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2011 . May . 9

Protokoll 04.05.2011 (2)

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FSU Jena SoSem. 2011 Seminar „Didaktische Modelle und Schulpädagogik 04 DMS WS 09 Dozent: Benno Dieminger Thema des Seminars Pädagogisches Handeln in den Antinomien der Moderne Datum 04.05.11 Protokoll Claudia Starke claudia.starke@uni-jena.de Literatur Heinz-Hermann Krüger, Werner Helsper (2004): Einführung in Grundbegriffe und Grundlagen der Erziehungswissenschaft. Band 1 Bemerkungen Klafkis kritisch-konstruktive Didaktik - kritisch, da angestrebte Zieleinstellungen (Selbstbestimmung/ Mitbestimmung/ Solidarität) in Gesellschaft nicht erreicht sind - konstruktiv, da Unterrichtsgestaltung nach Bildungsideal ausgerichtet (Freiheit, sich von den curricularen Rahmenbestimmungen abzuwenden) > schülerorientiert - Unterricht stärkerer politischer Prozess als im vorhergehenden Modell, da der Schüler zum „mündigen Staatsbürger“ (kritisches Mitglied der Gesellschaft) werden soll Selbstbestimmungsfähigkeit = eigene, persönliche Lebensbeziehungen und Sinnbedeutungen im zwischenmenschlichen, politischen, beruflichen, ethischen, religiösen Bereich - Mitbestimmungsfähigkeit = Übernehmen von Verantwortung, Partizipation an gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen - Solidaritätsfähigkeit = Anspruch auf Punkt 1 und 2 besteht erst, wenn man für die Rechte jener eintritt, die nicht darüber verfügen (Bsp. Zivilcourage) In Anknüpfung an Johann Comenius: Allgemeinbildung im 3fachen Sinn: 1. für alle (richtet sich an alle/ Förderung der Chancengleichheit) 2. allseitig (Ziel = vielseitige Interessen-/ Kompetenzentwicklung, Unterricht soll so vergangene/ gegenwärtige Kultur weitergeben, die künftige vorwegnehmen) 3. das Allgemeine (Klafki: „epochaltypische Schlüsselproblematik unserer kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, individuellen Existenz“, Bsp. Friedensfrage, Umweltfrage etc.) Diskussion Wie lässt sich das in allen Fächern durchsetzen? Bsp. Sport? > Fairplay = Friedensfrage Warum sind die Teilgebiete nicht auf die verschiedenen Fächer aufgeteilt, sondern in einer einzelnen Lehrperson zentriert? > Modell hat nicht den Anspruch, alles pro Fach/ Unterrichtseinheit abzuhandeln Perspektivenschema zur Unterrichtsplanung Diskussion: Wie soll das bewältigt werden? Sollen alle Schüler analysiert werden oder nur die auffälligen? > für jede Klasse/ jeden Schüler eine Analyse durchführen, um die Bildungsziele zu erreichen > Schülerakten einsehen/ Verständigung mit Kollegen/ Eltern (ElternLehrer-Verhältnis Problem belastet) > aber: Lehrer kein familiärer Therapeut Einklang zwischen Berufs- und Privatleben? Was für ein Unterrichtsziel stellt Klafki? Tritt bei ihm das Fachwissen in den Vordergrund, die Kompetenzen zurück (werden diese nicht allein durch die Methodik, die zum Unterrichtziel führen soll, vermittelt)? > Schwerpunkt liegt auf Kompetenzen, weniger auf Fachwissen - neben der elterlichen Instanz hat die Schule den expliziten Erziehungsauftrag W. Helsper - Einklang zwischen Ansprüche an den Lehrer und deren Erfüllbarkeit Aufteilung Themen in einzelne Gruppen zur Bearbeitung, d.h. Was versteht Helsper unter den einzelnen 1. Autonomie und Zwang (Robert Nagel/ Claudia Starke) 2. Organisation und Interaktion (Robin Menzel/ Florian Ohrdorf/ Martin Schulz) 3. kultureller Pluralismus (Josephine Stürmer/ Olga Gkampaeridou) 4. Näher und Distanz (Jenny Meinhardt/ Lukas Turski) 5. Entfaltung und Disziplin (Stephan Brandt) 6. Allgemeinbildung und soziale Brauchbarkeit (Sebastian Frank/ Michael Jackobie) Hamburger Modell = Ergänzung Berliner Modell - Intention/ Thematik/ Methodik/ Medien = Entscheidungsfelder - anthropogene/ soziokulturelle Voraussetzungen = Bedingungsfelder - weniger zur Unterrichtsvorbereitung, als zur Analyse gedacht

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