Zur Theorie der Elektrolyte I. P. Debye und E. Hückel (1923). Physikalische Zeitschrift.pdf


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die Bestimmung von f0 und fa geschehen kann unter alleiniger Heranziehung
reversibler Prozesse, führt die Berechnung der Beweglichkeit über wesentlich irreversible Prozesse, bei denen ein unmittelbarer Zusammenhang mit
den thermodynamischen Grundgesetzen nicht mehr besteht.

2 Grundlagen
Bekanntlich wird in der Thermodynamik gezeigt, dass die Eigenschaften
eines Systems völlig bekannt sind, falls einer der vielen möglichen thermodynamischen Potentiale als Funktion der richtig gewählten Variablen gegeben ist. Der Form, in der die auf den gegenseitigen elektrischen Wirkungen
beruhenden Glieder erscheinen, würde es entsprechen, wenn wir als Grundfunktion die Größe1
U
(1)
T
(S = Entropie, U = Energie, T = absolute Temperatur) wählen würden. Als
Variable sind hier (neben den Konzentrationen) Volumen und Temperatur
naturgemäß, da
G=S −

U
p
dV + 2 dT .
(1’)
T
T
Die Rechnungen, welche im Folgenden auszuführen sind, unterscheiden sich
von den klassischen durch die Berücksichtigung der elektrischen Ionenwirkungen. Dementsprechend zerlegen wir U in zwei Bestandteile, einen klassischen Anteil Uk und eine elektrische Zusatzenergie Ue :
dG =

U = Uk + Ue .

1

Das Potential G unterscheidet sich von der Helmholtz’schen freien Energie F = U−T S nur
durch den Faktor − T1 . An sich ist dieser Unterschied ganz unwesentlich; wir definieren so,
wie es im Text geschieht, um den direkten Anschluss an die Planck’sche Thermodynamik
zu haben.

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