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Side by Side Philosophie .pdf



Original filename: Side by Side_Philosophie.pdf
Author: Victoria Racher

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Jeder kennt dieses Bild eines Obdachlosen,
der mit seinem Hund am Straßenrand
oder auf einem Gehsteig sitzt.
Egal wie jung oder alt dieser Hund ist,
egal, ob er ein Rasse- oder ein Mischlingshund ist –
die beiden sitzen einfach nur gemeinsam da.
Ohne Trainingsprogramme, ohne Spielzeuge,
ohne Leckerlis, ja womöglich gibt es sogar
Phasen ohne Futter.
Die beiden haben nichts und dennoch sitzt der Hund,
Tag und Nacht, einfach neben seinem Obdachlosen.

Jeder Hundebesitzer/Jede Hundebesitzerin stellt sich bei diesem Bild viele Fragen:
- Wie ist es möglich, dass der Hund einfach bei seinem Menschen sitzen bleibt?
- Wie ist es möglich, dass der Hund in Ruhe bleibt, obwohl permanent so viele
Außenreize und Menschen bei ihm vorbeiziehen?
- Wie ist es möglich, dass der Hund entspannt und ausgeglichen ist, obwohl nicht täglich
oder mehrmals die Woche ein tolles Trainingsprogramm, sei es Agility, Dog Mobility,
Dog Woodiltiy, Hunde Yoga, Dog Dancing, usw. auf ihn wartet?
- Wie ist das möglich, dass Hund und Mensch kommunizieren, ohne große, verbale
Worte und Befehle wie „Sitz!“, „Platz!“, „Bleib!“, usw.
- Und wie ist das zusätzlich auch noch ohne Leckerli möglich?
Fragen über Fragen. Wir können stundenlang grübeln, aber tief in unserem Inneren kennen wir
alle die Antwort: Der Obdachlose und der Hund haben nichts, sie haben nur das „Hier und
Jetzt“. Durch Bedingungsloses Vertrauen, gegenseitiger Respekt, ein gemeinsames Rudelleben,
ein gegenseitiges Spüren und Fühlen gelingt es den beiden eine Verbindung zwischen Mensch
und Hund zu schaffen. Eine Verbindung, die nicht durch ein Leckerli geschaffen und
aufrechterhalten wird, sondern eine Verbindung, die man das vollste Urvertrauen nennt.

Wer bin ich?
Ich heiße Sabine Racher und lebe mit meinen 5 Kindern
(Victoria, Susanne, Maximilian, Valentin und Florentina)
4 Hunden (Amila, Liv, Fly und Sun), 4 Meerschweinchen
und 5 Zwerghasen in Schwanenstadt.

Wie kam ich zu den Hunden?
Seit klein auf war ein eigener Hund mein größter
Wunsch. Da in meinem Elternhaus ein striktes
Haustierverbot herrschte, träumte ich jahrelang von
dieser Mensch-Hunde-Bindung und wie schön es wäre, mit einem treuen Wegbegleiter Seite
an Seite durch das Leben zu gehen. Doch wie heißt es so schön, Vorfreude ist die schönste
Freude, auch wenn sie sich über zwei Jahrzehnte erstreckte. In meinen „jüngeren“ Jahren
sammelte ich viele Erfahrungen mit kleinen Hunderassen (West Highland-Terrier, YorkshireTerrier, Border Collie - Mischling). Im Alter von 49 Jahren kam bei mir und meinen fünf Kindern
der Wunsch nach einem großen Familienhund auf. So kam es, dass Labradorhündin Amila bei
uns einzog. Und nach dem Motto „Ein Hund ist kein Hund“ dauerte es nicht lange und zu
meinem 50. Geburtstag wurde Collie-Hündin Liv ein weiteres Familienmitglied von uns. Liv war
gerade einmal 6 Monate alt und wir waren uns einig: Alle guten Dinge sind drei. Ein Golden
Retriever Mädchen namens Fly bereicherte unsere Familie. Das erste Mal in meinem Leben
hatte ich ein Rudel. Ein Hunderudel stellte mich natürlich vor neuen Herausforderungen –
immerhin funktioniert ein Rudel anders als ein Einzelhund. Einerseits ist es wunderschön
gemeinsam mit einem Rudel zu leben, andererseits auch eine große Lernquelle. So kam es,
dass noch ein weiteres Collie-Mädchen namens Sun bei uns einzog. Seitdem steht es für
Retriever und Collie 2:2.

„Nicht in die Ferne – in die Tiefe sollst du reisen.“
Anhand eines Rudels lernt man, dass es für einen Hund nichts Schöneres gibt, als in Ruhe,
Ausgeglichenheit und Einklang mit seinem Umfeld zu leben. Außerdem spürt man, dass man
nicht immer unzählige Wörter oder Leckerli braucht, sondern wie schön eine (nonverbale)
Kommunikation sein kann, wenn man sich auf die anderen einfach nur einlässt und
sozusagen verbindet.

Was ist meine Philosophie?
Durch meine jahrelange Hundeerfahrung, habe ich natürlich auch einige Hundeschulen
durchlaufen: Angefangen mit der klassischen Hundeschulen mit Militärbefehlston, bis hin zu
Hundeschulen, die auf Ruhe und Konditionierung durch Leckerli aufbauen. Egal, welche Form
der Führung die Hundeschule aufwies, im Fokus stand das Wort „Erziehung“.
Mit der Zeit merkte ich immer mehr und mehr, dass diese Hundeerziehung nicht meine
persönliche Erfüllung war und so stellte ich mir wieder einige Fragen:
-

-

-

Warum funktionieren Befehle und Kommandos nur am Hundeplatz, aber selten oder
kaum außerhalb?
Warum zieht ein abgerichteter Hund, seinen Menschen in die Hundeschule oder ganz
allgemein, in der Öffentlichkeit, herum?
Warum muss oftmals mehr als die Hälfte der Trainingszeit für das „Spielen der Hunde
untereinander“ investiert werden, das mit zunehmender Zeit immer mehr und mehr
ausartet?
Warum muss ich auch noch in meinen Junghund oder erwachsenen Hund mit Futter
„hineinzahlen“, damit er Befehle ausführt?
Warum muss ich jedes Mal, wenn ich das Haus verlasse, an einen Abwechslungsreichen
Leckerli-Mix denken, damit im Fall der Fälle der Abruf klappt? (Welcher Hund kommt
mit der Zeit noch, wenn er jedes Mal das gleiche Leckerli bekommt?)
Und viele weitere Fragen.

So kam ich zum Ursprung meiner Philosophie. Anstatt der „Erziehung“ oder „Konditionierung“
meiner Hunde, will ich ein Kommunizieren, so wie es auch in der Hundewelt in einem ganz
normalen Rudel stattfindet – so wie eine Hundemutter, mit ihren Welpen ohne große Laute
kommuniziert, oder der Leithund mit seinem Hunderudel lebt.
Heute weiß ich, dass ich für mich meine persönliche Erfüllung in der Mensch-HundeBeziehung gefunden habe:

„In der Ruhe liegt die Kraft.“
… ist eine uralte Weisheit. Stehen wir Menschen unter Stress, stehen immer wieder unter
Aufregung und/oder vor schwierigen Entscheidungen, usw. geht es uns nicht gut. Das gleiche
empfinden auch unsere Hunde. Unsere Hunde sind uns unendlich dankbar, wenn wir ihnen
(Alltags-)Stress abnehmen und ihnen ein Leben in Ruhe ermöglichen. In einem Hunderudel
gibt es ja auch nur Stress, wenn es zu einer Gefahrensituation kommt. Ansonsten orientiert sich
der Hund an den Leithund und genießt es mit seinem Rudel herumzuziehen. Deshalb ist es für
den Hund das schönste, wenn er mit seinem Menschen entspannt und ohne Hektik und
Attraktionen umherschlendern und von A nach B (Anfang – Ende, Start – Ziel) spazieren kann.

Was ist mein persönliches Ziel?
Mein Ziel ist ein ruhiger, ausgeglichener, und souveräner Familienhund, für den es nichts
Schöneres gibt, als bei seinen Menschen zu leben. Ein gemeinsames Leben mit dem Hund –
wo es diese Mensch-Hund-Verbindung basierend auf dem Urvertrauen gibt.
Seit eh und je gilt der Hund als treuer Wegbegleiter des Menschen. Und genau das ist mein
größtes Ziel. Ich will mit meinen Hunden im Alltag verbunden und eins sein. Die Brücke
zwischen mir und meinen Hunden ist nicht das Leckerli, sondern Vertrauen. Erinnern wir uns
noch einmal an den Obdachlosen – die beiden haben nur das Hier und Jetzt und einander –
was gibt es Schöneres in unserer schnelllebigen Zeit?
Egal ob jung oder alt – jeder von uns spürt immer wieder das Gefühl, dass man jemanden an
seiner Seite haben möchte, der einem bei Entscheidungen unterstützt und beschützt. Genau
das wünschen sich auch unsere Hunde von uns. Wenn wir das unseren Hunden geben, ist Ihre
Dankbarkeit das Schönste.

Seite an Seite – Side by Side
Together & Forever

Kontaktdaten:
Sabine Racher
Salzburgerstraße 42
4690 Schwanenstadt
0699/11944553
SideBySide.dog@gmail.com


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