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Faire Bezahlung von Studentischen Hilfskräften
Bei seiner Sitzung am 29. November 2018 beschloss der Studentische Konvent
auf Antrag der Progressiven Liste und der GEW-Hochschulgruppe, sich für eine
deutliche Erhöhung der Vergütungen für Studentische Hilfskräfte einzusetzen.
Die KU nimmt in dieser Hinsicht im bayern- und deutschlandweiten Vergleich
einen der hinteren Plätze ein. Derzeit erhalten Studierende ohne universitären
Abschluss 9,35 € pro Stunde und damit nur wenig mehr als Mindestlohn. Studierende mit Bachelorabschluss erhalten 10 €.
Nun muss allerdings auch erwähnt werden, dass Studentische Hilfskräfte in
Deutschland generell keine allzu gute Stellung besitzen. Außer in Berlin gibt es in
keinem deutschen Bundesland eine tarifvertragliche Regelung für die Vergütung.
Stattdessen existiert eine bundesweite Vereinbarung über Vergütungshöchstsätze. Diese werden regelmäßig angepasst.
Universitäten und Hochschulen dürfen also gar nicht mehr zahlen, als eben diese Höchstsätze. Hintergrund dieser Reglung ist, dass kein Preiskampf zwischen
den Unis entstehen soll und die Hiwi-Vergütungen dadurch quasi „unkontrolliert“
steigen. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen!
Seit der letzten Anpassung vom 1. Januar 2017 betragen diese Höchstsätze übrigens im Tarifgebiet West für Studentische Hilfskräfte ohne Abschluss 10,27 €,
für Studentische Hilfskräfte mit Bachelor- oder FH-Abschluss 11,94 €. Im Tarifgebiet Ost sind die Vergütungen auch bald 29 Jahre nach der Wiedervereinigung
niedriger.
Durch die übrigens einstimmige Abstimmung Ende November macht sich der
Studentische Konvent nun folgende Position zu eigen: „[…] die Vergütung für
Studentische Hilfskräfte an der KU Eichstätt-Ingolstadt [soll auf das Niveau der]
Vergütungshöchstsätze für Hilfskräfte […] angehoben [werden].“ Gleichzeitig
sollen zukünftige Anpassungen dieser Höchstsätze auch an der KU vorgenommen werden.
Im Januar traf sich der Sprecher*innenrat bzgl. dieser Thematik mit dem Präsidium und dem Kanzler der KU. Bei dem Gespräch wurde wie erwartet das Argument
vorgebracht, dass eine Anpassung der Vergütungssätze gemäß dem Antrag für
die KU zu teuer sei. Allerdings wurde uns eine Kompromisslösung zugesagt, die
ab 1. Januar 2020 greifen soll: Dabei soll die KU in diesem Bereich zumindest im
bayernweiten Mittelfeld platziert werden. Der genaue Umfang der Erhöhung ist
noch nicht sicher, aber es wird auf ca. 50 Cent für beide Kategorien hinauslaufen.
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