Götter (Gottwesen) als auch einige Menschen,
gut, das niemals sein können oder auch verheben.
Deshalb werden alle anderen Götter (Gottwesen) mit dem Titel - oder Appellation - GOTTes verehrt, aber GOTT
ist das Gute, nicht himmelsgemäss, sondern naturgemäss.
Denn es gibt eine Natur GOTT und dem Guten, und eine Art beiderlei, davon alle Arten.
Denn Er, der gut ist, ist der Geber aller Dinge und nimmt nichts; und deshalb gibt GOTT alles und erhält
nichts.
Der andere Titel und Appellation, ist der Vater (der Anherr), weil er alle Dinge generieren/zeugen (schafft);
denn es ist der Teil eines Vaters (Anherrn) sei zu generieren/zeugen (zu schaffen).
Deshalb ist es die größte und am meisten religiöse Fürsorge in diesem Leben, die weise und gutherzig
ist, Generation/fruchtbar zu sein (Nachzucht/Kinder zu zeugen).
Aber ebenso ist es das größte Unglück und die Gottlosigkeit, dass jemand getrennt wird von den
Menschen, geschlechtslos/generationslosen (unfruchtbar/kinderlos); und dieser Mann wird nach dem
Tod mit den Dämonen bestraft, und die Strafe ist diese: Die Seele dieses geschlechtslosen/
generationslosen Menschen, beurteilt und verurteilt, zu einem Körper zu haben, geschlechtslos (weder
Natur des Männlichen, noch des Weiblichen), das verwunschenste Ding unter der Sonne.
Deshalb, o Äskulap, beglückwünsche niemals einen Mann, der geschlechtslos/ungenerierend (unfruchtbar/
kinderlos) ist; aber im Gegenteil bedaure sein Unglück, wohlwissend, welche Bestrafung Folge kommt, für
ihn bereit.
Lass so viele und solch von Dingen, o Äskulap, als eine gewisse Voraussicht aller Dinge in der Natur
verschriene.

Das Ende des Neunten Buches, Ein UNIVERSELLER SERMON ZU ASKLEPIUS . . .




Das zehnte Buch
DER GENIUS/GEIST AN HERMES
1.

2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
22.
23.
24.
25.
26.
27.
28.
29.
30.
31.
32.
33.
34.

35.
36.
37.
38.
39.
40.
41.
42.

(Genius/Verstand) UNTERDRÜCKE doch deine Rede, o Hermes Trismegistos, und Ruf einzugeistern, was
gesagt wird; (Herm.) Aber ich werde doch nicht zögern zu sprechen, was mir in den Sinn komme, viele
Menschen sagten viele Dinge, und diese sehr verschieden, das Universum betreffend, und das Gute; aber
ich habe die Wahrheit nicht erfahren.
Deshalb möge der HERR es mir in diesem Punkt klarmachen; denn ich werde nur glauben der Offenbarung
deiner für dies Dingen.
Dann sagte der Genius/Verstand, wie der Fall steht.
Lerne, o Sohn, was Gott und alles (das All) ist.
GOTT, Ewigkeit, Welt, Zeit, Generation (Werdung).
GOTT generierte/zeugte die Ewigkeit, die Ewigkeit die Welt, die Welt Zeit und die Zeit Generation.
Von GOTT, quasi die Substanz, dem Guten, das Unfälsch/Mackellosigkeit, die Seligkeit, die Weisheit.
Der Ewigkeit, Identität/Seinheit - oder Selbstheit -.
Der Welt, Ordnung.
Der Zeit, Veränderung.
Der Generation, Leben und Tod.
Aber die Operation (Erg) GOTTes der Genius/Geist und Seele.
Der Ewigkeit, Beständigkeit - oder Langlebigkeit - und Unsterblichkeit.
Der Welt, Restitution und Verfall - oder Zerstörung -.
Der Zeit, Augmentation und Verdünnung.
Und der Generation, Qualitäten.
Deshalb, Ewigkeit in GOTT.
Welt in Ewigkeit.
Zeit in Welt.
Und Generation in Zeit.
Und die Ewigkeit steht über Gott.
Die Welt in der Ewigkeit bewegt.
Die Zeit in der Welt bestimmt.
Generation in der Zeit erfolgt.
Deshalb die Quelle und der Brunnen aller Dinge ist GOTT.
Die Substanz Ewigkeit.
Die Materie Welt.
Die Kraft Gottes, Ewigkeit.
Und die Welt, der Ewigkeit Arbeit, die noch nicht gemacht ist, und doch immer von Ewigkeit gemacht.
Daher nichts zu irgendeinem Zeitpunkt zerstört wird werden, denn unbestechlich die Ewigkeit.
Nichts kann in der Welt werden hinfällig - oder zerstört werden -, die Welt eingeschlossen und umarmt
wird von der Ewigkeit.
(Herm.) Aber was ist die Weisheit Gottes? (Genius/Geist) Eben das Gute und das Unfälsch/
Mackellosigkeit, und Seligkeit und jedwed Tugend und Ewigkeit.
Ewigkeit, deshalb, bringt in die Materie die Unsterblichkeit und Ewigkeit; denn die Generation/Erzeugtheit
davon abhängt, von der Ewigkeit, so wie die Ewigkeit von GOTT tut es.
Denn Generation und Zeit, im Himmel und auf Erden, sind doppelter Natur; im Himmel sind sie
unveränderlich und unkorrumpierbar/unbestechlich; aber auf Erden sind sie veränderlich und
korrumpierbar.
Und die Seele der Ewigkeit ist Gott; und die Seele der Welt, Ewigkeit; und der Erde, Himmel.
Gott ist im Genius/Geist, der Genius/Geist in der Seele, die Seele in der Materie, alle Dinge in Ewigkeit.
All dieser universale Körper, in welchem alle Körper sind, ist voll von Seele, die Seele voll von Verstand, der
Geist voll von GOTT.
Denn darin erfüllt er sie, und ohne enthält er sie, Anregung das Universum.
von bar, regt dieses vollkommene lebendige Wesen an, die Welt, und alle lebenden Kreaturen.
Und oben im Himmel bleibt er in Identität/Seinheit - oder Selbstheit -, aber unten auf Erden Er die
Generation verändert.
Die Ewigkeit umgreift die Welt entweder durch Notwendigkeit oder Vorsehung oder Natur.
Und ob irgend jemand etwas anderes denken möchte! Es ist GOTT, der dieses All betätigt - oder betreibt -.



43.
44.
45.
46.
47.
48.
49.
50.
51.
52.
53.
54.
55.
56.

57.
58.
59.

60.

61.
62.
63.
64.
65.

66.
67.
68.
69.
70.
71.
72.
73.
74.

Aber die Operation - oder Akt - Gottes ist Macht/Kraft unüberwindlich, mit der nichts möge verglichen
werden, weder Menschliches noch Göttliches.
Darum, o Hermes, denke nicht über diese Dinge unten oder die Dinge oben, in keinerlei Weise wie an GOTT;
denn wenn du es tust, du irrtest ab von der Wahrheit.
Denn nichts kann sein wie das Unvergleichliche und nur und einseinzig; du darfst auch nicht denken,
dass Er von seiner Kraft/Macht irgendeiner anderen Sache gegeben hat.
Denn wer nach ihm sonst kann irgend was machen, ob das Leben oder die Unsterblichkeit, die Veränderung
oder die Qualität? und selbst, was sonst für Dinge würde Er machen?
Denn GOTT ist nicht untätig, denn dann wären alle Dinge untätig; denn alle Dinge voll von GOTT sind.
Aber nirgendwo auf der Welt gibt es so etwas wie Untätigkeit; denn Untätigkeit ist ein Name, der ein
leeres - oder entleertes - Ding sowohl eines Tuers als auch einer Sache, getane.
Aber alle Dinge müssen notwendigerweise immer gemacht - oder getan - werden, und entsprechend der
Natur eines jeden Ortes.
Denn wer etwas macht - oder tut -, ist in allen Dingen, weder jetzt gebunden - oder inbegriffen - an
irgendetwas; noch machend - oder tätigend - einziges etwas, sondern alles etwas.
Um eine aktive - oder operierende - Macht/Kraft zu sein und um seiner genüge zu sein der Dinge, die
gemacht sind, und der Dinge, die gemacht sein werden, unter ihm seien.
Schau mich an, die Welt ist deiner Sicht unterworfen und verstehe genau die Schönheit hiervonn.
Ein fortwährender Körper, mehr denn welch nichts Älteres gibt, aber immer vigoros und jung.
Sieh ebenfalls die sieben Welten, die mit einer ewigen Ordnung geschmückt sind und Ewigkeit mit
einem anderen Lauf erfüllt.
Denn alle Dinge sind voll Licht, aber das Feuer ist nirgends.
56. Für die Freundschaft und Vermengung von Widersprüchen und Unähnlichem, Licht leuchtet vom Akt oder Wirken - GOTTes, der Vater allen Guten, der Fürst jedweder Ordnung und der Herrscher der sieben
Welten.
Schau auch zum Mond hin, der Vorfahre von ihnen allen, das Instrument der Natur, und welch die Sache hier
unten änderet.
Schau die Erde in der Mitte des Ganzen, die feste und stabile Grundlage der ausgeglichenen Welt, die
Speiserin und die Pflegeschwester der irdischen Dinge.
Betrachte außerdem, wie groß die Menge ist der unsterblichen Lebewesen und auch der sterblichen
welchen; und siehe, wie der Mond wandert inmitten von beiden, von Dingen nämlich, die unsterblich und
die, die sterblichen.
Aber alle Dinge sind voll von der Seele, und alle Dinge werden dadurch richtig bewegt; Am Himmel manch
Dingen und einige Dinge auf Erden; und weder von denen auf der rechten Hand nach links hin; noch jene auf
der linken Hand rechts hin; noch jene Dinge, die oben sind, nach unten hin; noch die Dinge, die da unten
sind, bobenthinnen.
Und alle diese Dinge sind gemacht, o geliebter Hermes, kein Bedürfen deiner von mir zu lernen.
Denn sie sind Körper und haben eine Seele und sind beweglich.
Und dass alle diese Dinge zusammenkommen unter Einen, ist es unmöglich, ohne etwas sie zusammen
tut bringen.
Daher muss es solch einen geben, und eins ist er zusammenfasslich.
Denn zu sehen, dass die Bewegungen verschieden sind, und viele, und die Körper nicht gleich, und
dennoch eine befohlen Geschwindigkeit unter ihnen allen; Es ist unmöglich, dass es zweien oder mehr
Macher würde geben.
Denn ein Befehl wird nicht gehalten bei Mehreren.
Aber im Schwächeren wäre da die Eifersucht auf den Stärkeren und darum also Streitigkeiten.
Und ob der eine veränderliche sterblichen lebenden Wichten mache, mache der unsterbliche welche, wie
dann der, der unsterbliche welche mache, sterbliche mache.
Darüber hinaus, ob es zwei wäre, die Sache eins des Seins, wer sollte der Chef sein oder für die Zukunft
Sorge tragen?
Oder ob beide derer, der größere Anteil welchem von ihnen?
Aber denkt so, dass jeder lebendige Körper seine Konsistenz von Materie und Seele hat; von dem dann, was
unsterblich, und das, was sterblich ist und unvernünftig.
Denn alle lebenden Körper haben eine Seele; und jene Dinge, die nicht am Leben, sind nur Materie an sich.
73. Und die Seele ebenso, an sich ihrem Schöpfer nähert, ist die Ursache des Lebens und des Seins, und
die Ursache des Lebens zu sein, ist auf eine Art die Ursache der unsterblichen Dinge.
Wie dann anders sterbliche Wichte von Unsterblichen?



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Oder wie kann Er nicht lebendige Wichte machen, der die unsterbliche Dinge und Unsterblichkeit
verursachet?
Dass da irgend Körper ist, der diese Dinge tut offensichtlich, und dass er auch einer ist, ist es am
Manifestesten.
Denn es gibt eine Seele, ein Leben und eine Sache.
Wer ist das? Wer kann es sein, außer GOTT dem Einen?
Für wen sonst kann es nützlich sein, Lebewesen zu machen, GOTT alleinig blos herausgehauen?
Es gibt deswegen einen Gott.
Denn es ist ein lächerlich Ding, die Welt zu bekennen, eins zu sein, eine Sonne, einen Mond, eine
Divinität, und habhaft zu sein nun, was weiss ich, wie viele Götter.
Er ist deswegen Einer, tut alle Dinge in/mit vielerlei Dingen.
83. Und was für eine gewaltige Sache ist es für GOTT, Leben und Seele und Unsterblichkeit und Wandel zu
machen, wenn du selbst so viele Dinge betätest?
Da du sowohl siehst, sprichst, und hörst, riechst, schmeckst und berührst, wandelst, verstehst und
atmest.
Da ist nicht einer, der sieht, und anderer, der hört, und anderer, der redet, und anderer, der anrührt, und
anderer, der riecht, und anderer, der wandert, und anderer, der es versteht, und anderer, der atmet; aber
eines, der all diese Ding betät.
Noch können nun diese Dinge auch ohne GOTT sein möglich.
Denn wie du, wenn du aufhören würdest, diese Dinge zu tun, wärest du keine lebendige Wicht, also wenn
Gott von diesen aufhören würde, wäre Er, wenn es erlaubt wäre, dies zu sagen, nicht mehr Gott.
Denn wenn schon demonstriert, dass nichts untätig oder abgehalfert (leer) sein kann, wievielt mehr von
Gott behauptet könne es werden?
Wenn es etwas gibt, welch er nicht tut, dann ist es, wenn es erlaubt wäre, dies zu sagen, unvollkommen.
Alsdann, siehe, Er nicht untätig ist, sondern perfekt, so er gewiss alle Dinge betue.
Nun gib dich meiner, o Hermes, für eine kurze Weile, du wirst leichter verstehen, dass es unbedingt das
Werk Gottes ist, dass alle Dinge generiert/gezeugt - oder getan - werden sollten, die generiert werden,
oder mal generiert worden, oder müssen generiert werden.
Und dies, o best Geliebter, ist das Leben.
Und dies ist das Ohnfälsch/Angemessene.
Und das ist das Gute.
Und das ist GOTT.
Und wenn du dies durch Arbeit auch verstehst, bemarker/präge ein, was mit dir verhiebe (geschehe), wenn
du es generieren/dich entwickeln möchtest.
Und nun dies nicht verwechselt mit Ihm werde, denn werde Er nicht zum Wohlgefallen ist fähig, noch
hat Er auch anderen Arbeitsgesellen.
Aber an sich der einzige Arbeiter zu sein, ist Er immer am Arbeiten, und an sich das, was er tuet - oder
machet -.
Denn alle Dinge, wenn sie von ihm getrennt sind, müssen sie fallen und dahin werden, da es kein Leben
gibt in ihnen.
Und wiederum, wenn alle Dinge lebendige Wichte sind, beide die im Himmel und auf Erden sind, und dass es
in allen Dingen, die von Gott generiert sind, ein Leben gibt, und das ist GOTT, dann werden sicherlich alle
Dinge generiert - oder gemacht - von GOTT.
Leben ist die Vereinigung von Verstand/Geist und Seele.
Aber Tod ist nicht die Zerstörung jener Dinge, die versammelt waren, sondern eine Auflösung der Union.
Das Bildnis GOTTes also, ist Ewigkeit; der Ewigkeit, Welt; der Welt, Sonne; der Sonne, Mensch.
Aber die Leute sagen, dass Veränderung Tod sei, weil der Körper aufgelöst ist und das Leben in das
hineingeht, was nicht erscheinend.
105. Durch diesen Diskurs, mein liebster Hermes, bestätige ich, wie du am Hören bist. Dass die Welt
verändert wird, weil ein jeder Tag Teil davon unsichtbar wird, aber das niemals aufgelöst wird.
Und dies sind die Leidenschaften der Welt, Revolutionen und Okkultationen, und Revolution ist eine Wende,
aber Okkultation ist Renovation/Erneuerung.
Und die Welt ist all geformt ist, hat nicht die Formen, die bar der liegen, sondern sie ändern sich in sich
selbst.
Sehens dann die Welt all geformt ist, was muss der sein, der sie generierte/machte? Formlos kann Er
nicht sein eben.
Und wenn Er all geformt ist, wird er wie die Welt gehalten werden, aber wenn er nur eine Form hat, wird Er
in diesem unabhängig/nachgeordnet sein von der Welt.



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Was sagen wir dann, dass er ist? Wir werden durch unsere Rede keinerlei Zweifel aufkommen lassen,
denn nichts, was zweifelhaft Bezug GOTTes ist, ist noch bekannt.
Er hat deshalb einzig Idee, die ihm eigen ist, welche, weil sie unkörperlich ist, dem Sehen nicht
unterworfen und dennoch alle Formen zeigt durch die Körper.
Und wundere dich nicht, wenn es da eine unkorrumpierte/unbestechliche Idee ist.
Denn sie sind wie die Margen der Rede, die in Schriftzug ist; denn sie scheinen über- und
anschwüllstig zu sein, aber sie sind von Natur aus glatt und gleichmäßig.
Aber verstehe das wohl, was ich sage, in mehr Robustheit, denn es ist wahrer: Alsdann der Mensch ohne
Leben nicht kann leben, so kann GOTT auch nicht leben, Gutes nicht betätigend.
Denn dies ist sozusagen das Leben und die Bewegung GOTTes, um zu bewegen und zu erquicken/
beschleunigen All Dingen.
Aber einige der Dinge, die ich sagte, müssen eine bestimmte Erklärung haben; Verstehe dann, was ich sage.
Alle Dinge sind in GOTT, nicht als an einem Ort gelegen, denn Ort ist sowohl ein Körper als auch unbeweglich,
und diese Dinge, die platziert sind, keine Bewegung haben.
Denn sie liegen sonst in dem, was unkörperlich ist, als in der Phantasie - oder in der Erscheinung -.
Betrachte den, der alle Dinge enthält, und verstehe, dass nichts größer ist als das, was unkörperlich ist,
nichts schneller, nichts mächtiger, aber es ist am umfassendsten, am schnellsten und am stärksten.
Und beurteile dies selbst, befiehl deiner Seele, nach Indien zu gehen, und schneller denn du sie bitten
kannst, wird sie dort sein.
Bitte sie ebenfalls über den Ozean, und sie wird da sein plötzlich; nicht so von Ort zu Ort, aber sie wird da
sein plötzlich.
Befiehl sie, am Himmel zu fliegen, und sie wird keine Flügel brauchen, und nichts wird sie behindern,
nicht das Feuer der Sonne, nicht der Äther, nicht die Drehung der Kugeln, nicht die Körper irgendwelcher
anderer Sterne, aber durchschneidet alles, sie wird bis zum letzten und weitesten Körper fliegen.
Und wenn du ebenfalls das Ganze brechen willst und die Dinge sehen, die ohne die Welt sind, wenn es
etwas ohne gibt, du mögest.
Siehe, wie groß ist deine Kraft, wie große Geschwindigkeit du hast! Du kannst all diese Dinge tun, und
GOTT kann nicht?
Auf dieser Weise, deshalb, GOTT betrachte, für sich die ganze Welt zu haben, gleichsam dess alle Gedanken oder Erkenntnisse -.
Wenn deshalb du dich GOTT nicht gleichstellst, kannst du Gott nicht verstehen.
Denn dergleiche ist durch dergleichen intelligibel/verständlich.
Erhöhe dich zu einer unermeßlichen Größe, springe über jeden Körper hinaus und überschreite alle Zeit,
werde zur Ewigkeit und du wirst GOTT verstehen: So du an dich selbst glaubst, ist nichts unmöglich,
betrage dich eben unsterblich, und dass du alles verstehst Dinge, jedwede Kunst, jedwede
Wissenschaft und die Art und Weise jedwedes Lebewesens.
Werde höher denn alles Höhe, tiefer denn alles Tiefe, begreife in dir selbst die Eigenschaften aller
Geschöpfe, des Feuers, des Wassers, des Trockenen und des Feuchten, und denke auch, dass du überall
sein kannst zugleich, im Himmel, im Meer, und auf dem Lande.
Du sollst dich sogleich denken, noch nicht in der Wampe gezeugt worden, jung, alt, tot zu sein, über den
Tod hinaus, und all diese zusammen, wie auch Zeiten, Orte, Taten, Qualitäten, Quantitäten, oder sonst kannst
du doch nicht GOTT verstehen.
Wenn du aber deinetselbsten (deine Seele) im Leibe verschließt und es niederschlägst und sagst, ich
verstehe nichts, ich kann nichts tun, ich habe Angst vor dem Meer, ich kann nicht in den Himmel
hinaufklettern, ich weiß nicht, wer ich bin, Ich kann nicht sagen, was ich sein werde: Was hast du mit
Gott zu tun? denn du kannst nichts von diesen schönen und guten Dingen verstehen und ein Liebhaber
des Körpers sein und des Bösen.
Denn es ist das größte Böse, Gott nicht zu kennen.
Aber in der Lage (Ihn) zu kennen, zu wollen und (auf Ihn) zu hoffen, ist der rechte Weg und der göttliche
Weg, der dem Guten eigen, und überall wird er dir begegnen und überall von dir gesehen werden, gradeaus und
einfach, wann du es nicht erwartest oder es nicht suchst; es wird dir begegnen gehend, wachend,
schlafend, segelnd, reisend, bei Nacht, bei Tag, wenn du sprichst, und wenn du das Schweigen bewahrest.
Denn es gibt nichts, was nicht das Bild Gottes ist.
Und nun sagst du, Gott ist invisibel/unsichtbar; aber sei gewarnt, denn wer ist manifester denn Er?
Denn deshalb hat Er gemacht all Dingen, damit du Ihn siehst in allen Dingen.
Dies ist das Gute/die Gutheit GOTTes, dies ist die Tugend, um zu erscheinen und gesehen zu werden in
allen Dingen.
Es gibt nichts Invisibles/Unsichtbares, nicht von diesen Dingen, die unkörperlich.



139. Der Verstand/Geist wird im Verstehen gesehen, und Gott im Tun - oder Machen - gesehen.
140. Laß diese Dinge so weit her sein, in dir manifestiert zu werden, o Trismegistos.
141. Begreife in gleicher Weise all ander Dingen selbst, und du wirst nicht getäuscht werden.
Das Ende des zehnten Buches, DER VERSTAND/GEIST AN HERMES . . .




Das elfte Buch
VOM GEMEINEN GENIUS/GEIST ZU TAT
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
22.
23.

24.
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26.
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29.
30.

Der Genius/Geist, o Tut (Sohn/Tat), ist von der Essenz Gottes, so da nun irgendeine Essenz Gottes ist.
Was für eine Essenz das ist? Er alleine kennt sich genau.
Der Genius/Geist wird daher nicht abgeschnitten oder von der Wesentlichkeit Gottes getrennt, sondern
wie das Sonnenlicht eins (einheitlich).
Und dieser Genius/Geist in den Menschen ist Gott, und deshalb sind einige Menschen göttlich, und ihre
Humanität/Menschlichkeit ist Göttlichkeit beinahe.
Denn der gute Dämon die Götter nennend unsterbliche Menschen und die Menschen Götter, sterbliche.
Aber im rohen Tiere - oder in unvernünftigen lebenden Wichten - ist der Geist ihre Natur.
Denn Wo eine Seele ist, da ist der Genius/Geist, da, wo Leben ist, ist auch eine Seele.
In lebenden Kreaturen also, die ohne Vernunft sind, ist die Seele Leben, ohne die Handlungen des Genius/
Geistes.
Denn der Genius/Geist (Verstand) ist der Wohltäter der Menschenseelen und arbeitet zum richtigen
Guten.
Und in unvernünftigen Dingen arbeitet es mit der Natur eines jeden von ihnen zusammen, aber in den
Menschen wirkt es gegen ihre Natur.
Denn die Seele im Körper sei, wird sie gradesweges durch Gram - oder Leid - und Lust - oder Vergnügen Böse gemacht.
Denn Gram und Lust fließen wie Säfte aus dem zusammengesetzten Körper, worinnen, wenn die Seele
eintritt oder sinkt, sie mit ihnen angefeuchtet und getränkt wird.
So viele Seelen deshalb, so der Genius/Geist regiert - oder überrollt -, ihnen zeigt er sein Eigenlicht und
widersteht ihren Voreingenommenheiten - oder Vermutungen -.
Wie ein guter Arzt gramt den Leib, dem eine Krankheit vorbestellt ward, indem er ihn um der Gesundheit
willen verbrennt - oder reinstochert -;
Auf dieselbe Weise gramt auch der Genius/Geist die Seele, indem er sie aus dem Vergnügen herauszieht,
woher jedwede Krankheit der Seele ausgehe.
Aber die Große Krankheit der Seele ist Atheismus/Gottlosigkeit, weil dieser Auffassung alles Böse und
nichts Gutes folgt.
Darum widersteht das Genius/Geist, es beschafft Gutes für die Seele, wie ein Arzt dem Leib.
Aber wie viele Menschenseelen, die den Genius/Geist nicht für ihren Gouverneur/Statthalter zulassen oder unterhalten -, leiden dasselbe Ding das der Seele unvernünftiger lebendiger Dingen.
Denn die Seele, mit ihnen kooperierend, erlaubt - oder lässt - sie ihren Begierden, wodrunter sie zu denen
vom Strom ihres Appetits getragen werden, und so zur Hünischkeit/Brutalität zu neigen.
Und als brutalen Bestzen (Bestien), sind sie ohne Grund zornig, und sie begehren ohne Grund und hören
nie auf, noch sind sie mit dem Bösen zufrieden.
Denn unvernünftige Hitzigkeiten und Wünsche sind die meist überragenden Übel.
Und deshalb hat Gott doch den Genius/Geist dort drüben gesetzt, als einen Rächer und einen Tadler für sie.
Tut. Hier, o Vater, ist der Diskurs vom Fatum des Schicksals, den du mir gemacht hast, in Gefahr,
gestürzt zu werden; denn wenn es für einen Menschen fatal/schicksalhaft ist, Hurerei oder Sakrileg zu
begehen oder irgendetwas Böses zu tun, wird er bestraft ebenfalls, obwohl er notwendigerweise die Tat
des Fatums oder Schicksals tut.
Herm. Alle Dinge, o Sohn, sind das Werk des Fatums, und ohne es kann kein körperliches Ding, weder gut
noch bös, getan werden.
Denn vom Fatum ist bestimmt, dass der, der Böses tut, auch dafür leiden muss.
Und deshalb tut er es, dass er leiden möge, was er an Leid getan, weil er es getan hat.
Aber vorläufig, lassen für sich diese Rede über Böses und Fatum, denn zu anderen Zeiten darüber
gesprochen wir haben.
Nun, unser Diskurs dreht sich um den Genius/Geist, und was er tun kann, und wie er sich
unterscheidet, und ist bei Menschen so einer, aber in brutalen Bestien verändert.
Und wiederum in den wilden Bestien ist es nicht vorteilhaft, aber in den Menschen am Löschen sowohl
ihre Hitzigkeit als auch ihre Konkubinerein/Schürzjägerein.
Und der Menschen, du mußt verstehen, einige rational - oder von Vernunft regiert - und einige irrational
sind.



31.
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Aber alle Menschen unterliegen dem Fatum und der Generation/Erzeugung, und Veränderung, denn dies sind
der Anfang und das Ende des Fatums - oder Schicksals Und alle Menschen leiden unter den Dingen, die vom Schicksal bestimmt.
Aber die rationalen Menschen, über die, wie wir sagten, der Genius/Verstand Herrschaft trägt, leiden nicht
wie bei den anderen Menschen; frei doch von Bösartigkeit und nicht böse sind, erleiden sie Böses
(nicht).
Tut. Wie sagst du das wiederum, Vater? (Herm.) Ein Rumhurer (Ehebrecher), ist er nicht böse? Ein Mörder,
ist er nicht böse? und so von anderen?
Herm. Aber der rationale Mensch/Mann, o Sohn, wird nicht für die Hurerei (den Ehebruch) leiden, sondern
als der Rumhurer (Ehebrecher), nicht für den Mord, sondern als der Mörder.
Und es ist unmöglich, der Qualität des Wandels wie der Generation zu entkommen, aber der Bösartigkeit,
der den Genius/Verstand hat, kann entkommen.
Und deshalb, o Sohn, habe ich immer den guten Dämon gehört, und ob er es in Schrift abgeliefert hätte,
hätte er der ganzen Menschheit viel Nutzen gebracht. Für ihn allein, o Gson, als der Erstgeborene, GOTT alle
Dinge sehend, sprach wahrhaftig Worte, göttlich. Ich habe ihn manchermalen gehört, dass alle Dinge ein
Ding sind, besonders intelligible Körper - oder dass alle besonders intelligiblen Körper eins seien -.
Wir leben in Kraft, im Akt, und in Ewigkeit.
Daher ein guter Genius/Geist ist das, welch die Seele seins.
Und so dies sei, dann unterscheidet sich nicht intelligibles Ding von intelligiblen Dingen.
So, deshalb, ist es möglich, dass der Genius/Geist, der Fürst aller Dinge ist; ebenso, dass die Seele, die
von Gott ist, tun kann, was immer sie will.
Aber verstehe du wohl, denn dieser Diskurs, habe ich gemacht für die Frage, die du von mir vorher
erfragtest, ich Mensch/Adam, bezüglich Fatum und des Genius/Geistes.
Zuerst, wenn du, o Sohn, dich fleißig von allen streitbaren Reden zurückziehen wirst, wirst du finden,
dass in Wahrheit, der Genius/ Verstand, die Seele (der Geist) Gottes regiert über allen Dingen, sowohl über
Fatum als auch über Gesetz und all ander Dingen.
Und nichts ihm unmöglich, nein, nicht für die Dinge, die des Fatums.
Deshalb, obwohl die Seele des Menschen darüber ist, lass sie nicht die Dinge vernachlässigen, die sich
unterm Fatum befinden.
Und dies, soweit, waren die ausgezeichneten Aussagen/Sprüche des guten Dämonen.
Tut. übergöttlich gesprochen, o Vater, und wahrhaftig und gewinnbringend, räume doch nun diese eine
Sache auf für mich.
Du sagst, dass in brutalen Bestien der Genius/Verstand (Geist) nach der Art der Natur arbeitet - oder
handelt -, kooperierend auch mit Impuls ihrer Triebneigungen.
Nun, die ungestümen Neigungen der brutalen Bestien, wie ich mir vorstelle, sind Passionen/
Leidenschaften. Wenn also der Genius/Verstand (Geist) mit diesen ungestümen Neigungen kooperiert und
die Passionen/Leidenschaften in brutalen Bestien sind, so ist der Genius/Verstand (Geist) auch eine
Passion, die sich den Leidenschaften anpaßt.
Herm. Gut gemacht, Sohn, hoch/nobel ist deine Frage, und doch ist nur was ich dir antworten werde.
Alle unkörperlichen Dinge, o Sohn, die im Körper sind, sind passioniert/leidenschaftlich, nein, sie sind
pure Passionen/Leidenschaften.
Alles, das bewegt, ist unkörperlich; Alles, was bewegt wird, ist ein Körper; und es wird durch den Genius/
Verstand (Geist) in den Körpern bewegt. Nun, Bewegung ist Passion/Leidenschaft, und dort leiden beide;
sowohl das, was sich bewegt, als das, was bewegt wird, als auch das, was regiert, als das, was regiert wird.
Negativ also beide.
Aber befreit zu sein vom Körper, ist es wie ebenfalls von der Passion/Leidenschaft befreit zu sein.
Aber besonders, o Sohn, da ist nichts unpassioniert/unleidenschaftlich (unpassabel) ist, aber alle Dinge
sind passioniert/leidenschaftlich (passabel).
Aber Passion/Leidenschaft unterscheidet sich von dem, was passioniert/leidenschaftlich ist; denn das
Akt begeht, aber dies leidet.
die Körper ebenfalls von Eigenselbst Akt begehen; denn entweder sind sie unbewegt oder sonst bewegt;
und was auch immer es ist, es ist eine Passion/Leidenschaft.
Aber unkörperliche Dinge immer Akt begehen - oder arbeiten - und sind daher passioniert/
leidenschaftlich.
Lasse dich daher nicht von den Appellationen oder Namen durcheinanderbringen, denn Aktion/Handlung und
Passion/Leidenschaft sind dasselbe, aber es ist nicht schwer für uns, den höheren/nobleren Namen zu
gebrauchen.
Tut. O Vater, du hast diesen Diskurs am Einfachsten abgehalten.



60.

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Herm. Betrachte auch dies, o Sohn, dass GOTT dem Menschen frei hat gegeben, über alle andere Lebewesen,
diese zwei nämlich, Genius/Verstand (Geist) und Beredsamkeit - oder die Sprachvernunft -, der
Unsterblichkeit (gleich) hin machend.
Dass, ob jemand Gebrauch davon macht - oder anwendet -, für was er soll, wird er nichts von den
Unsterblichen sich unterscheiden.
Ja, eher aus dem Leib er hinausgehend, wird er von ihnen geleitet und geführt werden, sowie in den Chor,
so auch in die Umrunde/Gesellschaft Gottes und in die Gesegneten.
Tut. Benutzen andere Lebewesen nicht die Beredsamkeit, o Vater?
Herm. Nein, Sohn, aber nur Stimme. Nun unterscheiden sich Beredsamkeit und Stimme sehr stark;
denn die Beredsamkeit ist allen Menschen gemein, aber die Stimme ist zu jedweder Art von Lebewesen
anpässlich.
Tut/Tat. Ja, aber die Beredsamkeit der Menschen ist unterschiedlich, o Vater, ein jeder Mensch nach
seiner Nation.
Herm. Es ist wahr, o Sohn, sie unterscheiden sich: Doch so wie der Mensch eins ist, so ist auch die
Beredsamkeit eins, und sie wird interpretiert und gefunden desgleichen, sowohl in Ägypten, Persien und
Griechenlanden.
Aber du scheinst mir, mein Sohn, ignorant/in Unkenntnis bist der Virtuosität - oder der Macht - und
der Größe der Beredsamkeit.
Denn der gesegnete Gott, der gute Dämon (Genius) sprach - oder hiess - der Seele, im Körper zu sein, dem
Genius/Verstand (Geist), in der Seele, dem Logos/Wort - oder Beredsamkeit (Sprach-/Vernunft) - im
Genius/Geist und dem Genius/Geist in GOTT, und das ist GOTT der Vater von ihnen all.
Daher ist das Logos/Wort das Bild des Genius/Geistes und der Genius/Geist Gottes und der Körper der Idee
und die Idee der Seele.
Daher der Materie eben, das subtileste und schlankeste ist Luft (Air); der Luft die Seele; der Seele der
Genius/Geist; des Genius/Geist (Verstand) GOTT.
Und GOT ist über alle Dinge und durch alle Dinge, aber der Genius/Geist über die Seele, die Seele über die Luft
(Air) und die Luft über die Materie.
Aber Notwendigkeit, Vorsehung und Natur sind die Organe - oder Instrumente - der Welt und der Ordnung
der Materie.
Denn jener Dinge, die Essenz haben/intelligibel sind, ein jeder ist; aber die Essenz von ihnen ist
Identität.
Aber der Körper des Ganzen oder Universums ist, ein jeder vielfaches.
Denn die Körper, die zusammengesetzt sind, und ihre Veränderungen in andere haben, diese Identität haben,
tun immer und bewahren die Unverweslichkeit der Identität.
Aber in einem jeden der zusammengesetzten Körper gibt es eine Zahl
Denn ohne Zahl ist es unmöglich, dass da Konsistenz - oder Konstitution - oder Komposition oder
Auflösung sei.
Aber Einheiten erzeugen und erhöhen sowohl die Zahlen, wiederum gelöst zu sein, kommen in sich
selbst.
Und die Materie ist eins.
Aber diese ganze Welt, der große Gott und das Bild des Größeren, und vereint unter ihm und der Ordnung
bezogen und Willen des Vaters, ist die Fülle des Lebens.
Und da ist nichts dadrannen, in der ganzen Ewigkeit der Revolution, weder das Ganze noch die Teile, welche
nicht leben.
Denn da ist nichts tot, das weder war noch ist noch sein wird in der Welt.
Denn der Vater möchte es, solange es dauern möge, lebendiges Dinge sein; und deshalb muss es auch GOTT
geben.
Wie deshalb, o Sohn, kann es in GOTT, im Bild des Universums, in der Fülle des Lebens, irgendwelche toten
Dinge geben?
Denn zu sterben ist Korruption, und Korruption ist Destruktion.
Wie kann dann ein Teil des Inkorrumpierten korrumpiert oder GOTTes zerstört sein?
Tut/Tat. Darum, o Vater, sterben nicht die lebendigen Dinge in der Welt, obwohl Teile davon sie seien?
Herm. Sei vorsichtig in deiner Rede, o Sohn, und täusche dich nicht mit den Namen der Dinge.
Denn sie sterben nicht, o Sohn, sondern als zusammengesetzte Körper sie aufgelöst sind.
Aber Auflösung ist nicht der Tod; und sie sind aufgelöst, nicht dass sie zerstört werden, sondern dass
sie neu gemacht werden können.
(Tat.) Was dann ist die Operation des Lebens? Ist es nicht Bewegung?
(Herm.) Und was gibt es in der Welt unbeweglich? Nichts, o Sohn.



93.
94.
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Tut. Warum, erscheint dir nicht die Erde unbeweglich, o Vater?
Herm. Nein, o Sohn, aber abhängig von vielen Bewegungen, obwohl sie auf eine Art und Weise stabil ist.
Was für eine lächerliche Sache wäre es, dass die Amme aller Dinge unbeweglich sein sollte, die alle Dinge
trägt und hervorbringt.
Denn es ist unmöglich, dass irgendetwas, was hervorbringt, ohne Bewegung hervorbringen solle.
Und eine lächerliche Frage ist es, ob der vierte Teil des Ganzen unbeweglich müßgängig ist; denn das Wort
unbeweglich oder ohne Bewegung bedeutet nichts anderes, als Müßiggang.
Generell wisse, o Sohn, dass alles, was in der Welt ist, bewegt ist, entweder bezüglich der Vermehrung
oder der Verminderung.
Aber das, was bewegt ist, lebt auch, doch ist es nicht notwendig, dass ein lebendiges Ding dasselbe ist
oder bleibt.
Und das ganze Leben ist Veränderung, derweil aber die ganze Welt zusammen miteinander unveränderlich, o
Sohn, sind alle Teile davon veränderbar.
Nichts nun wird verdorben oder zerstört und ganz abgeschafft, aber die Namen bringen die Menschen
durcheinander.
Denn Generation ist nicht Leben, sondern Sinn, auch keine Veränderung der Tod, sondern Oblivion/
Vergessenheit, oder vielmehr Okkultation/Verbarge, Liegen dahinter.
Oder besser, Generation ist nicht Kreation/Schöpfung des Lebens, sondern Produktion von Dingen zum
Sinn und es/sie manifest machen. Auch keine Veränderung der Tod, sondern Okkultation des Versteckens
dessen, was war.
Diese Dinge so sind, alle Dinge Unsterblichkeit sind, Materie, Leben, Geist, Seele, Genius/Verstand, woraus
jedes lebendiges Etwas besteht.
Jedes Lebewesen Deshalb ist Unsterblich, wegen des Genius/Geistes, besonders aber der Mensch, der
sowohl Gott empfängt als auch mit ihm Konversation betreibt.
Denn mit diesem lebendigen Wicht, allein Gott ist familiär/vertraulich; in der Nacht von Träumen, am Tage
von Symbolen - oder Zeichen -.
Und bei sämtlichen Dingen, voraussagt er seiner, was kommen wird, durch Vögel (Vogel), durch Gevögel
(Vervogel), durch den Geist oder Wind (Hauch) und durch eine Eiche (Kette).
Darum prädestiniert der Mensch auch zu erkennen, Dinge, die gewesen, Dinge, die gegenwärtig sind und
Dinge, die kommen.
Betrachte auch dies, o Sohn, dass jede andere lebende Kreatur auf einen Teil der Welt geht, Dinge im Wasser
schwimmen, Landwichte auf der Erde, Fliegende Gevögel in der Luft.
Aber der Mensch gebraucht all dies, die Erde, das Wasser, die Luft und das Feuer, ja, er sieht und berührt
den Himmel mit seinen Sinnen.
Aber GOTT ist sowohl um alles Dings als auch durch alles Dings, denn Er ist sowohl Handeln als auch Macht.
Und es ist keine schwerliche Sache, o Sohn, Gott zu begreifen.
Und wenn du Ihn auch sehen willst, schau auf die Notwendigkeit der Dinge, die erscheinen, und auf die
Vorsehung der Dinge, die geschahen und am Geschehen.
Sieh wie die Materie (Das Dasein) am meisten voll vom Leben, und so ein großer Gott sich bewegend, mit
allem Guten und Angemessenen (Ungemessenen), sowohl Göttern und Dämonen, so auch die Menschen.
Tut. Aber diese, oh Vater, sind ganz und gar Akte - oder Operationen -.
Herm. Wenn sie es sind, deshalb, ganz Taten oder Handlungen, o Sohn, durch wen Akte begehen - oder
operieren - sie, blos durch Gott?
Oder bist du ignorant/unwissend, dass als Teile der Welt sind Himmel und Erde und Wasser und Luft, auf
dieselbe Weise, sind die Glieder Gottes, Leben und Unsterblichkeit und Ewigkeit und Geist und
Notwendigkeit und Vorsehung und Natur und Seele und Genius/Verstand und die Kontinuität - oder
Fortsetzung - all dieser Dinge, die als gut bezeichnet werden.
Und es ist nichts von all das gewesen und all das ist, wo Gott nicht ist.
Tut. Was, in Materie, o Vater?
Herm. Was ist die Materie, Sohn, ohne Gott, dass du ihr einen eigenen Platz zuschreiben solltest?
Oder was denkst, was sie ist? Womöglich ein Haufen, der nicht Akte begehend - oder operierend -.
Und wenn es aber Akte begehend wird, durch wen sie Akte begehend? denn gesagt haben wir, dass Akte oder Operationen - Teile Gottes sind.
Von wem werden all die lebendigen Dinge erquicket/beschleunigt? und die Ewigen/Unsterblichen, von wem
sind die verewigt/gemacht unsterblich? die Dinge, die veränderbar sind, von wem sind die veränderlich?
Ob du von Materie oder Körper oder Essenz sprichst, wisse, dass all dies Akte/Taten Gottes seien.
Und dass der Akt/die Tat der Materie Materialität ist, und der Körper Körperlichkeit und Essenz
Essenzität/Wesentlichkeit, und dies ist GOTT all.



126. Und im all gibt es nichts, was nicht GOTT sei.
127. Darum, über Gott, gibt es weder Größe, Ort, Qualität, Figur noch Zeit, denn Er ist all und all, in all und über all.
128. Diesem Wort, o Sohn, dich niederbeuge (bete an) und verehre. Und der einzige DienstGottes ist nicht zu
sein böse.
Das Ende des elften Buches, VOM GEMEINEN GENIUS/VERSTAND ZU TAT . . .




Das zwölfte Buch
SEINE ACHSELANIE ODER MONUMEN
1.

DER Arbeiter hat diese universelle Welt erzeugt, nicht mit seinen Händen, sondern mit

2.

Darum dies denke über ihn, als überall gegenwärtig und immerdar und alle Dinge machend; und

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seinem Wort/Logos.

eins da oben, der die Dinge durch Seinen Willen eingerahmt hat, die seien.

Drum weder greifbar ist sein Körper, noch sichtbar, noch messbar, noch erweiterbar, noch
wie irgend ein Körper ander.

Denn es ist weder Feuer noch Wasser, noch Luft noch Wind, sondern all diese Dinge seiner
draus seien; Weil Er gut ist, hat Er sich selbst alleine gewidmet dies Benennen.

Da wollte Er auch die Erde schön machen, jedoch mit dem Ornament eines Körpers, göttlichen.
Und Er sandte Mannen/den Menschen, einen Unsterblichen und einen sterblichen Wicht.

Und Mannen/der Mensch hatte mehr denn alle lebenden Kreaturen und die Welt; wegen seiner
Beredsamkeit und seines Verstandes/Geistes.

Denn Mannen/der Mensch wurde zum Zuschauer der Werke Gottes und wunderte sich und
erkannte den Schöpfer an.

Denn er teilte die Beredsamkeit/Rede unter allen Menschen, nicht aber den Genius/Verstand,
und nicht Groll er eben zu hegen irgendjemandem; Denn Dünkel kommet nicht dadhinnet,

sondern ist hier unten in den Seelen der Menschen, die nicht haben den Genius/Verstand.
Tat. Aber weswegen, Vater, hat Gott nicht den Geist an alle Menschen verteilt?

Herm. Weil es Ihm gefiele, o Sohn, dies in die Mitte zwischen allen Seelen zu legen, als eine
Belohnung, nach der man sollte streben.
Tat. Und wo hat er es eingestellt?

Herm. Er füllte eine große Achselaie - Becher oder Schüssel - damit, Er schickte sie
hinunter und gab auch einen Schreier - oder Proklamierer -.

Und befahl ihm, zu proklamieren diese Dinge in die Seelen der Menschen.

Tusche und bewasche dich, so du fähig bist, in dieser Achselanie - Becher oder Schüssel -:
Du den glaube, zu dem du zurückkehren wirst, der diesen Kelch hat geschickt; Du den
bestätige, generiert wurdest dadurch.

So viele, deshalb, alsdann die Proklamation verstand, und wurden in den Genius/Geist getauft oder getaucht -, wurden diese Teilhaber der Gnosis/des Wissens und wurden vollkommene
Menschen, empfangend den Genius/Geist.

Aber alsdann viele der Proklamation verfehlt, erhielten sie Beredsamkeit/Rede, aber keinen

Genius/Geist (Verstand); ignorant/unwissend, sie generiert wurden wodurch oder von wem.
Aber ihre Sinne sind nur wie der brutalen Bestien, und ihre Launen haben in Ärger und Gram,
ihnen gefallen die Dinge nicht, die es wert sind, angesehen zu werden.

Aber süchtig nach den Freuden und Wünschen des Leibes ganz, glauben sie, dass der Mensch
für sie geschaffen wurde.

Aber so viele alsdann die Gabe/das Geschenk Gottes nehmen; diese, o Tat, in Angesicht ihrer
Arbeiten, sind ziemlich unsterblich, als sterblich Menschen.

Alle Dinge mit ihrem Genius/Geist erfassen, die auf Erden, die im Himmel, und ob etwas über
dem Himmel hinaus gibt.

Und sie sich so hoch erheben, das Gute sie sehen, und sie es sehen, erklären sie es zu einem
elenden Unglück, hier ihren Zwischenhalt zu machen.

Und verachten all die Dinge, leibliche und unleibliche, und hasten hin zum Ein und Einzigen.

So, o Tat, ist das Wissen des Genius/Verstandes/Geistes, das Ansehen der göttlichen Dinge
und das Verständnis von Gott, dem Kelch selbst, göttlich.



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Tat. Und ich, o Vater, will getauft und getunken damit/dadrein werden.

Herm. sofern du zuerst nicht deinen Leib hasst, o Sohn, kannst du dich nicht selbst lieben,
aber dich selbst liebend, den Genius/Geist habend, und den Genius/Geist habend, sollst du auch
das Wissen - oder die Wissenschaft - habhaft werden.
Tat. Wie gemeinest du s, o Vater?

Herm. Weil es unmöglich ist, o Sohn, traut bist der Dinge, sterblich und göttlich.

Denn die Dinge, die sind, zwei Körper seien und Dinge unkörperlich, worin der Sterbliche und
der Göttliche ist, die Elektion/Auswahl - oder die Wahl - von beiden denen bleibt dem, der die
Wahl habe: Denn niemand kann beides wählen.

Und auf welch auch immer die Wahl getroffen wurde, die andere, die unbedeutend - oder
überwunden - wird, vergrößert den Akt Tat - oder die Operation - der anderen.

Die Wahl des Besseren, daher, ist nicht nur das Beste für den, der es wählend, indem er den

Menschen vergöttlicht, sondern auch Frömmigkeit und Religion gegenüber Gott bezeigend.
Die Wahl der Schlimmstdinge aber zerstört einen Menschen, aber tut gegen GOTT nichts,
außer wie Knalltüten/Gecken oder Faschingen - oder Festspiele -, wenn sie ins Ausland

kommen, können nichts tun für sich selbsten, aber Behinder; auf die gleiche Art auch diese
Knalltüten/Gecken und Faschingen - oder Festspiele - in der Welt machen, durch die Freuden
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des Körpers am Betörlichsten.

Diese Dinge so sind, o Tat, diese Dinge seien und sind uns so reichlich von GOTT gedient
haben, sollen sie auch von uns verlaufen, ohne Knappsein - oder Sparsamkeit -.

Denn GOTT ist unschuldig - oder schuldlos -, aber wir sind die Ursachen des Bösen und vor
ziehen sie dem Guten.

Du siehst, o Sohn, wievielt Leichen/Körper wir drüber gehen müssen, und wievielt

Dämonenchöre und was für Kontinuität und Reigen von Sternen, dass wir hinhasten mögen
GOTT, dem Einen und Einzigen.

Denn das Gute ist nicht zu überwinden, es ist unbegrenzt und unendlich, für sich selbst,
ohne Anfang, aber für uns scheint es einen Anfang zu haben, eben Gnosis/Wissen unser
dadrüber.

Denn unsere Gnosis/Erkenntnis ist nicht der Anfang davon, sondern zeigt uns den Anfang
seines Erkennens durch uns.

Lasst uns daher den Anfang ergreifen und wir werden schnell alle Dinge überwinden.

Es ist in der Tat eine schwierige Sache, jene Dinge, die aneignend und gegenwärtig sind, zu
verlassen und uns an jene Dinge zu wenden, die uralt sind und dem Original entsprechen.

Denn diese Dinge, die ersichtlich, erfreuen uns, aber machen die Dinge, die nicht ersichtlich,
schwer zu glauben - oder die Dinge, die nicht ersichtlich, sind schwer zu glauben -.

Die meist ersichtlichen Dinge sind Böse, aber das Gute ist geheim oder verborgen oder die
Dinge, die ersichtlich, weder Form noch Figur sei derer.

Aus diesem Grund ist es für sich selbst, aber im Gegensatz zu allem anderen, denn es ist
unmöglich, dass etwas Unkörperliches bekannt gemacht wird oder einem Körper werde
ersichtlich.

Denn dies ist der Unterschied zwischen dem Gleichen und dem Ungleichen, und das
Ungleiche will immer irgendetwas vom Ähnlichen.

Denn die Einigkeit Anfang und Wurzel aller Dinge, alsdann die Wurzel und Anfang sei welche.

Nichts ist ohne Anfang, aber der Anfang ist nichts, aber sich selbst, denn es ist der Anfang
aller anderen Dinge.

Daher ist es zu sehen, es ist nicht von wo anders anfangend.

Die Einigkeit deshalb der Anfang ist, enthält sie die jüngste Zahl, aber sie ist selbst von
niemandem enthalten und zeugt jede Zahl, und sie wird von keiner anderen Zahl gezeugt.



48.

Alles, was generiert/gezeugt - oder gemacht - wurde, ist unvollkommen und vermöge geteilt,

49.

Aber dem Vollkommenen geschieht nichts von diesen.

50.

51.

erhöht, oder vermindert werden.

Und das, was gesteigert wird, wird durch die Einigkeit gesteigert, aber es wird verbraucht

und verschwindet durch Schwäche, da es nicht in der Lage ist, die Einigkeit zu empfangen.
Jenes Bild Gottes, hab dir beschrieben, o Tat, so gut ich vermöge, was, wenn du fleißig

verinnerlichst und mit den Augen deines Verstandes/Geistes siehst, und hörst, glaub mir,

Sohn, du wirst Weg zu den Dingen da boben finden, oder vielmehr, das Bild höchstselbst wird
52.

dich führen.

Aber das Spektakel - oder das Gesicht -, hat dieses sonderbare und eigen: dem, der sehen

könne und Blick dafür hat, es hält fest und in seinen Bann ziehet, wie das Magneterz Eisen
sozusagen.

Das Ende des zwölften Buches, SEINE BOMBIGERE ODER MONUMEN . . .




Das dreizehnte Buch
VON SINN UND VERSTAND, DAS SCHÖN UND GUT IN GOTT BEIDES UND SONST NIRGENDS
1.
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GESTERN, Asklepios (Kehrtsinnen), habe ich gehalten einen Diskurs von Verstand/Verständnis, aber jetzt
halte ich es für nötig, auch über Sinn zu disputieren.
Denn Sinn/Inngespür und Verstand/Verständnis scheinen sich zu unterscheiden, weil das eine materiell
ist und das andere essentiell/abstrakt.
Aber für mich scheinen sie beide eins - oder einig - zu sein und nicht in Menschen geteilt zu sein,
meine ich.
Denn in anderen lebendigen Kreaturen ist der Sinn/das Inngespür unter der Natur einig, aber in Menschen
dem Verstand/Verständnis.
Aber der Genius/Verstand unterscheidet sich vom Verstand/Verständnis, so sehr GOTT von der
Göttlichkeit.
Denn die Göttlichkeit ist unter GOTT her und das Verständnis aus dem Genius/Geist, die Schwester des
Wortes - oder der Rede/Beredsamkeit - sei, und sie sind die Instrumente eines dem anderen.
Denn weder wird das Wort ohne Verstand rausgeredet, noch manifestiert sich ohne das Wort der
Verstand/Verständnis.
Deshalb fließen beide zusammen in einen Menschen Sinn und Verstand/Verständnis, als ob sie
ineinander verschmolzen wären.
Denn weder ist es ohne Sinn zu verstehen, noch können wir Sinn haben ohne Verstand/Verständnis.
Und doch ist es apriori/vorerst möglich, dass ohne Sinn verstehet der Verstand/Verständnis, wie
diejenigen, die in ihren Träumen Visionen haben.
Aber es scheint mir, dass beide Operationen in den Visionen der Träume sind, und dass der Sinn aus dem
Schlaf aufgeweckt wird ins Wachen hin.
Denn der Mensch ist in Leib und Seele geteilt, wenn beide Teile des Sinns miteinander
übereinstimmend, dann wird der Verstand durch den Genius/Geist benachfolgernd - oder hervorgebracht
werde - offensichtlich.
Denn der Genius/Verstand bringt alle Intellektionen oder Verständnisse hervor, Gute, wenn er guten Samen
von Gott empfanget, und das Gegenteil, wenn er sie von Teufeln empfanget.
Denn es gibt keinen Teil der Welt, der leer ist vom Teufel, und ich spreche über den abtrünnigen von Gott
Geist, der hineingehe privat, den Samen seiner eigenen richtigen Operation säe, und der Geist schwanger
mache - oder das hervorbringe -, was gesät ward. Hurerei/Ehebruch, Mord, Elternstreik, Sakrileg,
Niederträchtigkeit, Strangulierungen, sich Kopfüber Stürzen und alle anderen Dinge, die die Werke sind
Dämonen, bösen.
Und die Samen Gottes sind wenige, aber groß und ohnfälsch und gut, Tugend und Ausgeglichenheit und
Frömmigkeit.
Und die Frömmigkeit/Gottesfürchtigkeit ist GOTTes Kennen/Kenntnis, dem, wer auch immer, der kennt,
von allen guten Dingen erfüllt ist, den göttlichen Verstand/Verständnis habend und nicht wie die/der
Menge.
Und deshalb, die, die diese Gnosis/Kenntnis haben, erfreuen weder die Menge, noch die Menge sie, aber sie
scheinen irre zu sein, und Lachen bewegen, gehasst und verachtet werden, und viele Male auch ermordet.
Denn wir haben bereits gesagt: Diese Schlechtigkeit muss hier wohnen im Groll, in ihrer eigenen Region
sein.
Ihre Region Erden und nicht die Welt, wie manche manchermalen sagen werden, Blasphemie.
Aber der gottesfürchtige - oder gottesanbetende - Mensch, der an Gnosis/Wissen festhält, verachtet oder tritt unter - all diese Dinge, denn obwohl anderer Menschen sie böse sind, seiner doch alle Dinge gut
sind.
Und nach reiflicher Überlegung bezieht er alle Dinge auf die Gnosis/das Wissen, und das, welch am/den
Meisten verwunderlich, Er mit sich selbst macht böse Dinge gut.
Aber ich kehre noch einmal zu meinem Diskurs vom Sinn zurück.
Es ist daher eine Sache, die dem Menschen eigen ist, Sinn und Verstand/Verständnis zu kommunizieren
und verbinden.
Aber, nicht jeder Mensch, wie ich schon sagte, VerstandVerständnis genießt, denn ein Mensch ist
materiell, ein anderer essentiell.
Und der, der materiell ist, mit dem Bösen, wie ich sagte, von den Teufeln den Samen des Verstandes/
Verständnisses empfange, aber die, die essenzvoll sind, mit dem Guten, sind mit GOTT beohret.



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Denn Gott ist der Arbeiter all Dingen, und wenn er arbeitet, Natur benutzet.
Er macht alle Dinge gut wie sich selbst.
Aber diese Dinge, die gut gemacht werden, sind im Gebrauch der Operation ungültig.
Denn die Bewegung der Welt, Generationen aufwirbelnd, macht Qualitäten; einige mit Bosheit befleckt/sich
befleckend und manche mit Gutem bereinigt/sich bereinigend.
Und die Welt, Asklepios, hat einen eigenartigen Sinn und Verstand/Verständnis, nicht wie das des
Menschen, noch so verschieden oder mannigfaltig, aber ein besseres und einfacheres.
Denn der Sinn und Verstand/Verständnis der Welt ist Eins, darin sie all Dingen macht und sie wieder in
sich selbst verunmacht, denn es ist das Organ des Instruments des Willens GOTTes.
Und sie ist so organisiert - oder gestaltet - und für ein Instrument von Gott geschaffen, das alle Samen
von Gott in sich aufnimmt und sie in sich selbst hält, sie macht alle Dinge wirksam und löst auf sie, alle
Dinge erneuernd.
Und daher, wie ein guter Gatte dem Leben, wenn Dinge aufgelöst - oder gelockert - werden, gewährt er durch
die Ausgießung des Samens, Renovation/Erneuerung all Dingen, die wachsen,.
Es gibt nichts, was sie (die Welt) nicht lebendig macht - oder hervorbringt -, und durch ihre Bewegung
lebendig macht sie alle Dinge.
Sie ist doch zugleich der Ort und der Arbeiter des Lebens.
Die Körper aus der Materie aber, in einer andern Weise, denn einige aus Erde, einige aus Wasser, einige aus
Luft, einige aus Feuer, und alle sind zusammengesetzt, aber einige sind mehr zusammengesetzt, und
einige einfacher.
Sie, die zusammengesetzt sind, sind die gewichtigeren, und die, die weniger sind, sind die luftigeren.
Und die Schnelligkeit der Bewegung der Welt, macht die Varietäten der Qualitäten der Generation, für die
Spiration/Behauchung der Einflussnahme, am stärksten Frequentierung ist, in die Körper Qualitäten
ausdehnend, mit der Inbrunst, die des Lebens ist,.
Deshalb, Gott ist der Vater der Welt, aber die Welt ist Vater der Dinge in der Welt.
Und die Welt ist der Sohn Gottes, aber die Dinge in der Welt sind die Söhne der Welt.
Und deshalb wird wohl Geschnörkeling genannt die Welt, das heisst, ein Ornament, weil es alle Dinge mit
der Verschiedenartigkeit der Generation und der Unzulänglichkeit des Lebens schmückt und schön
macht, welche Operation Unermüdlichkeit und Schnelligkeit Notwendigkeit, mit der Vermischung von
Elementen und der Ordnung der Dinge, die gemachten.
Deshalb wird es notwendigerweise und richtig genannt Geschnörkeling die Welt.
So alle Lebewesen, sowohl den Sinn als auch der Verstand/Verständnis, kommt von außen in sie hinein,
von dem inspiriert, welch sie umgebend und sie frotweidend.
Und die Welt es mal von Gott empfangend, sobald es generiert/gemacht ward, dabei blieb, was immer sie mal
gehabt.
Aber Gott ist nicht so, wie es manchen erscheinet, die durch Aberglauben ablästernd, ohne Sinn und ohne
Genius/Verstand - oder Verstand/Verständnis -.
Denn alle Dinge, die sind, o Asklepios, in Gott sind und von ihm gemacht werden und von ihm abhängen,
manche arbeiten durch Körper, manche bewegen sich durch eine Seele, wie die Essenz, manche werden
durch einen Geist belebt, und einige empfangen die Dinge die abgeschlappt/passiv sind und in GOTT all sehr
fit.
Oder besser, sage ich, dass er sie nicht hat, aber ich erkläre die Wahrheit, Er ist alle Dinge, empfängt sie
nicht von außerhalb, sondern zeigt sie hervor außerwärts.
Und dies ist der Sinn und Vertsand/Verständnis GOTTes, zu Bewegen immert all Dinget.
Und es wird niemals Zeit geben, wann eines dieser Dinge scheitern wird oder fehlen - oder zu Wollen -.
Wenn ich die Dinge sage, die sind, GOTT meine ich, denn die Dinge, die sind, GOTT hat, und weder ist
irgendetwas ohne Ihn, noch Er ohne irgendetwas.
Diese Dinge, o Asclepius, werden wahr erscheinen, wenn du sie verstehst, aber wenn du sie verstehst
nicht, unglaublich.
Denn zu verstehen, ist zu glauben, aber nicht zu glauben, ist nicht zu verstehen; Denn meine Rede - oder
meine Worte - nicht die Wahrheit erreichen, aber der Genius/Geist ist groß, und wenn er für eine Weile
durch Beredsamkeit/Sprache geführt - oder geleitet - wird, kann er zur Wahrheit hinreichen.
Und alle Dinge ringsum zu verstehen und sie übereinstimmend zu finden, und angenehm den Dingen, die
geliefert wurden, und von der Beredsamkeit/Rede unterbrochen, glaublich, in diesem guten Glauben inne
ruhend.
Für die also, die die Dinge verstehen, die von GOTT gesagt wurden, sind sie glaublich, aber für die, die sie
nicht verstehen, unglaublich.
Und lass diese und so viele Dinge über Verstand/Verständnis und Sinn/Gespür sprechen.



Das Ende des dreizehnten Buches, VOM SINN UND VERSTAND, DAS SCHÖN UND GUT IN GOTT BEIDES UND SONST
NIRGENDS . . .




Das vierzehnte Buch
VON OPERATION UND SINN
1.

2.
3.

4.

5.
6.

7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
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19.
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21.
22.
23.
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26.

Tat/Tuth. DU hat schon diese Dinge erklärt, Vater. Lehre mich auch weiter diese Dinge, denn du sagst, dass
Wissenschaft und Kunst die Operationen des Ratios wären, aber jetzt sagst du, dass Bestien
unvernünftig sind und von Mangel an Vernunft, beides seien, und brutal/wild genannt werden, so dass aus
diesem Grund, muss folgen, dass unvernünftige Kreaturen nicht an Wissenschaft oder Kunst
teilnehmen, weil sie der Vernunft entbehren.
Herm. Es muss unbedingt so sein, mein Sohn.
Tat. Warum dann, o Vater, sehen wir, wie unvernünftige Lebekreaturen sowohl Wissenschaft als auch
Kunst benutzen; Wie die Emsen sich Nahrung gen Winter zusammenstellen, und Gevögel der Luft
ebenfalls ihre Nester machen, und brutale/wilde Bestien ihre Eigenhaagen erkennen?
Diese Dinge tun sie, o Sohn, nicht durch Wissenschaft oder Kunst, sondern durch die Natur; da
Wissenschaft und Kunst Dinge sind, die gelehrt werden, aber keiner dieser brutalen Bestien wird
irgendetwas davon beigebracht.
Aber diese Dinge natürlich für sie sind, werden von der Natur bewirkt, während Kunst und Wissenschaft
nicht allen, sondern einigen geschehen.
Die allgemeinen Aufgaben sind für alle Naturaufgaben, und so können alle Menschen nach oben schauen, wie
die Menschen Musizierer sind, aber nicht alle; genauso nicht alle Bogenschützen oder Jäger oder der Rest,
aber einige von ihnen haben etwas durch das Arbeiten von Wissenschaft oder Kunst gelernt.
Dergleichenweise ebenfalls einige Emsen dies taten, und einige nicht, du magst wohl sagen, sie sammeln
ihre Nahrung über Wissenschaft und Kunst.
Da sie alle aber von Natur (aus) geführt werden, zu den gleichen Dingen, auch gegen ihren Willen, ist es
offenkundig/manifest, dass sie es nicht durch Wissenschaft oder Kunst es täten.
Denn Operationen, o Tat, unverkörperlich/geistmässig, in Körper(n) und durch Körper agitieren.
Drumb, o Tat, so sehr sie auch unförmlich seien, mußt du unbedingt sagen, sie sind unsterblich.
Aber insofern sie nicht ohne Körper Akte begehen können, sage ich, sie immer in einem Körper seien.
Denn jene Dinge, die irgendetwas seien, oder Sache irgendetwas seien, das der Vorsehung oder
Notwendigkeit unterworfen ist, können unmöglich untätig von ihrer eigenen reinen Operation bleiben.
Denn das, welch ist, wird immer sein dasselbe, sowohl für den Leib als auch das Leben.
Und aus diesem Grund folgt, dass auch die Körper immer seien, weil ich beteure: dass diese
Körperlichkeit immer durch den Akt und Operation oder für diese ist.
Denn obwohl irdische Körper der Auflösung unterworfen sind, diese Körper müssen nun die Orte und die
Organe und Instrumente der Akte oder Operationen sein.
Aber Akte/Handlungen oder Operationen/Erge sind unsterblich, und das, welch unsterblich ist, ist immer
in Akt/aktiv und daher auch in der Korpurification/Korporation, ob es sei, immer.
Akte oder Operationen folgen der Seele, kommen aber nicht plötzlich oder promiskuitiv; aber einige von
ihnen kommen zusammen, mit der Machung von Menschen, weil sie über brutale oder unvernünftige
Dinge sind.
Aber die pureren/reineren Operationen tun unsinnlich/unmerklich im Wechsel der Zeit, arbeiten mit dem
schrägen/mittelbaren Teil der Seele.
Und diese Operationen hängen von den Körpern ab, und wahrhaftig, die die korpurifizieren/korporieren,
kommen aus/von den göttlichen Körpern zu den Sterblichen, und daraus diese hervorgerufen/beschaffen.
Aber jede von ihnen Akte ausübt über Körper und Seele und ist präsent/anwesend mit der Seele, auch ohne
den Körper.
Und die sind immer Akte oder Operationen, aber die Seele ist nicht immer in einem Körper, sterblichen,
denn sie kann ohne einen Körper sein, aber Akte oder Operationen ohne Körper es nicht können.
Dies ist eine sakrale/heilige Rede, Sohn; Der Körper kann doch nicht ohne eine Seele bestehen.
Tat. Wie meinst du das, Vater?
Herm. Verstehe es soley, o Tat: Wenn die Seele vom Körper getrennt ist, bleibt da derselbig Körper.
Und diesselbige Körper wird je nach der Zeit seines Aufenthalts beaktet oder operiert, darin er sich
auflöset und invisibel/unsichtbar werde.
Und diese Dinge kann der Leib nicht leiden ohne Akte oder Operation, und Konsequenz dess bleibt dort bei
dem Körper, derselbige Akt oder Operation.



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57.
58.

Dies dann ist der Unterschied zwischen einem unsterblichen Leib und sterblichen eins, dass der
Unsterbliche aus einer Materie besteht, und so ist nicht der sterblich einen, und der unsterbliche einen
ist es, aber dies leidet.
Und alles, was Akt begeht oder operiert (aktiv), ist stärker und beherrscht, aber das, was betätigt oder
operiert wird (passiv), beherrscht wird.
Und das, was regiert, leitet und regiert als Freiding, aber das andere regiert ist, ein Knecht.
Akte oder Operationen, Akte begehen oder operieren nicht nur, lebend oder atmend oder beseelet Körper, aber
auch atemlose Körper - oder ohne Seelen -, Holz und Steine, und wie solche, hervorbringend und Früchte
tragend und reifend, korrumpieren, verrotten, verfaulen und brechen oder tätigen das, wie solche Dinge und
was auch immer unbelebte Körper können leiden.
Akt oder Operation, o Sohn, heißt, was auch immer ist oder gemacht oder getan wird, und es werden immer
viele Dinge gemacht, oder vielmehr alle Dinge.
Denn die Welt ist niemals verwitwet oder verlassen von irgendeinem dieser Dinge, die sind, sondern
werden immer getragen oder bewegt in sich selbst, sie ist in Arbeit, die Dinge hervorzubringen, die
sind, die niemals dabei der Korruption überlassen werden.
Lass drumb jeder Akt oder jede Operation als unsterblich immer verstanden werden, in welcher Art von
Körper auch immer sei.
Aber manch Akte oder Operationen sind des Göttlichen, manch von korrumpierbaren Körpern, manch
universal/allgemein, manch partikular/besonders und manch der Generellen und der Teile von allem manch.
Göttliche Akte oder Handlungen sind deshalb da und arbeiten oder operieren auf ihren eigentlichen Körpern,
und diese sind auch perfekt/vollkommen und auf oder in perfekten/vollkommenen Körpern.
Partikular/Besonders sind die, die von irgendwelchen lebenden Kreaturen funktionieren.
Eigentlich Sie die, die an irgendeinem der Dinge arbeiten, die sind.
Durch diesen Diskurs, drumb, o Sohn, wird zusammengefasst, dass alle Dinge voller Akte oder Operationen
sind.
Denn wenn sie notwendig in jedem Körper sind und dass da mannigfaltig Körper in der Welt ist, kann ich
sehr wohl beteuern, dass da mannigfaltig andere Akte oder Operationen ist.
Denn viele Gegenstände in einem Leib, eins da ist, und einen zweiten und einen dritten, neben diesen
universellen eins, der folget.
Und universelle Operationen, nenne ich sie, die tatsächlich körperlich sind und von den Sinnen und
Bewegungen ausgeführt werden.
Denn ohne diese ist es unmöglich, dass der Körper besteht.
Aber andere Operationen sind den Seelen der Menschen eigen durch Kunst, Wissenschaften, Studien und
Aktionen.
Die Sinne auch folgen diesen Operationen, oder vielmehr sind die Effekte oder Vollbrachtheiten von ihnen.
Versteh deshalb, o Sohn, die Verschiedenheit der Operationen, die wird von oben her gesandt.
Aber Sinn im Körper zu sein und seine Essenz/Wesen daraus zu haben, wenn er Akt oder Operation
empfängt, manifestiert ihn, macht ihn sozusagen körperlich.
Deshalb sage ich, dass die Sinne beides sind, körperlich und sterblich und eine so viel Existenz haben
wie der Körper, denn sie sind mit dem Körper geboren und mit ihm sterben.
Aber die sterblichen Dinge selbst haben keinen Sinn, da sie aus solch einer Essenz nicht bestehen.
Denn Sinn kann nichts anderes sein als eine körperliche Fasslichkeit, entweder des Bösen oder des
Guten, die zum Körper kommt und geht.
Aber zu den externen Körpern (Ausserirdischen) kommt nichts, nichts geht, kein Aufenthalt haben sie
für solch Gebaren, drumb kein Sinn in ihnen.
Tat. nimmt der Sinn also in jedem Körper wahr - oder tut begreifen -?
Herm. In jedwedem Körper, o Sohn. Und die Akte - oder Operationen - arbeiten in allen Dingen.
Tat. Selbst in den unbelebten Dingen?
Herm. Selbst in den unbelebten Dingen, o Sohn, aber es gibt Unterschiede in den Sinnen.
Denn die Sinne der rationalen Dinge, sind mit Vernunft, der unvernünftigen Dinge, körperlich nur; aber die
Sinne der unanimierten/unbelebten Dinge sind passiv nur, je nach Augmentation/Vermehrung und
Diminution/Abwertung.
Und von Anfang an los und bis an diesen Punkt gelangen, Passion und Sinn hängen beide von einem Kopf oder einer Höhe - ab und im Selben durch Akte - oder Operationen - zusammengefasst werden.
Aber in lebenden Wichten gibt es zwei andere Operationen, die den Sinnen und Leidenschaften folgen,
nämlich Freud und Leid.
Und ohne diese ist es unmöglich, dass ein lebender Wicht, besonders vernünftig einer, wahrnimmt oder
begreift.



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Und deshalb sage ich, dass dies die Ideen der Leidenschaften sind, die die Herrschaft tragen, besonders
in vernünftigen lebenden Wichten.
Die Operationen arbeiten zwar, aber die Sinne erklären und manifestieren die Operationen, und wenn sie
körperlich sind, werden sie von den brutalen Teilen der Seele bewegt; deshalb, sage ich, sind sie beide
böswillig oder Tuer des Bösen.
Denn das, was den Sinn befähigt, sich mit Vergnügen zu freuen, ist die Ursache vieler Übel, die ihm
widerfahren.
Aber Kummer gibt stärkere Qualen und Angst, deshalb sind sie zweifellos beide maliziös.
Tat. Dasselbe kann über den Sinn der Seele gesagt werden? Herm. Was verstehst du, mein Sohn, vom Sinn
der Seele?
Tat. Ist die Seele nicht körperlos und der Sinn ein Leib, Vater? Oder ist sie eher im Leib?
Herm. Ob wir ihn in einen Körper stellten, so werden wir ihn wie die Seele oder die Operationen machen;
denn diese unförmlich, sagen wir, sind in den Körpern.
Aber Sinn ist weder Operation noch Seele noch irgendetwas anderes, was dem Körper angehört, sondern
wie wir gesagt haben, und deshalb ist es nicht unkörperlich.
Und ob er nicht unkörperlich ist, muss er notwendigerweise ein Körper sein, denn wir sagen immer,
dass das der Dinge ist, einige sind Körper und einige unkörperlich.

Das Ende des vierzehnten Buches, VON AKTIVITÄT UND SINN . . .



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