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Glaubenszeugnis JK .pdf



Original filename: Glaubenszeugnis JK.pdf
Author: Jenny

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April 2016

Allem bin ich gewachsen durch den, der mich stark macht. Philipper 4.13
Hallo ihr Lieben,
erst einmal vielen lieben Dank für die ganzen Gebete! Unser Gott ist allmächtig und seine
Pläne oft im ersten Moment nicht nachvollziehbar für uns, aber immer zu unserem Besten.
Durch meine Erkrankung hat sich in den letzten Jahren mein Glaube durch Erfahrungen und
Zeit zum Bibellesen etc. ziemlich entwickelt, wovon ich euch gerne erzählen möchte, da es
mir sehr wichtig ist. Ich bin mir sicher, dass die Krankheit auch dafür da war, dass ich mein
bisheriges Leben überdenke und mich intensiver mit meinem Glauben auseinandersetze,
denn Gott ist es so wichtig, dass wir unseren Glauben so leben, wie Er es vorgesehen hat
und darin wachsen. Und oft ändern wir unser Leben leider erst durch große
Schicksalsschläge.
Heb 12,11: Alle Züchtigung scheint uns zwar für die Gegenwart nicht Freude, sondern
Traurigkeit zu sein; nachher aber gibt sie denen, die durch sie geübt sind, die friedvolle
Frucht der Gerechtigkeit.
Damals, als ich im Oktober 2012 das erste Mal die unerwartete Diagnose Eierstockkrebs
bekam, die viele meiner selbst gemachten und ausgedachten Pläne über den Haufen warf,
war für mich ein Scheidepunkt in meinem Leben: Entweder ich trenne mich von meinem
Glauben an Gott, oder ich vertraue auf Ihn und gebe Ihm alles ab. Weil ersteres keine Option
für mich war, habe ich mich bewusst nochmal für Gott entschieden und gelernt, an der
Situation zu wachsen, meine Gedanken und Pläne abzugeben, wirklich auf Gott zu vertrauen
und aus seiner Kraft zu leben. (Dies ist ein Prozess, bei dem man im Alltag Gott immer
wieder erneut das Ruder übergeben muss. Mal klappt es besser, mal schlechter)
Römer 8,28: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten
dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
2. Korinther 4,16: Darum verliere ich nicht den Mut. Die Lebenskräfte, die ich von Natur
aus habe, werden aufgerieben; aber das Leben, das Gott mir schenkt, erneuert sich
jeden Tag
Manchmal braucht man einen starken Schicksalsschlag, um zu erkennen, wer eigentlich hier
der Boss ist und das man mit seinem vorherigen Leben falsch lag, dass man seine eigenen
Pläne verfolgte und nicht wirklich auf Gott hörte (auch wenn man sich das vielleicht oft
vormacht). Bei mir persönlich merkte ich es z.B. in meiner damaligen Partnerwahl, bei der
ich mir eingeredet habe, dass Gott „einverstanden“ ist, obwohl er dann doch eher
Scheinchrist war, als wirklich ein Leben mit Gott zu führen. Und dass es auch nicht meine
Zukunft ist, bald eigene Kinder auf die Welt zu bringen, was ich mein Leben lang gedacht
habe. (Aber meine Liebe zu Kindern ist immer noch stark, wer weiß was Gott damit geplant
hat, vielleicht soll ich sie ja irgendwie anders verwirklichen und nutzen, ich bin gespannt).

1

Jesaja 55,8-9: »Meine Gedanken – sagt der Herr – sind nicht zu messen an euren
Gedanken und meine Möglichkeiten nicht an euren Möglichkeiten.9 So hoch der Himmel
über der Erde ist, so weit reichen meine Gedanken hinaus über alles, was ihr euch
ausdenkt, und so weit übertreffen meine Möglichkeiten alles, was ihr für möglich haltet.
Ende 2013 hatte ich die OPs, die Chemo, den künstlichen Darmausgang überstanden. Doch
1 ½ Jahre später wurde ein Rezidiv, also erneute Tumore, im Bauchraum entdeckt. Ich
konnte es nicht verstehen, warum ich den Krebs erst überstanden habe und er jetzt wieder
da ist. Aber nach dem ersten Schock ging es mir eigentlich echt ganz gut, ich verstand zwar
(zuerst) immer noch nicht, warum mich Gott das nochmal durchstehen lässt, aber ich konnte
meine Sorgen gut bei Ihm ablegen und ich vertraute Ihm, dass er das schon richtig macht.
Dieses Mal habe ich keinen Moment daran gezweifelt, ob es Gott vielleicht doch nicht gibt
oder ob er es schlecht mit mir meint. In der Zeit habe ich auch gelernt wirklich mein Leben
abzugeben und keine Angst vor dem Tod zu haben. Was ist das Leben hier schon wert,
verglichen mit der Herrlichkeit bei Gott. Aber irgendwie denkt man doch immer, man muss
hier erstmal alt werden. Aber warum eigentlich? Wenn das sein Plan ist, dass ich schon zu
Ihm kommen soll, dann ist das so. Aber vielleicht soll ich auch gerade diese Erfahrungen
nutzen, um Sein Wort weiterzugeben. Die Zukunft liegt nicht in meiner Hand, sondern in
Seiner.
Gott kennt dein Gestern. Gib ihm dein Heute. Er sorgt für dein Morgen. Ernst Modersohn
(danke Martha für die Karte mit diesem Spruch  )

Römer 11,33-36: Wie unergründlich tief ist Gottes Reichtum, wie tief seine Weisheit und
seine Voraussicht! Wie unerforschlich sind seine Gerichtsurteile, wie unbegreiflich seine
Führungen! 34 Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt, oder wer ist sein
Ratgeber gewesen? 35 Wer hat ihm je ein Geschenk gemacht, sodass er etwas dafür
fordern könnte? 36 Von Gott kommt alles, durch Gott lebt alles, zu Gott geht alles. Ihm
gehört die Herrlichkeit für immer und ewig! Amen.

1

Glauben – Bibel - Gottes Wort

Was heißt an Gott glauben? Glauben heißt nicht nur davon überzeugt sein, dass Jesus für
unsere Sünden gestorben ist, sondern es heißt Ihm in allem zu vertrauen, alles anvertrauen,
sein Leben völlig abzugeben, alles Ihm hinzulegen, nach Seinem Vorbild zu leben und
versuchen, sich an Seine Gebote zu halten. Gott zu erkennen und Ihm immer ähnlicher
werden
Um zu wissen, wie wir leben sollen, wie wir Jesus immer ähnlicher werden können, was
Gottes Plan ist, gibt es nur eines, auf das wir wirklich vertrauen und bauen können und das
ist die Bibel! Sie ist das einzig wahre Wort Gottes. Deshalb sollten wir alles an Gottes Wort,
der Bibel, belegen und fest in der Schrift stehen. Ich merke es oft selber, dass ich noch so
wenig weiß und mir ist auch klar, dass ich nie alles verstehen kann, aber das verlangt Gott
auch nicht. Aber dass ich in meinem Glauben wachse, dass ich mich immer mehr mit der
2

Bibel auseinandersetze, immer mehr lerne und mein Leben immer mehr nach Seinem Wort
richte. Denn Seine Worte sind der Samen für unseren Glauben bzw. unser Leben (vgl.
Gleichnis vom Sämann: Lukas 8,4-15).
Lk 11, 28: Er aber sprach: Gewiss, doch glückselig, die das Wort Gottes hören und
befolgen!
Ps 1,1-2: Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der
Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt, 2 sondern seine Lust hat am
Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!
Woran sollte ich sonst festmachen, was Gottes Wille ist und wie ich leben soll. Klar habe ich
meinen eigenen Verstand, aber der kann nunmal auch so leicht vom Teufel verführt werden.
Die Bibel allerdings ist wahrhaftig Gottes Wort, worauf ich mich stützen und von der ich
lernen kann. Gottes Wesen kann ich am besten in der Bibel verstehen und begreifen.

Ich weiß, dass ich ein Sünder bin, viele Fehler gemacht habe und immer sündigen werde,
aber sehe auch, dass ich schon viel von Jesus lernen durfte und fester in Seinem Wort stehe
und deshalb, viele Sünden versuche nicht mehr zu machen. Und dass ist das Ziel, Ihm
immer ähnlicher zu werden.
1.Joh 1, 8-10: Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst,
und die Wahrheit ist nicht in uns.9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und
gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.10
Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn zum Lügner, und sein
Wort ist nicht in uns.
Gott zu lieben und zu fürchten heißt, am besten täglich, Jesus seine Sünden zu bekennen,
Buße zu tun und um Vergebung zu bitten. Es heißt vor Gott zuzugeben, dass man alleine zu
schwach ist um gegen die täglichen Sünden zu kämpfen, für Gott im Alltag einzustehen und
das alltägliche Leben mit seinen Problemen zu meistern. Ohne Ihn hätte ich alle Schmerzen,
Verzweiflungen, Frustrationen und alles andere nicht durchgestanden und würde es auch
weiterhin nicht durchstehen, aber durch Gott sind wir stark!
2.Kor 12, 9-10: Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft
kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner
Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. 10 Deshalb habe ich
Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an
Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.
Wenn ich schwach bin, verzweifelt, mich ungeliebt fühle, wertlos, muss ich mich nur auf Gott
konzentrieren und ich weiß, dass ich trotz allem noch ein wertvoller Mensch bin, wertvoll in
Seinen Augen, von Ihm geliebt, trotz aller oder vielleicht gerade wegen aller meiner
Gebrechen.(Das klappt nicht immer, aber je öfter man das macht, umso besser!  )
3

2

Achtung- Falsche Propheten!

Warum ist es noch wichtig, täglich Bibel zu lesen und fest in der Schrift zu sein? Weil es
leider auch viele falsche Propheten gibt, auf die man leicht reinfällt, da es oft im ersten
Moment „richtig und schön“ klingt. Aber Gott warnt sehr oft vor diesen „Wölfen in
Schafskleidern“ (Matthäus 7,15 ff)! Deshalb ist es so wichtig die Geister und das Gehörte an
der Schrift zu prüfen und es nicht einfach blind anzunehmen.
1.Joh 4, 1: Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott
sind! Denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen.
Mk 13,22/ Mt 24,24: Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten
aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die
Auserwählten zu verführen.
Gerade bei großen Gruppenbildungen und –ansammlungen muss man wachsam sein. Ist es
eher eine „Show“ oder dienen sie dem Herrn wirklich? Und man sollte sich dabei auch selbst
überprüfen: Gehe ich dort wirklich hin um Zeit mit Gott zu verbringen, Ihn zu preisen, mehr
von Ihm zu lernen oder wegen den anderen Leuten, die auch hingehen, der Musik etc.?
Wenn ich so zurückblicke, bin ich mir sicher, dass es mir oft wichtig, vielleicht sogar
wichtiger, war, welche Leute da sind und nicht dass ich wirklich HAUPTSÄCHLICH wegen
Gott komme. Andere Menschen sind auf jeden Fall wichtig, gerade auch zum Austausch,
zum Wachstum, etc., aber sollten nicht der Grund sein. Genauso hat mich an Anfang in
meiner Würzburger Gemeinde die Musik fasziniert und angezogen, was damals vielleicht
vom Vorteil war, aber die sollte nicht ausschlaggebend sein, sondern v.a. sollte man Gott
preisen wollen, auch ohne „tolle“ Musik. Viele brauchen auch große Events um ihren
Glauben zu leben und nehmen dann wenig in den Alltag mit. Da sollte man sich prüfen!

3

Nicht von dieser Welt- Eigene Schuld bekennen

Wenn wir Jesus wirklich nachfolgen wollen, dann müssen wir unser altes Leben aufgeben
(was bei weitem nicht einfach ist, aber wenn wir Gott bitten, hilft er uns!). Denn wir Gläubigen
leben zwar in dieser Welt, sind aber nicht von dieser Welt:
1.Joh 2, 15-17: Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt
liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm;16 denn alles, was in der Welt ist, die
Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Hochmut des Lebens, ist
nicht vom Vater, sondern ist von der Welt.17 Und die Welt vergeht und ihre Begierde;
wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.
Röm 12,2: Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch
die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute
und Wohlgefällige und Vollkommene.

4

Freundschaft mit dieser Welt bedeutet Feindschaft mit Gott:
Jak 4,4: Ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt
Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun ein Freund der Welt sein will, erweist sich als
Feind Gottes.
Wandeln im Fleisch  daran erkennt man zu irdisch gesinnte „Namenschristen“:
Röm 8,12-13: So sind wir nun, Brüder, nicht dem Fleisch Schuldner, um nach dem
Fleisch zu leben; 13 denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben, wenn
ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben.
Gal 5,16-17: Ich sage aber: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierde des
Fleisches nicht erfüllen.17 Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf, der Geist
aber gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, damit ihr nicht das
tut, was ihr wollt.
Heutzutage gibt es viele „Namenschristen“, die weder heiß noch kalt sind, sondern wie fade
gewordenes Salz (Offb 3,15f. / Mt 5,13). Diese werden es im Endgericht noch schwerer
haben als manch Atheist.
Viele wollen oft nur die „schöne, verdauungsfreundliche Botschaft“ der Bibel hören, von der
Gnade und der Liebe Gottes und nichts von Selbstbeherrschung, Zorn und Gericht.
2.Tim 4,2-6: Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit;
überführe, weise zurecht, ermahne mit aller Langmut und Lehre! 3 Denn es wird eine
Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen
Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt;
4 und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln
hinwenden. 5 Du aber sei nüchtern in allem, ertrage Leid, tu das Werk eines
Evangelisten, vollbringe deinen Dienst!
Ich möchte damit nicht sagen, dass wir unsere Errettung verdienen müssen, weil Gott hat
klar gesagt, dass wir aus Gnade errettet sind. Aber nur, wenn wir wirklich an Ihn glauben und
nur auf Ihn hören. Denn es gibt in der Bibel auch oft genug Beispiele dafür, dass nicht alle,
die sich Christen nennen, auch wirklich Christen sind und deshalb nicht in den Himmel
kommen werden:
Mt 7,21-23: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Reich der Himmel
hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.
22 Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen
Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen
Namen viele Wunderwerke getan? 23 Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe
euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!“

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Durch Werke werden wir nicht errettet, sondern unsere Werke sind eine Folge und dadurch
ein Beweis für unsere Errettung. Und daran müssen wir täglich arbeiten, da der Teufel
dauernd versucht uns von Jesus Christus zu entfernen.
Apg 26, 20: ..sondern verkündigte (…) Buße zu tun und sich zu Gott zu bekehren,
indem sie der Buße würdige Werke vollbrächten.
Es ist wichtig, dass wir Gottes Botschaft nicht ändern!! Wir nennen Jesus einen Lügner,
wenn wir nur die Hälfte der Bibel glauben (wollen).
Mt 5,19: Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt,
wird der Geringste heißen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird
groß heißen im Reich der Himmel.
In unserer toleranten Gesellschaft versucht man oft, sich die Bibel so auszulegen wie es
einem passt, um damit niemanden vor den Kopf zu stoßen. Ich war früher in manchen
Punkten wohl auch „toleranter“ und dachte, Gott sieht das nicht so streng, heute gilt das
doch nicht mehr etc. Aber nein, Gott ist immer noch derselbe wie in der Bibel. Und manche
Ansichten klingen wohl in dieser Welt „zu krass/intolerant“, aber das ist das, was Gott sagt
und wenn wir ihm nachfolgen wollen, dann müssen wir Seiner Meinung sein und sie
vertreten, auch oder gerade wenn wir dafür von der Welt verurteilt werden.
Viele wollen leider eher die Anerkennung der Menschen und haben daher mehr
Menschenfurcht als Gottesfurcht.

4

Gottesfurcht

Gottesfurcht bedeutet nicht Angst, sondern Hoffnung, Zuversicht, Liebe, Wertschätzung,
Hingabe, Freude, gerne Gottes Willen tun. Ohne Gottesfurcht fängt man an zu verhandeln,
deshalb bewahrt diese vor dem Bösen/der Versuchung. Gottesfurcht sollte eine
ununterbrochene Haltung im Glauben sein.
Jes 11,2-4a: Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und
des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und Furcht
des HERRN; 3 und er wird sein Wohlgefallen haben an der Furcht des HERRN. Er wird
nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, und nicht zurechtweisen nach dem,
was seine Ohren hören, 4 sondern er wird die Geringen richten in Gerechtigkeit und die
Elenden des Landes zurechtweisen in Geradheit.
Spr 22,4: Die Folge der Demut und der Furcht des HERRN ist Reichtum und Ehre und
Leben.

6

Kennzeichen der Gemeinde:
Apg 9,31: So hatte denn die Gemeinde durch ganz Judäa und Galiläa und Samaria hin
Frieden und wurde erbaut und wandelte in der Furcht des Herrn und mehrte sich durch
den Trost des Heiligen Geistes.
Heb 12,28 -29: Deshalb lasst uns, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen,
dankbar sein, wodurch wir Gott wohlgefällig dienen mit Scheu und Furcht! 29 Denn auch
unser Gott "ist ein verzehrendes Feuer".

5

Sicherheit - Glaubenskampf - Sorgen

Heutzutage beten wir v.a. für Bewahrung und Schutz, ist das Gottes Ziel? Hier einige
Gedanken von Hans Peter Royer dazu, die ich sehr gut fand und zum Nachdenken dazu
anregen:
„Wir Christen sind heute vor allem darauf bedacht, bewahrt zu bleiben und haben Angst,
für das Reich Gottes Risiken einzugehen. Wir sind nicht bereit zu leiden und zu sterben
für die wichtigste Sache der Welt, für die Person Jesus Christus.“
„Wann haben Sie zum letzten Mal gebetet, dass Gott Sie gebrauchen möge, egal was es
kostet? Warum beten wir nicht darum, „leidenschaftlich und gefährlich“ zu sein in einer
abgestumpften Welt und einer weltfremden Religion?“
„Gottes erster Plan ist eben nicht unsere leibliche Sicherheit, sondern unsere Heiligkeit
und Gerechtigkeit. Dieses Leben ist nicht sicher, egal ob wir gläubig oder ungläubig sind.
Wir alle werden krank, wir alle erleben Unglücke und wir alle sterben. Die Sterberate liegt
immer noch bei 100%.“
Gott fordert uns auf für Ihn einzustehen und für unseren Glauben wirklich zu kämpfen. Wenn
wir Jesus Christus wirklich nachfolgen wollen, heißt das auch oft Kampf und Leid (hier auf
der Welt). Er wird uns dabei zur Seite stehen!
Wirklich leiden und kämpfen musste ich hier in Deutschland noch nie für meinen Glauben,
und dafür danke ich Gott! Aber ich höre von Freunden und Familie, die nicht christlich sind,
schon oft Unverständnis oder herablassende Worte darüber. (Anmerkung 2017: jetzt auch
sogar von manchen, die sich eigentlich selbst Christen nennen.) Seit ich aber fester in
meinem Glauben bin, macht mir das nicht mehr viel aus und ich versuche trotzdem Zeugnis
für Gott zu sein, meine Bedenken bei manchen Themen zu äußern, den Glauben vorzuleben
und die Notwendigkeit eines Lebens mit ihm weiterzugeben. Wenn auch bestimmt oft zu
selten, weil es mir ja wirklich wichtig ist, dass meine Familie und Freunde zu Jesus Christus
kommen, dass sie nicht eine Zukunft mit Qualen in Gottesferne, sondern die unvorstellbare
und herrlichste Zukunft in seiner Gegenwart vor sich haben.

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Petr 3, 14-18: Aber wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig
seid ihr! Fürchtet aber nicht ihren Schrecken, seid auch nicht bestürzt, 15 sondern haltet
den Herrn, den Christus, in euren Herzen heilig! Seid aber jederzeit bereit zur
Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch
fordert, 16 aber mit Sanftmut und Ehrerbietung! Und habt ein gutes Gewissen, damit
die, welche euren guten Wandel in Christus verleumden, darin zuschanden werden,
worin euch Übles nachgeredet wird. 17 Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es
will, für Gutestun zu leiden als für Bösestun. 18 Denn es hat auch Christus einmal für
Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, zwar
getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
1.Petrus 5,10-11: Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen
Herrlichkeit in Christus Jesus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten,
stärken, kräftigen, gründen. Ihm sei die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Sorgen belasten einen nur, haben aber keinen Nutzen. Ich weiß, dass ich bei Gott geborgen
bin, und ich mich deshalb nicht sorgen brauche, auch wenn schlimme Sachen um mich
herum geschehen und ich nicht weiß, wie es mit mir weitergeht. Werde ich wieder gesund
und bleibe ich dann gesund oder kommt der Krebs ein drittes Mal? Werden sich meine
Einschränkungen wieder verbessern? Falls ich wieder ganz fit werde, werde ich dann einen
Job finden, obwohl mein Lebenslauf Krankheitslücken aufweist und ich noch keine
Berufserfahrung habe?...
Bei Gott kann ich all meine Gedanken ablegen, er weiß, was am besten für mich ist und
mutet mir nur so viel zu, wie ich mit Seiner Hilfe und Kraft ertragen kann. Mit Seiner Kraft
geht so viel, was ich ohne Ihn nicht ausgehalten hätte oder noch würde. Mit Ihm ist es um
einiges einfacher.
1.Petrus 5, 7: Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
Mt 6,27: Wer aber unter euch kann mit Sorgen seiner Lebenslänge eine Elle zusetzen?
Mt 6,34: So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag! Denn der morgige Tag wird
für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug.
Philipper 4, 6-7: Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und
Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der
allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus
Jesus.

8

6

Dankbarkeit in Allem!

Glauben heißt auch, für alles im Leben dankbar zu sein. Für Gutes und Schlechtes (bzw.
was uns schlecht erscheint). Dankbar sein ist eine Herzenshaltung.
1.Thess 5, 18: Sagt in allem Dank! Denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus für
euch.
Ps 50,23: Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das
Heil Gottes sehen lassen.
Eph 5,20: Sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn
Jesus Christus!
Kol 3,17: Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn
Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn!
Hier noch drei Zitate von Menschen, die ich sehr passend finde:
„Dankbarkeit öffnet den Weg zu Gott.“ Dietrich Bonhoeffer
„Unser inneres Glück hängt nicht von dem ab, was wir erleben, sondern vom Grad der
Dankbarkeit, die wir Gott entgegenbringen, egal was wir erleben.“ Albert Schweitzer
„Das Reifwerden eines Christen ist im tiefste Grunde Dankbarwerden…Da wird es hell in
einem Menschenherzen, wo man für das Kleinste danken lernt.“ Vater Bodelschwingh
Manchmal fiel es mir echt schwer in manchen Situationen dankbar zu sein, wenn wieder was
Blödes passiert, man unnötig Schmerzen hat etc. Z. B. konnte ich es nicht verstehen,
warum, nachdem ich meine 1. große OP 2012 hinter mir hatte, noch ein Darmverschluss
folgte, bei dem ich wieder schmerzhafte Wochen im Krankenhaus verbringen musste oder
ich meinen 24.ten Geburtstag im Krankenhaus feierte, weil ich aufgrund von Fieber länger
dort sein musste, genauso bei der letzten OP 2015, bei der ich Weihnachten und Silvester im
Krankenhaus lag und 3 Tage nachdem ich entlassen worden war, wieder für knapp 2
Wochen eingeliefert wurde.
Aber gerade dann, wenn ich mich darauf konzentriere, was alles toll war, was meinen Tag
schöner gemacht hat, wo Gott mir unnötige Schmerzen etc. erspart hat und auch für
Situationen versuche zu danken und Gott auch die hinzulegen, die ich nicht verstehen kann,
dann wächst man in der Beziehung zu Gott. Zum Beispiel war das 2te und 3te Mal Drainage
legen unterm CT (ein Schlauch, der unter örtlicher Betäubung gelegt wird), wovor es mich
echt schauderte, gut aushaltbar (Gott hat meine Gebete erhört!  ). Das
Krankenhauspersonal war meist sehr freundlich zu mir, und v.a. in der Onkologie hier fühle
ich mich sehr gut aufgehoben! Oder schon allein für den Ausblick auf die Berge im Dachauer
Krankenhaus bin ich Gott dankbar!

9

Danke Herr, für alle Erlebnisse, ich weiß, es ist nur zu meinem Besten!

7

Abschluss

Als wirkliche Nachfolger von Jesus Christus wollen wir heilig sein, das heißt auch, dass
unsere Gesinnung erneuert wird, wir im Glauben wandeln und ausharren. Jesus Christus ist
der einzige Weg! Richtige Bekehrung erfolgt nicht nur durch Worte, sondern vor allem in
Taten:
2.Tim 2,19: Doch der feste Grund Gottes steht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt,
die sein sind; und: Jeder, der den Namen des Herrn nennt, halte sich fern von der
Ungerechtigkeit!
Tit 1,16: Sie geben vor, Gott zu kennen, aber in den Werken verleugnen sie ihn und
sind abscheulich und ungehorsam und zu jedem guten Werk unbewährt.
Gal 6,7: Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das
wird er auch ernten.
Joh 3,3: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn
jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Und wenn ich wirklich mein Leben für Ihn lebe und nach Seinem Vorbild bin ich gewiss, dass
eine wundervolle Zukunft auf mich wartet, wie ich es nicht für möglich halte:
Röm 8,18: Denn ich denke, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen
gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.

Mit meinen Worten will ich hier niemanden angreifen, es soll eher ein Zeugnis sein und
zeigen, was ich gelernt habe, was wichtig ist, und was mir vorher vielleicht nicht so bewusst
war. So prüft euch bitte selber! Gott selbst sagt, dass wir uns gegenseitig lehren und
ermahnen sollen:
Kol 3,16: Das Wort des Christus wohne reichlich in euch; in aller Weisheit lehrt und
ermahnt euch gegenseitig! Mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott in
euren Herzen in Gnade!
Jakobus 5.19-20: Meine Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und
jemand ihn zurückführt, 20 so wisst, dass der, welcher einen Sünder von der Verirrung
seines Weges zurückführt, dessen Seele vom Tode retten und eine Menge von Sünden
bedecken wird.

10

Hebräer 3.12/13: Seht zu, Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses
Herz des Unglaubens sei, im Abfall vom lebendigen Gott,13 sondern ermuntert einander
jeden Tag, solange es "heute" heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch
Betrug der Sünde!
Durch die Erkrankungen habe ich auch so viele positive Erfahrungen gemacht, wofür ich
Gott echt dankbar bin, und woran ich auch erkenne, dass dies alles seinen Sinn hat und
nicht nur passiert ist, um mich zu “ärgern“. Meine Freundschaften und Familienbeziehungen
sind fester und intensiver geworden und ich weiß, auf wen ich mich verlassen kann. Die
Wärme die ich an so vielen Seiten erfahre, v.a. auch hier zu Hause, wo ich einfach wieder
aufgenommen wurde, überall hingebracht werde etc. ist einfach schön. Zudem habe ich
auch gelernt die Kleinigkeiten zu schätzen, die für einen im normalen Alltag
selbstverständlich sind, obwohl sie für uns jeden Tag ein Geschenk sind, für das wir dankbar
sein können, wie z.B. laufen können, Gleichgewicht haben, schmecken können, Hände zu
haben und nutzen zu können etc.
Ich sehe auch, wie ich hier Zeugnis sein kann. Weil meine Mama wusste, dass es mir wichtig
ist in den Gottesdienst zu gehen, ist sie mir zuliebe mitgegangen. Und sie hat sich dadurch
nach einiger Zeit wieder zu Jesus Christus bekannt und sich für den Glauben an Ihn
entschieden. Mal sehen, was Gott noch so vorhat, wie er meine Erfahrungen und Erlebnisse
nutzen möchte.
Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein
Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte. Ich danke dir, Herr, mein
Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. Denn deine Güte ist
groß gegen mich, du hast mich errettet aus der Tiefe des Todes. Psalm 86,11-13
Der Segen Gottes sei mit euch!
Jenny

P.s. Mit diesem Brief möchte ich nicht den Eindruck erwecken, perfekt im Glauben zu sein,
da ich auch hier in der Welt lebe und auch nicht frei von Versuchungen und Sünden bin, aber
mir war es wichtig dies zu schreiben und ich versuche mich jeden Tag aufs Neue zu
bemühen Gottes Willen zu erkennen und umzusetzen.
P.p.s. Es gibt zu den einzelnen Themen viele weitere Bibelstellen (paar Stellen habe ich
noch parat) und umso mehr Stellen und Aussagen in der Bibel!

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