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Author: Martina

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Eine kurze Stellungnahme zur Genehmigung des Windparks am Stillfüssel
Für viele – auch für mich – überraschend wurden noch Ende Dezember 2016 zehn Windkraftanlagen
in den Gemarkungen Wald-Michelbach, Grasellenbach und Fürth genehmigt. Wie viele von Ihnen
wissen, stand und stehe ich dem Bau von Windkraftanlagen im Odenwald kritisch gegenüber. Oft
höre ich den Einwand, dass sich doch erstens die CDU, deren Mitglied ich bin, für die Energiewende
stark macht und zweitens der Strom irgendwo herkommen müsse. Außerdem könne die Region von
der Umstellung auf erneuerbare Energien profitieren und das käme nicht zuletzt den Bürgern zugute.
All das sind wichtige Einwände und Argumente. Ich habe dazu eine andere Einstellung, auch eine
andere als viele meiner Parteikollegen. Aber ist es nicht der Sinn und Zweck einer Demokratie, mit
der eigenen Meinung konstruktive Impulse zu setzen und sich auch über eine Parteiideologie hinaus
treu zu bleiben? Das zumindest ist mein Politikverständnis und dafür brenne ich. Kritiker der
Windparks im Odenwald gibt es allerdings in allen Parteien.
Ich möchte hier ganz klar Stellung beziehen und Ihnen meine Position in kurzen Worten erläutern.
Ich bin absolut keine Gegnerin der Energiewende, keine Befürworterin von Atomkraft und schon gar
nicht gegen den Windpark am Stillfüssel, weil er direkt vor meiner Haustür entstehen soll. Ich bin
allerdings überzeugt, dass wir, ganz besonders in unserer Region, über ein unschätzbares Juwel
verfügen, das es zu erhalten und zu schützen gilt: Eine einzigartige Naturlandschaft wie es sie in der
Form in Deutschland nicht noch einmal gibt. Nicht umsonst trägt der Geo-Naturpark BergstraßeOdenwald seit 2015 die Auszeichnung "UNESCO Global Geopark". Nur rund 120 Regionen weltweit
gehören in diese Kategorie. Die Natur, die uns umgibt, in der wir leben und die wir als Odenwälder
lieben, ist etwas ganz Besonderes. Dieses Juwel uneingeschränkt zu erhalten und daraus einen Wert
für die Region und uns alle als ihre Bewohner zu schöpfen ist für mich persönlich ein Anliegen, für das
ich mich stark machen möchte. Langsamer Tourismus, Naherholung und Naturschutz sind hier nur
drei Schwerpunkte.
Nicht nachvollziehbare „Schnellentscheidung“ über den Kopf der Bürger hinweg
Ab 2017 ändern sich die Förderbedingungen für die Betreiber der Windparks, nur so ist für mich
diese Entscheidung, die ganz kurz vor dem Jahreswechsel bekannt wurde, zu erklären. In einer Zeit,
in der die meisten von uns im Urlaub sind oder sich im Kreise ihrer Familien vom hektischen
Geschehen der Welt zurückziehen!
Gerade in Wald-Michelbach und auch in Heiligkreuzsteinach, dessen Ortsteil Eiterbach direkt von den
Windkraftanlagen am Stillfüssel betroffen ist, haben sich sehr viele Bürgerinnen und Bürger gegen
dieses Bauvorhaben stark gemacht. Auch Nabu und BUND haben sich gegen eine Genehmigung
ausgesprochen. Auch wurden Schwarzstörche und der Rote Milan – beides stark bedrohte
Vogelarten – am Stillfüssel nachgewiesen. Normalerweise bedeutet das ein Aus für das
Genehmigungsverfahren. Nicht so in „unserem“ Fall!
Es gibt noch unzählige weitere, sehr schlüssige Argumente gegen einen Windpark am Stillfüssel.
Besonders betroffen macht mich jedoch, dass in der Diskussion die Argumente und Anliegen der
Bürgerinnen und Bürger mit Füßen getreten wurden. So heißt es, dass alle rund 1.300 Einwände
sorgfältig geprüft wurden. Wie kann das in der kurzen Zeit sein? Des Weiteren – und das empfinde
ich als politisch unverantwortlich – gab es Stimmen, die behaupteten, dass die lautstarken Gegner
der Windkraftanlagen aus wenigen militanten Mitgliedern von Bürgerinitiativen bestehen würden.

Das entspricht nicht der Realität und ist in meinen Augen eine Absage an die demokratische Teilhabe
und Mündigkeit der Bürgerinnen und Bürger. Vielleicht gab es einige Gegner, deren Argumente, Ton
und Formulierung nicht immer konstruktiv waren. Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen, auch das
gehört zu einer politischen Diskussion, spiegelt aber in keiner Weise die allgemeine Stimmung der
Menschen, die sich gegen die Windräder am Stillfüssel aussprechen. Wer wie ich den direkten Dialog
mit Befürwortern und Gegnern des Projektes gesucht hat, wird das bestätigen können.
Diese Entscheidung zu diesem Zeitpunkt ist aus meiner Sicht ein Armutszeugnis und scheint mir vor
allem den Interessen der Betreiber in die Hände zu spielen. Wen wundert es da, wenn sich
Politikverdrossenheit und Ohnmacht bei den Menschen im Land breit macht.
Über dieses Thema und andere, die Sie interessieren und/oder umtreiben möchte ich mich gerne
Ende Januar bei meiner ersten Vorstellung als Bügermeister-Kandidatin von Wald-Michelbach mit
Ihnen austauschen. Den genauen Termin und Ort der Veranstaltung gebe ich Ihnen noch bekannt.


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