Infobrief vom 23November2015 LAVES IB Celle .pdf

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Title: Infobrief vom 23November2015_LAVES IB Celle
Author: boecking.otto

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Infobrief vom 23.November 2015
■ Institut für Bienenkunde Celle

Endlich frostige Temperaturen – die Aussicht auf ein günstiges Zeitfenster für eine
optimale Restentmilbung ist damit eingeläutet.
Endlich ist es kalt geworden und damit wird eine Brutpause bei den derzeit noch brütenden
Bienenvölkern eingeläutet und der Winter kann kommen. Für Meteorologen ist der
1.Dezember der erste Wintertag. Das hat eher statistische Gründe. Der kalendarische bzw.
astronomische Winteranfang ist am Tag der Wintersonnenwende und dies ist in diesem Jahr
am 22. Dezember so weit. Der phänologische Winterbeginn ist an kein festes Datum
gebunden. Er beginnt mit dem Auflaufen des Winterweizens. Für Imker sind
aufeinanderfolgende Frostnächste der Termingeber für die ausstehende Restentmilbung der
Bienenvölker und damit gefühlt der Beginn des Winters. Als Folge der Frosttage werden die
brütenden Bienenvölker das Brüten einstellen, so dass sie zwei bis drei Wochen später
brutfrei sind. Wenn dann die Temperaturen immer noch kalt sind, steht ab Mitte Dezember also noch vor Weihnachten - die Restentmilbung der Völker an.
Erst erfolgt eine Gemülldiagnose und dann wird behandelt.
Zur Abschätzung des Varroabefalls über den natürlichen Milben(ab)fall sollte zuvor eine
Gemülldiagnose durchgeführt werden. Dazu wird die Varroa-Diagnose-Windel für etwa eine
Woche unter die Völker geschoben. Das gesammelte Gemüll zeigt nicht nur den VarroaBefall an, es ermöglicht auch den Sitz und die Stärke der Völker abzuschätzen, ohne dafür
das Volk öffnen zu müssen. Als Schadschwelle gilt, wenn der natürliche Milbenfall bei 1
Milbe/Tag oder höher liegt, muss eine Restentmilbung auf jeden Fall erfolgen. Prinzipiell gilt
es, die Restmilbenpopulation in den Völkern bis Ende des Jahres auf ein Minimum zu
reduzieren, damit die Startpopulation mit Beginn der nächsten Saison so gering wie möglich
ist.
Die Restentmilbung erfolgt durch eine Träufelbehandlung mit Oxalsäure oder auch
gegebenenfalls mit Perizin.
Oxalsäure wirkt bekanntlich als Kontaktgift. Die höchste Wirksamkeit wird deshalb dann
erreicht, wenn die Bienen eng sitzen. Das ist natürlich der Fall, wenn die
Außentemperaturen unter 0 °C liegen. Eine Träufelbehandlung bei -5 °C vertragen die
Bienen gut und sie werden nicht geschwächt. Besonders bietet sich daher eine früh morgens
durchgeführte Behandlung nach einer Frostnacht an. Die Menge der zu träufelnden
Oxalsäure richtet sich nach der Stärke des Bienenvolkes. Ein starkes Volk, das mindestens 5
bis 7 Wabengassen bei solch niedrigen Außentemperaturen dicht füllt, wird mit 50 ml
Oxalsäuredihydratlösung beträufelt. Schwächere Völker erhalten 30 bis 40 ml
Oxalsäuredihydratlösung. Da grundsätzlich nur ein einziges Mal mit Oxalsäure behandelt

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werden darf, muss der Behandlungszeitpunkt optimal gewählt werden. Auch Perizin
entfaltet seine optimale Wirksamkeit, wenn die Bienenvölker brutfrei sind.
Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und Spaß mit Ihren Bienen und verbleiben mit den
besten Grüßen
Dr. Otto Boecking
Dr. Werner von der Ohe

LAVES Institut für Bienenkunde Celle
Herzogin-Eleonore-Allee 5, 29221 Celle
Unsere Informationsangebote finden Sie unter:
http://www.laves.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=20073&article_id=73177&_psmand
=23
Folgen Sie dem LAVES auf Twitter: https://twitter.com/LAVESnds

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