COVID 19 Stellungnahme zur Wiedereröffnung der Schulen.pdf


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Neben den gesundheitlichen Interessen der Kinder selbst sind aber auch die
gesundheitlichen Interessen der Eltern sowie evtl. im gleichen Haushalt lebender Großeltern
zu berücksichtigen.
Im Zusammenhang mit der Schulöffnung ist vor allem auf Artikel 2 Absatz 2 GG
abzustellen, in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 3 GG.

Betrachten wir daher das Prozedere für den Fall, dass ein Coronafall im Umfeld des eigenen
Kindes in der Schule auftreten würde oder bereits das eigene Kind betroffen (infiziert) oder
infektionsverdächtig (symptomatisch) ist:
Die Eltern würden informiert und mit dem Kind unter Quarantäne gestellt. Eine
prophylaktische Therapie im Sinne einer Chemoprophylaxe (d.h. Prä- oder
Postexpositionsprophylaxe) ist in Deutschland weder verfügbar noch zugänglich; sie ist sogar
inzwischen ausdrücklich verboten.
Man wartet also zuhause auf Symptome. Wenn man Symptome bekommt, stellt sich die
Frage, ob man in eine Fieberambulanz zur Untersuchung (PCR) geht, bzw. ob man dies
überhaupt darf (schließlich steht man unter Quarantäne). Ein Selbsttest auf Corona ist nicht
verfügbar; eventuelle Antikörpertests als Selbsttest (laut Presseabgaben aber für
Privatpersonen sowieso verboten; Apotheken machen sich strafbar, wenn sie diese an
Privatpersonen abgeben) schlägt sowieso noch nicht an und wäre nicht indikationsgerecht.
Ob PCR-bestätigt oder nicht, wartet man also als Eltern(teil) in der Quarantäne ab, wie sich
die Symptome entwickeln. Bei zunehmenden Symptomen, vor allem einsetzender Atemnot,
ruft man dann den Krankenwagen und wird hospitalisiert
(Hospitalisierungswahrscheinlichkeit in Deutschland laut RKI: 17 %). Dort kommt man dann
je nach weiterer Entwicklung auf Intensivstation und wird dort mit einer Wahrscheinlichkeit
von 73 % beatmet (Quelle: RKI). Die Sterblichkeit auf Intensivstation liegt bei ca. 30 %, bei
Beatmeten auch höher.
Wir wissen inzwischen, dass sich das Schicksal eines Infizierten schon sehr früh entscheidet.
Auch wenn sich schwere Symptome wie schwere Atemnot usw. meist erst im Verlauf (oft zu
Beginn) der zweiten Krankheitswoche einstellen, die dann zur Hospitalisierung führen, ist
das Schicksal zu jenem Zeitpunkt eigentlich schon entschieden. Schon um den vierten Tagen
nach Auftreten der Symptome herum zeigen Entgleisungen einer Reihe von Blutwerten (z.B.
Lymphopenie, CRP, LDH, D-Dimer, Gerinnungsparameter, später auch IL-6 u.v.a) an,
unabhängig vom Schweregrad der Symptome zu diesem Zeitpunkt, welchen
Krankheitsverlauf die Krankheit weiter nehmen wird und insbesondere ob sie in die Stadien
II (Hyperinflammation) und III (Zytokinstürme, Hyperkoagulopathie, intravasale Gerinnung
vor allem in den Lungen, schwere Thrombozytopenie, u.a. wegen heparin-induzierter antiheparin-PF4-Antikörper, Organschäden/Multiorganversagen, Nierenversagen usw.)