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4 Einen Platz In Dieser Welt Finden – .pdf



Original filename: 4-Einen Platz In Dieser Welt Finden –.pdf
Author: André Howe

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4
Einen
Platz In Dieser Welt Finden –
Das Bewusstsein Einer Von Unendlich Vielen
Bedeckten Seelen
Sie waren jung, hatten Visionen und eine grosse Portion
Glück, alles mit einander verbunden umzusetzen. Das Land, in
dem sie aufwuchsen, war ein Feldforschungsprojekt einer östlich
orientierten Freimauer-Versuchsanstalt, die im grossen
Waffenbrüder-Wettstreit das scheinheilige Spiel der Macht
gewann.
Das Ganze wurde der nachfolgenden Generation als realexistierenden
Sozialismus verkauft, der nebeneinander her mit
seinem westlichen Bruder, den "aus allen Poren schmutztriefend
zur Welt kommenden Kapitalismus" (Karl Marx "Das
Kapital") als gipfelnde Ausgeburt durch den Imperialismus,
jenem freimaurerischen Niveau seinen Charakter aufbrannte.
Als oberste Verhöhnung wurde alles schön und selbsterklärend
verpackt, mit Klangschwingungen einer noch jungen und
doch sehr gut bewehrten Propagandabewegung geschmückt,
um dem teils unbewussten Probanden und Hamsterrad-Bewohner
des Forschungsprojektes das rechtfertigende Gefühl
von Legitimität zu geben. Eine Bezeichnung vergab man auch
noch rasch dafür, die da lautete "auf der Basis der friedlichen
Koexistenz" verschiedener Gesellschaftsordnungen, deren
Trennlinie genau die zwischen Ost- und Westdeutschland
stigmatisierte - die Grenze zwischen zwei Dualitäten verkommener
Zivilisations-Modelle.
Im Dickicht der krankenden Gesellschaftssystem-Pervertierungen
gelang es in den wilden 68-ern einer sehr jungen
Frau, aufwachsend in der Grossstadt des Ostens Deutschlands,
eine Vision umzusetzen, die sich einerseits durch die
Flucht aus dem durch einen tyrannischen Vater und einer geliebten
Mutter geprägten Elternhauses ausdrückte und andererseits
aus dem Überbleibsel einer eigenen heilen Welt zwischen Mozart, Bach &
Beethoven sowie Theater und Oper generierte.
Fern dem sozialistischen Big-City-Lifestyle startete zur gleichen
Zeit ein junger Mann seinen Weg aus dem ländlichen
Mecklenburg. Mit einer tugendhaften Ausrüstung seines Elternhauses,
deren bescheidenes Oberhaupt nur durch einen
glücklichen Schicksalsumstand das Leben neu gewann, - als er
aus dem Kessel von Stalingrad verwundet geflogen wurde -,
begann die Reise eines frisch ausgelernten Schlossers. Mit viel
Mutterliebe und Selbstbewusstsein begab er sich auf eine Reise,
dessen Möglichkeit sich nur sehr wenigen Menschen jener
Zeit aus jener Gegend offenbarte. Ihr Glück selbst in die Hand
nehmend und den Ideologie-synchronen höheren Schicksalsumständen
eines guten Führungszeugnisses verdankend begegneten
sich diese beiden jungen Menschen an einem zu der
Zeit höchst unwahrscheinlichen Ort, - auf hoher See zwischen
Gibraltar und dem Libanon.

Abenteuerlicher und spektakulärer kann zugegebener Massen
ein neuer Lebensabschnitt für zwei so junge Menschen nicht
beginnen, zumal die Voraussetzungen und Bedingungen im
Fahrwasser der Art unterschiedlich aufeinander treffenden
Lebensreisenden durch die erwähnten und von indoktrinierten
gesellschaftsordnungsgemusterten Umstände gekennzeichnet
war. Gleich der elektrisierende Würze eines Aphrodisiakums
eruierte sich zwischen den beiden Beteiligten unterdessen ein
bewusst gelebtes und vorallem gemeinsames Freiheits- und
Liebesgefühl, den Horizont stets im Angesicht des Gegenübers
wahrnehmend und dem Duft fremder Länder mit ihren Kulturen
im Schweisse harter und anspruchsvoller Arbeit auf dem
Schiff zu hoher See folgend.
Nach einem Leben zuvor getrennter Wege gehend, für Tage
und Wochen nur Trennlinie zwischen Wasser und Himmel vor
sich, gingen sie eines Tages gemeinsam an Land, als ihr Schiff
im Hafen auf Reede lag, einheimische Tagelöhner die Ladung
von Tierfutter löschten, während hier und da die Szenen des
Verladens auf schrottreifen Kleinlastern im Foto festgehalten
wurden. Meine Wenig- und Niedrigkeit durchlebt diese Atmosphäre
heute noch sequenzparallel eins zu eins, obwohl ich
nicht dabei gewesen bin, könnte man meinen.
Das Bewusstsein zum Zeitpunkt der Zeugung der Eltern ist
ausschlaggebend für die Seele, welche mit entsprechendem
Bewusstsein angezogen und in den Schoss der Mutter vom
Vater eingegeben wird. So heisst es in den alten Schriften der
Veden.
Unter den Palmen der Mittelmeerstadt am Zipfel eines paradiesisch
scheinenden Landstriches, liebten sich zwei junge
Menschen, die von Natur aus rein überhaupt nichts mit den politischen
Strömungen in der Heimat und den anvisierten Ländern
zu tun hatten und begannen bald gemeinsame Visionen
von weit vorauswerfenden Ereignissen zusammen zulegen.
In Beirut, der libanesischen Hauptstadt, verlobten sich dann
meine Eltern zu einer Zeit, als noch keine kriegerischen Auseinandersetzungen
zwischen Schiiten und Suniten tobten, im Kampf
gegen amerikanischen Senatstreuen Zionisten und Juden, dessen
Art von Gesellschaftskonflikt und -trauma hier mal eines
zukünftigen Tages ausgetragen werden sollte, um der Waffen-Lobby
ihr täglich Brot zu verschaffen und unbewusst dem
terminologischen Charaktermerkmal der Zeitalterqualität gerecht
zu werden - Streiterei-Heuchelei-Krieg.
Hochzeitspläne wurden dann geschmiedet auf der Heimreise
in der libyschen Hafenstadt Tripolis und geprägt von all den
Eindrücken aus ihrem jungen Leben und der frischen Liebe
wurde ein Kind gezeugt, wahrscheinlich in Höhe der Durchquerung
des Ärmelkanals, das von Bewusstsein durchdrungen
nicht hätte besser passen können für mein Leben. Die Tage
jährte sich das Hochzeitsereignis und ein grosser Dank weht
mir dabei ins Gesicht, mehr noch, als dass es sich meine geliebten
Eltern vorstellen können.
Wenn die Männer meine Mutter zuvor im legendären Star-Club

von Hamburgs Reeperbahn zum Tanzen aufforderten,
lehnte sie stets ab und gab ihnen einen Korb, wobei sie mitunter kühl
entgegnete, dass sie nicht tanzen könne. Man fragte sie mal,
ob sie denn ein Holzbein hätte, weil sie meinte, nicht tanzen können,
was sie verneinte und sie konterte, dass sie zwei hätte.
Was für eine Story, die ich mir nicht schöner - von einem
Schriftsteller erdacht - hätte vorstellen können. Und das alles
zu einer Zeit, als der kalte Krieg aus den Versuchslaboren der
gegenüberstehenden Propaganda-Denkfarbriken langsam an
Fahrt gewinnen sollte und Srila Prabhupada in Hamburg landete,
um den Samen der ältesten Tradition zu den Wurzeln
Gottes in der Nähe des Onkel Pö's Eppendorfer Weg zu pflanzen,
als sich dort der erste Tempel auf deutschen Boden etablierte.
Noch vor kurzem auf diese Jahre der Seefahrt angesprochen,
entgegnete mir meine Mutter, dass das ein anderes Leben war
und in mir kam das Gefühl hoch, genau jene Visionen verschmolzen
ineinander leben zu dürfen. Wenn ich heute zurück
blicke, sehe ich Klangbilder von zehn Jahre Hamburg, - zwei
Jahre davon auf des Schiffswerft Blohm & Voss verbracht;
zwei Jahre auf der Lufthansa-Werft Fuhlsbüttel gearbeitet, diverse
Verlags-, Banken- und Kaufhäuser elektro-installiert;
durch ganz Deutschland als Service-Monteur für die Telecom
gereist; die erste Chance einer Ehe mit einem geliebten Sohn
vergeben im Wettstreit mit meinem Ego und Deutschland verlassen,
einem Land, dessen germanische Wurzeln genauso wie
meine gekappt werden mussten, um unter der weiteren Chance
einen geistig-spirituellen Weg, vom Glück aufgezwungen, gehen
zu lernen; die wunderschöne Schweiz unter härtesten Bedingungen
im Winter wie im Sommer als Service-Monteur für
die Orange/Sunrise zu bereisen und mich schlussendlich hier im
Lande von Hermann Hesse's Lebensabend, in seiner Gemütsstimmung
nieder zulassen; von hier aus nach tiefsten
Momenten der Selbstreflektion Länder zu bereisen, Traditionen
von hochzivilisierten Kulturen vergangener und aktueller
Zeiten kennenzulernen, in ihnen einzutauchen und dabei den
letzten Tanz von Ignoranz und Arroganz getanzt zu haben.
So bleibt mir heute eine wunderbare Realisation, die sich mit
den vedischen Schriften deckt, dass dieser Raum dafür gedacht
war, durchzuatmen und den Anlauf zu nehmen für den Weg
des grossen Abschieds, wie Sacinandana Swami das mal so
treffend für einen seiner Buchtitel formulierte.
Abschied zu nehmen als Vorbereitung für die Reise nach
Hause - nach Hause in die spirituelle Welt, die auch gerade in
jenen aufmerksam gelebten Momenten sich hier befindet und
nicht erst nach dem Tod und irgendwo anzutreffen ist. Sie unterscheidet
sich von der materiellen Lebensauffassung, die getrimmt
und getimet ist durch Sinnenwahrnehmung sowie - befriedigung.
Sie ist so bitterlich, dass wir in den Pausen zwischen
schmerzvollen und schmerzlosen Phasen Dankbarkeit
mit Glück verwechseln und aus der Situation niedriger Spektrums-Ausleuchtung
zu bequem sind, nach höheren Horizonten
zu greifen, die uns in der humanoiden Lebensform zu Füssen

liegen. Denn wahres Glück ist hier nicht zu finden an einem
Ort des Leidens und Sterbens. Bitte nicht mit dem kurzzeitigen
Kratz-Reflex' einer juckenden Stelle verwechseln, der uns im
gegebenen Moment Wohltun & Entspannung verschafft, jedoch
ein weiteres und kräftigeres Kratzen nach sich zieht.
Einen Platz finden in dieser Welt sollte dazu dienen, nach
dem wahren Glück zu suchen, es zu finden und nie wieder loszulassen.
'Der Alchimist' in Paolo Coelho's wunderbarem
Werk spiegelt diese Stimmung auf mitfühlende Weise. Nur
durch die für jeden zur Verfügung stehende grundlose & göttliche
Gnade & Barmherzigkeit ist das überhaupt möglich. Einen
Platz finden bedeutet, den Platz wieder zu verlassen, den
man vor Äonen zuvor im Wunsch nach Getrennt-sein von der
göttlichen Welt wider der wahren Seelennatur aufsuchte.
Die Bedeckung der Seele, gemeinsam mit der Kraft der gelebten
spirituellen Praxis (sanskrit - sadhana) abzuwerfen, ist das
Ende meines Rückblicks und der Beginn des authentischen
Nach-vorn-Schauens im 'Hier und Jetzt', der Sinn macht, wenn
die Ewigkeit mit vollem spirituellen Wissen seiner selbst in
Beziehung zu Gott und in unendlicher Glückseligkeit gelebt
werden darf.


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