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Jungbrunnen .pdf


Original filename: Jungbrunnen.pdf
Title: Jungbrunnen
Author: BastianF

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Jungbrunnen
Kapitel 1
„Sandra, das Kleid musst du dir unbedingt ansehen! Das würde dir fantastisch stehen.“
Sandra blickte zu ihrer Freundin Veronika, die zwischen den Kleiderständern verschwunden war. Sie
versicherte sich noch einmal, dass Tobias in seinem Kinderwagen schlief. Das tat er. Sandra schaute,
wo ihre Freundin stand und stand nach wenigen Schritten neben ihrer Freundin.
„Das Kleid ist doch ein Traum für dich“, erklärte Veronika.
„Ich weiß nicht“, erwiderte Sandra, der die Zweifel im Gesicht anzusehen waren. „Nach der
Schwangerschaft…“
„Papperlapp“, unterbrach Veronika und fuhr fort: „Du hast doch schon wieder eine super Figur und
bei an dem Kleid wird nicht nur Andre seinen Spaß haben.“
„Wie meinst Du das denn jetzt?“, fragte Sandra.
„Ach, wir sollten uns mal wieder richtig chic machen und in der Stadt feiern gehen. Wie früher. Und
ein wenig flirten“, erwiderte Veronika.
„Ob das die richtige Idee ist als junge Mutter weiß ich ja nicht, aber das Kleid ist wirklich klasse“,
sagte Sandra.
„Dann ab in die Kabine mit Dir“, befahl Veronika.
Sandra nahm das blaue Sommerkleid in die Hand und suchte nach den Umkleidekabinen, die sie am
hinteren Ende des Ladens entdeckte. Sie ging zum Kinderwagen und blickte hinein. Dann schrie sie
los.

Kapitel 2
„Bitte beruhigen Sie sich und versuchen Sie es noch einmal ganz ruhig zu erzählen“, bat Kommissar
Markus Römer die junge Frau vor ihm, die einem Nervenzusammenbruch nahe war.
„Es waren nur Sekunden“, stammelte Veronika. „Wer tut so etwas? Nur Sekunden“, wiederholte sie
immer wieder.
„Frau Belas, bitte beruhigen Sie sich. Haben Sie jemanden gesehen? Ist ihnen jemand aufgefallen?“,
fragte Kommissar Römer.
„Nein, niemand. Wir haben Tobias nur Sekunden aus den Augen gelassen. Ich wollte meiner Freundin
ein Kleid zeigen. Als sie zurück zum Kinderwagen ging, schrie sie los. Tobias war verschwunden.“
Tobias‘ Mutter würde Römer erst in einigen Stunden oder vielleicht Tagen befragen können.
Nachdem die Frau den Laden zusammengeschrien hatte, war sie in einen Weinkrampf ausgebrochen
und war dann zusammengebrochen. Der Krankenwagen war bereits auf dem Weg ins St. Angela
Krankenhaus. Der Notarzt hatte nur die Augen verdreht, als er gefragt hatte, ob die Mutter
ansprechbar sei. Wann dies möglich sei? „Da kann ich keine Prognose wagen“, hatte Dr. Meier

erklärt. Zur Sicherheit war seine Kollegin Frau Sommer mit ins Krankenhaus gefahren. Vielleicht
würden sie ja doch einige sinnvolle Hinweise erhalten.
Kommissar Römer wandte sich wieder Veronika Belas zu: „Frau Belas, haben Sie ein Foto von
Tobias?“
„Natürlich“, antworte die Frau, die von einem Nervenzusammenbruch nicht mehr weit entfernt war
und tippte auf ihrem Smartphone herum. „Das Foto haben wir heute aufgenommen“, erklärte sie
und hielt Römer das Handy hin.
„Könner Sie mir das Handy bitte geben, damit ich das Foto schnellstmöglich an alle Kollegen senden
kann?“, bat Römer mit ruhiger Stimme während er sich den knapp einjährigen ansah, der auf dem
Foto in einem süßen blauen Strampelanzug mit Bärchenaufdruck steckte.
„Natürlich“, sagte Veronika und reichte das Handy an den Polizisten, hinter dem nun weiß gekleidete
Männer eintrafen, auf deren Rücken „Spurensicherung“ zu lesen war. Nun konnte Veronika Belis ihre
Tränen nicht mehr zurückhalten und sackte in sich zusammen. „Es waren nur Sekunden“, stammelte
sie immer wieder vor sich hin.
Römer rief eine Sanitäterin herbei, die die ganze Zeit bereit stand, um sich um die junge Frau zu
kümmern. Dann tippte er auf dem Handy herum und schickte das Foto an sein Diensthandy, um es
schnellstmöglich an alle Kollegen zu senden. „ENTFÜHRT“, tippte er in Großbuchstaben und setze
fort mit: „1 Jahr alt. Name: Tobias Sommer. Tatort: H&M Simonstraße. Kleidung wie auf Foto. Täter:
unbekannt. DRINGEND!!!“

Kapitel 3
Er blickte auf das kleine Bündel auf dem Beifahrersitz. „Schlaf mein Kleiner, schlaf weiter. Gleich sind
wir da.“ Dann blickte er nach links und schob das Parkticket in den Automaten. Die Schranke vor ihm
öffnete sich. Er fuhr Richtung Straße und sah die Polizeiwagen vor dem Eingang stehen. „Zu spät“,
dachte er. Dann setzte er den Blinker, bog nach rechts auf die Hauptstraße ab und fädelte sich in den
Verkehr ein.


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