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schneider bautabellen 20 auflage compressed .pdf



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Title: Bautabellen für Ingenieure
Author: Alfons Goris

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Bautabellen für Ingenieure
mit Berechnungshinweisen und Beispielen
Herausgegeben
bis zur 16. Auflage
von Klaus-Jürgen Schneider
ab der 1 7. Auflage von
Alfons Goris

Mit Beiträgen von
Andrej Albert· Harald Bergner · Klaus Berner
Rudolf Bertig

·

Andreas Bracher · Heinrich Bruckner

Ömer Bucak · Francois Colling · Jens Engel
Bernhard Falter · Markus Feldmann · Nabil A. Fouad
Dietrich Franke · Alfons Goris · Rolf Günther
Christof Hausser

·

Benno Hoffmeister · Jürgen Jensen

Franz-Josef Krichenbauer · Bernd Kruse
Jochen Menkenhagen

·

Martin Mertens · Jens Minnert

Iris Oberhauser · Jeanette Orlowsky · Ralph Pollandt

Michael Raupach ·Günther Riegler · Kerstin Rjasanowa
Wolfgang Römer · Helmut Rubin

·

Nicole Saenger

Knud Sauermann · Peter Schmelzle · Peter Schmidt
Ulrich P. Schmitz· Klaus-Jürgen Schneider
Ulrich Schneider (t)· Christoph SeeBelberg · Werner Seim
Thomas Sippe!
Michael Volz
Horst Werkle

·

·

·

Karlheinz Tripier · Heinz Volz

Robert Weber

·

Silvia Weber

Wolfgang Willems · Josef Zimmermann

20. Auflage 2012

~

4 BOERSE.BZ

Werner Verlag

20. Auflage 2012

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind
im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

JSBN 978-3-8041-5251-9

www.wolterskluwer.de
www.werner-verlag.de

Alle Rechte vorbehalten.

© 2012 Wolters Kluwer Deutschland GmbH, Luxemburger Straße 449, 50939 Köln.
Werner- eine Marke von Wolters Kluwer Deutschland GmbH.
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung
außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages
unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere flir Vervielfliltigungen, Übersetzungen,
Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Verlag und Autoren übernehmen keine Haftung flir inhaltliche oder drucktechnische Fehler.
Umschlagkonzeption: fututweis kommunikationen, Wiesbaden
Druck und Weiterverarbeitung:

L.E.G.O. S.p.A.- Lavis, Italy

Gedruckt auf säurefreiem, alterungsbeständigem und chlorfreiem Papier.

Vorwort zur 20. Auflage
"Schneider Bautabellen", seit nunmehr fast

40 Jahren ein Standardwerk für Bauingenieure und
20. Auflage der

Architekten, erscheint jetzt als aktualisierte und erweiterte Neuauflage. ln der

BAUTABELLEN FÜR INGENIEURE wird unter Berücksichtigung des neuesten Stands der Normung

und aktueller bautechnischer Entwicklungen ein breites Spektmm des Bauwesens dargestellt.

Das Kapitel Baubetrieb/Bauwirtschafl wurde aktualisiert und weiterentwickelt. In der Bauwerks­
erhaltung wurden die Themen Bewerten, Verstärken und Befestigen sowie Baustoffe angepasst und
erweitert. Das Thema Straßenwesen wurde aktualisiert, ebenso auch das Kapitel Wasserbau/Wasser­
wirtschafl/Umwelttechnik; die immer bedeutsamer werdenden Fragen des Hochwasserschutzes werden
in dem neuen Abschnitt Hochwasserschutz und Küstenwasserbau behandelt.
Die Einführung der

europäischen Normung im konstruktiven Ingenieurbau steht bevor; Ende 20 I 0
2 0 1 1 wurden wesentliche Teile der Eurocodes mit ihren nationalen Anhängen ver­
ötientlicht, zum I. Jnli 2 012 (Stichttagsregelung!) ist die bauaufsichtliche Einführung zu erwarten.

bzw. Anfang

Studierende und Ingenieure in der Praxis müssen sich auf die neue Normung umstellen. Ein Schwer­

punkt dieser Auflage ist daher, die entsprechenden K ap itel auf der Basis der Eurocodes fortzuschreiben

und für Hochschulen und Büros praxisgerechte Beiträge zur VerfUgung zu stellen. Dabei konnte auf
die Erfahrung der letzten Auflage zurückgegriffen werden, so dass jetzt eine bereits erprobte und

verbesserte Fassung vorliegt. So wurden die Las/annahmen, das Kapitel Beton, Stahlbeton- und
Spannbetonbau, die Kapitel Stahlbau, Kranbahnen und Verbundbau, die Kapitel Holzbau und
Mauerwerksbau sowie Geotechnik vollständig auf die Eurocodes umgestellt. Damit der Leser aber
auch in der Übergangszeit optimal gerüstet ist und ein Nachschlagen in älteren Auflagen nicht er­
forderlich ist, werden die Inhalte nach

nationaler Normung aus der 18. bzw. 19. Auflage fLir unsere

Leser zusätzlich zum Download zurVerfügung gestellt (www.schneider-bautabellen.de, s. hierzu die
Hinweise auf der letzten Seite dieses Buches).
Unsere Internetseite

www.schneider-bautabcllen.de bietet Ihnen ab der 20. Auftage sehr viele

ergänzende Informationen, die zum Download zurVerfUgung stehen; der Download ersetzt die bisher
beigefugte CD, so dass wir unsere Leser noch flexibler und aktueller informieren können. Der D o wn­

loadhereich vervollständigt den bereits sehr umfangreichen Textteil um weitere wichtige Fachbeiträge

und EDV-Anwendungen. Neben den zuvor genannten Beiträgen nach nationalen Normen gehören

hierzu Ergänzungen zur Baustatik und die ED V- Tools des Konstruktiven Ingenieurbaus, die von den
Lesem sehr gut angenommen wurden. In dieser Auflage konnten sie fortgeschrieben werden, so dass

jetzt die Anwendungen fiir die Nachweise nach europäischer Normung gelten. Abschnitte,
EDV-Anwendungen zur VerfUgung stehen, sind im Buch mit einem

zu denen

@-Symbol am Seitenrand

gekennzeichnet. Als ständige Arbeitshilfe am Computerarbeitsplatz steht zudem wiederum das be­
kannte und bewährte Statikprogramm JQ 100- alsVollversion (!)-zur Verftigung.

www.schneider-bautabellen.de aktuelle Entwicklungen und
B. bei wichtigen Nonnenänderungen und Druckfehlerkonekturen bereitstellen.

Wir werden auch weiterhin flir Sie unter
Informationen z.

Der Baupraxis und den Studierenden steht somit mit der

2 0 . Auflage

ein unverzichtbares Kom­

pendium zurVerfiigung, das aktuell und kompetent über die wichtigsten Bereiche des Planens und
Bauens informiert.
Allen Autoren gilt mein besonderer Dank. Neben den aus früheren Auflagen bekannten Autoren
konnten einige neue Autoren hinzugewonnen werden, die mit großem Engagement und Sachverstand

ihre Fachbeiträge bearbeitet haben.
Danken möchte ich auch allen Lesern, die mit kritischen Anmerkungen und Verbesserungsvor­
schlägen wesentlich zum Gelingen dieses Werkes beigetragen haben.
Die Zusammenarbeit mit dem WernerVerlag war wie auch in derVergangenheit sehr gut. Hierflir
bedanke ich mich im Namen aller Autoren.

Siegen, im Januar 2 0 12

A/fons Goris

Dieser Scan ist allen angehenden Bauingenieuren
und Bauingenieurinnen gewidmet.
Und einer davon ganz besonders.


11[

. . .

] damit er sich beyallen verfallenden Gelegenheiten selbst zu rathen wisse,
und nicht nötig habe, sich beyandern erst Raths zu erholen[

. . .

]"

- Johann Rudo/f Fäsch

Was sagt ein arbeitsloser Architekt

zu

einem arbeitenden Architekten?

"Einmal Pommes mit Majo, bitte."

1 A
1B

Öffentliches und

Privates Baurecht

1C

2A

Mathematik

2B

Bauinformatik

3

Grundlagen der Tragwerksplanung

Sicherheits- und Gesundheitsschutz
auf Baustellen

Bauprozessmanagement- Baubetrieb

Lastannahmen
Bauten in Erdbebengebieten
4A
4B
4 C

Baustatik
Baudynamik
Tragwerksentwurf und Vorbemessung

5A

Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2

58

Betonstahl und Spannstahl

6A
6B

5C

Stahlbeton - und Spannbetonbau
nach Eurocode 2

Bauwerksüberwachung,

6C

Bewert. u. Verstärkung v. Tragwerken

Bauwerksprüfung

6D

Befestigungstechnik

Schutz und Instandsetzung

6E

Baustoffe

7A

Mauerwerksbau

7B

Glas im konstruktiven Ingenieurbau

8A

Stahlbau nach Eurocode 3

8 D

Stähle im Bauwesen

8B

Kranbahnen u. Ermüdungsfestigkeit n. EC

8E

Trapezprofile und Sandwichbauteile

8C

Verbundbau nach Eurocode 4

8F

Stahlbauprofile

9

Holzbau nach Eurocode 5

1 0 A Bauphysik

1 0B Brandsicherheit in Gebäuden
1 0C Bauwerksabdichtung

11

Geotechnik nach Eurocode 7

12 A Straßenwesen
12 B Schienenverkehrswesen
13 A Wasserbau und Wasserwirtschaft
13 B Wasserversorgung
13 C Kanalisation
14 A Bauvermessung
14 B Bauzeichnungen

15

Verzeichnisse

13 D Abwasserreinigung/
Schlammbehandlung
13 E Umwelttechnik
14 C Allgemeine Tafeln,
Bauantrag und Bauvorlagen

1
Baurecht
Baubetrieb

1 A Öffentliches und Privates Baurecht

1 B Bauprozessmanagement - Baubetrieb

1
A

C Sicherheits- und Gesundheitsschutz auf Baustellen
ÖFFENTLICHES UND

Struktur der B augeräteliste (BGL) ..
Definitionen der Baugeräteliste (BGL)
3.5
B austelleneinrichtung
3.5. 1 Grundlagen . ..... .. . . . .. ... ... .. . ..
3.5.2 Hochbaukräne . . .
3.5.3 Leistungsermittlung von Geräten .. .

3.4.2

1.48

.

3.4.3

1.48
1.50
1.50
1.51

PRIVATES BAURECHT

1.2

1

Öffentliches Bau- und Planungsrecht

1.2

1.1

1.2

1.4

Institutionen .. ... .. .. . . .... . . ..
Das Bauplanungsrecht nach BauGB
Das Bauordnungsrecht
.
. . . ..
Vergaberecht

2

Vertragsrecht

. .. ... . .. . .. .... . ... ....

1.8

2.1

Grundlagen des Privaten B aurechts
VOB/B
VOB/C . .. ... .. . .. . . .. ..... .. . .. .
Intemationale Vertragswerke ... . ..

1.8

4.2

Einzelkosten der Teilleistungen [EKT] 1 .56

1.8

4.2.1

1.17

4.2.2

1.19

4.2.3

Kostenarten [KOA]..
................
Ermittlung der Lohnkosten . . .... ..
Ennittlung der S toffkosten . . . . .. .. ..
Ermittlung der Gerätekosten . .
Ermittlung der Schalungsund Rüstungskosten
Ermittlung der Kosten für
Nachunternehmerleistungen
Projektorganisation Projektgemeinkosten ... .. ... . .......
Angebotssumme- Zuschläge
B ildung der E inheitspreise, Umlage
M ittelohn . . . .. . . ... . . ..

1.2
1.3

2.2

2.3
2.4

B

1.1
1.2
1.3
1.4
2

2.1
2.2
2.2.1
2.2.2
2.2.3

..

.

.

.

..

..... ..... .

.

.

1.2

..

1.4

. ... . .

.......................... ...................
.

. .

...

.

. .

. ......
. ...

BAUBETRIEB

P lanu n g .........................................
Aufgaben der Planung ...... ... ..... .. . .. .
Organisationsplanung . ..... .. . .. ....
Planung der Projektorganisation
Produktionsprozessp lanung .. . ... .
Darstellungsformen
...... . .. ... .. . . .
.

.

..

..

..

.

.. .

.

.

...

2.2.4 Analyse und Pflege von Ablaufplänen
Kostenplanung .... . .... .. . . . ...... . . .. ....... . .
2.3.1 DIN 277- Grundflächen und Rauminhalte von B auwerken im Hochbau
2.3.2 DIN 276- Kosten im Hochbau ......
2.3.3 Kostengruppen nach DIN 276 .. . .. ... .
2.3.4 Lebenszykluskosten einer I mmobilie
2.3.5 Qualitätsplanung . .. .. . . . . ... . ....... . . . ...
2.4
Gestaltungsplanung . ...... . .. . . . . . .. . .. . ...
2.4.1 Die HOAI 2009 ...............................
2.4.2 Organisationsplanung in der HOAI
2.4.3 P l anungskoordination ... . ... ..... ... . .... .
3
3.2

3.3.1
3.3.2
3.4
3.4.1

4.2.5
4.2.6
1.21
1.21
1.22
1.23
1.24
1.24
1.24
1.26
1.26
1.27
1.29

1 .31
1.32

..

. ..

.

.. .....

.

4.3

4.5
4.6

. .. .

.

.

.

.

.

.

.

1.52

Kalkulation . .. ........ .......................... 1.55
UnternehmensprozesseAngebotskalkulation .. . . ...... . ... . . . . .. . . 1.55

. .

..

.

.

1.56
1.57

.

1.58

.

1.58

.

1.59
1.59
1.60

..

1.61

.........

.... . .

.. .

1.62
1.66

..

Proj ektmanagement . ...
Controlling- Steuerung .. .. . . . .. . . . ..
5.1.1 Termincontrolling . . . .. . ... ... . . . .. .
5.1.2 Kostencontrolling . ... . . . . .. . .... .. .. .
5. 1 .3 Soll-Ist-Vergleich . .. . .. ... .. . . . ..
5.2
Leistungsbild Projektsteuerung . .
5

5.1

.

..

..

.

C

.

.

...

.

.

.

.

. .

.

.

1.68
.

1.68

..

1.69

.

1.70

. .. ...

1.79

1.79

SICHERHEITS- UND
GESUNDHEITSSCHUTZ

1.32

AUF BAUSTELLEN .. . ... .. ...... . . ... 1.82

1.33

1

1.34

1.1

1 .36

1 .2

1.37

1.3

1.37
1.40

1.4

1.41

1.5
1.6

Gesetzliche Regelungen .
1.82
B austellenverordnung
.. . .. .. .. . .
1.82
Anhänge . ... .....
1 .83
B egriffe in der Baustel!V und
den nachfolgenden RAB
1.84
R egelungen zum Arbeitsschutz . .. .. 1.85
Sicherheits- u. Gesundheitsschutzplan 1.87
Unterlage . .... .. .. .. . .. . . . .. . .. .. 1.88
...

. .. .

.

.

.

...

.

.

.

.

...

.

.

.

.

.. .

..

.

.

...

.

2

Hilfsmittel bei der Erstellung
des Sicherheits- und
Gesundheitsschutzplans

2.1

Leitfaden zur Erstellung des SiGe-Plans 1.90
Leitfaden zur Erstellung der
Unterlage .. ... . .. .. .. . . . . . .. ... ..... 1.91
Gelbe B austeine der BG . . .. . . . . . . .. . 1.91
Blaue Mappe der BG . . .. . . ... . . ...... . . 1.91

.

.

. . ..

.

4.4

1.32

Produktionsplanung . . .. . . .. .... .. . .. 1.42
Allg emeines . ... . .. . .... ... .
1.42
S chalungssysteme im Bauprozessmanagement
. .. ... . ... . 1.42
Bemessung von S chalung u. Rüstung 1.44
Frischbetondruck....... ......... .. . ...
. 1.44
Ausschalll-isten-Nachbehandlung 1.47
1.48
Geräte . ...... .. . .
B augeräteliste, Gerätekosten . . ... 1.48
.

3.3

4.1

1.21

Immobilienentwicklung Bauprojekt .. . .. ..... ... ... .. . . .. . .. ..
Immobilie- Objekt ...... ............ ..... .
Projektabwicklung-Bauwirtschaft
Unterneh mensprozesse . . ...... .. ... . ......
Nachhaltigkeil . . . ... . .. . .. ... ........... ... ...

.

.

4

4.2.4

BA UPROZESSMANAGEMENT,

2.3

3.1

1.4

. .

2.2

.

2.3
2.4

.

.

... ... . . .

.

..

.

.

.

1.90

.

. .

..

1 A Öffentliches und Privates Baurecht
Dr. jur. Iris Oberhauser, Prof. Dr.-Ing. Josef Zimmermann

1

Öffentliches B au- und Planungsrecht

1.1

Institutionen

Der Prozess der Entwicklung von Bauwerken - Immobilien - setzt überregionale und kommunale Pla­
nungen voraus, die unter dem Begriff Flächenentwicklung zusammengefasst werden können. Unter
Flächenentwicklung versteht man die Summe aller kommunalen Planungen und Maßnahmen, die auf
der Zielsetzung der Raumordnung und Landesplanung aufbauend, Art und Maß der baulichen Nutzung
vorbereiten und definieren. Damit sind die Grundlagen fiir eine Projektentwicklung geschaffen. In den
anschließenden Planungs-, Vergabe- und Bauausfiihrungsprozessen, d. h. der Phase der Projektabwick­
lung selbst, sind zahlreiche Regulierungen einzuhalten, die teilweise bundesweit gelten, häufig aber auf
der Landes- oder kommunalen Ebene variieren. Bauherr und Auftragnehmer (Bauunternehmen) müs­
sen demnach auf verschiedenen Baustellen unterschiedliche Gesetzesvorgaben einhalten. Eine lange
Liste von Gesetzen und Verordnungen im Rahmen der Wohnungs-, Städtebau- oder Regionalpolitik
sowie im Umweltschutz betreffen die Bauwirtschaft ganz wesentlich. Alle diese Regelungen werden
auch als Institutionen bezeichnet. Institutionen sind .,sanktionierbare Erwartungen", die jeden Teilneh­
mer einer Organisation mit grundlegenden Handlungs- und Entscheidungsrechten bzw. -pflichten aus­
statten. Der Institutionenbegriff beinhaltet Regeln und Normen einerseits und andererseits kooperative
Gebilde, wie z. B. Unternehmen oder den Staat. Getragen wird das gesamte Institutionengefuge von den
fundamentalen Institutionen, wie beispielsweise den Menschenrechten oder der Sprache. Sofern fun­
damentale Institutionen Einzelnen das Recht geben, die Handlungsmöglichkeiten anderer einzuschrän­
ken, entstehen aus den fundamentalen Institutionen abgeleitete Institutionen. Diese abgeleiteten Institu­
tionen sind zum Beispiel Gesetze, Verordnungen, Satzungen, Normen. Abgeleitete Institutionen lassen
sich gestalten und können unter anderem, jedoch nicht zwingend, das Ergebnis rationaler Planung sein.
Wie in Abb. 1.2 dargestellt, gibt es dabei unterschiedliche Hierarchieebenen von Institutionen.

BUNDESEBENE

Baugesetzbuch, Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen
Baunutzungsverordnung, Bundesnaturschutzgesetz, Raum�
ordnungsgesetz, ...

'--------'Jr -- -ÜßER:GEORONETE
�-�NSTlTUTIONEN

VOB/A,

VOB/B,
VOB/C

LÄNDEREBENE

VgV
Normen
Technische
Bau­
bestimmungen

KOMMUNALE
EBENE

Abb.

1.2 Institutionen

1.2

Das Bauplanungsrecht nach dem Baugesetzbuch (BauGB)

Die wesentlichen Instrumente des Bauplanungsrechts nach BauGB sind:










Bauleitplanung
Sicherung der Bauleitplanung, z. B. durch Veränderungssperre § 14 BauGB
Bauplanungsrechtliche Voraussetzungen fiir die Erteilung einer Baugenehmigung durch Fest­
legung der Zulässigkeil von Bauvorhaben im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, inner­
halb der im Zusammenbang bebauten Ortsteile (Innenbereich) und im Außenbereich, § 29 ff.
Bodenordnung, Enteignung
Erschließung
Besondere städtebauliche Maßnahmen, z. B. Festlegung Sanierungsgebiet


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