Statement Netzwerk Medienpädagogik Januar 2017 .pdf

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Statement des Netzwerkes Medienpädagogik Sachsen zur geplanten
Koordinierungsstelle zur Verbesserung der Medienbildung in Sachsen
Die sächsische Regierungskoalition aus CDU und SPD hat angekündigt, ab 2018
ein
Pilotprojekt zur Medienbildung in Sachsen zu starten. Dabei soll auf Basis einer zunächst zu
erarbeitenden Gesamtstrategie zur Medienbildung eine medienpädagogische Informationsund Koordinierungsstelle initiiert werden. Ziel ist es, die Medienbildung insbesondere bei
Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Dafür werden von den Koalitionsfraktionen jährlich
75.000 Euro zur Verfügung gestellt (www.spd-fraktion-sachsen.de/medienbildung). Die Oppositionsparteien
kritisieren den Vorschlag als unterfinanziert und auf die lange Bank geschoben.
(http://www.claudia-maicher.de/medienkompetenzzentrum-koennte-die-vorhandenen-projekte-besser-miteinander-abstimmen-spd-und-cduschiebt-medienbildung-auf-die-lange-bank/)

Das Netzwerk Medienpädagogik Sachsen fordert seit vielen Jahren konkrete Maßnahmen zur
nachhaltigen Verankerung von Medienbildung im Freistaat Sachsen. Die Entwicklung einer
Gesamtstrategie und die verbesserte Koordinierung gehören dabei zu den zentralen Punkten.
Derzeit gibt es in Sachsen die Situation, dass eine Vielzahl bemerkenswerter Projekte
durchgeführt wird, die den kritischen, selbstbestimmten aber auch kreativen Umgang mit
Medien fördern. Eine Landesstrategie mit klaren Zielstellungen, einer ineinandergreifenden
Förderpolitik und der Koordinierung aller wesentlichen Akteur*innen gibt es jedoch nicht.
Andere Bundesländer sind da deutlich weiter und verorten das Thema auf höchster politischer
Ebene
(Beispiel
Mecklenburg-Vorpommern:
https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/stk/Themen/Rundfunk-undMedien/Rahmenvereinbarung/).

Die Akteur*innen der Medienbildung in Sachsen sind aktuell von ganz unterschiedlichen
Fördermittelgebern abhängig und nur wenige Projekte sind langfristig und nachhaltig
abgesichert. Im Netzwerk Medienpädagogik Sachsen haben sich daher Institutionen und
Menschen zusammengeschlossen, die täglich aktive Medienarbeit mit Kindern, Jugendlichen
und Erwachsenen leisten. Das Netzwerk ist eine gewachsene Struktur, in der die
Fachkompetenz und die Interessen von Medienpädagog*innen gebündelt werden, das aber
über keinerlei eigene Ressourcen verfügt.
Das Netzwerk Medienpädagogik Sachsen begrüßt ausdrücklich, dass auf Landesebene
erstmals seit vielen Jahren konkrete Aktivitäten zur Stärkung der Medienbildung
unternommen werden. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass das Thema Medienbildung
nicht nur in „Sonntagsreden“ als zentrale Herausforderung beschworen wird, sondern sich die
Bedeutung des Themas auch in einer nachhaltigen Strategie und Finanzierung widerspiegelt.
Damit eine Informations- und Koordinierungsstelle ihre Wirkung entfalten kann, sind aus Sicht
des Netzwerkes konkrete Rahmenbedingungen zu erfüllen. Dazu zählen insbesondere:








eine Einbindung des Know-Hows aller beteiligten Akteur*innen in Sachsen bei der
Erarbeitung der Gesamtstrategie, z.B. über einen Beirat;
die Nutzung und Stärkung vorhandener Netzwerkstrukturen;
eine Erhöhung der Wahrnehmung des Themas Medienbildung bei politischen
Akteur*innen;
die Berücksichtigung der Interessen und Verbesserung der Situation der aktiven
Medienpädagog*innen in Sachsen;
eine solide und nachhaltige Finanzierung bzw. Förderung;
die nachhaltige Verankerung des Themas im Bildungssystem, insbesondere in der
Ausbildung von Pädagog*innen und Fachkräften sowie
eine ganzheitliche Betrachtung des Themas Medienbildung, die den schulischen
und außerschulischen Bereich gleichberechtigt behandelt.

Die medienpädagogischen Herausforderungen werden in Zukunft ganz sicher nicht kleiner
werden: sei es die Steuerung von Meinungen durch Medien im Wahlkampf, der Einfluss von
Big Data auf unser Leben oder neue Möglichkeiten der politischen und gesellschaftlichen
Teilhabe. Die Vermittlung eines bewussten und hinterfragenden Umgangs mit Medien wird
eine entscheidende Aufgabe bleiben. Das Netzwerk Medienpädagogik Sachsen stellt gern
seine Expertise zur Verfügung, um diese Herausforderung zu meistern.


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