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Tagesschau
Guten Abend, meine Damen und Herren, ich begrüße Sie zur Tagesschau.
Finanzkrise
Der griechische Verband der Superreichen hat die Forderung verurteilt, sich an der
Bewältigung der griechischen Staatsschuldenkrise zu beteiligen. Es sei zwar zutreffend, dass
die meisten Mitglieder von Milliardärsclubs wie etwa „Zahlnix Mykonos“ und Zaster Pinke
Patte Piräus keine Steuern zahlten. Das liege jedoch schlicht an der Tatsache, dass die
meisten Mitglieder gar keine Arbeit hätten, die man besteuern könnte. Es könne daher nicht
sein, dass jemand, der wegen akuten Reichtums und auf Rücksicht auf die ohnehin schon
schwierige Situation auf dem griechischen Arbeitsmarkt ganz bewusst auf die Annahme eines
Jobs verzichte, dafür nun auch noch mit Steuern bestraft werde, so der Verbandsvorsitzende
Klaubios Raffgiritis. Der eigene Reichtum sei für viele Betroffene ohnehin schon eine große
Belastung. Er bedaure, dass die ARBEITENDE Bevölkerung dafür so wenig Verständnis
habe. Grund dafür sei wahrscheinlich wieder einmal mangelnde Qualifikation.
Kabinettsbildung in Griechenland
EU-Kommissionschef Junker hat die konstruktiven Koalitionsgespräche in Athen gelobt. Dass
eine rechtsradikale Partei mit einer linksradikalen Partei zusammenarbeite, sei an sich nichts
ungewöhnliches. Das habe beim Hitler-Stalin-Pakt 1939 schließlich auch funktioniert. In
dieser Zeit habe Deutschland auf seiner anschließenden Tournee durch Europa ja auch das
inzwischen wieder sehr beliebte Prinzip „Ihr leiht uns Geld, wir zahlen es aber nicht zurück“,
etabliert. Damals habe Griechenland überwiesen. Im Rahmen dieses historischen
Länderfinanzausgleichs erfolge die Zahlung auf nimmer wiedersehen heute eben in die andere
Richtung, so der griechische Finanzminister WasCosta DieWeltis.
Kirchliche Kampagne
Papst Franziskus hat die Welt aufgefordert, Kinder mit Würde zu schlagen. Vielen Eltern sei
die Schlagkraft dieses Arguments gar nicht bewusst, so der Heilige Vater in einer Ansprache
anlässlich des Weltohrfeigentags. Auf einem Symposium unter dem Motto „Bewusster leben,
bewusster schlagen“ forderte er Eltern auf der ganzen Welt auf, Rücksicht auf die Gefühle der
Kinder zu nehmen und ihnen die Schläge in einem anschließenden Therapiegespräch zu
erklären. Nur so könne dem Kind der Zusammenhang zwischen den Schmerzen und der
eigenen Schuld näher gebracht werden, so Franziskus weiter. Alles andere sei schlicht
Kindesmissbrauch, so der Papst. Gerade die katholische Kirche habe sich in diesem Bereich
über Jahrhunderte Kompetenzen erarbeitet und stehe jederzeit für Ratsuchende Eltern ohne
Gewaltambitionen für Gespräche bereit.
Kondompflicht im Puff
Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt hat die Novellierung des
Prostitutionsgesetzes begrüßt. Es sei richtig, dass Freier in Zukunft verpflichtet seien,
Kondome zu benutzen. Gerne übernehme die Polizei trotz schwieriger Personalsituation die
Überwachung der neuen Praxis. Gerade für jüngere Beamte, die sich noch, Zitat: „die Hörner
abstoßen müssen“, sei der Außeneinsatz im Bordell eine willkommene Abwechslung. Diese
Gesetzesänderung zeige einmal mehr, dass die schwarz-rote Regierung zu mehr im Stande sei
als reine Symbolpolitik.

Flüchtlingsströme
Bundesinnenminister de Maiziere hat ein umfassendes Maßnahmenpaket angekündigt, um die
massenhafte Einwanderung nach Deutschland einzudämmen. Besonders schwierig sei die
ungebremste Zuwanderung aus Holland. Er könne zwar verstehen, so der Minister, dass
unsere Nachbarn von einem besseren Leben in Deutschland träumen und vor lauter Weißbrot
und Frikandeln einfach keine Perspektive mehr im eigenen Land sehen würden. Die
deutschen Autobahnen seien aber schon jetzt überlastet und könnten keine weiteren
Wohnwagen mit gelbem Kennzeichen mehr aufnehmen. Umso wichtiger sei jetzt die Hilfe zur
Selbsthilfe in den Krisengebieten, etwa durch Hilfstransporte mit deutschem Bio-Vollkorn,
kräftigem Roggenmischbrot - oder gar rheinischem Flüssiggetreide in Form von Kölsch.
Politisch korrekter Karneval
Pünktlich zum Sessionsauftakt hat der deutsche Bundestag das Karnevalsneutralitätsgesetz
verabschiedet. Es trägt der veränderten Sicherheitslage in Deutschland Rechnung.
Karnevalsvereine sind durch das neue Gesetz ab sofort zur Neutralität verpflichtet. Witze sind
ab sofort so zu gestalten, dass niemand dadurch diskriminiert wird. Büttenredner werden
daher vorsorglich gebeten, auf Pointen zu verzichten, um den öffentlichen Frieden nicht zu
gefährden. Bei Fernsehsitzungen aus Düsseldorf und Mainz werde dies seit Jahren mit Erfolg
praktiziert. Verkleidungen sind in dem Gesetz weiterhin gestattet, sofern sie der
Verschleierung dienen. Die Kostüme „Papst, Rabbi, Nonne, Bischof, Messdiener und Heilige
Drei Könige“ sind aus Rücksicht auf andere Glaubensrichtungen seit heute verboten. Auch die
Verkleidungen „Indianer, Scheich, Beduine und Kannibale“ sind bei Deiters aufgrund ihres
agressiv-konfrontativen Charakters ab sofort nicht mehr erhältlich. Das Gesetz erlaubt
allerdings einige Ausnahmen im Einzelfall: So ist das Schlumpfkostüm weiterhin erlaubt,
nicht aber das Kostüm „Vater Abraham“. Finanzminister Schäuble hat für sein Kostüm
„Schwarze Null“ eine Sondergenehmigung erhalten. Ohne die Ausnahmeregelung wäre er
eigenen Angaben zufolge als abstürzender russischer Rubel durch die jecke Zeit gerollt.
Umzugswagen am Rosenmontag müssen so gestaltet sein, dass ebenfalls keine Minderheit
daran Anstoß nimmt. Um Missverständnisse unter den Völkern zu vermeiden, empfiehlt die
Kölner Kommission zur Wahrung der Neutralität im Karneval, auf politische Aussagen oder
noch besser gänzlich auf Aussagen im Rosenmontagszug zu verzichten. Jeder Alaaf-Ausruf
muss ab sofort in 100 Sprachen simultan übersetzt oder durch das Wort Allah ersetzt werden.
Die Abbildung des Nubbels steht in Köln ab sofort unter Strafe. Wer bestimmte alkoholische
Getränke wie etwa Alt konsumiert, wird auf dem Altermarkt vor den Augen des Wächterrates
öffentlich ausgebuht. Auch die Zusammensetzung des Kölner Dreigestirns wird neu geregelt.
Prinz und Bauer bleiben fester Bestandteil der Formation. Ob die Jungfrau ersatzlos
gestrichen oder durch 11 000 Jungfrauen ersetzt wird, soll in einem weiteren Gesetz geregelt
werden.


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